TaoTeaKing

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    TaoTeaKing reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Kintsugi Gehversuch (Teil 3)   
    Die verbleibenden Arbeiten nach dem ersten Kleben und Austrocknen im Muro bestanden eigentlich nur noch aus dem Aufbringen der Urushi Lackschicht, die die Klebestellen verzieren soll. Dies war für mich die schwierigste, da extrem filigrane Arbeit. Eigentlich ist hier das Ziel eine möglichst feine Linie konstanter Dicke. Dafür fand ich aber den im Set mitgelieferten Pinsel schon fast zu grob. Aber es wird sicherlich ausschließlich an mir gelegen haben, dass meine Linienführung alles andere als perfekt ist  Den frisch aufgebrachten Urushilack lässt man ungefähr eine halbe Stunde im Muro antrocknen und bringt dann mit einem sehr feinen Wattebausch aus Baumwolle das goldfarbene Pulver vorsichtig auf den Lack auf. Das ganze habe ich dann wieder mindestens zwei Wochen in den Muro gelegt. Was mir wie ich finde überhaupt nicht gut gelungen ist: Die verzierten Goldlinien sind extrem rau und haben eine deutliche Textur. Ich hoffe das ist gut auf den Bildern zu erkennen. Habt ihr vielleicht eine Idee wodurch dies entstanden sein könnte? Das Pulver ist ja extrem fein, aber vielleicht habe ich hier mit der Watte selbst etwas eingedrückt oder es sind eingeschlossene Baumwollfasern?!
    Gesamtfazit
    Schritt 1 war nicht allzu kompliziert durchzuführen und auf Anhieb konnte eine stabile Klebung erzielt werden. Das feine Verzieren im letzten Schritt ist vielleicht nichts für Grobmotoriker aber dafür habe ich nun umso mehr Respekt für diese geniale japanische Handwerkskunst! Der Respekt gilt natürlich auch @theroots und @Cel, die solche Arbeiten ebenfalls selbst angegangen sind ?
     
    PS: Ach wäre es schön Blogbeiträge speichern und dann mehr als nur einige Minuten editieren zu können bevor man sie veröffentlicht. So ist dies leider eine unfreiwillige Triologie geworden ?



