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  1. Hallo, vllt kann mir hier jemand helfen. Ich habe ein Teepet für Gongfu Cha: im Form von einem Sohn des Drachens. Das hat zwei kleine Löcher auf den Wangen wie auf den Bildern. Das hat früher brummendes Geräusch gemacht, wenn das mit heißem Wasser übergossen wurde. Das Geräusch war subtil aber gut hörbar. Und dann habe Ich von diesen Teepets gehört, die Wasser aus den Löchern rausspucken, z.B. wie Peepee boy. Ich war neugierig, ob mein Teepet auch sowas könnte. Der hat ja auch Löcher. Um herauszufinden habe ich meins in kaltes Wasser eingetaucht, um die Löcher zu füllen. Die Löcher waren scheinbar zu klein und haben kaum Wasser eingenommen. Aber beim Schütteln konnte man schon merken, dass ein wenig Wasser doch drin war. Aber als ich das mit heißem Wasser übergossen habe, kam da nichts raus. Außerdem es gab kein Geräusch mehr. Ich glaub, mein Teepet ist eigentlich nur für Geräusch gedacht. Und die einzige Funktion habe ich kaputt gemacht. Ich dachte, vielleicht wenn das Wasser drin irgendwann verdünstet, würde das wieder Geräusch machen. Aber es ist fast seit einem Jahr her und ich höre immer noch nichts und das Wasser ist scheinbar immer noch drin, das merke ich wenn ich das schüttle. Die Geräuschfunktion würde ich echt gerne wieder haben. Obwohl nicht so dramatisch wie den Peepee Effekt, aber noch besser als gar nichts wie jetzt. Wäre schön, wenn ich hinkriegen würde, das zu reparieren, ohne mit einem neuen ersetzten zu müssen. Also hat irgendwer ein Tipp oder ne Idee, was ich da machen kann? Z.B. Wie ich möglicherweise das Wasser in den kleinen Löchern rauskriegen könnte? Ich freue mich auf eure Ratschläge!
  2. Liebe Grüße an alle Teekenner! Dieses Thema brennt mir schon lange auf der Zunge, denn heute ist es besonders populär Gongfu Cha, die traditionell chinesische Teezubereitungsmethode und die sogenannte "westliche Methode" gegeneinander zu stellen und zu vergleichen, wobei wir fast immer die Aussage "Gongfu Cha ist 'besser!" zu hören bekommen. Unser @miig hat mal ein Thema gepostet wo er nach der Definition von Gongfu Cha fragte, nun, ich bevorzuge da eine rein technische Herangehensweise. Das Wort gongfu wird je nach Quelle und Translator mit "Anstrengung", "Mühe", "Fertigkeit" und "Kunst" übersetzt, wenn man aber einfach den Vorgang selbst anschaut sowie die dahinter stehenden Ziele, ist Gongfu Cha praktisch dasselbe was wir in Europa mit Wein, Whisky und Zigarren machen! Man kann all diese Sachen nur des Alkohols wegen einfach herunterstürzen und die Zigarren nur des Nikotins wegen verqualmen, die Kenner tun das jedoch nie - man verwendet spezielle Geschirr, Werkzeuge und Konsummethoden um den Genuss soweit zu maximieren wie es nur geht. In Zigarren-, Wein- und Whiskyclubs geht es primär um Genuss, Erkenntnis und das soziale Beiwerk, nicht stupides saufen und quarzen. Die Genussmittel sind der Star der Show, kein Kenner wird seinen besten Single Malt mit Eiswürfeln malträtieren oder die feinste Zigarre brutal im Aschebecher ausdrücken, exakt diesselbe Mentalität haben die Chinesen auch wenn die eine Gongfu Cha Session machen. Wenn aber nun von "westlicher Methode" gesprochen wird, werden darunter fast immer moderne Teegewohnheiten der breiten Bevölkerung in Europa und Nordamerika gemeint, wobei auch fast immer angenommen wird dass eben diese die "europäische