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21 Ergebnisse gefunden

  1. Was ist eigentlich aus dem Neuling (ich meine es wäre eine Dame gewesen) geworden, die den Teemarkt mit Koreanischen Tees aufrollen wollte? Name? Die ist doch in die Schweiz gefahren zu einem total überteuerten Seminar um die Grundlagen zu lernen - und wart nie mehr gesehen? Und wenn man solchen Träumerchen freundlich und höflich aufzeigt wie diffizil das Teegeschäft ist, werden sie gleich zickig. Wobei an gutem (!) Tee aus Korea wäre ich schon sehr interessiert, falls jemand eine gute Adresse kennt, oder jemanden kennt, der Cäsars Cousine dritten Grades kennt, oder.......
  2. Teevorstellung: Jeoncha "Typ A"

    Händler: www.kobu-teeversand.de Teesorte: Bio Jeoncha "Typ A" Dosierung: 5g auf 150 ml Wassertemperatur: 80 °C Wasser: gefiltertes Leitungswasser Ziehzeit 1. Aufguss: 3 Minuten Ziehzeit 2. Aufguss: 90 Sekunden Ziehzeit 3. Aufguss: 3 Minuten Ich bin kein Tee-Connoisseur, kein Feinschmecker oder Spezialist, aber ich fotografiere gerne als mein Hobby und trinke gerne Tee. Warum also nicht beides verbinden und damit verschiedene Tees vorstellen? Bittet beachtet, dass ich mich noch schwer tue mit der Beschreibung von Geschmäckern. Ich hatte hier noch eine 10g Probe von Kobu für den "Bio Jeoncha Typ A" hier liegen, welcher aus Korea kommt. Bisher habe ich nur die Japan Senchas getrunken und war auf einen Koreanischen gespannt. Der Tee kostet derzeit 9,95 € pro 100g und das Blatt aus dem Probenbeutel ist sehr gut. Nahezu kein gebrochenes Blatt, was sich auch beim abgießen aus der Shibo bemerkbar gemacht hat. Im Feinsieb sind gerade mal 2-3 Bröckchen hängen geblieben. Für die Zubereitung habe ich mich an die Zubereitungsempfehlung auf der Packung gehalten. Der Jeoncha ähnelt zwar einem japanischen Sencha, ist aber im Geschmack und Geruch wesentlich kräftiger. Auch wenn die Blätter grün sind, so erinnert mich der Geschmack etwas in die Richtung Pu-Erh. Jedenfalls ein Geschmack, den ich bisher nicht einzuordnen vermag. Im Anklang etwas dumpf/Gemüsig bietet der Tee doch ein interessantes Geschmacksprofil. Bei 3 Minuten Ziehzeit auf 80 °C ist der Teefür einen Grüntee überraschend mild und hinterlässt eine angenehme herbe im Mund. Für den preis von 9,95 € je 100g finde ich den Tee durchaus ansprechend.
  3. Anneke, hier im Forum als "Amalie" bekannt, hat ein interessantes Interview mit den Besitzern des Tschanara Teegarten, Wolfgang Bucher und Haeng ok Kim, durchgeführt: ...weiterlesen im tee-fokus
  4. Koreanische Chawan (Joseon-Dynastie)