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    TaoTeaKing erhielt eine Reaktion von Hinner für ein Blogeintrag, neuer Ansatz in Sicht   
    Hier mal nur kurz ein Update zu meinen momentanen Gedanken zum Thema Lagern... 
    mein Pumidor / Pu-Kühlschrank Projekt habe ich ja abgebrochen... zu teuer... zu aufwendig, zu künstlich. etc. pp. 
    Ich werde aber, früher oder später, wenn ich mal etwas mehr zum investieren übrig habe, einen Versuch starten zu dem mich die Ratschläge von Scott von YS motiviert haben. 
    (ist nichts neues, nichts besonderes und vielen hier sicher schon bekannt) 
    - Keine Angst vor Luftfeuchtigkeit um 60% oder drunter... 
    -nicht künstlich die Luftfeuchtigkeit erhöhen
    dafür aber
    -möglichst viel Tee in einen Schrank oder eine Box, bzw. den Raum möglichst so eng und dicht wie geht mit Tee vollstopfen... (von Scott als besonders wichtig betonter Punkt) 
    - eher selten öffnen
    -warten.. vertrauen
    Also, ich spare jetzt ein paar Jährchen und dann werde ich das mal mit einigen Cakes probieren... der Ansatz, glaube ich, ist besonders vielversprechend wenn es auch mehr als nur 5, 6 Cakes sind... also ein kleines Schränkchen voll... na ja, mal sehen wann ich mir das werde finanziell erlauben können  
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    TaoTeaKing reagierte auf RobertC für ein Blogeintrag, Kintsugi Gehversuch (Teil 1)   
    Es lässt sich einfach nicht vermeiden! Eine kleine Unachtsamkeit und schon ist es passiert - das geliebte Teezubehör landet unsanft im Spülbecken oder auf dem Boden. Handelt es sich dann um etwas Besonderes sitzt zunächst der Schock tief. Aber manchmal kommt eine Reparatur mittels Kintsugi in Frage, was hier im Forum auch schon an verschiedenen Stellen berichtet und ausprobiert wurde.
    Bei dieser traditionellen japanischen Technik, die mittels Urushi Lack arbeitet, erhalten die reparierten Stücke durch die golden oder silbern verzierten Linien über den Bruchstellen einen eigenständigen Charakter. 
    Wer viel Geduld aufbringen kann darf sich gerne an Frau Watanabe aus Berlin wenden. Erst kürzlich habe ich im englischen Teeforum eine sehr positive Referenz bezüglich der Qualität und Preise ihrer Arbeiten gelesen, was sicherlich zu noch längeren Wartezeiten führen dürfte.
    http://www.teachat.com/viewtopic.php?f=36&t=21568&p=288993&hilit=kintsugi#p288993
    Der geneigte Teefreund, der neben Geduld auch noch etwas Neugier mitbringt, darf sich natürlich auch selbst ausprobieren. So kam ich zu meinem ersten Kintsugi Gehversuch. Mit einem in Japan bestellt Repair Kit sowie meinem ersten "Opfer", einer handgemachten Porzellan Teeschale einer Künstlerin aus Heilbronn.
    Mit etwas Mehl, Wasser und dem Urushi Lack wird zunächst eine klebrige Masse angerührt. Dabei entsteht ungefähr die Konsistenz von Zahncreme oder Haargel. Diese wird mit einer Spachtel auf beide Seiten der Bruchstellen aufgebracht bevor diese zusammengeklebt werden. Überflüssiges Klebematerial kann mit Zahnstochern entfernt werden. Diese Schritte sind je nach Anzahl der Bruchstücke zu wiederholen. Die zusammengesetzte Tasse habe ich dann mit Kreppband fixiert.
    Danach muss der Urushi Lack aushärten. Dies passiert am besten bei mindestens Raumtemperatur und sehr hoher Luftfeuchtigkeit (über 80%). Daher habe ich mir einen sogenannten Muro gebaut. Eine kleine verschließbare Kiste, am besten isoliert, feuchte Tücher rein, ggf. ein Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchte und die reparierte Keramik am besten so lagern, dass auch von unten Luft heran kommen kann. So kam ich auf in der Spitze 92% Luftfeuchtigkeit. Nach gut zwei Wochen war meine reparierte Teetasse ausgehärtet. Allerdings zeigten sich auch erste Anzeichen von Schimmel auf den feuchten Küchentüchern. Dies nur als Warnung an die Freunde der schnellen Pu Lagerung mit aktiver Befeuchtung.
    Da Urushi wie gesagt durch Feuchtigkeit aushärtet empfiehlt sich grundsätzlich Terpentin-Ersatz zum Saubermachen. Außerdem sollte beachtet werden, dass wohl manchen Menschen auf Urushi allergisch reagieren - also am besten Handschuhe tragen.
    Nach dem Aushärten und Entfernen des Kreppbandes können die reparierten Bruchstellen vorsichtig mit einem Messer, sehr feinen Schleifpapier oder Terpentin von überflüssigem Material befreit werden. In meinem Fall hat hier nur eine Kombination sowie viel Geduld geholfen. Durch das Schleifpapier kann ein feiner Übergang an den Bruchstellen erzielt werden.
    Mit dem Zwischenergebnis bin ich schon sehr zufrieden, aber mir ist klar, es liegt noch ein weiter Weg vor mir!







