Formosa Wulong

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Alle erstellten Inhalte von Formosa Wulong

  1. Mein Herz springt aus der Brust und die Augen leuchten beim Gesanken an solch ein Wasser😇
  2. @GoldenTurtle Ja, das mit den Gewichtsklassen ist immer so eine Sache. Im regulären Wettkampf haben die unteren gegen die oberen meistens keine Chance. Nur selten schafft es mal einer auch in den oberen Klassen die Aufmerksamkeit durch Leistung auf sich zu ziehen. Im Strassenkampf -- also ohne Labels; sprich Blindverkostung -- können die Karten durchaus ganz neu gemischt werden. Ähnlich wird es sich auch mit den Jungfrauen verhalten denke ich.
  3. Wer hat das nochmal letztens irgendwo gesagt: “Wer sagt denn dass Jungfrauen immer jung und weiblichen Geschlechts sein müssen.” Ich würde schon auch sagen Gleichberechtigung ist auch hier wichtig. Jedem das seine ..... Ach ja, und zum Thema vielleicht noch was. Yin und Yang sollten immer ausgewogen sein im Tee. Dafür hat Mutter Natur ja eigentlich schon gesorgt. Das mit dem Pflücken und der Verarbeitung hat sich glaub ich durch die Tradition selbst beantwortet. Auch wenn mir Pandas Tee besser schmeckt, würde ich da glaub ich Yu recht geben mit der Pflückerei.
  4. Ja, um beim Thema zu bleiben, das Leben ist schön wenn alles wieder ein bisschen ruhiger wird. Beim Taiwan Oolong ist es tatsächlich eigentlich ziemlich überflüssig mit den Stengeln (beim Pu macht das ja sogar noch Sinn). Hat sogar noch zu weiteren Problemen geführt. Doch das wäre bei Interesse ein eigener Thread.
  5. Hi Chris, ich weiss jetzt nicht so genau wie du das mit dem Stein im Brett meinst --- vielleicht eher ein Stengel im Brett ;-) . Geschmacklich spielen die praktisch keine Rolle mehr. Aber Geschmackloser Geschmack war ja früher schon immer das höchste erstrebenswerte Gefühl beim Teetrinken. Preislich fallen sie halt in's Gewicht und 5g Taiwan Oolong muss im Vergleich zu 5g aussortiertem Festland Oolong schon etwas mehr leisten um auf die selbe Intensität zu kommen. In Taiwan ist es halt in Mode gekommen und wird heute von einem handgepflückten Hochlandtee fast erwartet, um "prüfen" zu können ob denn auch wirklich handgepflückt. Die Tees aus dem Tiefland, wie z.B. Mingjian, werden dann durchaus auch aussortiert -- zumal hier fast alles maschinell geschieht. Aber die Festlandvariante ist ganz klar eigentlich die korrektere und dem Verbraucher gegenüber fairere Variante..... Aber wenn man es einordnen kann ist auch wieder ziemlich egal.
  6. Jaja, die "Gelbtees" hier sind auch gut fermentiert und haben auch ein kräftiges Chaqi
  7. Ja, das ist auch wofür ich sie sehr schätze. Einfache klare Linien und trotzdem sie sehr kräftig ist hat man nicht das Gefühl dass sie sehr "schwer" ist.
  8. War ein super schönes Treffen. Bis auf das nächste mal wieder in der Schweiz. Die Jungs haben in meinem Lager Tee zutage gefördert wo ich schon fast vergessen hatte dass ich die noch habe Hier noch ein paar Bilder von der Kanne. Der Text auf der Kanne bedeutet: "Warum soll man ausserhalb der Welt suchen gehen; in der Welt unter den Menschen gibt es auf seine ganz eigene Art auch eine Heimat der Unsterblichen." Die Kanne hat bestimmt ca. 300ml
  9. Ich mag mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber so weit ich weiss hat man in Bingdao erst während der Mingzeit, also vor etwa 500 Jahren angefangen Teebäume zu pflanzen. Das was wir heute an Bingdao trinken kommt im besten Fall aus diesen alten Teegärten. Der älteste von Menschen gepflanzte Teebaum in China war der Nannuoshan Königs-Teebaum. Ca 800 Jahre alt, ist aber 1995 gestorben weil man ihm glaube ich zu sehr zugesetzt hat. Dann gibt es noch die wilden Teebäume (also nicht von Menschen gepflanzt bzw gezüchtet) und Übergangsformen. Ich hab eine Zahl aus verlässlicher Quelle gefunden, dass es in CHina ca 32 dieser Bäume gibt die über 1000 Jahre alt sind. Genaues Alter unbekannt..... Kann man ja einfach mal als Hausnummer stehen lassen. Fragt mich bitte keine Details
  10. Unter den momentanen Umständen leider doch eine Ecke zu weit für mich...
  11. Bei mir ist im Moment gerade etwas Land unter.... wenn dann nur spontan, vielleicht wenn jemand spontan abspringt, sollten alle Plätze belegt sein.
