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  1. Guten Morgen ihr Lieben, ich bin ja ein Mensch, der sich eh immer viel zu viele Gedanken über unnützen kram macht ^^ und da ich leider nicht viel hierzu gefunden habe komme ich nicht umhin nochmals ein neues Thema aufzumachen. Und zwar geht es um die Reinigung von Teedosen insbesondere von den Match Dosen. Ich möchte zum einen Match aus den Tüten in die kleinen 20g Döschen umfüllen und mir teils auch Tee aus der größeren Packung in die kleinen Döschen füllen um nicht immer die größeren Packungen aus dem Kühlschrank zu nehmen und zu öffnen. Durch den Gummirand schließen die ja recht luftdicht ab. Problem: Wie bekomme ich das hin ohne dass Fremdgerüche vom Vorgänger in der Dose bleiben? Ich habe eine kleine Dose von Koyamaen und von Magic Matcha. Beide Dosen habe ich ordentlich gereinigt mit heißem Wasser und auch mit Sodalauge. Ich habe das Gefühl, dass hier immer noch Fremdgerüche (zumindest in der Magic Matcha Dose) sind und ich habe keine Lust mir den guten Tee zu verhunzen Ich hatte mal gelesen, dass der eine oder andere diese Matcha Döschen ebenfalls wiederverwendet. Spült ihr die einfach nur mit heißem Wasser aus oder geht ihr da mit härteren Mitteln heran? Viele Grüße und einen schönen Samstag
  2. Hallo Zusammen, ich verkaufe diese tolle Kupferdose. Ich habe sie online bestellt, sie kam direkt aus Japan zu mir. Ich muss gestehen, ich weiß nicht, wo genau sie aus Kupfer sein soll: Innen ist sie scheinbar zinnfarben, außen scheint es, als sei ein Lack über schwarzgebranntes Kupfer gezogen. Egal, es ist eine herrliche, fein gedengelte Dose. Auf der Unterseite ist ein Hersteller Stempel bzw. eine Art Ätzung oder vlt. auch mit einem Laser eingebrannt. Ich kann es nicht beurteilen. Die Dose misst 7,5x11cm. Das ist auch fer Grund, waum ich sie wieder verkaufen will: 100g Tee sind hindurchgelaufen und sie ist mir einfach zu groß: Ich schüttel 100g Sencha solange, bis er in eine 40g Matcha-Dose passt - und was übersteht wird sofort getrunken. In diese Dose bekommt ihr locker 200g feinen Sencha rein. Daher vielleicht mehr für losen Bättertee zu gebrachen, der mehr Volumen hat... Ich habe für die Dose 60 Euro bezahlt und gebe sie nun für 40 Euro wieder ab. 4 Euro Versand kommen oben drauf, oder ihr holt sie in Leipzig ab. Bei Fragen, fragen...
  3. theroots

