Chronologie meines Teekonsums

  • zuerst wollt ich ja nen ganz tollen , witzigen titel kreieren, aber ich nenn diesen faden mal ganz pragmatisch.

    und zwar genau das was er ist: eine art tagebuch, eine chronologische auflistung meiner teeerfahrungen ... und bunt /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

    ich starte hier mal mit einigen beiträgen aus andren themen

    Darjeeling Flugtee:

    Green Snail:


    soo.. jetzt wollt ich noch ein paar posten, aber es geht nicht.


    anscheinend zu lang?!


    probiere den hier mal noch:

    Sencha Megumi Nr.1 (Fukuoka/Hoshino-Yame)

    1. aufguß (45 sec.)

    sehr lecker, ausgeprägte maronennote (die ich bei den sencha letzte zeit öfter schmecke) mit feinwürziger süße. pelzig auf der zunge (scheint typisch für fukamushi zu sein?)

    2. aufguß (15 sec.)

    die nussig/kastanige note weicht einer grasiger werdenden süße, immer noch recht viel kraft, mehr als meine bisherigen sencha erfahrungen mit billigeren (außer dem Myazaki).

    3. aufguß (90 sec)... wasser auf 60° anstatt 70°, wie bei den ersten 2

    für mich gute balance aus der schwächer werdenden würze der ersten 2 und grasig frischer süße... auch adstringierender.

    schon der geruch war ein WOW-erlebnis, die aufgüsse durch die bank für mich als japantee-laien sehr zufriedenstellend.

    vom gesamtfazit: mehr würze und nuss-aroma als die gyokuro und shincha die ich bisher trank, bei gleicher süße.. von gemüse oder algen kaum ne spur, wenn im 1. und 2. minimal im hintergrund eher.


    als letzter zitierte erstmal, damit dieser erste beitrag nicht endlos wird:


    es werden noch statements zu den pu erh kommen.

    in naher zukunft werde ich auch eine bebilderte verkostung vom Xiaguan Nuanzhou 2008 in Keys tee fokus posten und hier verlinken.

    p.s.: hier kann (und soll) natürlich jeder reinschreiben, fragen, berichtigen, ergänzen!

    das blöde ist... jeder beitrag den ich nach einem von mir poste, wird einfach IN den vorherigen eingefügt, anstatt separat zu erscheinen /emoticons/sad@2x.png 2x" width="20" data-src="/emoticons/default_sad.png">


    zum abschluß ein paar links , dann wirds hier nicht so voll


    https://www.teetalk.de/topic/318-welc…e-44#entry18944

    https://www.teetalk.de/topic/318-welc…e-53#entry20455

    https://www.teetalk.de/topic/318-welc…e-55#entry20604

  • Quote

    das blöde ist... jeder beitrag den ich nach einem von mir poste, wird einfach IN den vorherigen eingefügt, anstatt separat zu erscheinen /emoticons/sad@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_sad.png">


    Das Problem hatte ich auch schon ein paar mal. Ich glaube, du musst einfach die Zeit abwarten, solange ein Beitrag von dir bearbeitet werden kann (10 Minuten?). Erst danach wird ein neuer Beitrag wieder separat erscheinen. Kann auch sein, dass ich jetzt Blödsinn erzählt habe, aber nach meiner Erfahrung müsste es so sein /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

    Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

  • Quote

    /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png"> nein, das ist einfach so, wenn der letzte Beitrag vom gleichen Autor stammt..


    Ja gut, aber das ist doch irgendwie ein Bug in der Forensoftware, oder?


    Es müsste doch möglich sein, im selben Thread verschiedene Beiträge nacheinander und vor allem separat schreiben zu können, ohne dass alles immer im selben Beitrag landet

    Der ist kein freier Mensch, der sich nicht auch einmal dem Nichtstun hingeben kann.

    Marcus Tullius Cicero (106 – 43 v. Chr.)

