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3 Ergebnisse gefunden

  1. Tee und Erleuchtung

    Da gibt es das große Getue um den Geschmack. Aber was heißt schon: Geschmack? Es heißt, sich aus einer Vielzahl von Möglichkeiten auf ein subjektives Spezifika zu kaprizieren und sämtliche Alternativen zu negieren. Der Gipfel des Geschmacks ist die Liebe. Sie glaubt, unter Milliarden von Männern und Frauen - die man gar nicht kennt - diesen/diese eine/einen als höchstes Geschmackserlebnis anjubeln zu müssen und alle Restangebote zur zweiten und dritten Wahl zu degradieren. Geschmack, auf welcher Ebene auch immer, ist im Grunde Engstirnigkeit, das berühmte Brett vorm Kopf, das man - in dummdreister Verkehrung - als erstrebenswertes Kulturgut verkauft; auch hierin offen pluralistisch der jeweiligen Geschmackszielgruppe angepasst, denn der Geschmäcker sind viele und der Markt bedient sie alle, ob mit oder ohne Geschmack. Hauptsache, das Ding verkauft sich. Wenn man nun den Geschmack, das Schmecken genauer untersucht: Was passiert da? Ganz einfach: Das Gehirn erhält einen Sinnesreiz und vergleicht diesen mit den gespeicherten Erinnerungen an frühere Reize. Das Neue, Frische, Unerhörte wird also eingeebnet, etikettiert und mit dem Alten und Toten verglichen; indem man Wahrnehmung versprachlicht, in die Enge von Wörtern treibt, sie auf Kennzahlen reduziert, Datenbanken darüber anlegt; allgemein: sie in den Würgegriff allerlei Kognitionen nimmt: So geht das Lebendige dahin. Und kaum hat man diese unglaubliche Verarmung an Wirklichkeit vollzogen, beklagt man sich über die Schalheit des Lebens, seine Triste und Langeweile und stürzt sich sofort in das Hamsterrad der Reizerneuerung und plant beim Genuss des einen bereits den nächsten. Dieses unendliche Erwerben, dieses Probieren, Bewerten, Begutachten, Bemeinen und Hinausposaunen, diese unermüdliche Betriebsamkeit des Geistes beklatschen wir wohlwollend, wo wir doch nur Krämer und Händler verwesender Gedanken sind und glauben, einem Lebendigen hinterher zu jagen, welches wir doch selber ständig vor uns her treiben. Kein Wunder, dass die Leute verdep(p)ressieren; die sich dazu nicht einmal am eigenen, sondern ernstlich am Geschmack - Welchen Tee trinkst Du gerade? - der anderen orientieren. Wenn es also ‚Erleuchtung‘ gibt - und traditionell lädt der Teegenuss dazu ein, in ihm mehr als bloße Hydration und Zellversorgung zu erblicken - wie ‚schmeckt‘ dann diese ‚Erleuchtung‘? Seit Jahren, ach was, seit Jahrzehnten trinken wir Tee, feinste Gewächse aus feinsten Schalen in allerfeinster Verfeinerung: Und was ist passiert? Nichts. ‚Hier steh‘ ich nun, ich armer Tor, und bin so schlau als wie zuvor!’ Genau das ist ‚Erleuchtung‘: Es geschieht nichts! Dies ist das berühmte Nichts, auf das manche ihr Leben lang hinarbeiten, es immer vor Augen haben und doch nie erblicken. Dies ist das echte Nicht, das sich der Korruption durch das Sein und Etwas so sehr entzieht, dass es nur das ist, was es ist: nichts. Es passiert nichts. Rein gar nichts. Dies ist das berühmte Zen-Lachen. Die Zeit knallt auf sich selbst zurück. Da ist nichts! Das ist es! Darauf eine Tasse Tee! Die Mönche hatten Ito, dessen tiefes Schweigen bei der Tee-Meditation ihren Neid hervorrief, Zucker in den Tee gestreut. Scheel aus den Augenwinkeln starrten sie nun verhohlen nach einem Augenzucken, einem Stirnrunzeln, einem Lippenrollen, einem Zungenplopp - einer kleinsten Abweichung vom Ritual. Aber Ito schien so tief zu meditieren und den Zucker vielleicht gar nicht herauszuschmecken? Da erhöhten die Mönche den Zuckeranteil auf drei Löffelgaben. Nun musste eine Reaktion kommen! Ito aber, noch bevor er seine Schale an die Lippen angesetzt hatte, reichte sie in erweiterter Zeremonie ehrerbietig und mit Huldigung an den Meister weiter. Die Mönche gerieten in Angst und Schrecken und die Röte stieg ihnen zu Gesicht. Nun würde der ehrwürdige Meister Opfer ihres Schabernacks werden. Zuerst kostete der Meister nur, dann trank er die ganze Schale aus. Dann sagte er: ‚Lecker.‘ Am nächsten Tag aber war der Zucker aus der Küche verschwunden. Nie wurde über diesen Vorfall gesprochen. Itos Schweigen hatte sich über das ganze Kloster gelegt. So stark war es.