  5. Koreanische Chawan (Joseon-Dynastie)

  6. Koreanische Chawan (Joseon-Dynastie)

  7. Zubereitung von Kimchi

    Hallo zusammen, vor Jahren habe ich oft mit Koreanern zusammen gegessen, da gab es Kimchi zu jeder Mahlzeit dazu. Leicht süß, sauer, scharf, ein sehr eindrücklicher Geschmack, sehr lecker. Vor drei Jahren habe ich zum ersten Mal selbst probiert, Kimchi herzustellen. Der erste Versuch in einem Gärtopf für Sauerkraut hat auch gut funktioniert, zumindest von der Fermentation her. Leider waren die Gewürze wie Knoblauch, Ingwer und Chili nicht so fein geschnitten und man hatte immer ein größeres Stück davon auf dem Teller. Letztlich war es nicht so lecker und es ist bei diesem Versuch geblieben. Nach einem Besuch im Asialaden und einer Tüte Kimchi wollte ich es noch einmal versuchen und habe es nach einem Video auf YouTube zubereitet. Das geht auch gut, die Zutaten sind leicht zu beschaffen und die Durchführung nicht sehr kompliziert. Mit ordentlich Fischsoße und kleinen Sardellen ist es schon sehr deftig, ohne diese Zutaten fehlt irgendwie etwas wie der zweite Versuch gerade zeigt. In dem Video wird erklärt, dass man Kimchi komplett im Kühlschrank fermentieren lassen kann und es etwa 5-6 Wochen braucht. Einen zweiten Pot habe ich jetzt drei Tage in der Küche stehen lassen, um den Prozess etwas zu beschleunigen. Es ging tatsächlich sehr schnell und der Kohl ist heute am vierten Tag schon gut zu essen. Er wird nur sehr schnell glasig und verliert stark an Struktur. Vielleicht hat ja jemand von Euch schon mal/öfter Kimchi selbst gemacht und kennt schon den einen oder anderen Kniff? Wie man es am besten reifen lassen kann, bzw. wie man es würzt, Rezept mit Kimchi, etc. Grüße aus Buchenau!
  8. Ich möchte der Vollständigkeit halber einen weiteren Balhyocha ganz kurz vorstellen. Es handelt sich um den "Dosim Dawan"-Balhyocha von 2015, den What-Cha.com seit einiger Zeit offeriert. Vorteil: er ist verfügbar und ich stelle - wenn überhaupt - ja nur erhältliche Tees vor. Produziert wurde dieser Tee von Oh Si-Young. Oh Si-Young betreibt - mit seinem Sohn Oh Jae-Hong - Dosim Dawan, das "Green Tea Farmhouse", zu finden in Hwagae, Hadong-gun, Gyeongsangnam-do, Südkorea. Oh Si-Young ist im übrigen auch der Besitzer des sogenannten Millenium Tea Tree in Korea, ein entsprechend großer Baum dessen Alter auf mindesten 1000 Jahre geschätzt wird. Sein Balhyocha stammt natürlich nicht von jenem Baum, Tee von diesem erzielt selbstredend astronomische Preise und ist nicht frei erhältlich. Die Vielfältigkeit von Balhyocha macht es schwierig Vergleiche anzustellen und es stellt sich auch ein wenig die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Unterfangens. Ich wies schon zuvor auf die Verschiedenartigkeit des Herstellungsprozesses hin, die individuellen Vorlieben der Hersteller usw. und die große Bandbreite an Oxidationsgraden, die Balhyochatees aufweisen können. Natürlich spielen auch die üblichen Parameter eine Rolle, wobei die zum Zeitpunkt der Verarbeitung herrschenden Witterungsbedingungen gerade bei diesem Tee eine entscheidende Rolle spielen und dem Teemeister mit den weiteren Weg oft unmittelbar vorgeben. Auch dieser Tee stammt von halb-wilden, recht großen und alten Teebüschen und aus derselben Gegend in den Jiri Bergen wie z.B. der zierliche Balhyocha von Jeong Jae Yeun. Von Aroma und Geschmack her hat es die Hauptkomponenten, die man in wechselnden Anteilen auch in anderen Balhyocha wiederfindet, sehr komplex. Diese Teesorte hat schon Anklänge an gelben Tee wie auch an roten (schwarzen) Tee* - bleibt jedoch stets völlig eigenständig - sowie diesen typischen "Balhyocha"-Duft, ein leicht wiedererkennbares Konglomerat verschiedenere Nuancen, den diese Tees meiner Erfahrung nach aufweisen; ich hatte in den vergangenen Monaten ca. 10 verschiedene Balhyocha. Aber gerade diese Variabilität und Komplexität machen auch mit den Reiz von Balhyocha aus. * Als Parallele hierzu z.B. ausgeprägte Schokoladen- und Kakaonoten und die Cremigkeit. Preislich gesehen ist der Tee sehr interessant und im Vergleich günstig (ca. €15/50g, Stand: Anfang Januar 2016). Bei What-Cha.com wird er daher in den normalen Packungsgrößen (10, 50, 100, 250g) angeboten; die anderen Balhyocha in kleineren Einheiten, so erhältlich. Meiner bisherigen Erfahrung nach sind Balhyocha generell gesehen recht gutmütig was Lagerung, Dosierung, Ziehzeiten und Wassertemperaturen angehen. Meine diesbezüglichen Experimente mit diesem speziellen Balhyocha sind noch etwas limitiert, meistens nutze ich ungefähr 90°C, ca. 5g auf 100-125ml mit entsprechend variierenden Ziehzeiten. Zu heißes (knapp siedendes) Wasser bringt beim Dosim Dawan Balhyocha ein bisschen zu sehr eine Säuerlichkeit in den Vordergrund, welche die runde Samtigkeit unterdrückt die er sonst zeigt, ist aber auch Geschmackssache. Fruchtige, teils beerige Noten findet man generell bei Balhyocha. Es lohnt sich jedoch, mit den Parametern etwas zu spielen und die Veränderungen nachzuverfolgen und den Tee auf jene Weise besser kennzulernen.
  9. Parallelverkostung zweier Balhyocha (2014) - Jeong Jae Yeun (♀) vs. Kim Jong Yeol (♂): ♀ = Jeong Jae Yeun Balhyocha 2014 ♂ = Kim Jong Yeol Balhyocha 2014 Um es mal gleich vorweg zu sagen und keine wilden Spekulationen über Diskriminierung o.ä. aufkommen zu lassen (gerade einem Mann wird ja schnell eine versteckte Misogynie unterstellt): die Zuweisung der Symbole weiblich vs. männlich erfolgte allein aufgrund der Tatsache, dass der eine Tee, der Balhyocha von Frau Jeong Jae Yeun, von einer Teemeisterin hergestellt wurde und der andere Balhyocha vom Teemeister Kim Jong Yeol stammt. Das ist alles. Ersteren Tee habe ich hier im Forum schon ausführlich vorgestellt (vgl. hier: http://www.teetalk.de/topic/4884-jeong-jae-yeuns-balhyocha-2014/?p=60098), den anderen jedoch noch nicht. Beide Varianten stammen aus dem Jahr 2014. Von Aroma und Geschmack her sind beide Balhyocha sehr verschieden, beim einen stehen eher würzige Zitrusnoten im Vordergrund, beim anderen mehr cremig-weiche Schokoladennoten. Beide Tees sind m.E. hervorragend und ich schätze beide sehr! Es ging mir bei dieser parallelen Verkostung auch nicht um eine Bewertung hinsichtlich "besser" oder "schlechter" - dies ist mir auch wegen ihrer Verschiedenheit auch nicht möglich und m.E. zudem sinnlos - sondern um ein zeitnahes Erleben gerade dieser Verschiedenheit und der großen Bandbreite und Wandelbarkeit der Geschmacks- und Aromennuancen, die