    Utensilien Japanreise

  4. Nachdem ich mich einige Zeit um andere Dinge kümmern musste, folgt ein etwas längerer Beitrag zu einem eher traditionellen Thema. Viele werden sich wohl nicht direkt damit identifizieren können, aber vielleicht lässt sich der eine oder andere trotzdem davon anstecken. Ich möchte euch heute eine Keramik vorstellen, bei der sich eine etwas vertiefte Recherche lohnte und welche es zudem erlaubt, gleich mehrere interessante Themen in deren Theorie zumindest anzuschneiden. Es handelt sich dabei um das für koicha (濃茶), d.h. starken bzw. dickflüssigen Tee verwendete Utensil Chaire. Die nachfolgenden Ausführungen stützen sich v.a. auf die Lehre der Urasenke-Schule, einer der drei Hauptströmungen. Insofern kann daraus keine Allgemeingültigkeit abgeleitet werden, zumal mein Wissen diesbezüglich lückenhaft ist. Auf den Unterschied der verschiedenen Arten von Matcha-Behältnissen bin ich bereits in einem anderen Thema eingegangen. Leider waren die dort getätigten Ausführen etwas unspezifisch, daher an dieser Stelle nochmals ein paar Worte zur Unterscheidung der jeweiligen Behältnisse: Während Chaire (auch koicha-ki, 濃茶器) wie erwähnt für koicha verwendet werden, wird ihr Gegenstück beim usucha, d.h. beim dünnflüssigen Tee, Usuki (薄器) bzw. usucha-ki (薄茶器) genannt, was etwa mit „Behälter für dünnen Tee“ übersetzt werden kann. Zwar wird in vielen Quellen i.d.R. lediglich zwischen Chaire und Natsume unterschieden. Letzteres ist aber nur eine – wenn auch die mit Abstand am meisten genutzte – von mehreren Arten von Usukis. Der Begriff „Natsume“ wurde der chinesischen Jujube, die auch Natsume genannt wird, entliehen. Daher werden lediglich jene Usuki als Natsume bezeichnet, welche ihrer Form nach der Frucht der Jujube gleichen. Während Usuki meist aus Holz und Lack gefertigt werden, sind Chaire in aller Regel keramische Erzeugnisse. Ein weiterer Begriff, den man in diesem Zusammenhang kennen sollte, ist Chaki (茶器). Dieser Begriff ist mehrdeutig und kann sich einerseits auf sämtliche im chanoyu verwendeten Utensilien beziehen. Im Speziellen kann er sich aber andererseits auch auf alle Matcha-Behältnisse beziehen, ist somit Oberbegriff für diese, unabhängig davon, ob sie nun im Rahmen von usucha (Usuki) oder koicha (Chaire) verwendet werden. Chaki, d.h. Matcha-Behältnisse generell, haben innerhalb des chanoyu eine spezielle Stellung, denn nicht alle Utensilien verfügen über den gleichen Rang. Welchen Rang ein bestimmtes Utensil hat, lässt sich an verschiedenen Umständen ausmachen. Nicht ausschlaggebend ist der jeweilige monetäre Wert eines bestimmten Utensils. Hingegen gibt bspw. die Art, wie der Gastgeber das Utensil trägt, Aufschluss über dessen Rang: Trägt er das Utensil mit beiden Händen, nahe am Körper, spricht dies für ein Utensil höheren Ranges. Aufschluss über den Rang gibt zudem die Reihenfolge, in welcher die Utensilien in den Raum gebracht werden, wobei Utensilien höheren Ranges vor jenen tieferen Ranges in den Raum gebracht werden. Ein weiteres Indiz ist die örtliche Platzierung des Utensils: Je näher an der Nische (tokonoma), in welcher u.a. auch das Rollbild zu finden ist, desto höher der Rang. Auch unter den Gästen wird sich der Hauptgast in kürzester Entfernung zu dieser Nische befinden, weshalb er wiederum die beste Sicht auf die höherrangigen Utensilien hat. Langer Rede kurzer Sinn: Neben Rollbild - welches oft als wichtigster Bestandteil überhaupt angesehen wird - und Chawan (Matcha-Schale), gilt auch der Matcha-Behälter (Chaki) als ein solches Utensil höheren Ranges. Nach dieser theoretischen Einführung möchte ich euch den Behälter vorstellen, für welchen ich mich entschieden hatte. Verkauft wurde sie als eine aus der Edo-Zeit (1603 - 1868) stammende Seto Chaire. Soweit ich ein Utensil in meine Sammlung aufnehmen kann, bin ich immer bestrebt, so viel wie möglich darüber herauszufinden. In diesem Fall geben gleich mehrere Merkmale Aufschluss über die mögliche Herkunft. Einerseits findet sich auf der Unterseite eine Prägung des Künstlers, was bei älteren Chaire eher selten und bei sehr alten Stücken gänzlich unüblich ist. Da sich die Entzifferung jedoch eher schwierig gestaltete, kann auch die dazugehörige Holzkiste weitere Informationen liefern. Diese wird regelmässig für ein bestimmtes Utensil angefertigt, dient dessen Schutz und gibt Aufschluss über den Inhalt und Künstler. In diesem Fall wurde sowohl die Aussen- als auch die Innenseite des Tomobako-Deckels beschriftet. Auf der Aussenseite findet sich die Information Seto (瀬戸) tea container (茶入) und somit nichts, was nicht schon bekannt gewesen wäre. Auch die Innenseite des Deckels gibt leider keinen Aufschluss darüber, aus wessen Hand dieses Objekt stammt. Denn die Signatur auf der Innenseite stammte augenscheinlich von einem der Leider der Omotesenke Schule, d.h. einer der drei Hauptschulen. Um wessen Signatur es sich genau handelt, ist hingegen nicht ganz klar: Entweder um jene der neunten Generation Kōshuku Sōsa (1775-1825), oder jene der sechsten Generation Gensō Sōsa (1678-1730). Fest steht hingegen, dass weder der eine noch der andere Vorsteher der Omotesenke diese Chaire erschaffen hat. Es stellt sich also die Frage, wieso trotzdem dessen Signatur vorzufinden ist. Die Antwort ist einfach: Die Signierung von Tomobakos durch Head-master der grossen Teeschulen ist nicht unüblich. Dies geschieht entweder dann, wenn der Vorsteher einer Schule einer gewissen Keramik einen erhöhten künstlerischen Wert zumisst. Ebenso aber, soweit ein Künstler oder Besitzer einer Keramik – gegen eine entsprechende Gebühr - darum erbittet. Somit blieb als einziger Hinweis auf den Künstler, die Signatur auf der Chaire. Glücklichweise wurde mir auch diesbezüglich weitergeholfen: Es handelt sich um die Signatur von Ninnami Dohachi (Takahashi Dohachi Ⅱ), einem bekannten Künstler aus Kyoto. Mit dieser Hilfe war es auch nicht mehr schwer, dessen Signatur in einem Nachschlagewerk (Handbook of Marks on Pottery & Porcelain, 1919) zu finden. Daraus ergibt sich nun die Frage, ob die Holzkiste und deren Inhalt wirklich zusammengehören. Auf den ersten Blick macht dies wenig Sinn, denn auf der Box ist klar „Seto“ vermerkt, was dafür spricht, dass deren Inhalt aus Seto stammt. Ninnami Dohachi hingegen war, wie erwähnt, in Kyoto tätig, womit dessen Erzeugnisse als Kyōyaki bezeichnet werden müssten. Hier kommt aber die Doppeldeutigkeit solcher Begriffe zum Tragen: Begriffe wie Kyōyaki, Setoyaki usw. können als Herkunftsangaben verstanden werden, die unabhängig von der Optik eines konkreten Stücks verwendet werden. Jedoch sind an diesen spezifischen Orten auch immer spezifische Stile hervorgegangen, so dass die Begriffe nicht selten auch für eine bestimmte Art von Keramik stehen. Wirft man einen Blick auf die Chaire, stellt man fest, dass diese in einer typischen (ko-)Seto-Optik gefertigt wurde, d.h. mit brauner hochglänzender Glasur. Hier schliesst sich der Kreis wieder: Der Vermerk „Seto“ auf der Box muss daher nicht zwingend auf die Herkunft verweisen, sondern kann sich auch auf den Stil beziehen. Es fragt sich daher, ob ggf. in zeitlicher Hinsicht Hinweise darauf bestehen, ob Inhalt und Box zusammengehören. Die sechste Generation der Omotesenke lebte von 1678-1730, die neunte von 1775-1825. Ninnami Dohachi, dessen Prägung die Chaire trägt, lebte von 1783-1855. Soweit die Signatur von der sechsten Generation stammen sollte, ist auszuschliessen, dass Box und Inhalt zusammengehören. Soweit die Signatur auf dem Deckel hingegen der neunten Generation zugeordnet werden kann, stimmt auch die zeitliche Komponente und Box sowie Inhalt könnten durchaus zusammengehören. Gänzlich lässt sich dies nicht ohne weitere Abklärungen klären, ebenso nicht, ob die Prägung der Chaire sowie die Signatur auf der Box authentisch sind. Soweit die Authentizität gegeben sein sollte, lässt sich die Chaire aber ziemlich genau datieren, so dass sie irgendwann in der späten Edo-Zeit zwischen 1800-1825 entstanden sein muss.
  5. Jinx

