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  1. seika

    Tee aus Uji und Yame

    Vom Album お茶 Tee

    obere Reihe v.l.n.r.: Mecha Tamashizuku (Marukyū-koyamaen) 2x Sencha Komakage (Ryūōen) Sencha Zuiun (Ryūōen) Sencha Asahi (Ryūōen) Mizudashi Sencha Ryōsen (Ryūōen) untere Reihe v.l.n.r: Sencha Teki-Teki (Marukyū-koyamaen) 2 x Karigane Hōji-cha Kōetsu (Ryūōen) Gyokuro Seiun (Ryūōen) 2 x Hinpyōkai-gentei Sencha (Miryokuen)

    © seika

  2. Hōjicha fristen (bei mir zumindest) neben ihren Gruentee-Bruedern und Schwestern oft ein Schattedasein. Eigentlich zu unrecht, wie der Karigane Hōjicha Kōetsu von Ryūōen beweist. Neben ein paar Worten zu diesem wirklich aussergewoehnlich guten Tee, moechte ich auch etwas zu den verwendeten Utensilien erzaehlen. Fuer den Kōetsu habe ich eine Kyusu aus Porzellan von Yazaemon-gama und einen Becher aus Steinzeug von Maruo-yaki ausgewaehlt. Porzellan trifft auf Steinzeug, kann das gutgehen? Ich meine ja. Denn wie heisst es so schoen, Gegensaetze ziehen sich an und Gemeinsamkeiten verbinden. Zu erst aber ein paar Worte zum Tee, den diese hat er mehr als verdient. Der Kōetsu besteht zum Grossteil aus Stengeln, die, wie der Name vermuten laesst, aus der Premium Sencha und/oder Gyokuro-Produktion stammen. Die trockenen Blaetter verstroemen intensive wuerzige Roestaromen, die sich nach dem Aufgiessen mit kochend heissem Wasser im ganzen Zimmer ausbreiten. Erinnert von der Intensitaet her fast ein wenig an frisch gebruehten Kaffee. Die Bernsteinfarbe des Tees harmoniert meiner Meinung nach sehr schoen mit der des Bechers. Im Mund zeigt er dann, warum Karigane drauf steht; anders, als die wuerzigen Roestaromen es vielleicht vermuten lassen, schmeckt er doch eher mild ohne aber dabei zu flach zu sein. Gepaart wird das Ganze mit einer Suesse im Abgang. An sich bin ich kein Freund von Superlativen, und ob es der beste Hōjicha ist, den ich je getrunken habe, mag ich nicht beurteilen. Dieser Tee hat mich aber absolut begeistert. Daran werden sich kuenftig andere Hōjicha messen lassen meussen. Und die Latte liegt verdammt hoch. Ein paar kuze Infos zur Zubereitung noch: 1. Aufguss: 2,5g auf 150ml 90℃ und 30sek. 2. Aufguss 90℃ und 1min So, nun aber zurueck zu den verwendeten Keramiken. Einen Reiz dieser Kombination machen fuer mich die aus den Materialien resultierende unterschiedliche Optik und Haptik aus: das kuehle glatte weisse Porzellan der Kyusu und das warme rauhe erdenfarbene Steinzeug. Hier zeigt sich aber bereits eine gestalterische Gemeinsamkeit, naemlich die Verwendung unterschiedlicher Glasuren, so ist der Deckel der Kyusu mit einer metallisch schimmernden Glasur ueberzogen, die sich samtig anfaesst. Beim Maruo Becher fand dieses Design-Element ebenfalls Anwendung: im Inneren und ein paar Zentimeter ueber den Rand fuehlt sich die Glasur glatt an, ist aber bei genauerem Betrachten poroeser als die des Porzellans. Der untere Teil des Beschers hingegen ist in einer rauhen Glasur gehalten, die sich wie Schmirgelpapier anfuehlt. Des weiteren sind zur Verziehrung bei beiden Linien eingeritzt worden. Auch in der Formsprache lassen sich Aehnlichkeiten finden. Daneben gibt es aber auch eine nicht-sichtbare tiefergehende Verbindung. Beide kommen naemlich aus Amakusa, genauer gesagt ihr Ausgangsmaterial. Sowohl das Kaolin als auch die von Maruo verwendete rote Erde kommen von der Insel. Seit gut hundert Jahren wird fuer Arita Porzellan hauptsaechlich Kaolin aus Amakusa verwendet. Begruendet ist dies einmal darin, dass die Kaolin-Vorkommen in Arita nahezu erschoepft sind, und eine Foerderung nicht mehr oekonomisch ist. Trotzdem wird fuer Prestigeprojekte auch weiterhin Kaolin aus Arita verwendet. In der fast 400 jaehrigen Geschichte der Porzellanherstellung Aritas wurde sprichwoertlich ein ganzer Berg zu Tellern und Tassen verarbeitet. Ein weiterer Grund ist, dass das Kaolin aus Amakusa von hoeherer Qualitaet (reiner) ist, was einen weisseren Scherben zur Folge hat. Trotz der modernen Designs koennen beide Manufakturen uebrigens auf eine ueber hundertjaehrige Historie zurueckblicken. Yazaemon-gama wurde 1804 in Arita (Saga Praefektur) gegruendet, und Maruo-yaki 1845 in Maruo-gaoka auf Amakusa (Kumamoto Praefektur). Zum Abschluss noch ein Blick auf die nassen Blaetter
  3. seika

