Manfred

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Reputationsaktivitäten

  1. Haha
    Manfred reagierte auf GoldenTurtle in Silbernadeltee   
    Also wenn man jetzt mal genau betrachtet was das Wort wirklich bedeutet, muss man einige Umwege machen um "银针", was für yin zhen steht, richtig verstehen zu können. Auf Spanisch übersetzt, denn der Boss ist schliesslich Spanier, erhält man zuerst einmal "Poste de plata", davon ausgehend erfährt man auf Bengalisch mehr, denn einiges was früher in China billig hergestellt wurde ist nun dorthin abgewandert, und dort versteht man ausgehend von der spanischen Übersetzung auf Bengalisch "সিলভার মেরু", so kommt man dann im Griechischen der Sache näher, weil die mit ihrem Bergtee auch irgendwie involviert sind, nämlich "Ασημένιος πόλος", und da wir schon einmal bei den koptischen Sprachen sind und die Russen schon lange Ahnung vom Tee haben, meinen sie deshalb dazu "Серебряный столб", was endlich dann auf Englisch mit "Silver pillar" wiederzugeben ist, und eben nicht wie direkt aus dem Chinesischen ins Englische übersetzt "Silver pole", denn "Silver pillar" ist im Deutschen mit "Silberne Säule" zu verstehen ist, das bedeutet nach Pu'Er ist Weisstee die 2. wichtigste Säule, was die Teelagerung angeht. Ich hoffe damit ist allen jetzt alles restlos klar.
  2. Confused
    Manfred reagierte auf Shibo in Hallo aus Wiesbaden   
    @GoldenTurtle Ich hatte mir schon gedacht, dass deine Ansicht nicht so pauschal ist, wie du sie zunächst ausgedrückt hattest (was übrigens völlig in Ordnung ist, es wäre langweilig, wenn man hier nur stoisch-akribische für-und-wieder Argumentationen lesen würde).
    Trotzdem bin ich froh, dass du noch einmal nuancierter auf das Thema eingegangen bist, denn du sprichst da wichtige Punkte an und ich würde dir in einigem zustimmen. Publish or perish ist ein sehr realer Missstand, der mit Sicherheit viele positive Entwicklungen in der Wissenschaft verhindert und an dem das ganze System erheblich krankt. Direkte Finanzierung von Studien spielt je nach Disziplin vermutlich eine mehr oder weniger große Rolle. Im Bereich der Nahrungsmittelindustrie bzw. -forschung hört man ja immer wieder davon. Ich kenne mich dort allerdings überhaupt nicht aus und könnte daher keine Einschätzung treffen, wie groß der Anteil solcher Studien an der Gesamtzahl der relevanten Veröffentlichungen zu einem Thema ist. Ich denke, dass es auch hier wieder maßgeblich darauf ankommt, wo man recherchiert und wie gründlich man es tut. Caveat: Dies gilt für die persönliche Meinungsbildung, nicht für bspw. politische Entscheidungen, die gefällt werden, ohne dass man einen direkten Einfluss darauf hat. Ich will das Problem keinesfalls herunterspielen.
    Nun würde ich aber argumentieren, dass auf dem Spektrum der finanziellen Abhängigkeit eine weite Spanne besteht zwischen "wir machen heimlich Marketing für euch" und "wir beantragen Fördergelder". Im Großen und Ganzen habe ich den Eindruck, dass wissenschaftliche Arbeit im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten in der überwältigenden Anzahl der Fälle Angstmacherei eher entgegenwirkt, als sie zu fördern. Eben indem sie Wissen schafft und damit dunkle Bereiche erhellt, Unsicherheiten aufklärt, Themen ihre Bedrohlichkeit nehmen kann. Angstmacherei entsteht doch vor allem in der medialen Aufbereitung, in Werbekampagnen, auch in politischen Kampagnen und Entscheidungen. Natürlich ist die Wissenschaft mit solchen Vorgängen verknüpft. Jedoch finde ich es irreführend, sie so direkt mit dem Ausdruck "Ängste verbreiten" in Verbindung zu bringen.
     
