GoldenTurtle

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  1. Chawan von Künstlern

    Etsy finde ich wirklich noch cool das Konzept, ich habe mal diesen Chawan von Guerrero gekauft. Was mich grundsätzlich noch interessiert, was fasziniert dich so sehr daran, dass etwas antik ist? Wenn es gefälscht wäre, dann wäre es ja schrecklich, wenn einem genau dieser Aspekt so wichtig ist. Das alles ist ja eigentlich nur im Kopf, wenn einem etwas wertvoller scheint, nur weil es schon seit langer Zeit verwendet wird - ich meine, es ist wertvoll, weil du es jetzt verwendest! Wenn es z.B. dein Grossvater war, der aus demselben Humpen schon sein Bier getrunken hat, dann verstehe ich einen persönlichen Mehrwert (auch wenn der in diesem Fall etwas fragwürdig ist, aber sei's drum) - aber wenn es nur irgendjemand verwendet hat, der gar keinen Bezug zu dir hat, dann glaube ich ist es eine Verklärung der Vergangenheit, die insgeheim dein jetzt und deinen eigenen Selbstwert herabwürdigt. PS: Ich habe die Angewohnheit, gerne etwas über die konventionellen Grenzen des "sowas sollte man doch nicht sagen" hinauszugehen. Bei allfälligen Risiken und Nebenwirkungen konsultieren Sie bitte unseren allseits geschätzten Erdbeer-Sahne Sympathisanten, der mir bei Gelegenheit gerne einen notwendigen Klaps auf den virtuellen Hintern austeilt.
  2. Chawan von Künstlern

    Nicht dein angedachtes Budget, und du wolltest noch unterhalb dessen einen Antikchawan kaufen? Aber selbstverständlich gibt es echte Antiquitäten, die käuflich sind (wenn auch nicht unbedingt bezahlbar). Diese würde ich aber eher in Auktionshäusern suchen, wo von Experten begutachtet wird (und keine Ferndiagnose). Das Problem ist, dass praktisch jeder Mensch denkt, genau er würde ein Schnäppchen erwischen, und das macht anfällig. Z.B. das wäre ein Schnäppchen, wenn es echt antik wäre: https://www.liveauctioneers.com/item/46381482_four-antique-japanese-glazed-chawan-tea-bowls Aber leider ist nichts von einer Experteneinschätzung zu lesen, oder nicht, dass ich gesehen hätte - es wird scheinbar häufig einfach angeboten was reinflattert. Und noch nicht einmal hier resp. hier, bei schon wesentlich saftigeren Preisen, sieht man etwas von Experteneinschätzungen. Die hier ist scheinbar 500 Jahre alt ... Die ganze Welt ist scheinbar voller Antiquitäten im Angebot. Allerdings will angemerkt sein, das auch auf eine Experteneinschätzung nicht 100% Verlass ist, aber doch mehr als alles andere. PS: Das hier von der von dir erwähnten Seite soll über 100 Jahre alt sein. Ich finde das Ding glänzt an gewissen Stellen etwas intensiv für das Alter. Aber der Blitz kann täuschen und zweitens bin ich noch nicht einmal ein Keramikexperte.
  3. Chawan von Künstlern

