Viele Teesorten haben krebserregende Pyrrolizidinalkaloide

  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine Studie herausgegeben, wonach der Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden in Kräutertees und Tees sind zu hoch ist.

    Wer es genauer haben will, findet dies im folgendem PDF: Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees und Tees

    Weiter Infos zu Pyrrolizidinalkaloide findet man im folgendem PDF: Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln

    Gruß
    Delmar

  • Hallo Joaquin,


    schonmal über eine Karriere als Headline-Schreiber für die Boulevardzeitung mit 4 Buchstaben nachgedacht? /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">


    Nein, im Ernst: der Threadtitel ist so formuliert, als werde zweifelfrei Krebs durch Tees erzeugt.


    Doch die von Dir zitierte Studie ist da gar nicht so eindeutig. Mal ein paar Beispiele:


    erste Ergebnisse der nicht repräsentativen Untersuchungen -> wie verallgemeinerbar sind die Ergebnisse dann?


    Da sich einige der nachweisbaren Pyrrolizidinalkaloide im Tierversuch als geno­toxische Kanze­rogene erwiesen haben -> es sind auch einige Pilze giftig, aber Champignons nicht. Wie sieht es bei den Pyrrolizidinalkaloiden aus?


    Bei längerfristigem Verzehr überdurchschnittlich hoher Mengen von Produkten mit den derzeit gemessenen mittleren und hohen Gehalten an Pyrrolizidin­alkaloiden könnte aber, wenn sich die ersten Daten bestätigen, ein Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung -> ist doch immer so: die Dosis macht das Gift, also nicht übertreiben


    sodass sichere Aussagen zum gesundheitlichen Risiko bei regelmäßiger Aufnahme belasteter Teeaufgüsse derzeit noch nicht möglich sind -> okay, ist es dann nicht ein bisschen verfrüht, jetzt schon Tees als krebserregend zu bezeichnen?


    Im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes eine Analysenmethode für die Bestimmung von Pyrrolizidi­nalkaloiden in Kräutertee- und Teeproben entwickelt und auf ihre Eignung geprüft. -> bisher gab es noch keine Analysemethode, es konnte also bislang gar nicht überprüft werden, wieviel dieser möglicherweise gefährdenden Substanzen in Tees enthalten sind.


    Also, bevor jetzt die große Panik ausbricht: erstmal abwarten und Tee trinken!


    Und falls jetzt jemand denkt, dass ich als Angestellter eines Teehändlers hier zur Ehrenrettung meines Arbeitgebers schreibe: muss ich nicht - es wurden vom BfR auch einige Kräutertees von uns untersucht und als völlig unbedenklich bewertet. Mir geht es hier darum, jetzt keine Panik gegenüber einer ganzen Branche zu schüren, bevor belastbare Ergebnisse vorliegen.

  • Also den Titel habe ich schon so gewählt, dass er den Inhalt zusammen fasst und selbstverständlich Aufmerksamkeit erregt, dabei aber keine falsche Aussage macht. Ich bin meiner Meinung nach auch viel objektiver, als eine andere Seite mit nur drei Buchstaben, welche das etwas reißerischer im Titel formuliert hat. Zudem war es mir hier ja auch wichtig alle Quellen offen zu legen, so dass ein jeder sich ein genaues Bild darüber machen kann.


    Überhaupt war ich am Anfang etwas am hadern mit mir, ob ich überhaupt darüber berichten sollte, denn im jeweiligen Genre wird Kritik ja nicht gerne gesehen. Aber ich finde es ist immer besser offen auch über solch negativen Dinge zu sprechen, als diese unter dem Tisch zu kehren. Vor allem kann ein Produkt auch nur dann besser werden, wenn man negative Aspekte, auch öffentlich zur Ansprache bringt.


    Und das Resümee aus diesen Untersuchungen muss denn auch sein, dass es mehr Kontrollen geben muss um den Tee auch für den Konsumenten immer besser zu machen /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Gruß
    Delmar

  • Natürlich hast Du völlig recht, dass man nichts unter den Teppich kehren sollte. Wäre auch nicht schön fürs Forum, wenn kritische Stimmen nicht zu Wort kämen.