Teekultur" darstellen. Diese Sicht halte ich für falsch! Ich habe mich in letzter Zeit mit Geschichte des Tees in Europa auseinander gesetzt, schriftliche Quellen und Abbildungen aus dem 17 bis 19 Jh., aus der Zeit wo weder Indien noch Sri Lanka als Teeproduzenten eine Rolle spielten (hier, hier hier nur um Einige zu nennen), nur um Folgendes festzustellen. Bis ungefähr 1820 war der gesamte verfügbare Tee ausschließlich chinesischen Ursprungs und er war nicht nur "Tee" sondern Bohea, Hysson, Singlo, Souchong, Congou, Pekoe, etc., wobei das was wir heute "Schwarztee" nennen um die Mitte des 18 Jh. den größten Anteil am europäischen Teeimport erlangte. Bis dahin war Grüntee tatsächlich die am meisten konsumierte Teeart in Europa (quelle). Das Teegeschirr, wie die Abbbildungen und Beschreibungen vom Teetrinken zeigen, wurde ebenfalls teils aus China importiert teils nachgeahmt, Abbildungen von Teetrinkern zeigen wenig bis gar keine Lebensmittel auf dem Teetisch, der chinesische Einfluss hier ist kaum zu übersehen. Einfach zusammengefasst, die europäische Teewelt des 18 Jh., wo britische, ostfriesische und russische Teekulturen in ihren Grundzügen gebildet wurden, war eine nahezu komplett andere Welt, die viel näher an China war an unsere heutgen westlichen Teegewohnheiten! Warum hat sich die europäische Teewelt so radikal verändert? Nun, zuerst haben die Teeplantagen in Assam den Teemarkt komplett umgekrempelt, bereits am Ende des 19 Jh. war indischer Schwarztee bereits so billig und so verbreitet, dass er andere Teesorten vom Markt nach und nach verdränge. Es war trotzdem noch klassischer Blattee welcher die klassische Zubereitung zuließ. Als aber in den 1930ern die CTC-Methode erfunden und perfektionert wurde, eroberte der nach CTC hergestellte Assam Schwarztee ab den 1950ern die gesamte Welt! Die Gründe dafür waren und sind; er extrahiert viel schneller, ist als Staub perfekt für Teebeutel, kann in rauhen Mengen produziert weren und ist schön billig. Die wohl tiefste Zäsur ist jedoch sein Geschmack und Aufgussverhalten, welche sich von den klassischen chinesischen Oolong, Heicha und Hongcha fundamental unterscheiden! So passierte es dass die alten Aufguss- und Konsummethoden nach und nach aufgegeben und vergessen wurden, denn die Teekannen, Samoware und Stövchen hatten einfach keine Funktion mehr. CTC Assam braucht keine hohe Dauerhitze im Gegensatz zu o.g. chinesischen Tees, er brüht nur einmal auf, man kann ihn einfach im Gefäß behalten ohne dass es zu bitter wird und sein rauher intensiver Geschmack lässt sich wunderbar mit Milch, Zucker und allerlei Gebäck und Kuchen ergänzen. Man kann also sagen dass unsere moderne "westliche Teekultur" an sich ziemlich jung ist und fast komplett auf CTC Assam ausgerichtet ist. Sie lässt sich mit traditionellen europäischen Teekulturen kaum bis gar nicht vergleichen - anderer Tee mit komplett anderen Eigenschaften, andere Zubereitungsweise (Teebeutel, Teeeier, tea brewer, etc.) und eine völlig andere gesellschaftliche Stellung des Teetrinkens. CTC Assam wird heute von der Masse der Konsumenten als "der Tee" schlechthin verstanden und wird als Beiwerk zu Süßigkeiten, Gebäck und Kuchen gesehen und nicht als etwas Eigenständiges, deswegen kann man ihn mit chinesischen Tees nicht vergleichen. Er ist weder "besser" noch "schlechter" sondern ANDERS! CTC Assam tut das wofür er gezüchtet und hergestellt wurde, und das