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    TaoTeaKing erhielt eine Reaktion von miig für ein Blogeintrag, Präludium   
    Noch mal kurz (stimmt nicht, ist ganz schön lang geworden) zusammengefasst einige grundsätzliche Gedanken zur Lagerung von Puerh.
    Die meisten von euch werden das alles schon wissen, aber dem ein oder anderen Neueinsteiger in die Materie könnte das vielleicht eine gute Einstiegshilfe bieten. 
    Ich glaube es gibt zwei typische Motivationen sich mit der korrekten Lagerung von Puerh zu beschäftigen. 
    Man will dass der Tee den man z.B. jetzt kauft, in ein paar Jahren noch ähnlich gut schmecken wird.
    — Lagerung um den Tee vor negativen Veränderungen zu schützen  Mann will die für Puerh typische „Reifung“ unterstützen, ermöglichen, oder sogar beschleunigen
    – Lagerung um positive Veränderungen zu begünstigen Besonders kompliziert wird das Thema ja, wie ich finde, durch die vielen unterschiedlichen, teils sich ziemlich wiedersprechenden, Standpunkte  die von verschiedenen Experten oder Teetrinkern (siehe letzter Teil) vertreten werden. 
    Die beiden wichtigsten Faktoren die es bei all dem jedenfalls immer zu beachten gilt sind… 
    Luftfeuchtigkeit Temperatur  So gibt es z.B. in Hong Kong  über das Jahr hin Werte von 17 ~ 28° C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 72% bis zu 90%.
    Bei mir in der Wohnung (nähe Stuttgart) messe ich selten mehr als 55% Luftfeuchte und ca. ~ 19 bis 22° C  
    Entscheidend ist natürlich (logischer Weise) die Luftfeuchtigkeit und Temperatur an dem Ort wo genau der Tee gelagert wird. (Wobei schon mal jetzt zu erwähnen ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte.) Die Werte können dabei natürlich innerhalb des Hauses, des jeweiligen Raumes in der Wohnung (Küche ist in der Regel ein schlechter Ort), oder auch nochmal in dem Schrank in dem der Tee liegt variieren. Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungsgewohnheiten, Badezimmer etc. können die Faktoren Hitze und Luftfeuchtigkeit beeinflussen. 
    Konzentrieren wir uns nun auf Punkt 1. ( = Puerh vor neg. Veränderungen schützen)
    Es gibt sozusagen verschiedene Puerh Lager Schulen…
    ( Wer sich wohl mit Englisch fühlt hier auf TeaDb ebenso ein Text zu den "verschiedenen Schulen"  http://teadb.org/puerh-storage/ )
    1. Die „ich mache nichts bzw. nicht viel“ Schule  … bewahrt Bings an einem Ort auf an dem sie vor intensiven Gerüchen geschützt sind, vermeiden Sonnen-Licht, Wasserdampf, extreme Hitze oder Kälte. Machen sich wenig Sorgen. (man beachte: gigantisch großer Unterschied ob dieser Schule in Hong Kong oder in Stuttgart gefolgt wird)  
     2. Die „ich stelle eine Schale Wasser auf Schule“ … wollen ohne viel Aufwand dem austrocknen oder Sauer werden ihres Tee entgegen wirken… (Und ob Puerh wohl wirklich durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit mit der Zeit sauer wird? Wer weiss ob das wirklich stimmt oder nur ein Gerücht ist?) 
    3. Die „ich verpacke meine Bings luftdicht Schule“ … entweder in Druckverschlussbeutel oder sie versiegeln sie sogar mit einem Vakuumierer/ Folienschweißgerät. 
    4. Die "ich bewahre meinen Tee in glasierten, mehr oder weniger luftdichten, Gefäßen auf“ ...und füge vielleicht noch einen Keramik-Tabakbefeuchter hinzu.
    (siehe dazu Cwyns Blog) 
    5. Die „ich betreibe einen Wahnsinnsaufwand um meine Bings bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und bestimmten Temperatur zu lagern“  ...ohne dass sie von Schimmel befallen werden und ohne dass sie durch zu viel Ventilation (soll dem Schimmel entgegenwirken), Luftaustausch an Aroma verlieren. Diese Menschen bauen sich meisstens eine Art „Pumidor“… ein Kühschrank… ein Weinkühler, einer Massanfertigung aus Holz… der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. 
     