    und würde ich nicht unbedingt kombinieren. Aber schau mal hier. Da gibts zwar meistens nicht viel, aber immer wieder mal was von einem mehr oder weniger bekannten Künstler, z.B. aktuell noch zu haben: PS: @theroots hat irgendwo mal eine Anleitung zu den japanischen Online Auktionen geschrieben ... aber Authentizität ist auch dort meiner Meinung nach ebenfalls nicht gewährt, tendenziell aber doch ein winzig kleines bisschen verlässlicher. PPS: Persönlich würde ich jederzeit ein aktuelles Stück eines bekannteren Künstlers aus renommierter Quelle, welche die Stücke direkt vom Künstler hat, einer Pseudo-Antiquität aus einer verhältnismässig unsicheren Quelle vorziehen. Hast du die Doku über den Volkssport der Antikkeramikfälschung gesehen? Mann, wo ist die bloss? Vielleicht unter den Tee Dokumentationen.
  4. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Kurzfazit Yishanmo (Yiwu) Kugel von Chenshi Chris (nicht im Sortiment) vs. andere Yishanmo Kugel von anderem Produzenten (Bild zwei Posts oben, beide Kugeln als Sample erhalten) Hier auch noch das Bild der vor kurzem verkosteten Kugel von Chris: 2 leichte Ungewöhnlichkeiten Die Kugel von Chris brauchte sehr lange bis sie aufgegangen ist - die andere Kugel hingegen schwamm knapp 2 Minuten bis sie untergegangen ist, ging danach aber flott auf - die von Chris blieb wiederum gleich beim ersten Wasserkontakt mit unten. Auch geschmacklich zwei unterschiedliche Kugeln Die Kugel von Chris schmeckt für mich rustikaler/würziger, aber nicht im rauchigen Sinn. Die andere Kugel trumpft mit einem sehr langen, bittersüssen Verkleidungsspiel auf. Uff, gleich beim ersten Blick auf die geschälte Kugel war mir klar, dass das ne harte Nuss werden würde für Chris. Ich befürchte aber auch, dass hier zwei unterschiedliche Materialqualitäten aufeinandergetroffen sind - ich weiss zwar den Preis der goldenen Kugel nicht (muss mal nachfragen), denke aber aus Erfahrungswert mit einer anderen Goldkugel, dass sie wahrsch. direkt in Yunnan bereits etwa gleich viel kostet wie der theoretische Endkundenpreis von Chris. Zur Wirkung Die Wirkung des neulich verkosteten Testshengs von Chris gefiel mir besser. Und der andere Produzent ist ein Wirkungsheini, achtet sehr darauf, aber eben smooth wie Yu und nicht drunkie wie Paul, man spürt sie gleich beim ersten Schluck und auch insgesamt mehr. X sprach bei einer guten Wirkung schon von aufrichtend und bei schlechter von niederdrückend, dies nur noch als Randnotiz erwähnt.
  5. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Echt der Hammer, jetzt ist mir unerwartet gleich noch eine andere Yishanmo gs Kugel von einem anderen Produzenten ins Netz gegangen - der perfekte Vergleich mit der derjenigen von Onkel Chris! Bitterehrliches Fazit folgt, versprochen! Hier das Beweisfoto, damit man sieht, dass ich nicht nur einfach irgendwas behaupte: Moment, da wurde der Fang einer anderen Spinne fokussiert. Here you go: PS: Uff Chris, das wird ne harte Nummer.
  6. Zwar nicht ganz @topic, aber ich wüsste doch kein besseres Thema, da es doch sehr shenglastig und mit persönlichen Präferenzen zu tun hat: Meine Präferenzen bei jungem Sheng haben sich weiter präzisiert - eigentlich erst heute bei der Wahl eines Sheng zum Trinken ist es mir wirklich bewusst geworden, was sich schon seit einer Weile begonnen hat anzukündigen: Rein empfindungsgemäss bevorzuge ich bei jungem Sheng ein Jahr Gelagerte vor den ganz Frischen. Der Grund ist schwierig zu erklären, ich versuche es zu umreissen: es spricht mich etwas bei den minimst angelagerten Shengs mehr an - bei den ganz Frischen lodert noch etwas unruhiges, grün-weisses, das sich nach einem Jahr beruhigt hat. Dieser Aspekt kommt von der Frische der Knospen und der Blätter und passt für mich einfach nicht richtig zu Sheng, gehört viel mehr zu ganz frischen, feinen Knospengrüntees wie die Yun Wu - dort ist dieser Aspekt sehr wichtig.
  7. Über die Honignoten in ungesüssten Tees

    Gern geschehen. Jedoch sprechen die Fakten eine klare Sprache. Der Oriental Beauty ist ein anerkanntes Paradebeispiel für Honignoten, und der ist wie gesagt gar nicht geröstet. Honignoten und Karamellnoten, das ist der relevante Unterschied. Wenn es um Karamellnoten geht, da hast du recht, nur der Punkt ist, dass wie gesagt fast nur gewisse Felsentees so geröstet werden, praktisch alle anderen Oolongs die geröstet werden, werden milder geröstet. Darum kann man vom einen nicht aufs andere schliessen. Oder auch die Rottees, die Honignoten aufweisen, sei es ein Yunnan Dian Hong Golden Needler oder Golden Bud, oder ein Wuyi Jin Jun Mei - die werden alle auch nicht geröstet. Da kommen meiner Einschätzung nach die Honignoten von der erheblichen Oxidation reiner Knospen - soweit die schwer zu widerlegende Teeorie des Tages. Prost Manfred, nicht persönlich nehmen (war es auch nicht), ich habe hier auch schon genügend Käse geschrieben. Gross ist die Gnade des Teeforums, es lebe das Teeforum.
  8. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @Manfred Ich antworte gleich im Honignotenthema ... @topic: Ich verkoste heute einen unglaublich milden und weichen Lao Cha Tou Shou, keinerlei Fehlernote.
  9. Über die Honignoten in ungesüssten Tees