    Wenn man die Studien richtig liest, sieht man ja auch, dass sich kein schwarz/weiß Bild ergibt. Danke für die Links, denn als vor ein paar Wochen noch vor Abschluss der Studie erste Meldungen über dpa verbreitet wurden, gab es nämlich wirklich kaum mehr als Schlagzeilen. Habe vielleicht etwas zu empfindlich reagiert, weil die Überschrift so ähnlich ausfiel wie jene (damals unzureichend fundierten) Schlagzeilen.

  • Da es ja noch gerade in einem anderem Thema um den Gesundheitsapekt von Tee geht, habe ich gerade das folgende Video gefunden. Bitte das Veröffentlichungsdatum beachten.

    Ist Tee wirklich Gesund oder ein Krankmacher Nachgehakt Markt WDR

    >

    External Content www.youtube.com
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    Quote

    Ist Tee wirklich Gesund oder ein Krankmacher ?
    Teils Teils...auch auf die Menge kommt es an...
    Markt Nachgehakt Ist der Tee besser geworden ?
    MARKT vom 14.10.2013

    Resümee der Sendung am Ende lautet, nur Früchtetee zu trinken und von Kräutertee, Schwarztee und Grüntee, nur eine Tasse am Tag trinken /emoticons/ohmy@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_ohmy.png"> OK, sie haben ja nicht erwähnt, wie groß so eine Tasse sein sollte /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

    Gruß
    Delmar

  • Ich denke es ist wie mit der Medizin. Ein Medikament hilft für eine Sache, schädigt aber im Pech-fall ein anderes Organ. Ich merke mein Immunsystem ist um einiges besser geworden, bekomme nicht mehr leicht eine Grippe, Schnupfen (Erkältung) wie früher, aber mein Darm ist teilweise denke ich mehr dafür angeschlagen, wenn es um sehr rauchiges geht. Obwohl es hier nicht zu 100% eindeutig ist, denn es kann auch stress sein. Und wenn dann der Magen schon vorbelastet ist, kann natürlich etwas starkes an Tee sein restliches tun /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

  • Das lustige an Krebs ist dass manche Organe deutlich anfälliger sind als andere, da kann man endlos viele Theorien machen und sogar Hormone als krebserregend einstufen (da besonders Geschlechtsorgane stark gefährdet sind) obwohl es im Körper natürlich vorkommt. Klar kein Zufall aber mehr sage ich nicht dazu da die "objektive Wissenschaft" auf diesen alternativen Feststellungen "spucken" würde. Auf Diskussionen wo es um "Erregung von Krebs" geht lass ich mich kaum noch ein da wir hier in eine Sackgasse laufen.


    Klar ist aber dass Krebs immer mehr zunehmen wird und woran das liegt da habe ich meine eigenen Theorien die ich aufgrund zu hoher Komplexität nicht veröffentliche. Tee ist jedoch ein nahezu unbedeutender Faktor*, denn die Grundfaktoren auf denen dieses "Degenerationskonstrukt" basiert das will sowieso (fast) niemand wahrhaben. *Insgesamt ist die krebspräventive Wirkung in der Summe der bekannten Stoffe wohl sogar höher als die krebserzeugende, von daher hat man schlimmstenfalls lediglich eine "Nullsumme" in diesem heiteren "Ratespiel", und macht somit viel Drama um nix.


    Ich werde gerade noch ein paar Teeproben mehr verkosten um meine mangelnde Angst zu demonstrieren.


    [size=10]OOps, jetzt habe ich aus Versehen ein Wein eingeschenkt... und auch noch aus Versehen das hier gelesen: http://www.welt.de/gesundheit/art…o-deutlich.html[/size]

    [size=10]Aber zum Glück bin ich ein Mann, also ist das Limit aufs Doppelte der Anzahl Gläser angehoben. /emoticons/tongue@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_tongue.png">[/size]

    [size=10]Ehr sorry... ich habe gerade wieder mich selbst ausgelacht und es war zu amüsant.[/size]

  • Quote

    Das lustige an Krebs ist .....


    Hahaha, ich hab' doch gleich gewusst, dass du ein Witzbold bist /emoticons/ph34r@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_ph34r.png">

    Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

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