    Zu guter Letzt: Ich breche hier zwar eine Lanze für die Wissenschaft, lese aber in meiner Freizeit kaum wissenschaftliche Studien oder Fachbücher. Ich verbringe meine Zeit lieber mit einem guten Roman. Beim Tee trinken valorisiere ich die Leichtigkeit der Erfahrung, das freie Genießen, viel mehr als das Abwägen von gesundheitlichen Faktoren. Da haben wir vielleicht gar nicht so unterschiedliche Herangehensweisen. Das sind eben wir als Rezipienten, wir können gezielt selektieren, wann wir unser Handeln auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fundieren möchten, wann wir auf unser Bauchgefühl vertrauen wollen, wann wir auf unseren Großvater hören wollen, etc. Natürlich alles wieder innerhalb der uns gesetzten Grenzen
     
    P.S. @Konfusius Hallo nach Wiesbaden! Schön, dass du hier bist.
     
    @miig Gerade erst den neuen Thread zur Studie gesehen. Verschiebe meinen Beitrag gerne dorthin.
  3. Haha
    Manfred reagierte auf nemo in Temial-Teegerät   
    Menschen, die sich näher mit Kaffee beschäftigen und auch Wert auf die eigenständige Zubereitung legen, würden Dir sicherlich auch Kritikpunkte bezüglich Kaffeevollautomaten nennen.
    Dass es nicht legitim sein soll, solch eine Maschine zu benutzen, wird wohl so auch niemand sagen. Aber ebenfalls legitim ist es zu sagen, dass mir so ein Ding nicht ins Haus kommt, weil ich es nicht brauche und bei mir die Zubereitung zum Genuss, Erlebnis, nenne es wie Du willst, dazu gehört. Ich trinke Tee aber auch nicht zum wach werden oder zur Flüssigkeitsaufnahme.
    Mich wundert es nicht, dass hier eher keine Jubelstürme ausbrechen.
    Stattdessen stelle ich mir gerade vor, wie es wohl in einem Forum aussehen würde, dass nur von Teemaschinen-Fans bevölkert ist. Wäre wohl nicht so spannend...
     
  4. Thanks
    Manfred reagierte auf goza in Tee Timer   
    Angenommen, ein Teebeutel kostet 12 Cent. Nach Adam Riese muss man 1075 (!) Teebeutel-Tees verk*cken, bis sich die Anschaffungskosten von 129 € amortisiert haben...
    Unabhängig davon trinken hier die wenigsten (wenn überhaupt) Teebeutel-Tees
     