  • In den allermeisten Fällen spricht eigentlich nichts dagegen, wenn der neure Eintrag dem älteren angefügt wird. War schon öfters von Vorteil, wenn sich der alte nicht mehr bearbeiten liess, ich aber noch etwas hinzufügen wollte.

  • Das die Beiträge innerhalb eines Zeitraumes zusammengeführt werden, ist gewollt. Auch die Grenze von 10 Smilies und Bildern pro Beitrag hat seinen Grund und dient dazu, dass am Ende auch bei sehr Bilderreichen Themen, die Seiten noch von den meisten geladen werden können /emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Gruß
    Delmar

  • Gaba-Oolong (Taiwan)




    ein Oolong der dessen Oxidation durch Stickstoff (abgeschaut vom japanischen Gabalong) beeinflußt wird:

    Quote

    Zitat Tea plants are known to produce leaves especially high in glutamic acid. About two weeks prior to plucking, GABA oolong leaves are partially shaded, which causes increased production of this substance. During the oxidation-phase of production, all oxygen is replaced with nitrogen gas, whose presence causes the glutamic acid to be converted to Gamma-Aminobutyric Acid (from where the acronym "GABA" is derived).

    To meet Japanese standards and be labeled GABA Tea, the finished product must contain at least 150mg of GABA per 100g dry weight.

    Quelle: http://www.thejasminepearl.com/GABA_Oolong_p/5004.htm

    Der gesundheitsaspekt ist mir schnuppe, zumal 200mg GABA lachhaft sind, als nahrungsergänzung werden 2-3g empfohlen, außerdem ists umstritten ob es überhaupt bei exogener gabe die blut-hirn-schranke überwindet,

    soviel dazu /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">


    leider gab ich dem guten Helmi damals falsche infos, auf deutschen seiten stand was von "Glubin-säure", da war ich aufm holzweg, sorry. es ist tatsächlich Gamma-amino-buttersäure.

    ( hab mich irritieren lassen, es gibt lediglich Globuline, eiweiss-fraktionen, sind aber keine einzelne aminosäuren)


    jetzt das wichtige:

    das aroma ist verblüffend neu für mich bei Formosa Oolong.

    trotz stärkerer Oxidation ist er eher mild (keine herbe, starke röstaromen o.ä.) , aber mit sehr viel volumen. er entwickelt ein karamel/brombeer-aroma, vielleicht auch etwas süßkartoffel mit blumigen anleihen. letztere treten bei späteren aufgüssen mehr hervor.

    ein ulkiger tee !

    läßt sich locker 3mal aufgießen.

    für mich eine interessante facette unter den Oolongs

    es sei noch angemerkt: er hat als nasses aufgegossenes blatt teilweise aubergine-farbe.

    könnte sein, dass durch die stickstoffbehandlung tatsächlich die von gero angesprochenen Anthocyane  entstehen.

  • hey, einen gaba oolong hab ich hier. sind 3g als muster von teahome.


    werd ich in den nächsten tagen probieren - allerdings wäre ich da niemals drauf gekommen... /emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

  • Komisch, habe auch einen taiwanesischen GABA-Oolong, dessen Blätter habe ich aber ganz anders in Erinnerung. Vielleicht ist aber meine Erinnerung getrübt durch den Geschmackseindruck.Der läuft darauf hinaus, dass der Oolong bei mir gutes Potenzial für lange Reifung hat. Sehr, sehr lange Reifung, bevor ich wieder an die Packung gehe.