    Ryūōen Shincha Dosen

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  4. Nachdem ich in den letzten Tagen diesen Tee mit unterschiedlichen Dosierungen, Ziehzeiten und Utensilien getestet habe, moechte ich hier nun meine bisherigen Eindruecke schildern. Einigen duerfte der Uji Saikō-kyū Shincha ja aus der Sammelbestellung bekannt sein. Besonders bin ich daher gespannt, ob sich eure Eindruecke mit meinen decken. Die Blaetter sind zu duennen recht grossen Nadeln gerollt und fuer mich ein Augenschmaus. Der erste Annaeherungsversuch fand mit 5g auf 100ml 80℃ und 1min im ersten Aufguss statt. Ueberrascht hat mich besonders der zweite Aufguss, denn wo ich eigentlich bei einem Sencha immer etwas mehr Herbe erwarte, war der zweite Aufguss fast noch milder als der erste. Danach wollte ich es wissen, und habe ihn etwas hoeher dosiert: 5g auf 60ml bei 80℃ und 45sek. Das Ergebnis war intensiver und vollmundiger. Ausserdem zeigte sich sich, dass auch dieser Tee bitter kann, wenn man ihm genuegend auf die Pelle rueckt. Wobei "bitter" hier immer noch relativ ist. Insgesamt habe ich in der Hohin fuer meinen Geschmack fuenf gute Aufguesse erziehlen koennen, dann war Schluss. In allen anderen Versuchen war in der Regel nach dem zweiten oder dritten Aufguss der Drops gelutscht. Das fuer mich bisher beste Ergebnis habe ich gestern mit 5g auf 100ml 75℃ und 45sek. im ersten Aufguss erziehlt. Im Mund empfand ich ihn sehr mild und ausgewogen, mit einer feinen Herbe und Suesse. Ausserdem meine ich leichte Citrusnoten wahrgenommen zu haben. Den zweiten Aufguss gibt es als kleine Fotostory: Zum Abschluss noch einen Blick auf die Blaetter: Der Uji Saikō-kyū Shincha ist der vierte Herausforderer in meinem kleinen "Battle of Uji". Der bisherige Spitzenreiter ist der Kyonishiki von Ocha no Kanbayashi, der in der selben Preisklasse wie spielt. Welcher der beiden mir besser gefallen hat, mag ich nicht zu beurteilen. Dazu muesste ich beide parallel verkosten, was mir jedoch ein wenig zu viel Aufwand ist. Sorry. Festhalten laesst sich, auch wenn die Bilder etwas taeuschen moegen, da die Lichtverhaeltnisse beim Fotografieren nicht immer gleich waren, dass die Blaetter des Kyonishiki etwas dunkler sind. Ausserdem fand ich das Aroma der trockenen Blaetter auch etwas intensiver. Ansonsten sind sich beide Tees in Geschmack und Aufgussfarbe sehr aehnlich. Der Saikō-kyū Shincha kam mir noch etwas milder vor. Aber auch das sind nur Nuancen. Mal schauen, wie sich der Uji Saikō-kyū Shincha ueber einen laengeren Zeitraum schlaegt. Wie habt ihr den Tee erlebt?
  5. seika