  5. Like
    Manfred reagierte auf KlausO in Sencha-Kaltaufguss: Das Für und Wider   
    Ich sehe das nicht so. Auch ein Gyokuro kommt kalt aufgegossen hervorragend daher.
  6. Like
    Manfred reagierte auf GoldenTurtle in Verkaufe (kleine?) Tee-Sammlung (Pu-erh / aged White)   
    Boyyy ... Tobias leidet mal wieder an Zuwenigleseritis ... 🤣
  7. Like
    Manfred reagierte auf nemo in Die hohe Schule des wahren Genusses   
    Ich gestehe, ich musste schon beim Titel innerlich grinsen ;)
    Warum hohe Schule, warum wahrer Genuss? Dass ihn nur wenige kennen sollen, klingt im wörtlichsten Sinne esoterisch und mir zu elitär. Warum soll es immer nur von ganzem Herzen oder gar nicht gehen? Als es dann sogar göttlich wurde, konnte ich mir auch das äußerliche Grinsen nicht mehr verkneifen. Wohlgemerkt bei allem Respekt für den Themenersteller.
    Kann man Genuss nicht einfach bodenständig betreiben und fassen als die schlichte Freude, die man z. B. in unserem Fall bei einem guten Tee empfindet?
  8. Thanks
    Manfred reagierte auf Teeknospe in Diva Sencha: Erfüllung und Enttäuschung bei der Suche nach dem perfekten Aufguss   
    @Diz Ich bin neugierig zu erfahren, wie sich das äußert, wenn ein Aufguss bei Dir daneben geht. Hast Du Lust zu beschreiben, was Du dann wahrnimmst?
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    Manfred reagierte auf nick in Diva Sencha: Erfüllung und Enttäuschung bei der Suche nach dem perfekten Aufguss   
    Kennt ihr das? Ihr habt euch mal wieder einen etwas teueren Sencha beim Händler eures Vertrauens gegönnt. Schon im Geschäft wart ihr überwältigt vom Duft des selbigen und zu Hause schließlich bereitet ihr ihn nach bestem Wissen zu. Das Ergebnis ist überwältigend. Er schmeckt wie er duftet, hat genau die richtige Balance zwischen Bitterkeit und Süße. Zudem ist er herrlich vollmundig. Fast sahnig…Ihr möchtet sofort all eure Freunde einladen, die vielleicht bislang dem Teegenuss eher ablehnend gegenüber standen, und ausrufen: „Seht ihr, deswegen liebe ich dieses Zeug so. Endlich habe ich die perfekte Zubereitung gemeistert - es hat auch lang genug gedauert.“
    Am nächsten Tag greift ihr voller Vorfreude zu der neuerworbenen Teepackung, die ihr natürlich gewissenhaft verstaut hattet. Wie immer achtet ihr penibel auf die Temperatur des Wassers. Natürlich. Selbstverständlich benutzt ihr auch eine Waage zur Abmessung des Tees. NICHTS KANN NUN JEMALS WIEDER SCHIEF GEHEN. Ihr habt gefunden, wonach ihr so lange gesucht habt. Es ist das schönste Hobby der Welt und für das gestrige Erlebnis seid ihr auch bereit in Zukunft tiefer in die Tasche zu greifen! Ihr riecht an dem trockenen Tee … Ein Genuss - die Vorfreude steigt ins Unermessliche.
    Dann der erste Schluck. Ernüchterung, grenzenlose Enttäuschung. Der Tee schmeckt nach nichts oder einfach nur bitter. Eventuell habt ihr auch einen der oben genannten Freunde dabei: „Na ja, schmeckt halt wie grüner Tee, du weißt ja, dass ich damit nichts anfangen kann.“ „NEIN! Gestern hat der noch total nach Kirsche geschmeckt …. WIRKLICH!“
    Die nächsten Tage versucht ihr das ursprüngliche Erlebnis zu wiederholen. Schraubt an den Parametern. Mit mehr oder weniger Erfolg. Nicht schlecht… aber auch nicht überwältigend. Damals wart ihr wohl zu enthusiastisch, vielleicht habt ihr euch das alles auch nur eingebildet.Wahnsinn, wie schnell dieser Tee seinen Geschmack verliert.
    Eine Woche später dann die Überraschung … da ist er wieder der perfekte Geschmack! Wie habe ich das bloß hinbekommen?
    Ich frage mich, ob man das einfach akzeptieren muss oder ob ich hierzu doch noch die Ursache finde. Wie einfach war da noch die Zeit, als man einfach einen günstigen Gunpowder in der Tasse hatte und nichts erwartete bzw. erwarten durfte. Ganz ähnliche Erfahrung habe ich übrigens mit dem Brot backen … Da weiß man auch nie, wie die Hefe reagiert, ob der Teig richtig aufgeht, ob man zu lange oder zu kurz geknetet hat.
    Geht euch das eigentlich auch so? Ist japanischer Tee wirklich so empfindlich? Mein neuster Verdacht ist, dass es an der Kartusche des Wasserfilters liegt. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass mir der Tee immer am besten schmeckt, wenn die so in der Mitte ihrer Haltbarkeit angelangt ist. Am Anfang schmeckt der Tee immer etwas dünn und metallisch. Am Ende… na ja, das kennt ihr ja.
    Was haltet ihr denn, außer den bekannten Faktoren (Wasserhitze, Ziehzeit etc.), für unerlässlich bei der Zubereitung eines wirklich guten Senchas?
  10. Thanks
    Manfred reagierte auf miig in Diva Sencha: Erfüllung und Enttäuschung bei der Suche nach dem perfekten Aufguss   
    Früher war das bei mir auch so - mittlerweile hab ich keine Totalausfälle mehr, nur noch gewisse Fluktuationen.
    Mit Brita-Filtern ist es immer etwas schwierig - deren Filterleistung ist eben nicht konstant. Anfangs nehmen sie fast zu viel aus dem Wasser, und dann sinkt die Leistung stetig hab. Hat mir jetzt nicht so viel ausgemacht, aber ich hab tatsächlich, als ich solche Benutzt hab, die ersten paar Dutzend Durchläufe mit etwas ungefiltertem Wasser ergänzt, weil es sonst zu leer war.
  11. Haha
    Manfred reagierte auf SoGen in Welcher Tee ist das?   
    岩骨 - YanGu, "Knochen des Felsen" ist eine Bezeichnung für die bei Wuyi Yancha gesuchte spezielle mineralische Geschmacksqualität. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob das dasselbe meint wie das noch etwas poetischere 岩韵 Yanyun, "Reim des Felsen". Ich vermute es aber. Das letzte Zeichen 香 Xiang 'Aroma' bezeichnet vor allem bei Dancongs das spezielle Aroma der jeweiligen Varietät, in diesem Sinne wäre das ein 'Rougui Xiang'. Hier ist es wohl nicht als Typbezeichnung gedacht, sondern steht einfach pauschal für 花香 HuaXiang, "Blumenduft" oder "Blütenduft". Zusammen also ganz prosaisch: mineralisch-blumiges Aroma. Wobei ich persönlich "blumig" jetzt speziell mit einem Rougui nicht in Verbindung bringen würde ...
    Ansonsten - die Aufforderung, den Tee mit 555° C aufzugießen 😲, ist schon recht sportlich. Ob Dein Kessel das aushält?
    _()_
  12. Like
    Manfred reagierte auf Paul in Corona Ostern   
    Rezept
    Jage die Ängste fort
    Und die Angst vor den Ängsten.
    Für die paar Jahre
    Wird wohl alles noch reichen.
    Das Brot im Kasten
    Und der Anzug im Schrank.