    Um vorangehenden Beitrag richtigzustellen poste ich das gleich auch noch hier:
  10. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Leider ordentlich auf dem Holzweg, auch wegen den honigsüssen Aromen - hast nicht du oder sonst jemand dazu im Honignoten Thema Oriental Beauty erwähnt? Oriental Beauty ist schlicht ein Vorzeigetee solcher Honignoten, wird aber nebenbei erwähnt überhaupt nicht geröstet. Das ist schlechter Tag Manfred, um neue Teeorien aufzustellen! PS: Du scheinst etwas verwechselt zu haben. Z.B. eine ganz tiefe Röstung, wie sie fast nur bei Yancha gemacht wird (und weit nicht bei allen, tendeziell bei scheinbar immer wenigeren, weil die Grenze zum Verkohlen ziemlich nah ist) kann samtene, karamellene Noten hervorrufen, diese sind aber relativ weit entfernt von Honignoten, die viel mehr durch den Befall von fliegenden Eseln hervorgerufen. Der Begriff Guifei, der diesen Befall kennzeichnet, wird z.B. in Taiwan auch Mi Xiang genannt, was Honigduft bedeutet. PPS: Na gut, keine Esel, wahrscheinlich sind es doch eher winzige Insekten, eine sehr kleine Ausgabe von Zikaden.
  11. Ärgernis des Tages

    Oh, wurde beim Versand das CN22 Formular vergessen oder wurden gar Proben genommen, die nicht bestanden haben? Ich hatte bei einem Paket mal so einen Kleber drauf.
  12. Tee-Aberglauben (oder...?)

    Seriously? Für mich hört sich das nach Humbug/Placebo an, kenne es aber nicht. Wie neulich gesagt benutzen leider viele Menschen jegliche Ausprägung des menschlichen Glaubens, um Kapital und Macht daraus zu schlagen, in praktisch allen nur vorstellbaren Richtungen (das Thema Gesundheit ist heutzutage natürlich besonders beliebt, politische Versprechungen sind aber auch nicht schlecht). Aber das Witzige ist, dass fast jeder irgendeinen Irrglauben hat, häufig genau das, was man (z.B. aus frühkindlichen Prägungen durch die Eltern) niemals auch nur eine Sekunde in Frage stellen würde und auf sämtliche Argumente nicht einmal im Denken eingeht, sie zählen wie nicht. Ich bringe mal ein echtes Beispiel: ein älterer Nachkomme einer Unternehmerfamilie glaubt ohne jegliche Zulassung eines Gegenarguments, dass alle Sozialisten faul und Schmarotzer sind. Du kannst sagen was du willst, es kommt nicht bei ihm an. Er ist ganz tief geimpft. Und das Problem ist, dass genau das zu Spaltungen führt, man so durch das Wahlsystem nicht zu wirklich gemeinsamen Lösungen kommt.
  13. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Eine höchst sonderbare Traube ist da gewachsen: Ach nee ... es scheint doch eine 15er Yishanmo gs Kugel von Onkel Funky Chris zu sein! Mensch, die kommt gerade recht, jetzt muss noch ordentlich gearbeitet werden.
  14. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    @TaoTeaKing Ein diesjähriger Sheng von W2T, hab ich neulich ein Muster davon erhalten. Ist kein schlechter Tee.
  15. Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

    Noch rasch eine Kurzverkostung der Pussy von Paul: Sie wirkt auf den ersten Blick ziemlich trocken, duftet aber anregend. Feucht steigt ein lasterhafter Geruch auf, der an Dschungelsümpfe und vorbeifliegende Insekten erinnert. Ihr Geschmack klebt erstaunlich lange auf der Zunge. So, jetzt ist aber genug.