    "Storage Wars" - Zitate
    Folgende Zitate geben einen guten Einblick in die Diskussion und zeigen wie unterschiedlich die Einschätzungen in der "Szene" sein können: 
    Da ist z.B. ein Puerh begeisterter, der sehr viel Zeit in den Bau eines großen aufwändigen „Pumidors“ gesteckt hat… plötzlich überzeugt ist alle Cakes Vakuum versiegeln zu müssen. Er glaubt dass seine Bings, wahrscheinlich, so nimmt er an,  durch die viele Ventilation, die er installiert hat um dem Schimmel entgegenzuwirken, an Geschmack verloren haben.  
    LINK: http://listeningtoleaves.blogspot.de/2013/10/new-storage-experiment.html
    Wohlgemerkt ging es hier um den Aromaverlust, der sich, angeblich durch zu starke Ventilation eingestellt habe… nicht um Säure.
    Dennoch, das Luftdichte verpacken ist bei vielen Puerhtrinkern offensichtlich beliebt… 
    Auch @miig bedient sich offenbar laut einem teachat post der nahezu luftdichten „ziploc bags“ 
    Während ein uns ebenso hier gut bekannter Teefreund namens @GoldenTurtle schreibt:  
     Link zum Faden hier
    Dieser (@GoldenTurtle)  war es auch, der über die hier von Cwyn propagierte Methode:
     
    Gerne ausgiebig bei seiner nächsten Teerunde Tränen hat lachen wollen 
    Ähnlich kontrovers sind hier die Ansichten, wo sich Marshaln und Karyazen eine deftige Diskussion zum Thema Pro/ Contra  „sealing" vs. „open storage“ geliefert haben 
    MarshalN :
    kyarazen  : 
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt war es auch Marshaln der hier  über die Bedingungen in Deutschland schrieb 
    Und zu guter letzt gibt es da einen Paul aka. TwoDog von White2Tea der es eher gelassen sieht und anmerkt, dass jeder Tee eben, entsprechend seiner Umgebung, ein einzigartiges Ergebnis hervorbringen wird… 
    Link: http://www.twodogteablog.com/tag/puer-storage/
     
    Wenn man jetzt noch den 2. Ausgangs-Punkt von oben (Puerh zur Reife bringen) beachtet… ergeben sich weitere Fragen… so z.B. kann man durch das vakuum verpacken von Bings diese vielleicht effektiv vor Aromaverlust schützen (ohne dass die Cakes, wie von GoldenTurtle befürchtet sauer werden?), verhindert so allerdings nahezu jegliches altern/reifen? 
    Aufgrund der vielen interessanten Fragen die dieses Thema mit sich bringt habe ich mich dazu entschlossen einige Experimente zu machen, unter anderem einen Pumidor zu "bauen" bzw. einen Kühlschrank in einen solchen umzubauen… aber dazu demnächst mehr.  
     