    Sage nicht mein.
    Es ist dir alles geliehen.
    Lebe auf Zeit und sieh,
    Wie wenig du brauchst.
    Richte dich ein.
    Und halte den Koffer bereit.

    Es ist wahr, was sie sagen:
    Was kommen muß, kommt.
    Geh dem Leid nicht entgegen.
    Und ist es da,
    Sieh ihm still ins Gesicht.
    Es ist vergänglich wie Glück.

    Erwarte nichts.
    Und hüte besorgt dein Geheimnis.
    Auch der Bruder verrät,
    Geht es um dich oder ihn.
    Den eignen Schatten nimm
    Zum Weggefährten.

    Feg deine Stube wohl.
    Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
    Flicke heiter den Zaun
    Und auch die Glocke am Tor.
    Die Wunde in dir halte wach
    Unter dem Dach im Einstweilen.

    Zerreiß deine Pläne. Sei klug
    Und halte dich an Wunder.
    Sie sind lang schon verzeichnet
    Im grossen Plan.
    Jage die Ängste fort
    Und die Angst vor den Ängsten.
    Mascha Kaleko
     
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    Manfred hat eine Reaktion von Teeknospe erhalten in Oster-Rabatt 15%   
    Dann wünsche ich Dir sehr, daß sich diese "aktuelle Situation" wieder verbessert. Alles Gute!
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    Manfred hat eine Reaktion von miig erhalten in Oster-Rabatt 15%   
    Dann wünsche ich Dir sehr, daß sich diese "aktuelle Situation" wieder verbessert. Alles Gute!
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    Manfred reagierte auf cml93 in Wettbewerbs-Gyokuro Nationaler Wettbewerb 2. Platz   
    Seit heute neu im Shop: Der Wettbewerbs-Gyokuro des seltenen Cultivars Kirari 31 von der Teefarm Yamaguchi aus Fukuoka mit dem sie beim letztjährigen nationalen Wettweberb den zweiten Platz erreichen konnten.
    Hier noch ein paar Infos zum Tee und zum Shop geht es hier
     