wirklich imponierend ist. Oft schon ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich sich auch das Blattgut anfasst, dies wollte ich auch mal hervorheben. Die Beschreibung der einzelnen Aufgüsse und Nuancen habe ich diesmal gekürzt und vereinfacht. Vorbereitungen: Ich finde beide Tees von Aussehen, Haptik und Duft her leicht auseinander zuhalten, aber das mag sich während der Session nivellieren. Außerdem pendelte ich zwischen einer etwas provisorischen Teeecke und einem anderen Zimmer mit Internetanschluß bzw. Laptop hin und her, da könnte schon mal etwas durcheinander kommen. Daher verwendete ich in Anlehnung z.B. an japanische "Paar-Becher" leicht unterschiedliche Gaiwan (außen geringe Farbunterschiede), Pitcher und Untersetzer ("weibliche" (Pflaumen-)Blüten, "männlicher" Bambus). Zusätzlich nutzte ich diesmal einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige und Warmhaltefunktion, Ziehzeiten wurden mittels einer Stoppuhr gesteuert. Blattgut: Vgl. auch weiter unten. ♀ Etwas kleinere Blätter und ggf. von ganz leicht hellerer Farbe, wirkt im Gaiwan deswegen bei gleicher Einwaage optisch weniger. ♂ Ein bisschen dunkler, gröber. Nimmt deswegen mehr Raum ein im Gaiwan. Aroma - trockenes Blatt: ♀ Außerordentlich komplex, nach Gewürzen, Pomeranzen, Muskatel usw. ♂ V.a. intensive Kakaonoten, Schokoladenkuchen. Aroma - in der warmen Kanne/Gaiwan: -/- Dosierung: jeweils 4.0g auf 90ml Gaiwan Wasser: türkisches Bergquellwasser Temperatur: 95°C Ziehzeiten: 15, 25, 40, 55, 80sek, ...., einige Minuten. 1. Aufguss (15sek): ♀ Der dunklerer Aufguss der beiden, sehr komplex, Hauptkomponenten sind Zitrus, Kakao, fast schon mit einer pfeffrigen Schärfe im Abgang. Im Glasschälchen sind, soweit man das mit dem bloßen Auge abschätzen kann, auch mehr Härchen - diese sind trotz einem außerordentlich feinen Sieb in beiden Tees vorhanden! ♂ Etwas heller, aber "dunkler" Geschmack, schmeckt so wie er riecht: nach feuchtem, reichhaltigem, intensivem Schokoladenkuchen, sahnig, cremig. 2. Aufguss (25sek): ♀ Feuchtes Blattgut von einem helleren Braun und nimmt aufgrund der feineren Blätter weniger Raum im Gaiwan ein. Geschmack vertieft sich, wird vollmundiger, Zitrusfrüchte, Maracuja, etwas Mango (?) sowie Kakao, untermalt von einer leichten Schärfe. ♂ Ein bisschen wie dunkle Schokolade mit Orange. Wunderbares Mundgefühl, sahnig, tief und weich. 3. Aufguss (40sek): siehe Bilder im Anhang! ♀ Erinnert sehr an Spekulatius und Printen. ♂ Weiterhin cremig und schokoladig mit leichtem Zitrusfruchtaromen im Hintergrund - oder vielleicht vermischen sich auch die Tees trotz zwischenzeitlichem wiederholtem palate-cleansing? Beide haben einen schönen Nachgeschmack. Die Farbe der jeweiligen Aufgüsse ist von einem schönen, tief-leuchtenden Karamell-und-Honig-Farbton. 4. Aufguss (55sek): ♀ Im Duft florale Noten. ♂ Sahne- und Honig-Noten. Ich habe von beiden Balhyocha diesmal 7 Aufgüsse zubereitet. Die letzten beiden wurden tw. zusammen in einen Yunomi von hinreichender Größe zusammengegeben, auch lecker! Nach dem Aufguss/ Nasses Blattgut: Jeong Jae Yeun ist auch als "Großmutter Hwangcha" bekannt wegen ihrer anerkannten Geschicklichkeit bei der Teeproduktion und v.a. auch weil sie im Gegensatz zu ihren Kollegen auch die ganz frühen Ernten zu Hwangcha/Balhyocha verarbeitet. Diese zarten, frühgeernteten Blätter werden sonst in Korea überwiegend zu Grüntee verarbeitet. Gerade auch dem nassen Blattgut merkt man an, dass der eine Tee aus den ganz frühen Ernten besteht, der andere dagegen aus Blättern die später im Jahr gepflückt wurden: ♀ Seidenweiche, zarte und dünne Blättchen, denen man ihre Jugend bei der Ernte ansieht. Sie sind flexibel, nachgiebig und lassen sich leicht ausbreiten, von der Farbe her etwas heller als das Blattgut. Fasst man mit dem Finger in das feuchte Blattgut, so fühlt es ♂ Beim Versuch einige der langen, in sich gefalteten und gedrehten Blätter auszubreiten sind mir mehrere trotz behutsamen Vorgehens gerissen. Fasst man in die feuchten Blätter so fühlt es sich steifer an, weniger nachgiebig, auch etwas rauer, "kratziger". Die Blätter erscheinen dicker und größer und lassen sich nicht leicht ausbreiten, beharren sozusagen störrisch auf ihre Form. Knitterfalten bleiben Die Stängel sind steifer, weniger flexibel und auch kommt es mir so vor als wären mehr Blattstängel enthalten - es kann auch sein, dass sie wegen ihrer Steifigkeit leichter abbrechen und so mehr vereinzelt wahrzunehmen sind. Ich glaube nicht, dass es auf den Bildern gut herüberkommt, aber die Haptik ist sehr unterschiedlich. Es sollte betont werden, dass es sehr schwierig ist die Haptik und das generelle Erscheinungsbild zu beschreiben ohne dass das Vokabular perjorativ wirkt. Dies bitte ich zu berücksichtigen, denn auch wenn das Blattgut von unterschiedlichen Erntezeitpunkten stammt und dies sicher zu Geschmack und Aroma beigetragen hat, so kann man bei diesen Tees nicht sagen, dass derjenige mit Blattgut aus späteren Ernten schlechter ist - nur eben anders. Generell finde ich, dass die späteren Ernten bei koreanischen Tees nicht automatisch schlechter oder minderwertiger sind. Natürlich sind die früheren Ernten, Ujeon und Sejak, toll und ich mag sie sehr, aber die späteren Ernten haben einen ganz eigenen, angenehmen Geschmack. Das, muss ich sagen, empfinde ich z.B. bei japanischen Tees anders. Blätter nach dem 5. Aufguss: Fazit: Ich hatte beide Teesorten schon öfters und beide sind sehr gutmütig und flexibel in Hinblick auf Dosierung und entwickeln dabei keinerlei Bitterkeit oder Adstringenz - und dies meiner bisherigen Erfahrung nach unabhängig von Temperatur und Ziehzeit. Die hier vorgestellten Ziehzeiten können leicht nach Belieben variiert werden; sonst gehe ich nach Gefühl vor, aber der besseren Vergleichbarkeit wegen sind diese Werte benutzt worden. Da sich die Einwaage wie Ziehzeit auch nach der Größe der einzelnen Blätter richtet ist die anfangs intensivere Färbung des ♀-Balhyochaaufgusses auch mit auf die größere Oberfläche bei gleicher Teemenge zurückzuführen. Bezugsquelle: http://what-cha.com/brands/Korea.html - beide allerdings schon ausverkauft. Bilder: Obacht! Auf dem Bild mit dem trockenen Blattgut ist links der ♂ = Kim Jong Yeol Balhyocha 2014, ansonsten findet man diesen stets rechter Hand!! Es wurde nicht alles übertragen, sorry. Es sollte heißen: "Fasst man mit dem Finger in das feuchte Blattgut, so fühlt es sich entsprechend "sanfter" an."
  10. Jeong Jae Yeun's Balhyocha 2014