  12. Bin erst Mal ganz aus dem Teegeschäft ausgestiegen. Gibt leider nichts mehr zu kaufen..... Bin nun nur noch Normalsterblicher und der Teetalkern
  13. Leider werden die Türen von Arteasign nicht mehr aufmachen. Musste aus persönlichen Gründen das Geschäft abgeben. Herzliche Grüße an alle
  14. Also ich würde schon fast meine Hand dafür ins Feuer legen, dass Atong gesagt hat, dass der springende Punkt NICHT die Röstung ist, sondern die korrekte Verarbeitung und damit die richtige Oxidation. Dabei ist unabhängig ob der Oolong schwach oder stärker oxidiert ist. Der springende Punkt ist, dass sich bestimmte Inhaltsstoffe bei der kontrollierten Oxidation von bitter und grün-grasig in eher süß und aromatisch verwandeln. Wie schon öfter gesagt, bin ich der Meinung, dass die Probleme von unkorrektem oder nicht gut verarbeitetem (auch teurer hochwertiger Tee kann nicht gut verarbeitet sein) Tee auf die Gesundheit ( und hier vor allem Magen Darm) extrem unterschätzt werden. Meistens schleichen sich Probleme langsam und unbemerkt ein, bleiben dafür aber um so hartnäckiger. Viele Menschen sind auch unterschiedlich empfindlich. Etwas Offtopic: Deswegen plädiere ich auch immer dafür, Tee primär als Genussmittel und Kulturgut zu betrachten und nicht den gesundheitlichen Aspekt zu sehr in den Vordergrund zu spielen. Bei richtigem Teegenuss ist dieser zwar bestimmt vorhanden, nur würde ich das eben eher als Bonus betrachten
  15. Hallo Charyu Da ich in letzter Zeit sehr viel zu tun hatte bin ich leider nicht mehr dazu gekommen den Text noch einmal zu überarbeiten. Also leider keine Neufassung LG
  16. Da bin ich wirklich mal gespannt..... Ob die Post in dem Fall nicht vielleicht im Dauerstreik bleiben wird.....Könnte durchaus auch sein Freue mich schon auf ein Teetreffen in 5 oder 10 Jahren....
  17. Aber alle die Tees wodurch Pu berühmt geworden sind, sind diese billigen Tees von früher. Dafür werden bei Versteigerungen die höchsten Preise erzielt.
  18. Märkte werden heutzutage erschlossen und Bedürfnisse gezielt geweckt. Pu ist historisch gesehen ganz ein einfach der billigste Tee gewesen und ist als gepresster Tee in die Randgebiete exportiert worden. In Zentralchina hat man sich darüber nur die Nase gerümpft und hatte immer die zarteren und geschmacklich/aromatisch ausgewogeneren Tees bevorzugt. Shou ist Anfang der 70 Jahre auf Grundlage der Erfahrung bewusst feucht gelagerten Tees in Hongkong/Guangzhou etc entwickelt worden um neue Märkte in Südostasien zu erschließen. Die Produktion von Pu war nach dem Krieg und vor allem während der Nachkriegskatastrophen in China komplett eingebrochen. Die Nachfrage in Südostasien nach billigem Tee für die Teehäuser aber sehr groß. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Taiwans Ende 70er Anfang 80er ist Oolong aus einem hauptsächlichem Exportprudukt immer mehr vom heimischen Markt geschluckt worden. Neue Anbaugebiete wurden im Hochland erschlossen. Weil viel Geld geflossen ist der Markt für Tee in Taiwan immer chaotischer geworden und die Nachfrage nach immer grüneren Oolongs hat sich durchgesetzt, welche bei Dauergenuss auf den Magen schlagen (genauere Gründe sind komplex und im würden den Rahmen sprengen). In diese Lücke sind die sehr billigen und Magenfreundlichen Shous eingeführt worden. Pu ist seit dieser Zeit in Taiwan systematisch aufgebaut worden. Wenn viel Geld vorhanden ist natürlich immer das extravagante gesucht, das was besonders ist und selten. Nachdem sich Shou zunächst durchgesetzt hatte, kamen die alten gelagerten Tees an die Reihe die zu immer höheren Preisen verkauft wurden. Da es von den alten Sachen nicht viel gab, waren das Thema bald erschöpft und man ermutigte die Kundschaft jungen Sheng zu kaufen. Und selbst zu lagern --- quasi selbst alten Tee zu produzieren. Anfang 2000 ungefähr schwappte die Welle dann nach China rüber, die meistens Taiwan 20-30 Jahre hinterherhinken. In China war das Potential riesig, da eine immer breitere Schicht immer mehr Geld hatte und ein großes Nachholbedürfnis an Kultur und Ästhetisch schönen Dingen hatte.... Jedenfalls mit gewisser Verzögerung zu Taiwan ist der ganze Markt explodiert und 2006 dann zum ersten mal komplett eingebrochen, weil alles völlig überhitzt war. All das ändert nichts an der Tatsache, das Pu in China bis Ende der 90 Jahre das billigste war was der Teemarkt hergegeben hat (ich sag jetzt etwas pauschal) und Pu in Taiwan Anfang der 80er Jahre systematisch von schlauen Geschäftsleuten aufgebaut worden ist. Davor, wenn es in China um edle Tees ging, war immer von Grüntee oder Oolong die Rede. Im Norden gab es unter anderem auch sehr edle Jasmintees die sehr teuer waren. Wenn überhaupt, kann man noch sagen, dass in der Qing-Dynastie mit den Mandschus, die gewohnt waren Pu zu trinken, nun plötzlich mit dem Kaiser als ursprünglicher Nomade auch die Tees aus Yunnan mit speziellen Selektionen an den Kaisehor geschickt wurden (Gongting Pu). Letztendlich wurden die Mandschus auch immer mehr sinisiert und der Kaiser ist dann auch bei Longjing, und Jasmin hängen geblieben, mit Pu eher als Grundlage für Milchtee..... Nach diesem kleinen historischen Abriss, den ich hier gerne zur Diskussion stelle und mich über andere Meinungen freue, möchte ich wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen: Pu ist seit den 80ern von schlauen Taiwanesischen Geschäftsmännern mehr oder weniger bewusst aufgebaut worden. Im Laufe der Zeit ist das Potential immer mehr entdeckt worden und die Märkte und Nachfrage sind bewusst geweckt und erschlossen worden, denn Pu bringt beste Vorrausetzungen dafür mit: - Grossblättrige Kultivare mit starkem Körper und kräftigem Aroma/Geschmack (der Hauptgrund dafür, dass Pu Lagerbar ist) - Urteepflanze - "Je älter desto besser" (ein Satz erst irgendwann nach den 70ern geprägt wurde und zwar mit der Entwicklung des Shou) - Antik Tees/Antik Markt/Versteigerungen mit hohen Margen und riesen Potential für "Fakes" Heute rückt immer mehr der Gedanke der Urteepflanze (Gushu) und Bio/Natürlichkeit in den Vordergrund, was eigentlich paradox ist, da die Teepflanze über Jahrhunderte immer mehr weg von ihrer Wildheit (aber auch Aggressivität oder Kälte) hin zu einer sehr subtilen und feinen, zarten Pflanze kultiviert wurde. Heute wird Plantagentee oft nur noch negativ mit industrieller Fertigung gleichgesetzt (was aber ein modernes Problem ist und nicht das des Plantagenanbaus ansich, den es schon seit Jahrunhundeten gibt und eine kulturelle Errungenschaft darstellt). Deswegen ist meine Meinung, dass wenn man das Phänomen Pu heute auf Grundlage nur der letzten 30-40 Jahre verstehen will, dass mit gesundem Menschenverstand eigentlich nicht alles unter einen Hut zu bringen ist, da jede Logik aufhört zu greifen --- seien es die Preise; sei es die Philosophie; sei es eine gewisse "mystische" oder körperlich besondere Erfahrung (qi); sei es die teilweise immer weiter um sich greifende Meinung Pu sei der Gipfel der Teeerfahrung usw...... Meine Meinung heute ist, dass das was am lautesten Schreit zwar von den meisten gehört wird, aber nicht unbedingt immer das sinnvollste ist. Oft sind es die leisen, einfachen und unaufdringlichen Dinge, die letzenendes auf Dauer einen viel größeren Reiz ausstrahlen, weil sie nicht soviel Raum für sich beanspruchen (Geschmacks und Aromaflash der Pus im Gegensatz zu einem feinen subtilen Grüntee oder einem rund ausgewogenem Oolong Tee). Dadurch gewinnt der Mensch und seine persönliche Erfahrung mehr Raum und wird nicht so sehr vom