• Moin alle miteinander!


    Ich hab da ein kleines Problem: Also, ich verwende die 2 Kannen Technik. Jedes Mal wenn ich dann den Tee von Kanne 1 mit Hilfe eines Filters in Kanne 2 schütte, bleiben ca 20% vom Tee im SIeb drinnen und der Rest bleibt nass in der Kanne. Das Problem ist, dass ich den Tee aus dem Sieb nur sehr sehr schwierig wieder in die Teekanne 1 bekomme und der lose Tee quasi im feuchten schwimmt. Das kann doch nicht gut sein, oder?


    Wie macht ihr das mit mehreren Aufgüssen? Ich wäre sehr dankbar für nützliche Antworten!


    Liebe Grüße Teafan!

    1. Ich verwende oftmals einfach eine Kanne in Tassengröße mit eingesetztem Filter, da bleiben die Blätter dann einfach und unkompliziert direkt in der Kanne

    Für die Zweikannenmethode bevorzuge ich statt einem Teefilter ein kleines Küchensieb aus Edelstahl, das lässt sich nach meiner Erfahrung einfacher handhaben als diese zylindrischen Teefilter. Das Sieb klopfe ich einfach zweimal leicht gegen die Aufgusskanne (ist eine Preiswerte aus Glas) um fast alle Blätter wieder zurückzukippen. Das Sieb ist natürlich etwas grobmaschiger als das übliche Teesieb, aber ich hab im Allgemeinen kein Problem mit ein paar Teepartikeln im Aufguss.

  • ist dann evtl. eine ungeeignete kanne, teafan. [size=14]wenn du abkippst, sollte keine sichtbare flüssigkeit mehr in der kanne zurückbleiben.[/size]


    praktisch ist daher ein kännchen mit innenfilter.


    bei meinen kleinen porzellankännchen, die keinen innenfilter haben, verwende ich ein kleines, gut zur kannenöffnung passendes sieb.


    https://www.teetalk.de/gallery/image/141-/


    die teeblätter kann ich von dort problemlos in die kanne zurück bekommen: einfach über der kannenöffnung umdrehen, kurz auf den kannenrand abklopfen, und die blätter sind wieder da, wo du sie haben möchtest.


    verwendest du ein zu grosses sieb, kommen feuchte teeblätter auch neben die kanne, was natürlich nicht erwünscht ist.

  • Hallo Teafan,


    optimal lösen könntest du dein Problem m. E. mit einer Mono Filio Kanne [Anzeige]. (Es gibt sie auch in kleiner - ich habe eine 0,6l Kanne) Die hat ein Innensieb, dass genauso groß ist, wie die Kanne.


    Nach der Ziehzeit Sieb herausnehmen, Tee umgießen und das Sieb bis zum zweiten Aufguss wieder in der Glaskanne belassen.


    Superpraktisch, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Nachteil: die Dinger sind recht teuer, man bezahlt wohl hauptsächlich das Design.


    Beste Grüße

    Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

  • Quote

    Ich seh keinen Sinn darin, die Mono Filio Kanne mit der Zweikannenmethode zu verwenden. Wieso dann nicht einfach das Sieb woanders ablegen und die Mono Filio direkt als Aufguss- und Servierkanne verwenden? Dafür ist sie doch gedacht.


    Ok, ok,


    war ja nur ein Vorschlag......kann ja jeder so machen, wie er will......

    Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

  • Hallo,


    ich hatte gestern Mittag beim Essen kein kleines Malheur, beim Griff nach der Chilimühle habe ich die volle Teeschale geschmissenen und mein Smartphone getauft. /emoticons/tongue@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_tongue.png"> Technischer [color=#ff0000]Schaden[/color] ist gleich Null, aber ich habe es erst mal trocknen lassen wollte aber weiterhin Tee trinken.


    Also kurzerhand beschlossen: jetzt wird der Pu-Erh nach Gefühl aufgegossen. Ich muss zugeben, es war ein voller Erfolg. Heute Morgen und jetzt habe ich das Experiment mit Pu-Erh, der gute von William wiederholt. Der geschmackliche Spaßfaktor ist hoch, aber keiner war zu bitter, mancher eher zu flach. Also man kann durchaus die Ziehzeit nach Gefühl steuern, aber nicht zu viel nebenher machen, man vergießt sonst das rechtzeitige Abgießen.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

  • Quote

    Hallo,


    ich hatte gestern Mittag beim Essen kein kleines Malheur, beim Griff nach der Chilimühle habe ich die volle Teeschale geschmissenen und mein Smartphone getauft. /emoticons/tongue@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_tongue.png"> Technischer ist gleich Null, aber ich habe es erst mal trocknen lassen wollte aber weiterhin Tee trinken.

    Mir ist vor kurzem meins in die Tasse gefallen und ich hab's komplett geliefert..

  • Hallo,


    habe dieses Forum grad entdeckt und finde es wundervoll /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">


    Da hab ich doch auch gleich noch eine Frage: Wieviel Zeit sollte maximal zwischen den Aufgüssen liegen?


    Ich trinke bevorzugt grünen Tee - am liebsten mit ein wenig Jasmin Blüten.