ist nun mal nicht die Gongfu Cha. Was ich hier vermitteln will ist, die gegenwärtige Welle von Interesse am chinesischen Tee und chinesischer Teekultur hat bereits einmal vor mehr als 300 Jahren stattgefunden! Das Resultat dieser Begegnung war die Formation der britischen, ostfriesischen und russischen Teekulturen, China war das einzige Vorbild. Die moderne "westliche CTC Assam - basierte Methode" hat mit all diesen historischen und modernen Vorlagen nahezu nichts gemeinsam. Von daher ist das ganze Gongfu Cha VS Westliche Methode eigentlich sinnfrei, denn hier werden förmlich Äpfel mit Kartoffeln verglichen! Die moderne westliche Teekultur ist weder "traditionell" noch "europäisch". Was ich übrigens faszinierend finde ist, je mehr man sich mit der chinesischen Teekultur beschäftigt, desto mehr entdeckt man über die eigene fast vergessene Teekultur, wie sie einmal bei den Briten, Russen und Deutschen herrschte. Das was wir als Teefans heute tun, dürfe vor 200 bis 300 Jahren durchaus zur Normalität gehört zu haben Grüße, OstHesse
  3. Ein gesundes Neues Jahr allerseits! Der Jahresbeginn ist gewöhnlich die Zeit der guten Vorsätze und auch ein Anlass so maches von der Seele zu schütteln! Die Welt des Tees ist voll mit Weisheiten, Regeln und Normen die jeder kennt, wie z.B. eine Yixing-Kanne pro Teeart, Grüntee kühl aufgießen, Bergquellwasser ist das beste Teewasser, soviel Gramm pro soviel Aufgussgefäßvolumen, Einhaltung der Zeremonie-Regeln beim Teetrinken, etc. Aber wir alle wissen, dass wenn die Sonne untergeht es Leute unter uns gibt, welche ihren Tee oder Teegeschirr auf eine Art und Weise verwenden wo selbst der heiligste Teemeister verzweifeln und vom Glauben abfallen könnte! Meine schlimmste "Sünde"... Ich nehme 8 Gramm Bai Mudan (alle Qualitätsstufen!), tue das in eine 180ml Duanni Yixing - Kanne, wärme diese mit 95°C Wasser und haue dasselbe Wasser sofort in die Kanne! Dann warte ich etwa 1 Minute lang und erhöhe die Brühzeit mit jedem Aufguss. Aufgüsse 4 bis 7 mache ich mit richtig kochendem Wasser und lasse die Kanne 3-4 Minuten stehen! Spaß muss ein. Was sind denn Eure Tee-, Teegeschirr- und Aufgussgewohnheiten die völlig gegen den Mainstream gehen??? Grüße, OstHesse
  4. Hallo ihr lieben Teekenner! Die weltweite Tee-Community ist in Zeiten des Internets enorm gewachsen, es gibt nichts was es nicht gibt... ... und es gibt auch uns, Leute die es extra aromatisch, extra kräftig und extra mineralisch mögen. Ich nehme meinen 130-150ml Tea-Taster (dicke Porzellanwände die Hitze sehr gut speichern), lege dorthin mindestens 7 Gramm Sheng/Oolong/Darjeeling/Bai Mudan, gieße das alles mit 95-100°C Wasser auf und lasse es 0,4 bis 4 Minuten (je nach Aufguss) brühen, wobei das Aufgussgefäß mindestens einmal mit demselben heißen Wasser solange begieße, bis ich den Deckel und das ganze Gefäß (außer dem Henkel) wegen brühender Hitze nicht mehr anfassen kann. Das Teewasser wird mindestens einmal mit frischem Wasser aufgefüllt und mehrmals knapp zum Kochen gebracht wenns unter 90°C fällt. Auf diese Weise kriege ich in 8-10 Aufgüssen alles raus was sich im Teeblatt versteckt! Dies ist mein "Goldstandard", insbesondere bei Sheng PuErh. Wenn andere, selbst tee-erfahrene Menschen, diese Praxis zur Kenntnis nehmen, reagieren sie meist sehr skeptisch. Magst Du Deinen Tee auch so??? Dann willkommen in diesem Diskusionsthread! Grüße, OstHesse
  5. miig