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    TaoTeaKing erhielt eine Reaktion von chenshi-chinatee für ein Blogeintrag, Präludium   
    Noch mal kurz (stimmt nicht, ist ganz schön lang geworden) zusammengefasst einige grundsätzliche Gedanken zur Lagerung von Puerh.
    Die meisten von euch werden das alles schon wissen, aber dem ein oder anderen Neueinsteiger in die Materie könnte das vielleicht eine gute Einstiegshilfe bieten. 
    Ich glaube es gibt zwei typische Motivationen sich mit der korrekten Lagerung von Puerh zu beschäftigen. 
    Man will dass der Tee den man z.B. jetzt kauft, in ein paar Jahren noch ähnlich gut schmecken wird.
    — Lagerung um den Tee vor negativen Veränderungen zu schützen  Mann will die für Puerh typische „Reifung“ unterstützen, ermöglichen, oder sogar beschleunigen
    – Lagerung um positive Veränderungen zu begünstigen Besonders kompliziert wird das Thema ja, wie ich finde, durch die vielen unterschiedlichen, teils sich ziemlich wiedersprechenden, Standpunkte  die von verschiedenen Experten oder Teetrinkern (siehe letzter Teil) vertreten werden. 
    Die beiden wichtigsten Faktoren die es bei all dem jedenfalls immer zu beachten gilt sind… 
    Luftfeuchtigkeit Temperatur  So gibt es z.B. in Hong Kong  über das Jahr hin Werte von 17 ~ 28° C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 72% bis zu 90%.
    Bei mir in der Wohnung (nähe Stuttgart) messe ich selten mehr als 55% Luftfeuchte und ca. ~ 19 bis 22° C  
    Entscheidend ist natürlich (logischer Weise) die Luftfeuchtigkeit und Temperatur an dem Ort wo genau der Tee gelagert wird. (Wobei schon mal jetzt zu erwähnen ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte.) Die Werte können dabei natürlich innerhalb des Hauses, des jeweiligen Raumes in der Wohnung (Küche ist in der Regel ein schlechter Ort), oder auch nochmal in dem Schrank in dem der Tee liegt variieren. Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungsgewohnheiten, Badezimmer etc. können die Faktoren Hitze und Luftfeuchtigkeit beeinflussen. 
    Konzentrieren wir uns nun auf Punkt 1. ( = Puerh vor neg. Veränderungen schützen)
    Es gibt sozusagen verschiedene Puerh Lager Schulen…
    ( Wer sich wohl mit Englisch fühlt hier auf TeaDb ebenso ein Text zu den "verschiedenen Schulen"  http://teadb.org/puerh-storage/ )
    1. Die „ich mache nichts bzw. nicht viel“ Schule  … bewahrt Bings an einem Ort auf an dem sie vor intensiven Gerüchen geschützt sind, vermeiden Sonnen-Licht, Wasserdampf, extreme Hitze oder Kälte. Machen sich wenig Sorgen. (man beachte: gigantisch großer Unterschied ob dieser Schule in Hong Kong oder in Stuttgart gefolgt wird)  
     2. Die „ich stelle eine Schale Wasser auf Schule“ … wollen ohne viel Aufwand dem austrocknen oder Sauer werden ihres Tee entgegen wirken… (Und ob Puerh wohl wirklich durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit mit der Zeit sauer wird? Wer weiss ob das wirklich stimmt oder nur ein Gerücht ist?) 
    3. Die „ich verpacke meine Bings luftdicht Schule“ … entweder in Druckverschlussbeutel oder sie versiegeln sie sogar mit einem Vakuumierer/ Folienschweißgerät. 
    4. Die "ich bewahre meinen Tee in glasierten, mehr oder weniger luftdichten, Gefäßen auf“ ...und füge vielleicht noch einen Keramik-Tabakbefeuchter hinzu.
    (siehe dazu Cwyns Blog) 
    5. Die „ich betreibe einen Wahnsinnsaufwand um meine Bings bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und bestimmten Temperatur zu lagern“  ...ohne dass sie von Schimmel befallen werden und ohne dass sie durch zu viel Ventilation (soll dem Schimmel entgegenwirken), Luftaustausch an Aroma verlieren. Diese Menschen bauen sich meisstens eine Art „Pumidor“… ein Kühschrank… ein Weinkühler, einer Massanfertigung aus Holz… der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. 
     