    Korea Jeong Jae Yeun's Hwangcha 2014 - Balhyocha Tea: Dieser Tee stammt von der berühmten Jeong Jae Yeun, einer respektierten und erfahrenen Teemeisterin aus den Jirisan-Bergen. In diesen Bergen nahm die koreanische Teekultur ihren Anfang und hier werden auch heute noch exzellente Tees angebaut. Es gibt entsprechend eine Anzahl von Teeproduzenten dort, welche aber häufig nur geringe Mengen herstellen und oftmals wird der Tee nur lokal konsumiert und gelangt somit kaum in den Handel, schon gar nicht in den Export. Die (besseren) Tees werden gelegentlich mit wandernden Mönchen und Nonnen geteilt, auf diese Weise soll sich auch Jeong Jae Yeuns Ruhm verbreitet haben. Der besprochene Tee stammt aus Hwagae, Hadong-gun, Gyeongsangnam-do, Südkorea. Dieser Tee ist komplett in Handarbeit hergestellt und stammt von wilden und/oder halb-wilden Teebüschen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teeproduzenten widmet sich Jeong Jae Yeun vollständig der Balhyocha-Herstellung - deswegen wird die mittlerweile auch schon ältere Dame oft "Großmutter Hwangcha" genannt - und nutzt dafür auch die ganz frühen Ernten, die sonst fast immer zu grünem Tee verarbeitet werden. Der Tee stammt von What-Cha.com und ist leider mittlerweile ausverkauft. Ich weiß auch nicht mehr, was ich dafür bezahlt habe. Balhyocha ist meist in etwas höheren Preisregionen angesiedelt. http://what-cha.com/retired-tea/korea-jeong-jae-yeuns-hwangcha-2014-balhyocha-tea/ Durch Glück und Zufall und durch die Großzügigkeit und Freundlichkeit mancher Menschen habe ich doch einige rare und wundervolle Tees zum Probieren bekommen, praktisch jeder einzelne davon hätte eine ausführliche Beschreibung und Vorstellung im Forum verdient gehabt. Aber wenn die Tees so limitiert und nicht käuflich zu erwerben sind finde ich es unpassend und unfair, diese detailliert im Forum vorzustellen, da andere nicht daran partizipieren können. Ich habe erst (zu) spät gesehen, dass der Balhyocha von Jeong Jae Yeun aus 2014 nicht mehr erhältlich ist. Trotzdem habe ich mich in diesem Fall aber dafür entschieden, den Tee quasi online zu verkosten, da es ggf. auch andere Quellen dafür gibt und möglicherweise ja auch der diesjährige Balhyocha in das Sortiment von What-Cha aufgenommen wird (was ich doch sehr hoffe!). Es gibt, das sei noch erwähnt, einen anderen Balhyocha noch im Shop, aber ich bin noch nicht dazugekommen, diesen intensiver zu probieren (folgt ggf. noch in kürzerer Form). Meinem Eindruck zufolge werden in den letzten Jahren Balhyocha etwas zugänglicher. Hinweise zur Zubereitung: Ich finde es immer wieder interessant, wenn gewisse bekannte Blogger Teearten - in diesem Fall eben Balhyocha generell - zwar verkosten, aber sich über die Parameter in Schweigen hüllen. Durchaus auch entgegen ihrer sonstigen Gepflogenheiten! Man fragt sich, warum. Befürchten sie "festgenagelt" zu werden? Beim Lesen mancher Kommentare kam ich wegen der vagen Worte oder dem hartnäckigen Schweigen schon etwas ins Grübeln. Meinen - noch recht übersichtlichen - eigenen Erfahrungen zufolge setzt sich die Vielschichtigkeit und die fast schon beharrliche Weigerung dieser Teeklasse sich in Kategorien einzufügen auch bei der Zubereitung fort. Balhyocha verträgt sehr heißes Wasser, wird aber auch manchmal mit eher kaltem Wasser (wie Grüntee) zubereitet. Auch die Ziehzeiten sind freizügig, von kurz bis lang hat dieser Balhyocha bislang alles mitgemacht und dabei wiederholt mit Überraschungen aufgewartet. Der Geschmack ist ebenso wandelbar und kann je nach Veränderung der Variablen sich erheblich verschieben. Vielleicht ungünstig für diejenigen Teetrinker, die einen verlässlichen, sich in der Tasse konstant darstellenden Tee wünschen. Für andere mag diese Wandelbarkeit einen besonderen reizvollen Aspekt darstellen. >>> Diese spezifische Verkostung beruht auf eine Teesession bei der ich ggf. leicht physiologisch eingeschränkt war. Dies bitte ich zu berücksichtigen. <<< Die Katzenfigur stammt aus Korea und dient in Tempeln als Schutztier. Ich habe (noch, muss man wohl sagen) verschiedene Stücke aus Korea, Verwandtschaft lebte länger dort. Vorbereitungen: Das Übliche, vorwärmen des Geschirrs. Das Waschen habe ich mir erspart, den Tee aber durch behutsames Angießen, gefolgt von sofortigem Abgießen ein wenig "geweckt". Blattgut: Zierlicher als viele andere Balhyocha, finde ich. Lange und dünne Blätter, grazil in sich gedreht. Dunkle, fast schwarze matte Farbe mit stellenweise helleren Anteilen. Aroma - trockenes Blatt: Sehr komplex und würzig! Bourbon-Vanilla, dunkler Kakao, Kekse, Heublumen, malzig, holzig, sahnig, kompliziert fruchtige Noten nach getrockneten Cranberries, geröstete Mandeln, kandierte Zitrusfrüchte. Dazu einen Hauch Gewürze, leicht zimtig oder wie eine Mischung von Lebkuchengewürzen sowie eine Spur Bdellium und Dammar u.a. Es ist nicht einfach, diesen Duft zu beschreiben, aber es riecht sehr, sehr gut. Erinnert teilweise auch etwas an Oriental Beauty, Muscatel, Jin Jun Mei sowie entfernt vom Duft her an einen Aufguss von sehr gutem, sahnigem Shu und gealtertem Weißtee. So meine Assoziationen, man erkennt schon, dass dies ein ganz eigenständiger Tee von einer ausgeprägten Individualität ist. Aroma - in der warmen Kanne: Intensiviert, vordergründig eine zusätzliche frische Komponente nach Orangenblüten, frisch gesägtem Nadelholz. Etwas kampferartig. Dosierung: 5.5g auf ~100 bis 120ml; verwendet wurde ein koreanisches Celadon-Teeset. Wasser: Lauretana. Temperatur geschätzt jeweils ca. 90 bis 95°C. Ziehzeiten: Ich bin intuitiv vorgegangen und mehr nach der Aufgussfarbe. So wurden meine ersten Aufgüsse dieses Mal sehr schnell abgegossen. 1. Aufguss (~10sek geschätzt, vgl. Bild unten): Das Wasser nimmt sofort eine intensive Farbe an, der erste Aufguss ist von einem schönen Bernsteingelb. Zitrus und dunkle Schokolade. Im lang anhaltenden Nachgeschmack Pomeranze, fast schon mit einer gewissen Schärfe. 2. Aufguss (~15sek): Eine fröhliche Tasse. Leuchtend ist auch der Geschmack, der Nachgeschmack leicht medizinisch, etwas wie Kampfer. Hm. Aber nicht schlecht. Dunkle Schokolade, Orange und Maracuja. Die in sich gedrehten Blätter öffnen sich nur zögerlich. 3. Aufguss (30sek): Eine Vertiefung der Farbe hin zum Orangen. Eine wundervolle Sahnigkeit zeichnete diesen Aufguss aus, wo die so plötzlich herkam? Cashew und Papaya (!?) und immer wieder eine changierende Zitrusnote. Die nassen Blätter haben die Farbe von Milchschokolade. Ganz leicht legen sich Tannine um die Zunge. 4. Aufguss (70sek): Cognacfarbe. Seit dem 3. Aufguss komme ich ordentlich ins Schwitzen. Die Cremigkeit verbunden mit einer fast schon dazu unpassenden, paraodoxen Spritzigkeit finde ich faszinierend. 5. Aufguss (100sek): Noch etwas dunkler. Kakao, etwas Tannenhonig, Vanille. Keine Adstringenz u/o Bitterkeit im eigentlichen Sinne, aber Tannine, die aber gefühlt, nicht erschmeckt, werden. Sehr schön rund. 6. Aufguss (3min): Im Sieb hat sich übrigens eine recht ordentliche Schicht Härchen abgesetzt, junge Blätter bzw. Knospen eben! Weich und rund, im Nachgeschmack leichte Schärfe und ggf. eine gewisse metallisch anmutende Note. Aber niemals bitter! 7. Aufguss (7min, vgl. Bild unten): Diese Ausdauer überrascht mich doch, der Tee ist noch nicht am Ende. Ich beschließe, einen Kaltaufguss aus den nassen Blättern zu machen. Irgendwo habe ich davon gelesen: kaltes Wasser und über Nacht... oder zumindest sehr lange. Mal sehen, was herauskommt. Nach dem Aufguss/ Nasses Blattgut: Fazit: Balhyocha macht einfach Spaß. Über die Wandelbarkeit und Vielschichtigkeit schrieb ich schon. Sollte ich diesen Balhyocha beschreiben, so würde ich in als fröhlichen Tee bezeichnen, ein Tee, der in der Tasse tanzt. Er entzieht sich einer Klassifizierung und ist zu vielschichtig, zu wandelbar (aber im positiven Sinne!). Ein Exzentriker. Hochgerechnet ist die Dosierung gar nicht mal hoch, dafür finde ich die lange Ausdauer und die vorhandene Sahnigkeit überraschend und über die erzielte Gesamtmenge an Tee kann man sich eigentlich nicht beschweren. Unbedingt mit Dosierung, Temperatur und Ziehzeiten spielen! Links: Im Rahmen meiner (noch andauernden) Recherchen haben sich auch viele Links angesammelt. Dieser spezifischer Tee und/oder andere Balhyocha von Jeong Jae Yeun werden auf diversen Seiten und Blogs besprochen, so z.B. bei TeaDB, Cwyn's Death By Tea, MarshallN, Mattcha u.v.m. Googelt selbst Geht es um koreanischen Tee darf natürlich auch nicht Morning Crane Tea fehlen. Bilder: P.S.: Ich fand es dann doch etwas zu viel für einen Beitrag, deswegen habe ich den allgemeinen Teil doch gesondert eingestellt. Findet man hier: http://www.teetalk.de/topic/4885-koreanischer-balhyocha-bzw-hwangcha/#entry60099
  11. Koreanischer Balhyocha bzw. Hwangcha