    Grüße an alle Teefans


    Charlotte

    [color=#2f4f4f]Möchtest du gleich ein Abenteuer erleben oder lieber erst Tee trinken?", fragte Peter. "Zuerst den Tee!", sagte Wendy schnell. | J.M. Barrie (1860-1937), Peter Pan[/color]

  • hallo charlotte und willkommen an dieser stelle,


    zu deiner frage: es ist dem geschmack nicht zuträglich den tee zu lange feucht an der luft zu lassen. umso kürzer der abstand umso besser.


    aber ich würde das nicht zu dogmatisch sehen! grade bei sorten die 10+ aufgüsse mitmachen, verlässt einen nach aufguss nummer 6 oder so schnell die lust.


    ich lasse den tee dann maximal eine nacht stehen und trink ihn dann fertig. bei bereits oxidierten/fermentieren sorten fällt das auch nicht so ins gewicht.


    glaube grüntee-derivate sind viel empfindlicher!

  • All zu lange würde ich ihn in der Tat nicht stehen lassen. Je eher desto besser. Aber eine Stunde ist kein Problem. Trinke ihn (jap. Grüntee) meist in einem, d.h. wärme das Wasser nicht erneut auf, daher habe ich weitere Aufgüsse nach über einer Stunde noch nicht probiert. Wie bereits dargelegt wurde: besser wird er dadurch eh nicht.

  • Toll, wie fix es von euch Antworten gibt - danke.

    [color=#2f4f4f]Möchtest du gleich ein Abenteuer erleben oder lieber erst Tee trinken?", fragte Peter. "Zuerst den Tee!", sagte Wendy schnell. | J.M. Barrie (1860-1937), Peter Pan[/color]

  • Kann man auch mit "normalem" Tee mehrere Aufgüsse machen?


    Die Frage mag den Experten hier komisch vorkommen. Ich habe z.B. von TeeGschwendner Nepal Everest Green und gestern mal versucht mehrere Aufgüsse zu machen. Die Dosierung habe ich an 250 ml angepasst und dann mit verschiedenen Temperaturen und Ziehzeiten experimentiert.


    Insgesamt habe ich vier Aufgüsse gemacht. Die ersten zwei waren gut, die letzten zwei hatten kaum noch Geschmack.


    Deshalb meine Frage. Lohnen sich mehrere Aufgüsse nur mit hochwertigem Grüntee? Bzw. wie viele Aufgüsse bekommt man mit einem "Wald und Wiesen Tee" hin?

  • Das ist schwer pauschal zu beantworten. Was sich bei mir bewährt hat ist die Temperatur von Aufguss zu Aufguss um ca. 5° C zu steigern (den letzten Aufguss kann man u. U. sogar mal mit kochendem Wasser versuchen) und dann ist es "trial and error".


    Meine Standardherangehensweise bei (mir unbekannten) chinesischen Grüntees im Gaiwan ist:


    1. Aufguss 70 °C, 2 min


    2. Aufguss 75 °C, knappe 2 min


    3. Aufguss 80 °C, 3-5 min


    Gerade beim Gaiwan kann man durch Schnuppern am Deckel leicht herausfinden, ob der Tee schon stark genug ist.

    Gruß, Stefan


    While there is tea, there is hope. (Sir Arthur W. Pinero)

  • Hallo Cholli,


    einfach testen. Es ist erstaunlich bei wie vielen Tees ein Mehrfachaufguss möglich ist.


    Nach meiner Meinung hat jeder Tee ein Maximum an Ziehzeit danach wird er bitter. Somit müsste man die unterschiedlichen Ziehzeiten staffeln, siehe das Beispiel von Stefan85.


    Ich würde bei Grüntees mit 45sec bis 1min für den 1. Aufguss anfangen. Den 2. mit 15 bis 30sec., die Teeblätter sind ja zwischenzeitlich entfaltet und geben nun mehr Aroma ab. Den 3. 30sec bis 1min., hier wird es etwas schwierig und du musst es austesten. Den 4. um die 2min.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

  • Was man zusätzlich sagen muss: hängt auch stark von der Teemenge ab, mit 1,2 Gramm Tee kann man in den meisten Fällen nicht mehrere Aufgüsse geniessen. Daher kann es zu dem Effekt kommen, dass wie bei dir nach 2 Aufgüssen Schluss ist. Dies kann natürlich am Tee selbst liegen, abernohne genügend hohe Dosierung fehlt schon die Grundvoraussetzung.

  • Quote

    Was man zusätzlich sagen muss: hängt auch stark von der Teemenge ab, mit 1,2 Gramm Tee kann man in den meisten Fällen nicht mehrere Aufgüsse geniessen. Daher kann es zu dem Effekt kommen, dass wie bei dir nach 2 Aufgüssen Schluss ist. Dies kann natürlich am Tee selbst liegen, abernohne genügend hohe Dosierung fehlt schon die Grundvoraussetzung.


    Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Als Beispiel der Orchideenhauch von Bastian und Conny (Jadequell): sie geben als Dosierungsempfehlung für nur einen Aufguss (westlicher Stil) 3 g /200 ml und für 3 Aufgüsse 8 g/200 ml.

    Gruß, Stefan


    While there is tea, there is hope. (Sir Arthur W. Pinero)

  • ich habe mir mittlerweile auch angewöhnt mit den Flugtees 2 aufgüsse zu machen.


    dazu reduziere ich die wassermenge um ca 30%, dann wird der aufguß noch schön aromatisch /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!