GoldenTurtle

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Reputationsaktivitäten

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    GoldenTurtle reagierte auf SoGen in Zweite Tee Erkundung   
    Ein Gutes-Gewissen-Tee. Anthroposophisch-bio-dynamisch aus Biosphären-Reservat, transfair-gehandelt mit Spende an NABU. Was vermutlich noch das beste ist, was man darüber sagen kann. Produzent ist die Bombay Burmah Trading Corporation, eine Aktiengesellschaft, die derzeit auf 2.822 ha Plantagen in Tamil Nadu jährlich ca. 8.000 Tonnen Tee produziert.
    Tropisches Monsun-Klima, derzeit (das ist noch nördlich des Äquators, da ist also wie bei uns Winter) Tagesdurchschnittstemperaturen um die 30° C, jedenfalls im nahe gelegenen Singampatti Zamindar Forest, dem eigentlichen Tiger-Reservat. Die Manjolai-Plantage und -Fabrik ist ein paar Kilometer entfernt davon. Ist auch besser so für die Pflückerinnen ...

    Mit Sicherheit Assamica-Kultivar, Sinensis verträgt so ein Klima gar nicht. Daher auch viel Gerbsäure, entsprechend 'herb' um nicht zu sagen bitter. Bringt dafür hohe Erträge, vor allem in der Regenzeit. Wird gerne für britische Blends der unteren Preisklassen verwendet. Als Grüntee verarbeitet ging sowas früher eigentlich nur auf dem einheimischen indischen Markt. Aber dafür gibt's ja Marketingspezialisten (s.o. die ersten beiden Sätze). Der Preis dürfte der Qualität einschließlich dem miterworbenen Bewusstsein, mit dem Kauf etwas Gutes zu tun (wenn auch nicht notwendig seinen Geschmacksnerven) angemessen sein. Diesen Tee würde wahrscheinlich sogar ich mit Zucker trinken ...
    Du dürftest jetzt einen ziemlich repräsentativen Eindruck davon bekommen haben, was man in dieser Preisklasse erwarten darf.
    _()_
  2. Thanks
    GoldenTurtle reagierte auf Macarona in 3. Erkundung   
    Habe es jetzt erst geschafft die Fotos zu bearbeiten. 