  2. Der Begriff Wabi Sabi ist einer der unfassbaren Begriffe für die es in unserer Sprache keine Umschreibung oder Übersetzung gibt. Nahezu alle japanischen ästhetischen Künste tragen den Kern des Wabi Sabi in sich. Als erstes bin ich mit dem Begriff in Berührung gekommen als mein Interesse an Bonsai erwachte, danach im Ikebana und letztlich im Bereich des Tee. Was macht aber Wabi Sabi so speziell. Um das zu beantworten müssen wir uns von manchen Blickwinkeln unserer eigenen Kultur lösen. Wabi Sabi ist so etwas wie der Kontrapunkt unseres Schönheitsideals. Vieles empfinden wir als ansprechend was dem Ideal der Perfektion sehr nahe geht. Im Bereich des Wabi Sabi sollte man sich davon lösen. Gerade der Fehler macht im Wabi Sabi die Schönheit aus. Die zerbrochene Schale die in mühevoller Kleinstarbeit mithilfe von Kintsugi neu zusammengefügt wurde. Die Hagi Keramik in Ihren sich verändernden Stadien. Die Patina auf einer wunderschönen Bonsaischale oder Teekanne. Der Riss im Holz. Die (mit Absicht) nicht perfekte Form japanischer Keramik. Wenn man seine Augen einmal dafür geöffnet kann man Anklänge fast überall dafür finden. Es gibt ein paar Richtlinien die die Grundzüge dieses Ideals bilden, wobei das Wort Ideal Wabi Sabi abwertet. Zwei Punkte treten als Kernpunkte hervor auf denen sich das ganze Aufbaut. Natürliche Materialien auf der einen Seite, die Zeit auf der anderen. Auch in unserer Kultur findet man Anklänge davon, z. B. bei den Liebhabern von Antiquitäten. Ein Objekt wird nicht trotz seiner Fehler wahrgenommen, sondern aufgrund eben dieser. Bei den natürlichen Materialien gibt es wiederum einige beliebtere. Dunkle Braun- und Erdtöne sind z.B. beliebter als Rottöne. Hier findet man auch eine Analogie zur Yixing Keramik. In früheren Zeiten waren die braunen Kannen beliebter als die roten, wovon viele nach Europa verkauft wurden. Heute wird der rote Ton wegen seiner Vorzüge jedoch mehr geschätzt, was wiederum nicht die braune Keramik abwertet, sondern diese einfach anders ist. Holz und Stein sind auch zwei sehr beliebte Materialien, Metall ebenso. Was hat es aber mit der Zeit auf der anderen Seite zu tun. Wichtig ist, das sich das Material mit der Zeit verändert, an Reife gewinnt. Viele aus unserem Kulturkreis würden die Zeit am liebsten stoppen und einfrieren damit sich nur nichts verändern kann. Die Zeit sollte man loslassen können um die tiefe von Wabi Sabi zu begreifen. Hier spielt viel die Lehre des Zen und daoistischen Leitbildern hinein. Soweit diese beiden teils auseinander liegen, so eng sind sie miteinander verknüpft. Ein Objekt, Lebewesen, alles, beinhaltet von Anfang an was es war, was es ist und werden wird. Es gibt keine Trennung von all dem. Nur den Moment, das hier und jetzt. Doch trägt es seine Vergangenheit stolz in sich, zeigt es durch seine Veränderung (Patina, Risse, Sprünge, Reperaturen), seine Zukunft ist auch schon da, nur nicht sichtbar. Ein Objekt das in Stillstand ruht kann nie die Ehrwürdigkeit von Wabi Sabi in sich tragen, weshalb Aluminium zum Beispiel nie verwendet wird. Wenn ich jetzt von Fehler spreche ist es kein Fehler im Sinne dessen, sondern soll der Perfektion widersprechen. Ein altes japanisches Sprichwort sagt: "Perfektion ist den Göttern vorbehalten" Und jetzt wird es erst richtig kompliziert. Japanische Keramik ist beliebter wenn es Wabi Sabi in sich trägt und kann Preise erreichen die für einen kleinen Guinomi (Sakeschale) schier unglaublich sind. Doch weshalb ist das so? Es ist der Geist der in allem steckt. Es wird davon gesprochen das man nur mit dem richtigen Geist (Zen) ein "vollendetes" Werk erschaffen kann. Diese Vollendung ist nicht die der westlichen Welt. Das Objekt ist so fehlerbehaftet das sich der Geist nicht daran stoßen kann. Man muss über das Objekt meditieren können um im Geiste die Form zu vollenden. Ein Fehler ist dafür da, das er da ist und nicht das er kaschiert wird. Jedoch dürfen diese Fehler nicht die Absicht sein, sondern "passieren". Hier wird hoffe ich der schwere Aspekt in der Keramik sichtbar. Der Fehler in einer Keramik soll natürlich sein und sich in die Gestaltung einfügen. Damit das Ganze noch komplizierter wird ist die Form des Objektes wichtiger als das Objekt an sich. Auch wenn das Objekt schon lange verschwunden ist (z.B. ein Baum, die zerbrochene Schale, die Bambusvase), lebt die Form ewig weiter. Hier spielen religiöse und philosophische Aspekte hinein, die in der westlichen Welt undenkbar sind. Die Zeit ist der wichtige Faktor des Wabi Sabi. Stillstand ist der Tod, Veränderung zeigt uns, das die Welt doch immer gleich bleibt. Wenn man vor dem Spiegel steht und sich über neue Falten freuen kann, wenn etwas geliebtes zerbricht und man Lächeln kann, dann kann man Wabi Sabi sehen. Zum Ende bleibt noch immer die Frage offen was Wabi Sabi eigentlich ist. Wabi Sabi ist das Zeichen der Zeit in unserem Alltag in seiner ursprünglichen natürlichen und einfachsten Form und doch so viel mehr. Es ist eine stille Meditation an die Existenz und deren Ende. ...
