oO - da wäre ich aber vorsichtig mit dem alten "5Minuten=beruhigend"-Märchen!
Das stammt von einem alten Missverständnis: man sagt, dass die Gerbstoffe eines lange gezogenen Tees auf die Darmschleimhaut beruhigend wirken sollen (bei mir aber für ziemliche Unruhe im Magen sorgt) - das wurde dann verkürzt aufgegriffen und nur noch als "Lange ziehen lassen sorgt für beruhigenden Tee" immer wieder von angeblichen Eperten abgeschrieben.
Es stimmt wohl, dass die Gerbstoffe die Koffein-Wirkung des Tees verzögern. Je länger man einen Tee ziehen lässt, desto mehr Gerbstoffe gehen ins Getränk über und bremsen das Koffein. Aber das Koffein wird nicht beseitigt, sondern eben nur rausgezögert. D.h. man merkt beim Schlafengehen die anregende Wirkung des Koffeins noch nicht - aber wenn man dann in der Nacht aufstehen muss (um Tee wegzubringen), kann es gut sein, dass man danach nur noch schlecht wieder einschläft.
Ich würde eher raten, einen ersten Aufguss von 1-2 Minuten zu machen, diesen wegzuschütten, und danach zum Trinken einen 3 Minuten Aufguss. Das Koffein geht ziemlich schnell ins Getränk über - aslo dient der erste Aufguss dazu, den Teeblättern möglichst viel Koffein zu entziehen.
In meiner Tasse ist gerade ein taiwanesischer Oolong: Mixiang Guifei. Lecker und lange nicht genossen.
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