Tee davongetragen. Zuletzt kann ich persönlich den Pus natürlichen nicht einen gewissen Reiz absprechen und ich trinke sie auch hin und wieder sehr gern, aber wie ich mich schon so oft wiederholt habe, halte ich sie für völlig überbewertet..... Und weil ich noch nicht genug geschrieben habe noch ein kleiner Nachtrag Die Sache mit 99% feucht gelagerten Tees werden unter Kennern bevorzugt und Chaqi..... Man darf ganz einfach nicht vergessen, dass Pu von Taiwanesen vermarktet worden ist und die zuerst die Shous und feuchtgelagerten Tees aus Hongkong überall verscherbelt haben und später dann die Preise systematisch in die Höhe getrieben haben.... Heute sieht die Realität ganz anders aus. Denn heute wird der Pu Markt und die Pu Szene von Festlandchinesen beherrscht und in China wird vornehmlich trocken gelagerter Pu bevorzugt. Ich würde sogar sagen mit fast dem entgegengesetzten Verhältnis. Heute werden überall Lagerräume geschaffen, wo die Tees relativ trocken mit konstanter Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Was zum Bsp Taiwan angeht vor allem nicht zu feucht und gut belüftet. Ich habe solche Räume selbst besucht. Das sind gut klimatisierte Räume mit idealen Lagerbedingungen. Das hat nichts mehr mit der Feuchtlagerung zu tun wie sie die meisten alten Pus in den stickigen kleinen Lagerräumen von Hongkong abbekommen haben, die den ganzen Markt in Taiwan überschwemmten und später bewusst als Antik Tee gefaket worden sind. (Da ich die Ursprünglche Frage von rdmn auch sehr spannend fand, habe ich dazu eben ein "kurzes" Brainstorming gemacht, was keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit haben soll. Im Gegenteil, vieles konnte ich nur sehr oberflächlich anreißen. Dennoch finde ich den historischen Kontext sehr wichtig wenn man versucht Pu heute zu verstehen. Wie ich finde eben durchaus auch sehr reizvoll, aber in jeglicher Hinsicht etwas aus den Fugen geraten)
  19. Ich staune schon, wie ihr mit einem kleinen Test zu einem so eindeutigen Ergebnis kommt. Ich habe mir wie schon gesagt eigentlich nicht so viel den Kopf darüber zerbrochen welcher Tee in welcher Kanne am besten schmeckt. Musste aber in den vielen Jahren schon immer wieder feststellen, da ich so ein paar Standardtees habe die ich ständig trinke, dass das nach meinem Empfinden auch immer wieder wechselt. Mit ein und demselben Tee habe ich teilweise sowohl im Gaiwan als auch im Yixing Kännchen schon Aha-Erlebnisse gehabt. Deswegen habe ich mich dann immer weniger auf die bestimmte Aufgussgefässe festgelegt als Optimum, sondern nehme einfach das, was meiner Stimmung oder meinen Anforderungen entspricht. Bei vielen Leuten in der großen Porzellankanne, manchmal im Yixing und manchmal im Gaiwan. Auf Reise habe ich meistens ein kleines Porzellankännchen und und Gaiwan dabei, welche ich je nach Lust und Laune einmal als Pitcher und einmal als Aufgussgefäss nehme. In letzter Zeit habe ich auch oft einfach Tee in einen Glaspitcher für die Gongfu-Tee Zeremonie gegeben und aufgegossen und Schluck für Schluck in eine kleine Tasse abgegossen. Als er halb Leer war einfach wieder Wasser draufgegossen. Was Anfangs reine Faulheit war, hat sich mit der Zeit herausgestellt, dass mir so mancher Tee so extrem gut geschmeckt hat und einer Gaiwan oder Yixing Kännchen in nichts nachgestanden hat.... Vielleicht eine recht eigene und ungewöhnliche Feststellung meinerseits, aber so hat sich die Auswahl der Gefässe im Laufe der Zeit ganz einfach meinen Bedürfnissen und meiner Stimmung angepasst. Da ich eh nicht im direkten Vergleich trinke, habe ich den positiven oder negativen Aspekt vielleicht auch gar nicht gemerkt, aber Fakt ist, der Tee hat so oder so gut geschmeckt und das war für die Stimmung in dem Moment das wichtigste...
