Für einen Teesäufer wie mich ist es gar nicht so einfach, eine brauchbare Teeschale zu finden. Sie muss wenigstens drei ordentliche Schlucke fassen (konkret: mindestens 150 ml) und soll es außerdem ermöglichen. auch die Farbe des Aufgusses einigermaßen unverfälscht zu genießen (wobei ich kein Freund von Glas bin ...). Nicht zuletzt sollte so ein Trinkgefäß auch ästhetisch nicht ganz reizlos sein; das Auge trinkt schließlich mit ...
Ein entsprechend erfreuliches Fundstück war die hier vorgestellte Schale: Shigaraki-yaki, der Handwerker heisst Tanii Hozan (und nein, sie wurde nicht bei Dr. Unblutig gekauft, der von diesem Töpfer auch eine Schale im Sortiment hat). Er nennt die Technik hyo setsu haku - 'drei Lagen'. Ein Kern aus rotem Ton, darüber eine Schicht weißer Tonerde, die beim Brennen ein feinmaschiges Craquelée entwickelt und darüber eine transparente Glasur. Fassungsvermögen ca. 180 ml. Herr Tanii hat diesen weißen Ton vor etwa 35 Jahren entdeckt und seit 30 Jahren (also nach gründlichem experimentieren mit dem Ton) fertigt er diese Schalen an.
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