    2005 ChangHuYao Yiwu

    Vom Album gemischt

  6. Jinx

    Paper Cranes

    Vom Album Tee-Altäre, temporär

    Lichtvolle Teestunde mit Oolong, koreanischer Tasse, Paper Cranes und einer kleinen Kanne von Petr Novak
  7. Wenn man sich mit Gongfucha und Tee beginnt zu beschäftigen wird man irgendwann sehen, dass viele Dinge von verschiedenen Tee-Trinkern sehr ähnlich gemacht werden... bei vielen Dingen (so empfinde ich es zumindest) scheint es einen gewissen Konsens zu geben. ... allerdings, gerade wenn es um Feinheiten geht, scheiden sich manchmal die Geister... oft geht es da einfach um Geschmack und persönliche Vorliebe... manchmal ist es aber auch interessant welche Sachargumente für oder gegen etwas vorgebracht werden. Mir fallen folgende Punkte ein Genaue Wassertemperatur beim Aufgießen von jungem Sheng Genaue Wassertemperatur bei gereiftem Sheng (natürlich nur für die Nerds mit Thermometer interessant die noch nicht zur hohen Kunst des "nach Gefühl" vorgedrungen sind ) die letzten Tropfen aus dem Gaiwan noch in die Cha Hai tropfen zu lassen ... ist gut bzw. ist gerade schlecht? Zu eins und zwei... ich habe schon verschiedene Dinge gelesen... feine Unterschiede zwar, aber manche meinen ein "full boil" ist gut für jungen Sheng ... 100°? z.B. Zitat Jeff Fuchs: "Use fully boiled water, as the large leaf 'Camellia Sinensis Assamica' (Puerh) can handle the heat." Scott von YS sagt in einem Video ... Puerh braucht immer sehr hohe Temperatur aber nie ganz "voll" kochendes Wasser, also immer Wasser das sich kurz nach dem Kochen wieder "beruhigt" ... also gießt er alle seine Shengs gleich ob jung oder alt mit sowas wie 97° Grad auf schätze ich? 2Dog schreibt was von 85 bis 95° bei jungem Sheng... allerdings fürs "bewerten" tea tasting... 100° ... Ich selbst bin immer davon ausgegangen dass für gereiften Sheng das Wasser gar nicht heiß genug sein kann ... und habe oft direkt das noch "rollende" Wasser in das Kännchen gekippt mich würde interessieren wie ihr es macht ... natürlich muss darf man so ein "Nerd-Thema" mit einer guten Portion Humor nehmen... denn so ganz so wichtig ist es ja nicht, jeder macht es wie er will... und nach Lust und Laune... klar... trotzdem ... Welche Temperaturen benutzt ihr denn jetzt genau für reife und junge Shengs? (sofern ihr einer dieser zwangsneurotischen Tee-Freaks Menschen seit die immer manchmal mit dem Thermometer da sitzen...) Zu 3 ... da habe ich schon ganz gegensätzliches zu gehört... irgendwo wurde gesagt "it is the essence of tea" ... das erfahrene Gongfucha-Meister und Meisterinnen extra sehr lange "abtropfen" lassen... oder bei "China-Cha-Dao" .. im Gegensatz dazu. empfehlen sie die letzten tropfen wegzulassen weil es zu "bitter" o.ä. sei ... Wie haltet ihr es damit, ich habe die letzte Zeit über diese "letzen paar Tropfen" mit Absicht sehr ausführlich noch in die Cha Hai tropfen lassen...? Dazu passt natürlich auch die von @GoldenTurtle betonte Sicht, dass guter (!) Tee sehr heißes Wasser gut vertragen kann und gerade durch sehr hohe Temperaturen noch die guten Nuancen zum Vorschein kommen... Wie machst du es denn bei jungem und altem Sheng Turtle? ... Rollt dein Wasser noch oder ist es eher, kurz beruhigt... bei ca. 98?
  8. Ein sehr interessanter Artikel über Gongfucha! http://www.marshaln.com/wp-content/uploads/2016/03/GFC1601_06_Zhang-3.pdf
  9. Hallo zusammen, eines Tages hab ich mal ein GongFuCha Set gekauft, leider habe ich gemerkt dass es mir viel zu klein ist und ich generell weniger ein Gaiwan Fan bin. Wenn ich ein Gaiwan benutze, dann mehr für Grandpa-Style und da sind die großen definitiv geeigneter. Nichts­des­to­trotz kann hier vielleicht jemand was damit anfangen (vllt. als Reise-Set oder sowas?) bevor es im Regal einstaubt. Im Gegenzug suche ich Tees und Teezubehör, ich bin offen für alle Angebote Falls das bei der Einschätzung der Qualität hilft: Preislich lag der Kauf zwischen 15 und 20 Euro soweit ich mich erinnere. Ein vollständiger Wertausgleich ist aber nicht nötig. Inhalt: Gaiwan (Füllmenge: ca. 135ml) Ausschankkanne (Füllmenge: ca. 180ml) 6 x Teeschale (Füllmenge jeweils: ca. 55ml) Zur Messung hab ich einfach randvoll Wasser eingefüllt, sprich: Sinnvoll nutzbar ist die maximale Füllmenge nicht. Bilder: Viele Grüße, shavior Edit: Die Überschrift ist falsch, es sind nur 6 Teeschälchen, keine 8!
  10. Aufgrund der Fragestellung von KlausO hab ich mal diesen Thread eröffnet um aus dem Threat „Schaumig schlagen“ ( http://www.teetalk.de/topic/2926-schaumig-schlagen/#entry34792 ) thematisch sinnvoller Weise abzuzweigen.
  11. Jinx

    Teeboot

    Vom Album Zubehör, sonstiges

    Teeboot, ca. 27 x 27 cm, von Petr Novák, Oktober 2013

    © Jinx