    "Storage Wars" - Zitate
    Folgende Zitate geben einen guten Einblick in die Diskussion und zeigen wie unterschiedlich die Einschätzungen in der "Szene" sein können: 
    Da ist z.B. ein Puerh begeisterter, der sehr viel Zeit in den Bau eines großen aufwändigen „Pumidors“ gesteckt hat… plötzlich überzeugt ist alle Cakes Vakuum versiegeln zu müssen. Er glaubt dass seine Bings, wahrscheinlich, so nimmt er an,  durch die viele Ventilation, die er installiert hat um dem Schimmel entgegenzuwirken, an Geschmack verloren haben.  
    LINK: http://listeningtoleaves.blogspot.de/2013/10/new-storage-experiment.html
    Wohlgemerkt ging es hier um den Aromaverlust, der sich, angeblich durch zu starke Ventilation eingestellt habe… nicht um Säure.
    Dennoch, das Luftdichte verpacken ist bei vielen Puerhtrinkern offensichtlich beliebt… 
    Auch @miig bedient sich offenbar laut einem teachat post der nahezu luftdichten „ziploc bags“ 
    Während ein uns ebenso hier gut bekannter Teefreund namens @GoldenTurtle schreibt:  
     Link zum Faden hier
    Dieser (@GoldenTurtle)  war es auch, der über die hier von Cwyn propagierte Methode:
     
    Gerne ausgiebig bei seiner nächsten Teerunde Tränen hat lachen wollen 
    Ähnlich kontrovers sind hier die Ansichten, wo sich Marshaln und Karyazen eine deftige Diskussion zum Thema Pro/ Contra  „sealing" vs. „open storage“ geliefert haben 
    MarshalN :
    kyarazen  : 
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt war es auch Marshaln der hier  über die Bedingungen in Deutschland schrieb 
    Und zu guter letzt gibt es da einen Paul aka. TwoDog von White2Tea der es eher gelassen sieht und anmerkt, dass jeder Tee eben, entsprechend seiner Umgebung, ein einzigartiges Ergebnis hervorbringen wird… 
    Link: http://www.twodogteablog.com/tag/puer-storage/
     
    Wenn man jetzt noch den 2. Ausgangs-Punkt von oben (Puerh zur Reife bringen) beachtet… ergeben sich weitere Fragen… so z.B. kann man durch das vakuum verpacken von Bings diese vielleicht effektiv vor Aromaverlust schützen (ohne dass die Cakes, wie von GoldenTurtle befürchtet sauer werden?), verhindert so allerdings nahezu jegliches altern/reifen? 
    Aufgrund der vielen interessanten Fragen die dieses Thema mit sich bringt habe ich mich dazu entschlossen einige Experimente zu machen, unter anderem einen Pumidor zu "bauen" bzw. einen Kühlschrank in einen solchen umzubauen… aber dazu demnächst mehr.  
     