    Die Teefarm Yamaguchi konnte mit ihren Gyokuros beim nationalen Wettbewerb 2019 den ersten und (!) zweiten Platz erringen. Das Vater und Sohn Paar gilt in Yame als das Non-Plus-Ultra in der Gyokuro-Produktion. Wir konnten uns vom zweitplatzierten Gyokuro eine kleine Menge sichern und sind stolz, diesen Tee in unser Sortiment aufnehmen zu können.
    Das Besondere an diesem Tee ist zum einen das Cultivar, Kirari 31, welches erst 2013 registriert und eine Kreuzung aus den Cultivaren Saemidori und Sakimidori ist. Es wird als eines der kommenden Cultivare für Gyokuro gehandelt, es ist jedoch das erste Mal in der Geschichte des nationalen Wettbewerbs, dass ein Gyokuro dieses Cultivars es auf den zweiten Platz geschafft hat.
    Eine weitere Besonderheit ist, dass Tees für Wettbewerbe sehr weit aussortiert werden, wie z.B. Me (Blattknospen) Kuki (Blattstängel) oder Atama (übersetzt "Kopf," damit sind die größeren Blätter gemeint), da das Aussehen 15% der gesamten Punkte ausmacht und besonders in den oberen Platzierungen den Unterschied ausmacht.
    Die Familie Yamaguchi vertritt allerdings die Philosophie, dass besonders die Me, Kuki und Atama ihrem Tee eine perfekte Balance geben, weshalb wir diesen einmaligen Wettbwerbs-Gyokuro in dieser Sortierung anbieten.
    Durch die etwas längere Dämpfung ist der Tee wesentlich "grüner" und frischer im Geschmack, mit einer fruchtigen Süße und Umami, buttrig weich und klar im Geschmack. Ohne Frage eine der besten Gyokuros Japans.

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    Manfred hat eine Reaktion von Diz erhalten in Teegeschäft ausbauen - Eure Meinung   
    Ich verstehe die großen Probleme, die der Einzelhandel derzeit zu bewältigen hat. Dennoch kann ich leider hierzu keine Ideen beisteuern, insbesondere ist Printentee doch sehr weit entfernt von meine Geschmacksvorstellung. Ich finde es etwas nervig, so etwas gleichzeitig auch noch per PN zugesandt zu bekommen.
  17. Thanks
    Manfred hat eine Reaktion von Paul erhalten in Teegeschäft ausbauen - Eure Meinung   
    Ich verstehe die großen Probleme, die der Einzelhandel derzeit zu bewältigen hat. Dennoch kann ich leider hierzu keine Ideen beisteuern, insbesondere ist Printentee doch sehr weit entfernt von meine Geschmacksvorstellung. Ich finde es etwas nervig, so etwas gleichzeitig auch noch per PN zugesandt zu bekommen.
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    Manfred hat eine Reaktion von weng erhalten in Teegeschäft ausbauen - Eure Meinung   
    Ich verstehe die großen Probleme, die der Einzelhandel derzeit zu bewältigen hat. Dennoch kann ich leider hierzu keine Ideen beisteuern, insbesondere ist Printentee doch sehr weit entfernt von meine Geschmacksvorstellung. Ich finde es etwas nervig, so etwas gleichzeitig auch noch per PN zugesandt zu bekommen.
  19. Like
    Manfred reagierte auf seika in Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?   
    Am Wochenende kamen einige Neuzugänge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 😁
    Insbesondere wäre da eine Hōhin mit Dōkeyū (道化釉) und einem Fassungsvermögen von ca. 100ml. Nach einem Aufgussgefäss mit dieser Art von Glasur suche ich schon seit längerem, und nun hat sich die Gelegenheit ergeben. Wie mir gesagt wurde befinde ich mich mit meiner Vorliebe übrigens in prominenter Gesellschaft, schon Toyotomi Hideyoshi soll Takatori Teekeramiken mit dieser Art von Glasur geschätzt haben. 😉





    Eingeweiht wurde sie gestern schon, dazu später mehr. Was mir sofort aufgellen ist, ist das Ausgiessen. Das geschieht sehr sanft, fast elegant. 🥰
    Des Weiteren gab es passend dazu noch zwei kleine Becher, damit sind es jetzt insgesamt drei. 

    Sowie zwei Becher in der traditionellen Takatori Optik:


    Fotografisch nicht einfach, da die Glasur fast wie ein Spiegel wirkt. Beide haben übrigens, auch wenn es anders wirken sollte, das gleiche Fassungsvermögen.
    Zu guter letzt noch ein Blick in die Werkstatt des Meisters. War sehr interessant einen Einblick in sein Arbeiten und die Umgebung zu bekommen und sich auch mal länger über auszutauschen, als das auf Töpfermärkten möglich ist. Leider war das Wetter alles andere als einladend, und so viel die Besichtigung des Noborigamas kürzer aus, als ich es mir gewünscht hätte. Auf Aufnahmen des Ofens und der Umgebung habe ich verzichtet, hätte man aufgrund des Nebels wahrscheinlich eh nicht viel erkennen können. 