  3. Thanks
    GoldenTurtle reagierte auf Cel in Alles über Matcha-Tee   
    Geb ich Dir vollkommen recht, wenn man nicht an den Erfolg einer Therapie glaubt, schwinden auch da die Heilungschancen. Es kommt aber darauf an ob ich ein Produkt anpreise wie
    Oder wie
    Dem Internet liegt ein großer Fluch inne, Informationsüberflutung.
    Man wird durch einfache Suchbegriffe mit 80.000 und mehr Suchergebnissen durch Google und Co. bombardiert. In den meisten Fällen ist es für mich schwer Wahrheit, falls es diese dabei gibt, von einer Lüge zu trennen. Ich versuche dann viel quer zu lesen und mich wenn möglich Fachmännisch beraten zu lassen.
    Man kann gerne Studien und sonstiges zitieren, sollte aber sachlich bleiben und nicht ein Allheilmittelversprechen ablegen. Als Unterstützung ist es sinnvoll, es wird aber dargestellt als ob ich nur Matcha trinke und nie wieder krank werde.
    Auch richtig, jedoch konnte ich die Heilsversprechen in diesem Informationbereich genau deswegen nicht unkommentiert stehen lassen. Dem Forum liegt auch eine Aufklärungspflicht inne. Sehe es aber ähnlich wie Du.
    Durch Gushu sind auch schon @GoldenTurtle's schneller gerannt als Hasen. (Nimms mir bitte nicht übel, macht aber immer wieder Spaß)
    Schön das es auch hilfreichere Hinweise von @Hyeongseo gab als mein gestümper.
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    GoldenTurtle reagierte auf theroots in Wabi Sabi - oder wie ich lernte den Fehler zu lieben   
    Ein in der Tat sehr interessantes Thema welches leider all zu oft - im übertragenen Sinne - nur verkürzt dargestellt wird. Wikipedia stellt dieses Thema m.E. auf wenigen Zeilen erstaunlich griffig dar:
    Sehr oft wird im Zusammenhang mit Wabi Sabi ein beschädigtes Objekt bemüht. Dies kann zwar durchaus den tieferen Sinn des Wabi Sabi verdeutlichen und ist als Beispiel auch sehr anschaulich. Dennoch handelt es sich dabei lediglich um eine mögliche Erscheinungsform, wobei auch dies alleine m.E. nicht hinreichend ist. Am treffendsten sind für mich daher auch die Begriffe Herbheit und Reife, weshalb ich diese eher abstrakteren Begriffe konkreten Beispielen vorziehe. Eine Schale die zu Bruch geht und wieder ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt wird kommt dem Konzept des Wabi Sabi sicherlich näher als das Pendant firsch aus dem IKEA Regal. In aller Regel ist man aber auch in diesen Fällen noch deutlich davon entfernt. Letzteres hast du ja aber bereits zum Ausdruck gebracht.
    Worin ich nicht ganz übereinstimme:
    Ich bin überzeugt, dass auch diesbezüglich nicht verkürzt werden darf: Die Patina im engeren Sinne dürfte nicht allein ausschlaggebend sein. Insofern kann auch Materialien welche - um es etwas plastisch auszudrücken - nicht "welken", Wabi Sabi innewohnen. Auch eine Unterscheidung zwischen natürlichen und nicht natürlichen Materialien (wobei mir diese Unterscheidung bis zu einem gewissen Grad stets suspekt war), ist der Sache nicht zwingend dienlich. Zwar wird sich die Neigung des Materials unterscheiden, mehr aber auch nicht. 
    Ein Thema, in das man sich sicherlich sehr gut vertiefen könnte.
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    GoldenTurtle reagierte auf BoHeTang in neuer Ansatz in Sicht   
    Ich nutze derzeit ebenfalls Yixing oder andere Tongefäße. Laut Yu ist es eine gute Idee, unglasierte Gefäße am Anfang, glasierte Gefäße im späteren Verlauf zu nutzen. Die, wie du sagst, etwas Einfacheren lagere ich in Holzstapelboxen von recht guter Qualität, die, wie ich genaustens überprüft hab, keinen Eingengeruch haben, den vom Tee gefühlt sogar eher annehmen (Boxen sind unlackiert, nicht geölt...)
    Wie gesagt, künstlich an der Luftfeuchte schrauben halt ich ebenfalls für Blödfug. Die Tees reifen hier gut, viel besser als viele annehmen. Einige Shengs lagere ich quasi seit Pressung und seit mehr als 7 Jahren und stelle einen (meiner Meinung nach) schönen Reifeprozess fest.
    Es ist aber trotzdem immer wieder interessant zu hören, wie andere das so machen...
    Achso, was ich teilweise noch net schlecht finde: Eher kompakte, fest gepresste Tees (kleine Ziegel, Tuo Chas, etc.) aufbrechen und in kleineren Tongefäßen aufbewahren, vor allem vor dem unmittelbaren trinken, aufbrauchen, wie auch immer. Ich hab mal mit einem Ai Lao Shan Sheng von 2002 (...und anderen Tees) experimentiert und das Ergebnis war wirklich gut. Während der Aufguss, vom "gepressten Tee" eher noch leichte Säure hatte und ein bisschen wild daher kam, war der Tee aus dem Tongefäß deutlich klarer, runder und "geradliniger". Die Lagerung im Tongefäß lief dabei nicht lange. Vielleicht 4-6 Wochen, trotzdem hat sich der Tee merklich verändert...
    Ich wünsch euch eine gute (Tee)Zeit! 
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    GoldenTurtle reagierte auf RobertC in Tie Luo Han Direktvergleich   
    Zu meiner Punkteskala hatte ich im Beitrag zum Atong Seminar kurz etwas geschrieben. Sie reicht von 50 bis 100, kennt also 51 Abstufungen. Das ist grob vergleichbar sowohl mit dem Schulnotensystem der USA als auch den Weinbewertungen nach Robert Parker (https://de.wikipedia.org/wiki/Parker-Punkte). Z.B. wären in diesem System 70 bis 79 Punkte durchschnittlich (siehe auch Wikipedia!), also nach deutschen Noten eine 3, wobei ich den Vorteil darin sehe eine 3 in insgesamt 10 Abstufungen geben zu können (aus meiner Schulzeit kenne ich nämlich sonst nur eine 3-,3 und die 3+). Der Bereich 80 Punkte und mehr entspricht also den Noten 1 und 2, d.h. gut, sehr gut bis hin zu außerordentlich. Damit verwundert es mich garnicht, fast ausschließlich Parkerpunkte im Bereich 80 und mehr zu sehen. Es sind auch nicht 20%, sondern etwas mehr als 41% (21 von 51 Abstufungen) der Skala. Denn warum sollte der "Weinpabst" durchschnittliche oder schlechtere (am Markt verfügbare) Weine regelmäßig trinken und dann auch noch deren Bewertung veröffentlichen? McDoof kommt meines Wissens auch nicht in Restaurantführern vor.
    Mir ist schon klar, dass es im Allgemeinen keine faire und perfekte Punkteskala geben kann und auch das ich mich damit immer angreifbar mache. Aber wenn ich ausschließlich mit beschreibenden Worten bewerte (quasi Waldorfschul-"Noten") und ggf. noch den Preis berücksichtige, dann ist eigentlich jeder Tee toll, so wie z.B. bei unseren Freunden von TeaDB. Ich hoffe aus der Kombination von Beschreibung mit einer Zahl die Tees soweit es geht vergleichbar zu machen und somit für Transparenz zu sorgen.
    Falls weiteres Interesse an Yancha Direktvergleichendieser Art besteht, lasst es mich einfach wissen, ich hätte noch interessante Rou Guis aus mindestens 3 Quellen (DKdT, Cindy Chen via Diz und von Cha-Shifu).
    PS Um es kurz zu machen, den TLH von Eugene fand ich noch etwas besser (92-95), etwas leichter geröstet und daher ausdauernder und hinten raus noch besser. Aber ich wollte hier im Blog nicht einfach unseren Vergleich von der Teezui wiederholen sondern lieber etwas neues präsentieren.
     