    Koreanischer Balhyocha - eine kleine Einführung: Ich möchte zum einen hier eine besondere Teesorte, den koreanischen Balhyocha, vorstellen und dann im Anschluss einen Vertreter dieser Sorte verkosten und näher beschreiben. Dieser Text stellt für mich eine vorläufige und stark gekürzte Fassung dar, wird später ggf. auch hier im Forum ergänzt. Koreanischer Balhyocha lässt sich eigentlich nicht in eine Kategorie des uns geläufigen Systems aus Tees von weiß über gelb, grün, blau (Oolong), rot (westlicher "schwarzer" Tee) zu schwarz (postfermentiert) einordnen. Sowohl von der Herstellung als auch vom Geschmack her ist er eigenständig. Händler sortieren diesen Tee daher unter verschiedenen Kategorien ein, oft unter Schwarztee (i.S.v. Hongcha). Viele Blogger gehen meist ähnlich vor. Es gibt keine standardisierte Herstellungsmethode von Balhyocha und der genaue Ablauf ist oft im hohen Maße intuitiv und variabel, u.a. auch den aktuellen Witterungsbedingungen und der spezifischen Lage unterworfen, sowie den individuellen Präferenzen der verarbeitenden Teemeister. Oft findet man die Balhyocha-Produktion so zusammengefasst: Withering -> Rolling -> Heaping -> Drying. Allerdings wird zum einen manchmal unter "Heaping" leicht Unterschiedliches verstanden und zum anderen ist wie erwähnt der gesamte Herstellungsprozess oft ziemlich variabel. Wegen gewisser Parallelen zur Herstellung von chinesischem Gelben Tee sowie der oft gelben Aufgussfarbe* wird Balhyocha manchmal auch als Hwangcha, gelber Tee, bezeichnet, wobei nicht jeder Balhyocha automatisch Hwangcha ist und Balhyocha ist aber eben nicht identisch mit dem chinesischen Gelben Tee. Zu diesem Punkt - Balhyocha vs. Hwangcha - findet man sehr viele unterschiedliche Aussagen, die sich z.T. auch etwas widersprechen. Die Bezeichnung Hwangcha scheint auch seltener zu werden, man kommt stellenweise etwas davon ab, nicht zuletzt auch wegen der damit verbundenen Verwirrung. Ich werde nicht weiter auf diese Details hier eingehen und belasse es im Folgenden bei Balhyocha. *Wobei die meisten Balhyocha, die ich selbst getrunken oder gesehen habe, oft dunkler waren im Aufguss, teilweise sehr dunkel. Man darf allerdings nicht vergessen, dass der Oxidationsgrad bei Balhyocha sehr variabel ist, und dieser schlägt sich natürlich auch in der Aufgussfarbe nieder. Ich habe versucht, die Einteilungen und verschiedenen Bezeichnungen zu Tee im Koreanischen zusammenzufassen, was nicht so ganz einfach war. Nach einiger Recherche und Nachfrage also: Bul bal hyo cha (불 발효차) - nicht-/unoxidierter/fermentierter Tee, wie z.B. Nokcha, grüner Tee. Meist findet sich die Übersetzung mit "fermentiert", es ist allerdings eine Oxidation gemeint. Das alte, leidige Dilemma also. Bal hyo cha (발효차) - generischer (Ober-)Begriff für "oxidierte" Tees. Bu bun bal hyo cha (부분발효차) - teilweise oxidierter Tee, Oxidationsgrad <15%. Bakcha, koreanischer weißer Tee, fällt den meisten Quellen zufolge in diese Kategorie. Ban bal hyo cha (반 발효차) - halb-oxidierter Tee, meist um 60%. Wan jeon bal hyo cha (완전발효차) - "perfekter, vollständiger Balhyocha"; entspricht Hong Cha, Oxidationsgrad >/= 85%. Hu bal hyo cha (후발효차) - fermentierter, dunkler Tee, wie Heukcha (흑차). Pu wird im Koreanischen übrigens als Boi (보이) bezeichnet. Der Oxidationsgrad von Balhyocha kann irgendwo zwischen 15 und 100% liegen, soweit ich herausfinden konnte liegen die meisten Tees zwischen 70 und 90%. Die Bezeichnung "Paryocha" beruht lediglich auf einer anderen Lateinisierung von발효차, meint also dasselbe. Übersicht der Balhyocha-Herstellung und Beschreibung der einzelnen Vorgänge: 1. Withering/ Welken: dies geschieht entweder in der Sonne oder im Schatten; manchmal wird auch beides kombiniert. 2. Rolling & Shaping &/ Rollen & Formen: der Tee wird auf einer Fasermatte gerollt. Dabei liegt die aufgewendete Kraft und der auf das Blattmaterial ausgeübte Druck zwischen dem von grünem Tee und roten/schwarzen Tee. Es findet eine leichte (An-)Oxidation statt, aber dadurch, dass die Blattzellen nicht so stark aufgebrochen werden wie bei schwarzen/roten Tee und durch die andersartige Reaktionszeit ist diese nicht vollständig. 3. Drying/ Trocknen: hierzu wird der Tee auf einen von unten beheizten Fußboden, den sogenannten Ondal (은돌) gelegt und getrocknet. Der Ondal ist eine typische Ausstattung vieler koreanischer Häuser. Manche Teemeister erhöhen die Temperatur in den letzten Stunden der Trocknung, andere unterziehen den Tee zusätzlich einer leichten Röstung. Manchmal wird auch mittels sehr intensiver Sonneneinstrahlung getrocknet. Das o.g. Heaping würde auch hierunter fallen. Optional 4. Storage/ Lagerung: Es kann sich noch eine Lagerung in Onggi (옹기) anschließen; Tongefässen aus einem eisenhaltigen, porösen Ton, welche zur Produktion verschiedener fermentierter Lebensmittel, wie z.B. Kimchi, benutzt werden. Die Dauer liegt dann meist um 100 Tage und dient der Vertiefung des Geschmacks. Einsatz und Verwendung von Ondal und Onggi bei der Teeproduktion machen diese Tees typisch koreanisch. Meist werden Jungjak-Blätter (중작) verwendet, junge Blätter, je nach Einteilung (s.u.) auch noch mit Knospen. Seltener werden Ujeon oder Sejak benutzt, da diese zumeist zu grünem Tee, Nokcha (녹차), verarbeitet werden. Hier noch einmal die koreanische Einteilung der Blattgrade und der Erntezeitpunkt in Übersicht: Die Einteilung folgt einer in ganz Ostasien gebräuchlichen lunisolaren Kalendereinteilung mit 24, jeweils ungefähr zweiwöchigen, saisonalen Einteilungen; eine Übersicht findet man zusätzlich hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Solar_term Der Suffix "-jak" leitet sich von der Hanja-Bezeichnung (sozusagen das koreanische Pendant zu den japanischen Kanji, beruht auf chinesische Schriftzeichen) für Schwalbe ab, daher auch diverse Namen, die swallow's tongue usw. beinhalten. Ujeon (우전) – “wu/woo” = Regen, “jeon” = vorher, bevor Der Name bezieht sich auf den Zeitpunkt der Pflückung, welches vor dem ersten Regen (Gogu/ Gokwoo, 곡우) im Frühling stattfindet, ca. 20./21. April. Gokwoo ist der 6. Abschnitt der lunisolaren Jahreseinteilung und reicht vom 20./21. April bis ca. 