    Keramikdose, Krakelee

    Vom Album Sonstiges

    Keramikdose mit auffälliger Krakeleeglasur. Für Kekse oder Pralinen zum Tee

    © Jinx

  6. Jinx

    zwei Keramikdosen

    Vom Album Sonstiges

    zwei Keramikdosen aus Prag. Die rechte ist etwa so groß wie eine Zuckerdose

    © Jinx

  7. Jinx

    Mittelgroße Keramikdose

    Vom Album Sonstiges

    aus Prag.
  8. Jinx

    große Keramikdose

    Vom Album Sonstiges

    von Si-Sook Kang

    © Jinx

  9. So, langsam stapeln sich bei mir die angebrochenen Teepackungen. Darum habe ich mir mal Gedanken über sinnvolle Aufbewahrungsbehältnisse für meine grünen und weißen Tees gemacht. Ästhetisch fände ich ja einen richtigen Chatzsu aus Kirschenhlz klasse ... allerdings bin ich beim googeln auf die Dosen von Airscape gestoßen. Sie sind zwar nicht schön, aber sie verschließen luftsicher und der Verschluss lässt sich an die Füllhöhe anpassen (-> http://planetarydesign.com/products/airscape-kitchen-canisters/ ) . Bisher habe ich diese Dosen aber nur in Amerika gefunden und bevor ich mir eine solche mal zum Ausprobieren bestelle, würde ich gerne hören, was Ihr meint? Meint Ihr das ist eine sinnvolle, wenn auch nicht ästhetisch ansprechende, Anschaffung?
  10. theroots

    Kaikado Caddy (Kupfer & Blech)

  11. theroots

    Kaikado Caddy (Kupfer)

  12. theroots

    Kaikado Caddy (3 x Kupfer)

    Vom Album Tee & Utensilien

    Drei Kupferdosen von Kaikado: Links ca. 1,5 Jahre Mitte ca. 6 Monate Rechts ca. 60 Jahre
  13. theroots

    Kaikado Chazutsu

  14. theroots

    Kaikado Chazutsu

  15. theroots

    Kaikado Chazutsu

  16. theroots

    Kaikado Chazutsu