  20. Von der Theorie, dass die Tonkanne mit einer Art von Tee gepflegt wird und dann mit der Zeit einen bestimmten Geschmack annehmen soll, davon halte ich auch nicht viel (aus genau den Gründen die ja schon weiter oben beschrieben wurden)... Auch dass der Tee noch einmal eine unglaubliche Wandlung durchmacht im Gegensatz zur Porzellan Gaiwan, die nur neutral ist, konnte ich bei mir noch nicht feststellen. Irgendiwe gibt es da schon so einen kleinen Effekt, den ich aber für mich inzwischen eher in einem kaum wahrnehmbaren Bereich ansiedeln würde. Ästhetik und Gefühl spielen da für mich die Hauptsächliche Rolle zum Yixing-Kännchen zu greifen. An dieser Stelle denke ich ist auch nochmal wichtig zu unterscheiden zwischen normalem Ton und zwischen Yixing-"Ton". Auch die Brenntemperatur hat auf den Eigengeschmack der Kanne einen gewissen Einfluss. Echter Yixing Ton hat schon fast etwas steinartiges, der, wenn bei hoher Temperatur gebrannt, von der Qualität schon sehr nah an Porzellan herankommt. Im Vergleich zum normalen Ton, der einen sehr erdigen Eigengeschmack haben kann, hat Yixing-"Ton" eben eigentlich keinen Eigengeschmack, ist vom Material aber dennoch etwas weicher und nicht ganz so steril wie Porzellan. Auch innerhalb der Yixing Tonarten erreichen die Zhuni Kännchen die höchste Dichte und "Härte", weswegen sie immer gerne für Oolong Tees, besonders eher aromatisch geprägete Oolongs, verwendet wurden --- weil sie eben eigentlich so gut wie Geschmacksneutral sind. Je weicher der Ton, desto weniger teuer und vor allem desto mehr Material ist auch vorhanden. Echter hochwertiger Yixing-Ton ist steinartig, muss gemahlen, pulverisiert, mit Wasser zu einer tonartigen Masse verarbeitet und gelagert werden, bis er überhaupt verarbeitet werden kann. Vor diesem Hintergrund sehe ich den eigentlichen Grund ein gutes Yixing Kännchen zu besitzen und zu verwenden auch eher ästhetisch begründet. Eine Porzellan Gaiwan hat vor allem den großen Vorzug beim Tee prüfen, dass sie 1. genormt ist von der Größe und man 2. den Tee gut beobachten kann darin. Geschmacklich kann ich persönlich der Gaiwan keinen Nachteil attestieren. Es ist oft eher die persönliche Stimmung und andere Faktoren, die dazu führen, dass manchmal ein Tee besser im Gaiwan gelingt, manchmal aber auch im Yixing Kännchen.
  21. Leider muss ich dich enttäuschen. Das Aroma kommt von den kleinen Zikaden die ihn befallen haben und eben den Honigartigen Geschmack bilden. Milan heisst ja auch Honig-Orchidee.... Es ist ein ganz normaler Standard kultivar Qingxin/Grünes Herz
  22. Was gibt dir denn so große Sicherheit? Hast noch jemand der Dir was zuflüstert, oder woher hast die Idee mit dem Fenghuang Kultivar??
  23. Jetzt musst du mir ein bisschen auf die Sprünge helfen?? Meinst du den Gukeng?
  24. Das muss ich schon noch korrigieren. Ich habe 3g genommen und aufgegossen und auch getrunken. Das Ergebnis war für mich nicht mit Genuss trinkbar. Aber das ist ohne Ironie wirklich einfach Geschmackssache. Ich denke Tobias meinte mit dem Kommentar wohl eher eine etwas Ironische Meinung meinerseits zum Tee, oder? Angesichts dessen, dass der Tee nicht ganz preiswert war und er bei mir irgendwo in einer dunklen Ecke verschwunden wäre, habe ich ihm das Sample zusammen mit anderen Tees zur Probe ganz einfach fairerweise zurückgesand, da er dort ganz einfach wertgeschätzt wird.
  25. Snowflake hört sich nach 'xuepian' an. Dann wären das Winterstücke, wie man auf Taiwan sagt --- also zur Winterzeit geernteter Tee... Das würde auch die Weichheit erklären. Die Dancongs sind tatsächlich von Natur aus so aromatisch. Das ganze wird aber noch sehr forciert, da sie eigentlich fast wie Grüntee verarbeitet werden. Deshalb aber recht 'aggressiv' und herb sein können. Du kennst ja den Garagen-Oolong von Atong. Der ist sehr weich, nicht ganz so aufdringlich, hat aber doch die spezielle Süße und Fruchtigkeit der Dancong Familien...