5. Mai. Die Bezeichnung bedeutet "Saat-Regen". Die Bezeichnung Ujeon ist zumeist der allerersten Pflückung und nur aus feinsten Knospen bestehend vorbehalten. Eigentlich eine Art Sonderklasse des Sejak. Sejak (세작) – “se” = klein, dünn Die Pflückung erfolgt während Gokwoo, bis hin zum Beginn von Ibha. Sejak entspricht ungefähr First Flush, Knospe und zwei junge Blätter werden geerntet. Ibha, 입하, Frühling bzw. Beginn des Sommers. Ibha reicht als 7. Abschnitt ca. vom 6. Mai bis ca. 20. Mai. Jungjak (중작) – “jung” = mittel, dazwischen Keine Knospen mehr, sondern junge Blätter. Natürlich hängt es auch von der jeweiligen Witterung ab und der jeweiligen Wachstumsgeschwindigkeit des Tees ab, die Ernte der einzelnen Blattgrade kann selbstverständlich auch früher oder später beginnen und enden. Wie so oft sind auch die Bezeichnungen teils nicht streng definiert. Ernte während Ibha bis hin zu Soman, 소만, welches den 8. Abschnitt bezeichnet und vom 21. Mai bis ca. 6. Juni dauert. Daejak (대작) – “dae” = groß Ernte während des gesamten Sommers (haji), bestehend aus voll entwickelten Blättern. Die Ernte erfolgt, wo dies möglich ist, oft maschinell. Dann können auch kleinere Zweige enthalten sein. Haji, 하지, der 10. (!) Abschnitt (Mittsommer) reicht bis in den Juli hinein; davor findet sich Mangjong, 망종, ca. 6. bis 21. Juni. Dies ist die Periode in dem das Korn Ähren ausbildet. Hier: http://www.teetalk.de/topic/4884-jeong-jae-yeuns-balhyocha-2014/#entry60098 findet man den Verkostungsbericht. Ich fand es doch etwas viel und habe mich daher entschlossen, dies mehr als allgemeine Einführung ins Thema gesondert ins Forum zu stellen und habe so auch etwas das Dilemma umgangen, in welches Unterforum ich diesen eigenwilligen Tee ich einordnen soll. Ich hoffe, es ist OK, wenn ich mich für zwei verschiedene Kategorien entschieden habe
  12. Aus gegebenem Anlass - und ich bin ja, soweit ich mitbekommen habe, nicht der Einzige hier im Forum der sich für Tee aus Korea interessiert und sich damit näher beschäftigt - möchte ich hiermit einen Thread eröffnen, in dem diese Tees diskutiert werden können Gerade auch was Parameter und Co. angehen. Auf der Seite von pu-erh.sk findet man z.B. diese Einführung, die vielleicht von Nutzen sein kann wenn es um die Termini technici in Koreanisch geht: http://pu-erh.sk/fragrance-of-korean-organic-hand-made-green-tea-1241 Natürlich gibt es viele andere Seiten, die ich von Nutzem fand, aber das würde u.U. doch hier zu weit führen. Soll ja keine reine Linksammlung werden Ich fange mal mit meinen - noch bescheidenen - Erfahrungen mit woojeon-Grüntees an und beziehe mich auf Tees, die ich so ungefähr im letzten halben/dreiviertel (?) Jahr hatte: bei den halbwilden Tees sind die jüngsten, noch nicht ausgeformten Blätter deutlich heller als die etwas größeren Exemplare, das Aussehen der Blätter unterliegt auch eigenen Klassifizierungen. Der Tee wird von der Form her auch ungezähmt. Die Farbe des trockenen Blattguts erinnert ein bisschen an Kamairicha. Bei gutem, frisch und sorgfältig abgepacktem Tee nahm ich beim Öffnen der Tüte diesen an Sake oder hellem Wein erinnenden Duft war, den ich bei ganz frischen chinesischen Grüntees auch vorfand. Von der Zubereitung her bin ich sehr oft eher intuitiv vorgegangen oder sonst ein bisschen so wie beim Gyokuro, nur mit wesentlich weniger Tee-Einwaage. Man findet oft eher generische Angaben wie 2 bis 3g auf 180ml und 70 bis 80°C; bei mir sind es eher 2.5 bis 3.5g/100ml. Beim ersten Aufguss habe ich meist ca. 60°C warmes Wasser genutzt, 60 bis 90sec. Interessant ist eine frische, an Zitrusfrüchte erinnernde Note im Geschmack, die angenehm erfrischend ist, trotzdem hatte der Tee einen guten Körper und war schön voll. Interessanterweise wiesen die Tees sowohl chinesische als auch japanische Charakteristika auf, blieben aber dabei ganz eigenständig. Ich möchte nicht "typisch koreanisch" schreiben, da ich der Meinung bin, man braucht dafür mehr Erfahrung. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ich explizit hier nicht Tees wie der Seogwang von TG meine (den "normalen" Seogwang fand ich damals gut, den Seogwang Sencha allerdings eher nicht so, v.a. nicht zu dem Preis - ist nur meine Meinung, heißt nicht, dass der Tee schlecht ist). Aber jene Tees scheinen eher an die japanischen Anbau- und Verarbeitungsmethoden angelehnt zu sein, wenn ich mich recht erinnere.
  13. Hallo Teetalk, hab neulich im Rahmen meiner Matcha-Geburt die faszinierende Welt der japanischen (Sabi und-)Wabi-Teekeramik entdeckt und mich gefragt wie es hier wohl so ausschaut? Hab zwar immer mal wieder im Vorübergehen eine(n?) schönen Chawan gesehen, aber scheinbar gibt es keine zentrale Sammelstelle. Also bitte - habt ihr sowas? Oder schwärmt ihr für ein solches Teil? Wenn ja dann wäre es schön wenn man hier ein bisschen sammeln könnte. Und auch - was haltet ihr davon? Ist das Geldverschwendung, Augenwischerei, moderne Kunst? Ich muss ja sagen dass ich bisher damit nichts anfangen konnte, aber wenn man sich dann mal ein bisschen Zeit nimmt und sich mit den Details beschäftigt, dann ist es wie so oft - da tun sich Welten auf. Und grad weil dieses Universum so völlig eigenen Regeln folgt, finde ich es überaus erfrischend und faszienierend. Mir scheint dass das auch der Stil ist der Novak, Berov und deren Kollegen inspiriert hat, Kunstkenner bitte korrigieren falls ich da jetzt was ganz fies falsches gesagt hab Nunja, zur Tat! Mangels eigenen Besitzes stell ich hier mal drei Sachen vor, die mich besonders begeistert haben: Die anderorts schon erwähnte Schleichfahrt-Kanne. http://www.ebay.fr/itm/o4143-JPN-Blue-HAGI-SEIGAN-Special-Pinch-work-Teapot-/220709267924 Hier hat der Töpfer die gleiche Kanne gemacht, nur war da sein LSD-trip schon abgeklungen. http://www.ebay.fr/itm/o5063-Japanese-Blue-Hagi-ware-the-SEIGAN-blue-Large-KYUSU-teapot-/370633630486 Und eine andere Linie ist ja die Zuckerguss-Linie: Grob geformte Objekte mit superdicker weißer Glasur - das ist ja dann richtig abgefahren: http://www.ebay.fr/itm/c1877-JPN-Hagi-ware-SEIGAN-Tea-Bowl-with-Notched-Foot-ONI-HAGI-type-/221245861685
  14. Berlin - Shikgoo

