Lufttrocknen / Mit Hitze oder wie trocknet ihr euer Tee-Geschirr?

  • Mich hätte mal interessiert, ob es außer mir noch jemanden gibt, der seine Tonkannen mit dem Fön trocknet /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">.


    Besonders bei rauem Material stört es mich, wenn nach dem lufttrocknen schlieren entstehen und man Wasserflecken


    an der Kanne sehen kann. darum trockne ich sie mit einem Kuchentuch grob ab und dann Fön ich sie so halbwegs


    trocken. Ich hoffe nur dass ich damit nicht den Ton schädige, aber eigentlich sollte da nichts sein, denn immerhin


    wird der Ton auch gebrannt.


    Also, lasst ihr eure Stücke nur lufttrocknen oder habt ihr auch so ganz eigene Methoden /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

  • Ich lasse sie jediglich an der Luft trocknen und wische etwaige Wasserflecken mit einem feinen Tuch weg. Die leere Kanne irgendwie zu erhitzen erhöht nur das Risiko, dass sie platzt, auch wenn der Ton vorher natürlich gebrannt werden muss. Gerade, durch die Brennung wird das Ton-Erzeugnis so starr, dass es das Schwingen der Moleküle durch Erhitzen, nicht standhalten kann und dadurch bricht. Je nach Brenntemperatur und Dicke des Tons geht das mehr oder weniger gut. Zumindenst soviel ich über das Thema meine zu wissen; kann natürlich auch sein, dass ich totalen Unsinn schreibe. /emoticons/tongue@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_tongue.png">


    Ich meine aber, das es so ist.

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    Ich lasse sie jediglich an der Luft trocknen und wische etwaige Wasserflecken mit einem feinen Tuch weg. Die leere Kanne irgendwie zu erhitzen erhöht nur das Risiko, dass sie platzt, auch wenn der Ton vorher natürlich gebrannt werden muss. Gerade, durch die Brennung wird das Ton-Erzeugnis so starr, dass es das Schwingen der Moleküle durch Erhitzen, nicht standhalten kann und dadurch bricht. Je nach Brenntemperatur und Dicke des Tons geht das mehr oder weniger gut. Zumindenst soviel ich über das Thema meine zu wissen; kann natürlich auch sein, dass ich totalen Unsinn schreibe. /emoticons/tongue@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_tongue.png">


    Ich meine aber, das es so ist.


    Hm...aber wenn heißes oder kochendes Wasser in die Kanne kommt, hält sie doch solche Temperaturen auch aus. Oder meinst du, weil die Kanne trocken ist und hitze ausgesetzt ist? Aber ich hatte schon einige Male im Forum gelesen, dass Tonerzeugnisse im Ofen nachgebrannt wurden, falls sie zu stark rochen, da sie anscheinend beim eigentlichen Brennvorgang nicht heiß genug gebrannt wurden.


    Aber nun hast du mich doch etwas verunsichert und ich werde es in Zukunft lieber sein lassen, meine Tonerzeugnisse trocken zu Fönen oder was sagen die anderen? /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

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    Nun verneige ich mich in Demut vor meinem Meister und muss gleich mal bei ebay nach einem günstigen Fön für mein Teekämmerchen suchen.



    Nimm aber einen ohne Ionenstrahler. Ansonsten koennte sich das noch auf den Geschmack auswirken. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">


    VanFersen


    Abwischen bringt nichts? Bei welcher deiner Kannen tritt das "Phaenomen" denn auf?


    Das Problem mit Wasserflecken an sich kenne ich, allerdings bisher nur bei Porzellan und Glas. Da hilft heisses bzw. warmes Wasser zum Abspuelen und zeitnahes abtrocknen.

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    Hm...aber wenn heißes oder kochendes Wasser in die Kanne kommt, hält sie doch solche Temperaturen auch aus. Oder meinst du, weil die Kanne trocken ist und hitze ausgesetzt ist? Aber ich hatte schon einige Male im Forum gelesen, dass Tonerzeugnisse im Ofen nachgebrannt wurden, falls sie zu stark rochen, da sie anscheinend beim eigentlichen Brennvorgang nicht heiß genug gebrannt wurden.


    Aber nun hast du mich doch etwas verunsichert und ich werde es in Zukunft lieber sein lassen, meine Tonerzeugnisse trocken zu Fönen oder was sagen die anderen? /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">


    Die Flüssigkeit kompensiert das, indem sie die Energie, welche durch das Erhitzen entsteht, aufnimmt, da Flüssigkeiten generell bessere Energieträger sind und diese dann auch an die Luft abgeben können, via Verdunstung oder auch Wasserzirkulation.


    Wenn man nun eine trockene, leere Kanne erhitzt, kann diese Energie nicht entweichen und wird in der Kanne selbst gespeichert.


    Die Moleküle fangen immer stärker an zu schwingen und irgendwann reißen sie auseinander, die Kanne platzt.


    Ton ist ja selbst ein Stoffgemisch und besteht aus Mineralien, Quarz, Silikaten, organischen und anorganischen Verbindungen, Oxiden, Hydroxiden und halt vor allem aus Wasser.


    Durch das Wasser ist Ton ja so formbar und beim Brennen verdunstet dieses, bis keines mehr vorhanden ist.