  3. Offlintreffen im Tscha-Nara Teegarten dem ersten Teegarten in Deutschland! - Korea und ein Hauch von ZEN - "Offlinetreffen" bringen wir im Forum ja automatisch mit einem Treffen von Forenmitgliedern in Zusammenhang, auf dem Tee verköstigt wird, Tee zeremoniell zubereitet wird, Teeutensilien vorgestellt werden, sich über den Geschmack von Tees ausgetauscht wird. Eine Teezeremonie Atmosphäre geschaffen wird. Eben die Schwerpunkte des TeeTalk Forums! Teeanbau und der Einkauf für den Handel, auch mal bestimmte Produktionstechniken hatte bisher Cha-Shifu (und der ein oder Andere, der damit in einem Teeanbau-Land in Berührung kam) mehr so als gern gesehene Randerscheinung mit ins Forum eingebracht. Aber im Grunde genommen bedeutet "Offlinetreffen" doch, das sich Forenmitglieder & Anhang persönlich außerhalb der virtuellen Welt des Forums treffen und sich über die Welt des Tees austauschen. Dieser Definition folgend haben im Tscha-Nara Teegarten (und der Bonsai Schule Schneider, da ich nicht weiß wo die Bonsai Schule aufhört und der Tscha-Nara Teegarten anfängt) bereits zwei Offlinetreffen statt gefunden, ohne dass es uns bewusst gewesen wäre. Bereits beim ersten Besuch dachte ich, die Sitz-Ecke, in dem wir Tee tranken, wäre ideal für ein Offlinetreffen und Teeverkostung in einem sehr grünen und romantisch umrahmten Umfeld. Zeltartig überdacht, zwei Giebel und eine Seitenwand offen, der Blick auf einen begrünten Hang mit Buddha Statue und vielen Bonsai, die dort zwischen dem Grün platziert/ausgestellt sind, am Rand noch ein gemauerter Grill. Dao verdeckt hier gerade den von Efeu umrankten Buddha. Die Ausstellungsfläche für die Bonsai der Bonsai Schule Schneider erinnert mehr an einen japanischen Garten als eine moderne Verkaufsfläche eines Gartencenters. Dazu beitragend, die vielen Steinskulpturen wie die japanische Steinlaterne, Ganesha, und einige Buddha Statuen. Und wenn man genauer hin guckt, gibt es da auch sicherlich noch mehr zu finden, wie kleine Teiche im Bonsai Style. Ich hatte leider bisher nicht die Zeit hier zu stöbern, bin ehr im Galopp daran vorbei gelaufen. Aber immerhin konnte ich Tschanara dazu überreden einen Bonsai als Deko für unsere Tee-Ecke anzuschleppen. Zuerst einen roten Ahorn und dann im Austausch einen hängenden Nadelbaum. @Tschanara Du musst mir bei diesem Artikel einfach mal hilfreich mit Ergänzungen, koreanischen Bezeichnungen, und der Geschichte zu dem auf dem Foto abgebildeten Tee Messlöffel aus Bambus mit Wurzelansatz aushelfen. Und eben zu dem, was Dir sonst noch so einfällt, auch mit ergänzenden Bildern der Tee Ecke und des Bonsai Gartens (fürs Forum bitte ein bisschen romantisch verklärt). Ich traute mich aber nicht, Tschanara und Haeng ok (Hängog) diesbezüglich zu fragen, weil ich sie zu Nichts drängen wollte. Beim letzten Treffen am 28.05 dieses Jahres haben sie aber von sich aus vorgeschlagen ein Offlinetreffen im Tscha-Nara Teegarten (/Bonsai Schule Schneider) zu veranstalten. Sie möchten gerne noch mehr Foren-Mitglieder persönlich kennen lernen! Und so eröffne ich dieses Thema! Fortsetzung folgt! (Ich muss erst mal einen frischen Tee aufgießen und mich beim Schlürfen am Tee-Tisch mit Räucherstäbchen gedanklich erneut sammeln. )