    Shikgoo Tegelerstr. 27 13353 Berlin http://www.shikgoo.de Der Südosten des Wedding entwickelt sich langsam zum Korea-Kiez. Früher musste man entsprechende Restaurants mit der Lupe suchen und heute gibt es (mind.) vier davon, jeweils nur wenige Fußminuten voneinander entfernt. Das Shikgoo gehört sicherlich zu den besten. Außerdem hat es - was uns natürlich besonders interessiert - ein mehr als passables Angebot an losen Tees, was keineswegs selbstverständlich ist. Von außen hat sich das Shikgoo, das sich selbst als "koreanisches Bistro" bezeichnet, lange nicht eindeutig als Restaurant zu erkennen gegeben. Kaum ein Schild oder eine Karte informierten darüber, was dort im Souterrain für Leckerbissen zubereitet werden. Das hat sich aber nun geändert. Drinnen ist es urgemütlich, die Einrichtung besteht vorwiegend aus Holz. Bevor man das kleine "Esszimmer" betritt, um sich stilecht an die niedrigen Tische auf den Boden zu hocken, müssen die Schuhe ausgezogen werden. Direkt daneben gibt es noch einen kleinen Shop mit koreanischen (Alltags-)Spezialitäten. Bedient wurden wir von einem gar nicht so koreanischen Österreicher, der uns aber fachkundig alles erklären konnte. Die Speisekarte unterschied sich kaum von der anderer Koreaner, auffällig war aber die große Auswahl an Suppen. Um es kurz zu machen und zu den wichtigeren Dingen zu kommen: Es war sehr lecker! Gleich beim Durchblättern der Karte blieb ich natürlich beim Teeangebot hängen. Es gab diverse Grünteesorten, Oolongs, Weißen Tee, Pu-Erh und einen "wilden Tee" aus Südkorea. Auf der Tafel an der Bar waren nochmals einige Sorten angeschlagen, sodass insgesamt etwa ein Dutzend Tees zur Auswahl standen. Für ein Restaurant dieser Größe mehr als beachtlich. Ausgewählte Tees konnten auch käuflich erworben werden. Der Tee wird fertig zubereitet an den Tisch gebracht. Ein direkter Einfluss auf die Ziehzeit ist somit nicht möglich. Auf Wunsch werden weitere Aufgüsse angeboten, wobei jeder davon einen Euro kostet. Es bleibt zu hoffen, dass die Teeauswahl gut angenommen wird, denn im Wedding sind Anlaufstellen für guten Tee nach wie vor rar.
  15. Koreanischer Teepilz