    Wenn der Ton nach dem Brennvorgang noch stark riecht, dann würde ich darauf tippen, dass noch Wasser oder andere flüchtige Stoffe im Ton vorhanden sind, die beim ersten Brennvorgang nicht entwichen sind. Aber das ist nur eine Vermutung. /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">


    Natürlich gibt es auch Ton mit hohem Anteil an eher elastischen Stoffen, welche eine Erhitzung zulassen. Oder es wird etwas in den Ton hineingemischt, damit dieser widerstandsfähiger wird. Und dann spielt noch die Dicke der Kannenwand eine Rolle.


    Was ich auch nicht weiß, ob es einen Unterschied macht, ob man nun was mit niedrigen Temperaturen brennt oder mit sehr hohen Temperaturen.


    Ich habe auch keine Ahnung, wie heiß so ein Fön wird und wie lange du nun eine Kanne so trocknest.


    Du wirst sie aber sicherlich keine halbe Stunde trocknen. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">


    Bei ein paar Sekunden oder Minuten sollte eigentlich nichts passieren, ist aber trotzdem ein Risiko gegenüber nicht zu fönen.


    Mir ist z.B. mal eine Teekanne auf einem Stövchen geplatzt, das Teelicht war irgendwann zu heiß. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">


    Ich kenn mich da nur ein bisschen aus, weil ich Chemiestudent bin. /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

  • Hallo,


    diesen Teil


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    Mir ist z.B. mal eine Teekanne auf einem Stövchen geplatzt, das Teelicht war irgendwann zu heiß.


    kann ich bestätigen. Meisten sind das Teelichter bei denen der Docht zu lang ist und darum ein zu starke punktförmige Hitzeentwicklung statt findet.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

  • Quote

    Die leere Kanne irgendwie zu erhitzen erhöht nur das Risiko, dass sie platzt, auch wenn der Ton vorher natürlich gebrannt werden muss.


    /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png"> wenn man nicht gerade einen Industrie-Föhn verwendet, würde ich mir da nicht all zu viele Gedanken machen. Auf der anderen Seite wäre mir aber auch nie in den Sinn gekommen, überhaupt einen Föhn zu verwenden.

  • Der Gedanke dahinter war eigentlich der, dass ich beobachtet hab, dass besonders die zwei kleinen Kyusu mit Seitengriff innen recht schlecht trocken werden, besonders das Tonsieb. Ich wasche meine Teeutensilien immer mit sehr heißem Wasser aus und stelle sie dann meist, wie sicher viele hier auch, kopfüber zum trocknen auf. Vorher wische ich noch den groben feuchten Anteil ab, besonders im Kannen inneren. Nur wie gesagt, ist mir aufgefallen, dass sich beim Kopfüber zum trocknen aufstellen, immer wieder Wasser im oberen Bereich der Kyusu sammelt, also dort wo der Deckel normalerweise sitzt. Daher dauert der Zustand, dass es mal trocken wird dem entsprechend lange.


    Vielleicht habe ich genau das Gegenteil damit bezweckt, mit dem was ich wollte und das war die Kannen schützen. Denn ich dachte mir, wenn die Kannen immer recht häufig eine längere Zeit innen feucht bleiben, könnten sie vielleicht anfangen modrig zu riechen. Das war eigentlich der Hauptgedanke des trocken fönens.


    Ich benutzte immer nur meinen Philips Fön. Ganz normaler Fön für die Haare und dies auch nie länger als 1-2 Minuten. Aber da ich damit anscheinend ein Risiko eingehe, werde ich es in Zukunft eher sein lassen /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">. Und was die Schlieren an der Äußeren Schicht anbelangen, gilt dies nur für meine Seitengriff Kyusu von Sohei



    Da der Ton rau und ohne Glasur ist, sieht man Wasserflecken sehr stark. Also muss ich immer mit einem Tuch außen abwischen, was gut geht. Es mag vielleicht lächerlich klingen, denn der ein oder andere wird sich sicher denken "Und was solls, ist ja innen und das sieht ja keiner", aber warum der Fön auch zum Einsatz kam, besonders bei dieser Kanne war. Das man die Schlieren zwar außen vermeiden konnte, aber innen nicht. Wenn man den Innenraum einfach per Luft trocken lässt. entstehen oft Ränder von Wasserflecken und ich finde das sieht einfach nicht schön aus. Ich weis, es ist ja nur innen. Trotzdem /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">


    Dennoch werde ich lieber das Fönen sein lassen /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

  • es gibt auch die empfehlung, tonkannen einfach wie gewohnt hinzustellen, nur ohne deckel drauf.


    teilweise sammelt sich das restwasser an einer stelle, wenn man sie kopfüber hinstellt, und darüber bildet sich dann evtl. ein wasserfleck.


    evtl. einfach mal ausprobieren, wie sie besser trocknen.

  • Hallo VanFersen,


    ich bin mir gar nicht so sicher ob du generell Verfärbungen vermeiden kannst. Wenn ich hier meinen Kyūsu aus Ton ansehe, habe ich innen oben am Rand dunkle Verfärbungen und am Boden ebenfalls. Bei diesen "Flecken" bin ich mir sicher, das diese vom Tee uns nicht vom "Reinigungswasser" sind.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

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