  6. Like
    TaoTeaKing erhielt eine Reaktion von Charyu für ein Blogeintrag, Präludium   
    Noch mal kurz (stimmt nicht, ist ganz schön lang geworden) zusammengefasst einige grundsätzliche Gedanken zur Lagerung von Puerh.
    Die meisten von euch werden das alles schon wissen, aber dem ein oder anderen Neueinsteiger in die Materie könnte das vielleicht eine gute Einstiegshilfe bieten. 
    Ich glaube es gibt zwei typische Motivationen sich mit der korrekten Lagerung von Puerh zu beschäftigen. 
    Man will dass der Tee den man z.B. jetzt kauft, in ein paar Jahren noch ähnlich gut schmecken wird.
    — Lagerung um den Tee vor negativen Veränderungen zu schützen  Mann will die für Puerh typische „Reifung“ unterstützen, ermöglichen, oder sogar beschleunigen
    – Lagerung um positive Veränderungen zu begünstigen Besonders kompliziert wird das Thema ja, wie ich finde, durch die vielen unterschiedlichen, teils sich ziemlich wiedersprechenden, Standpunkte  die von verschiedenen Experten oder Teetrinkern (siehe letzter Teil) vertreten werden. 
    Die beiden wichtigsten Faktoren die es bei all dem jedenfalls immer zu beachten gilt sind… 
    Luftfeuchtigkeit Temperatur  So gibt es z.B. in Hong Kong  über das Jahr hin Werte von 17 ~ 28° C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 72% bis zu 90%.
    Bei mir in der Wohnung (nähe Stuttgart) messe ich selten mehr als 55% Luftfeuchte und ca. ~ 19 bis 22° C  
    Entscheidend ist natürlich (logischer Weise) die Luftfeuchtigkeit und Temperatur an dem Ort wo genau der Tee gelagert wird. (Wobei schon mal jetzt zu erwähnen ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte.) Die Werte können dabei natürlich innerhalb des Hauses, des jeweiligen Raumes in der Wohnung (Küche ist in der Regel ein schlechter Ort), oder auch nochmal in dem Schrank in dem der Tee liegt variieren. Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungsgewohnheiten, Badezimmer etc. können die Faktoren Hitze und Luftfeuchtigkeit beeinflussen. 
    Konzentrieren wir uns nun auf Punkt 1. ( = Puerh vor neg. Veränderungen schützen)
    Es gibt sozusagen verschiedene Puerh Lager Schulen…
    ( Wer sich wohl mit Englisch fühlt hier auf TeaDb ebenso ein Text zu den "verschiedenen Schulen"  http://teadb.org/puerh-storage/ )
    1. Die „ich mache nichts bzw. nicht viel“ Schule  … bewahrt Bings an einem Ort auf an dem sie vor intensiven Gerüchen geschützt sind, vermeiden Sonnen-Licht, Wasserdampf, extreme Hitze oder Kälte. Machen sich wenig Sorgen. (man beachte: gigantisch großer Unterschied ob dieser Schule in Hong Kong oder in Stuttgart gefolgt wird)  
     2. Die „ich stelle eine Schale Wasser auf Schule“ … wollen ohne viel Aufwand dem austrocknen oder Sauer werden ihres Tee entgegen wirken… (Und ob Puerh wohl wirklich durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit mit der Zeit sauer wird? Wer weiss ob das wirklich stimmt oder nur ein Gerücht ist?) 
    3. Die „ich verpacke meine Bings luftdicht Schule“ … entweder in Druckverschlussbeutel oder sie versiegeln sie sogar mit einem Vakuumierer/ Folienschweißgerät. 
    4. Die "ich bewahre meinen Tee in glasierten, mehr oder weniger luftdichten, Gefäßen auf“ ...und füge vielleicht noch einen Keramik-Tabakbefeuchter hinzu.
    (siehe dazu Cwyns Blog) 
    5. Die „ich betreibe einen Wahnsinnsaufwand um meine Bings bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und bestimmten Temperatur zu lagern“  ...ohne dass sie von Schimmel befallen werden und ohne dass sie durch zu viel Ventilation (soll dem Schimmel entgegenwirken), Luftaustausch an Aroma verlieren. Diese Menschen bauen sich meisstens eine Art „Pumidor“… ein Kühschrank… ein Weinkühler, einer Massanfertigung aus Holz… der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. 
     
    "Storage Wars" - Zitate
    Folgende Zitate geben einen guten Einblick in die Diskussion und zeigen wie unterschiedlich die Einschätzungen in der "Szene" sein können: 
    Da ist z.B. ein Puerh begeisterter, der sehr viel Zeit in den Bau eines großen aufwändigen „Pumidors“ gesteckt hat… plötzlich überzeugt ist alle Cakes Vakuum versiegeln zu müssen. Er glaubt dass seine Bings, wahrscheinlich, so nimmt er an,  durch die viele Ventilation, die er installiert hat um dem Schimmel entgegenzuwirken, an Geschmack verloren haben.  
    LINK: http://listeningtoleaves.blogspot.de/2013/10/new-storage-experiment.html
    Wohlgemerkt ging es hier um den Aromaverlust, der sich, angeblich durch zu starke Ventilation eingestellt habe… nicht um Säure.
    Dennoch, das Luftdichte verpacken ist bei vielen Puerhtrinkern offensichtlich beliebt… 
    Auch @miig bedient sich offenbar laut einem teachat post der nahezu luftdichten „ziploc bags“ 
    Während ein uns ebenso hier gut bekannter Teefreund namens @GoldenTurtle schreibt:  
     Link zum Faden hier
    Dieser (@GoldenTurtle)  war es auch, der über die hier von Cwyn propagierte Methode:
     