    Vom Album Teaware, misc.

    Die Bestandteile: Untertasse, Becher, Keramiksieb, Deckel

    © Jinx

  16. Koreanische Teepilze

    Vom Album Teaware, misc.

    © Jinx

  17. Koreanischer Teepilz

    Vom Album Teaware, misc.

    Detail der Seladon-Krakelee-Glasur

    © Jinx

  18. Koreanische Teepilze

    Vom Album Teaware, misc.

    Seladon, weiß, mit Krakelee.

    © Jinx

  19. matchmaking

    Vom Album Oolong Teaware

    Die erfolgreiche Verpartnerung eines einsamen koreanischen Teebechers mit einem chinesischen Seladon-Gaiwan.

    © Jinx

  20. Yusamashi

    Vom Album Grüntee - Teaware

    Yusamashi, Typ koreanisch, von Alexandre Leroux

    © Jinx

  21. Hallo, ich suche verzweifelt ein solches Gefäß. Diese pilzartigen Tassen finde ich enorm schön und enorm praktisch, aber irgendwas ist immer. Entweder mir gefällt das Design nicht (ich habs gern schlicht), oder sie liefern nicht nach Deutschland oder sie akzeptieren kein PayPal. Weiß jemand zufällig, wo ich so etwas bekommen kann? Viele Grüße Anne