    Oben auf den Brettern sieht man die zum Trocknen aufgestellten Teile, die später mal eine Hōhin ergeben werden. Links die Tüllen, in der Mitte die Deckel und rechts die Gefässkörper. Während des Brennens schrumpfen sie auf die Grösse der kleinen Kyūsu, die in der gleichen Reihe rechts steht. Beachtlich! 😲

    Einziger Vermutstropfen, die kleinen Kyūsu mit Griff hinten waren noch nicht fertig. Da muss ich mich noch bis September gedulden... falls bis dahin Grossveranstaltungen wieder erlaubt sind. 😷
  20. Haha
    Manfred reagierte auf Hirnfreund in Tee gesucht der beruhigt aber nicht müde macht.   
    Hallo Forum, 
    ich suche nach einem Tee der beruhigend ist, der aber nicht müde macht und einen trotzdem konzentriert arbeiten lässt. Ich bin Schriftsteller, finde aber in der Alltagshektik oftmals nicht wirklich die Ruhe zum Schreiben. Der Tee soll mir ein wenig helfen, ruhig und trotzdem fokussiert zu werden. Baldrian als Inhaltsstoff scheidet übrigens aus, weil meine Katze Jürgen (wie übrigens viele Katzen) total auf Baldrian steht und dann durchdreht und ganz rauschig wird. Ferner scheidet Lavendel aus, weil Lavendel ein Geruch ist, den Jürgen (wie übrigens viele Katzen) hasst.

    Falls jemand konkrete Vorschläge hat, würde ich mich freuen. 
    Vielen Dank!
     
     
  21. Like
    Manfred reagierte auf nemo in Woodblock Prints   
    Zeit in "der Natur" ist immer gut, egal ob nah oder fern, da stimme ich voll zu.
    Bei der Kunst ist es eine spannende Überlegung, woher die Faszination für die Drucke kommt. Denn auch die europäische Malerei hat nützlich sehr atmosphärische Motivdarstellungen zu bieten.
    Zum einen spielt sicher eine große Rolle, dass die Kunst "aus der Ferne" eine noch bessere Projektionsfläche für Sehnsüchte, Wünsche, Idealvorstellungen etc bietet. So ehrlich sollte man sich selbst gegenüber schon sein. So mancheR meiner asiatischen FreundInnen würde so manches Bild, so manche Teekanne oder -schale, um nur ein paar Beispiele zu nennen, als absolut spießig-antiquiert betrachten, die mir gefallen. Und umgekehrt natürlich auch.
    Was mir bei vielen Holzschnitten gefällt, sind die ästhetischen Charakteristika, die auch häufig in Comic-Büchern verwendet werden, die "klare Linie" z. B., aber auch schon die allein durch die Technik des Druckens bedingten Eigenschaften der Bilder im Gegensatz zu Malereien.
    Attraktiv sind sie für mich als Dekorationskunst nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Zwischenstellung zwischen Malerei und Posterdrucken oder Fotografien. Sie sind Handarbeit mit niemals genau gleichem Ergebnis und trotzdem finanziell relativ erschwinglich.
  22. Like
    Manfred reagierte auf nemo in Woodblock Prints   
    Hier mal ein schnelles Handybild von meinem (ersten) Holzschnitt.
    Der Plan ist, zur jeweiligen Jahreszeit irgendwann einen passenden Druck an der Wand zu haben. So sehr ich Antiquitäten grundsätzlich schätze, mag ich hierfür die moderneren Drucke tendenziell lieber. Aber mal abwarten, was mir so noch begegnen wird. Es ist als ein Langzeitprojekt angelegt

  23. Like
    Manfred reagierte auf theroots in Woodblock Prints   
    Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, hat - neben der bereits vorhandenen Leidenschaft für Rollbilder - in den letzten Monaten der Japanische Holzschnittdruck mein Interesse geweckt. Anbei einige Exemplare, welche ich ergattern konnte und nun die Wohnung etwas farbiger machen:









  24. Like
    Manfred reagierte auf goza in Eins gegen Eins - der Tee-Quervergleich   
    Wieso braucht's so ein Thema?
    Eigentlich gar nicht 🙃 - aber wenn Tee trinken alleine nicht mehr reicht und man sich in Ausgangssperre-Zeiten beschäftigen muss, werde ich erfinderisch. Life is a challenge.
    Die Aufgabe: zwei Tees vergleichen, die sich in so wenig Parametern wie möglich unterscheiden. Im Idealfall nur 1 Unterschied, wird nicht immer möglich sein, aber x-beliebige Tees zu vergleichen, macht auch nicht so viel Sinn.
    Das Ziel: den Unterschied genau untersuchen zu können, frei von weiteren Beeinflussungen. Es geht nicht darum, welcher Tee besser ist, sondern nur um den unterschiedlichen Parameter.
    Im 1. Quercheck habe ich zwei Cultivare - Yabukita vs. Okumidori - unter die Lupe genommen.
    Es handelt sich um Kabusechas des gleichen Teegartens (Tomizawa aus Mashiki, Kumamoto), Ernte früher Mai 2018.


     
    Der Testaufbau: 2 Shiboridashis gleicher Größe und Form (weitestgehend), Zubereitung nach Anleitung. 3g Tee auf 100ml, 60°C, 3x jeweils 60s.
     

     
    Ich hatte die Tees schon mal jeden für sich in der Tasse. Die Zubereitungsempfehlung fand ich gut zutreffend (ich würde lediglich etwas höher dosieren und dann den zweiten Aufguss zeitlich kürzer halten), weswegen ich mich auch diesmal daran hielt. 
    Während ich mich mit ein paar Tagen Pause zwischen den Tees nur schwer auf Unterschiede festlegen konnte, könnten sie im direkten Vergleich kaum deutlicher sein.
    Den Yabukita würde ich als äußerst gefällig beschreiben: der Geruch der angewärmten Blätter vor dem ersten Aufguss ist geprägt von einer fruchtigen Süße und lässt schon viel umami erahnen. 
    Der erste Aufguss bestätigt die Charakteristik: viel "Tomatigkeit" (süße Kirschtomaten), nur wenig Grasigkeit, schön cremig vom Gefühl her.
    In den weiteren zwei Aufgüsse bilden sich noch leckere Fruchtnoten (Richtung Pfirsich) aus, er wird aber auch deutlich herber und grasig. Im spätestens 4. Aufguss (trotz 75°C) ist alles rausgeholt.
    Wäre der Yabukita eine helle Vollmilchschokolade, hat der Okumidori als Schokolade bestimmt 80% Kakaoanteil.
    Schon die angewärmten Blätter zeigen eine tiefergehende Würzigkeit und Komplexität auf.
    Der erste Aufguss präsentiert sich gediegen mit nobler - noch nicht ganz so -  dunkler Schokolade, begleitet von einem popcornartigen Geruch.  Umami ist hier nicht ganz so dominant vorhanden, aber umspielt immer wieder den Gaumen.
    Die Kakaonote zeigt sich v.a. im zweiten Aufguss im Nachgeschmack. Durch eine tiefere Grünfärbung der Tasse erkennt man auch optisch, dass der Tee hier seinen Höhepunkt gefunden hat und alle einzelnen Komponenten (Grasigkeit, vegetal, Würze, Süße) sehr gut zusammenspielen.
    Insgesamt hält er auch etwas länger durch. Der 4. Aufguss ist hier nicht nur ein Hauch seiner selbst, sondern durchaus noch Grüntee mit Geschmack.
    Wie gesagt, das soll keine Wertung sein, den Okumidori empfinde ich als "erwachsener" und komplexer, den Yabukita nicht minder qualitativ, aber geschmacklich "einfacher", dafür weiß man aber auch sofort, was man bekommt.
    Habt ihr ähnliche - oder gar abweichende - Erkenntnisse?
    Haut auch raus mit euren 1:1-Tests! 🧐
  25. Sad
    Manfred reagierte auf Joaquin in Anmeldungen zur Teezui 8 in Kassel   
    Angesichts der aktuellen Lage, des unsicheren Verlaufes und der noch möglichen, sich verschärfenden Maßnahmen, überlege ich ernsthaft die Teezui auf das nächste Jahr zu verschieben.