     
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    GoldenTurtle hat eine Reaktion von Cel erhalten in Drei Tees von Meßmer im Test   
    Bei diesen Anpreisungen von vielfältigen Wunderwirkungen muss der Ottonormalverbraucher ja glauben, es handelt sich um einen gallischen Zaubertrank!
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    GoldenTurtle hat eine Reaktion von Hinner erhalten in Tja nun   
    Würde ich auch nicht machen - erstens säufst du früher oder später das Meiste wahrscheinlich selber und zweitens wurde der Peak wahrscheinlich bereits überschritten - die Preise sind mit der Ausnahme von ein paar wenigen Orten das erste Mal seit Jahren rückläufig, und was das bedeutet, sollte jedem klar sein, nämlich dass die Investoren-Investitionen darum evtl. in Kürze dramatisch abnehmen werden, und das wiederum bedeutet eine weitere Nachfrage-Reduktion und falls es ganz dick kommt und Investoren den Markt wechseln wollen und jetzt bei guten Preisen noch abstossen wollen, kann es zu einem deutlichen Überangebot und deswegen zu einem noch weiteren Preiszerfall kommen. Meine persönliche Einschätzung.
  9. Like
    GoldenTurtle reagierte auf phoobsering in Aqua demineralisata   
    ich würde wirklich kein destilliertes/demineralisiertes wasser zu mir nehmen.
    es entzieht aufgrund des osmotischen druckgefälles den zellen nährstoffe.
    klar man nimmt ja auch wieder salze auf später durch nahrung und akut durch langsame biophysikalische diffussion (wenn das ein korrekter begriff ist ),
    aber schafft unnötig ein kurzes lokales ungleichgewicht.
    ncht mein ding
  10. Like
    GoldenTurtle hat eine Reaktion von miig erhalten in Präludium   
    Der Kerl steht der Fermentation von Tees scheinbar
    ähnlich feindlich gegenüber wie unser Rootie.
    Ihr ollen Grünteenuckler!
    Ne, ne, Grüntee in Ehren, kann schon was verflixt gutes sein.