    Ryūōen Ausbeute

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  6. seika

    Sencha Saikō von Ryūōen aufgegossene Blaetter

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  7. seika

    Sencha Saikō von Ryūōen 1. Aufguss

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  8. seika

    Sencha Saikō von Ryūōen

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  9. seika

    Sencha Saikō von Ryūōen Set-up

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  10. seika

    Sencha Komakage (Ryūōen) × Shigaraki-yaki

    Vom Album お茶 Tee

    © seika

  11. seika

    Sencha Asahi von Ryūōen × Arita Porzellan

    Vom Album お茶 Tee

    Sencha Asahi (Ryūōen), Yunomi mit "orchid lace" Dekor von Kōransha, Kyūsu von Fukagawa-seiji

    © seika

  12. seika

    Ryūōen Sencha und Hōjicha

    Vom Album お茶 Tee

    von links nach rechts: Sencha Saikō Handgeroesteter Karigane Hōjicha Karigane Hōjicha Kōetsu

    © seika

  13. In letzter Zeit fiel im Gruenteebereich oefter mal der Name Ryuoen und im Zusammenhang damit die Frage, wie man an diesen Tee in Deutschland herankommt. Fuer Interessierte wuerde ich den Shincha von Ryuoen hier zum Versand nach Deutschland anbieten. Um die Aktion organisatorisch und das finanzielle Risiko im Rahmen zu halten, wuerde ich das ganze mengenmaessig gerne begrenzen. Auf wie viel haengt davon ab, wie gross das Interesse ist, denke aber das Maximum wird bei 10 Tees insgesamt liegen. Daher soll dieser Thread erstmal nur dazu dienen, zu sehen, wie viel Interesse vorhanden ist. Bestellen wuerde ich den Tee Ende der Woche / Anfang naechster Woche, wenn bis dahin alles geregelt ist. Die endgueltigen Preise werden dann ebenfalls bis Ende der Woche feststehen, in jedem Fall aber im angegebenen Rahmen bleiben. Zur Auswahl stehen: Ein Shincha in besonderer Qualitaet (Tokubetsuhin Shincha). 50g Beutel fuer (12 - 14) Euro zzgl. Versandkosten. © kyotodays Und ein Uji Shincha in Spitzenqualitaet (Uji-saikokyu Shincha). 50g Beutel fuer (16 – 18) Euro zzgl. Versandkosten. © kyotodays Bei beiden Tees handelt es sich vom Typ her um einen Sencha, die auf Ryuoen eigenen Plantagen in Wazuka, das im Sueden der Praefektur Kyoto liegt, angebaut wurden. Als Zahlungsoption kann ich derzeit nur Ueberweisung auf ein deutsches Konto (Sparkasse) anbieten. Versenden wuerde ich den Tee, falls nicht anders gewuenscht, in einem gepolsterten Briefumschlag (ca. 100g) per Air Mail, was ca. 7 – 10 Tage dauert. Die Versandkosten fuer Air Mail der Japanischen Post nach Europa betragen umgerechnet ungfaehr: 100g ca. € 1.90150g ca. € 2.60200g ca. € 3.30Auf Wunsch sind natuerlich aber auch EMS oder SAL moeglich. So, wer Interesse und/oder Fragen hat, kann sich entweder hier melden oder mir eine PM schicken. Wichtig: Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an die aktiven Mitglieder dieser Community. Neu angemeldete oder passive User moechte ich nicht per se ausschliessen, behalte mir aber vor, mir bekannten Mitgliedern Vorrang einzuraeumen.