    Gerne ausgiebig bei seiner nächsten Teerunde Tränen hat lachen wollen 
    Ähnlich kontrovers sind hier die Ansichten, wo sich Marshaln und Karyazen eine deftige Diskussion zum Thema Pro/ Contra  „sealing" vs. „open storage“ geliefert haben 
    MarshalN :
    kyarazen  : 
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt war es auch Marshaln der hier  über die Bedingungen in Deutschland schrieb 
    Und zu guter letzt gibt es da einen Paul aka. TwoDog von White2Tea der es eher gelassen sieht und anmerkt, dass jeder Tee eben, entsprechend seiner Umgebung, ein einzigartiges Ergebnis hervorbringen wird… 
    Link: http://www.twodogteablog.com/tag/puer-storage/
     
    Wenn man jetzt noch den 2. Ausgangs-Punkt von oben (Puerh zur Reife bringen) beachtet… ergeben sich weitere Fragen… so z.B. kann man durch das vakuum verpacken von Bings diese vielleicht effektiv vor Aromaverlust schützen (ohne dass die Cakes, wie von GoldenTurtle befürchtet sauer werden?), verhindert so allerdings nahezu jegliches altern/reifen? 
    Aufgrund der vielen interessanten Fragen die dieses Thema mit sich bringt habe ich mich dazu entschlossen einige Experimente zu machen, unter anderem einen Pumidor zu "bauen" bzw. einen Kühlschrank in einen solchen umzubauen… aber dazu demnächst mehr.  
     
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    TaoTeaKing reagierte auf Joaquin für ein Blogeintrag, Ein Getränkeblog ist geboren oder so ähnlich.   
    Ich habe schon einige Blogs geführt. Einige sogar recht erfolgreich, was mir aber am Ende ein doch zu einseitiger Dialog war, weshalb ich dann lieber Foren aufgemacht habe. Nichtsdestotrotz finde ich Blogs sehr gut und empfehle diese immer wieder gerne.
    Aus diesem Grunde kenne ich denn auch einige Blogsysteme und bin was das angeht, ein etwas älterer Hase. Nur mit diesem System hier, kenne ich mich noch nicht so aus und das darf als Admin ja eigentlich nicht sein. Hilft also alles nichts, da muss ich wieder ran und die Selbsterfahrungstour fahren
    Und nun? Warum ein Getränkeblog in einer Tee-Community?
    Ich finde das Forum hier bietet genug um mich über das Thema Tee auszulassen und auch ansonsten bin ich ja dabei, hier noch auf einer anderen Ebene Tee-Themen zu integrieren, was ich aber noch nicht verrate, weil ich noch gar nicht weiß wie und ob mir dass da so gelingt. Daher kommt zumindest für mich ein Tee-Blog nicht in Frage.
    Nicht falsch verstehen, hier darf natürlich jeder Blogs zu allen möglichen Themen eröffnen. Blogs sind ja im Prinzip persönliche Tagebücher und daher offen für alle Themen. Der Briefmarkenblog, den Problemblog für Hundehalter, der Männerhaushaltsblog, der Fashionstyleblog usw., aber so ein wenig wollte ich doch noch den Bezug zum Tee halten.
    Zudem finde ich, gibt es ja auch noch viele andere Getränke über die man so schreiben kann und da ist ja dann auch irgendwie die Brücke hier zur Tee-Community geschlagen
    Ihr wisst nun also was Sache ist und ich werde hier dann auch mal über den großen Tee-Rivalen schreiben, den Kaffee