  • Mecha Miyazaki

    ich bediene mich mal dreisterweise einem beitrag aus lukes blog, der sehr informativ ist:

    Quote

    Zitat Was ist Mecha? In Japan versteht man darunter einen Tee, der aus Blattspitzen und/oder Knospenansätzen von Blättern, die auch für Sencha oder Gyokuro verwendet werden, hergestellt wird. Dabei handelt es sich, ähnlich wie bei Kukicha (Stängel) und Konacha (Bruch, Pulver), um ein Nebenprodukt, welches bei der Sencha- und Gyokuro-Herstellung anfällt. Trotz dieser "Zweitklassigkeit", die sich auch im niedrigeren Preis widerspiegelt, steht der Tee zumindest theoretisch seinen Vorbildern in nichts nach, weil es sich bei dem Produkt ja immer noch um Blätter handelt. Ein charakteristisches Merkmal für Mecha sind rundliche Blätter, welche gleichzeitig ein Indikator für ein hochwertiges Produkt sind. Das liegt daran, dass die Blattspitzen und Knospen sehr saftig sind und einen hohen Wassergehalt aufweisen, weswegen sie sich später einrollen. Außerdem sollen gerade in diesen Blattteilen die typischen Inhaltsstoffe besonders gut verdichtet sein, weswegen alle Bestandteile wie Umami, Koffein aber auch Herbe nicht fehlen. Auf der anderen Seite ist dieser Blattgrad der Grund dafür, dass man die Blätter nicht zu heiß aufgießen darf, da sonst eine bittere Brühe daraus zu werden droht.

    Quelle: http://blog.teekeramik.com/search/label/Mecha meiner sah dann so aus:

    https://www.teetalk.de/gallery/image/857-/

    sehr unregelmäßiges blatt, schöne dunkle farbe

    der geschmack war ausgesprochen aromatisch.

    viel umami mit kastanien-note, die im 2. aufguß zugunsten einer süßlichen note zurücktrat.

    eine angenehme herbe war zu spüren, die bei hoher dosierung oder zu heißem aufguß schnell störend auftreten kann (bei der verkostung im laden gings komplett daneben )

    sehr feiner tee, der auf jeden fall nachgekauft wird.

    anzumerken ist, dass alle 3 Miyazaki (Mecha, Shincha, "normaler" Sencha), die ich bisher trank, alle unterschiedlich waren.

    dieser hier am kräftigsten mit dieser starken kastaniennote.

  • ich muß zu meiner schande gestehen, dass ich ihn bei den aufgüssen nicht mehr akribisch unter die lupe nahm.


    wollte eigentlich auch bilder vom nassen blatt und dem aufguß machen, aber war auch wegen dem kunstlicht ungünstig, war schon spät.


    eigentlich weiß ich auch garnicht wie ich in dem grünen "matsch" blattknospen indentifizieren sollte. ich würde auch sagen, er war eher wie ein fukamushi.


    aber das blatt ist in der tat wesentlich grober als das von lukes tee... vielleicht ein Me-ara-cha? /emoticons/biggrin@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">


    vielleicht hatte luke tatsächlich ein feinere aussiebung, meiner ist mit 18,90/100g recht günstig, wenn ich die quali seines geschmacks und seine verwandschaft mit gyo in betracht ziehe.

  • Bio Yunnan Black Moonlight

    Quote

    Zitat [font='georgia, palatinofont-size:small']Dieser völlig neue Tee stammt direkt aus Pu Er, ehemals Simao, in der südchinesischen Provinz Yunnan. Es handelt sich hierbei um Blätter von über 500 jährigen Teebüschen, die bisher traditionell ausschließlich für die Produktion von Pu Er Tee verwendet wurden[/font]

    Quelle: http://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-…light-1303?c=16



    aufgrund des hinweises auf puer, habe ich ihn mal daran angelehnt aufgebrüht: 10g/ 250ml insgesamt 7 mal aufgegossen 30/ 45/ 60/ 75sec/1:30 /2:00 /3:00 nach dem 1.aufguß:


    noch verhalten, leicht erdig, nicht typisch wie der klassische "Golden Yumman" den man so kennt. 2+3. aufguß: tabak-würze mit malziger süße 4.aufguß: wird milder, im 3. schon leicht da: erinnert er etwas an den Dianpu ,die süße geht leicht zurück 5.-7. : donnerwetter, eine ausgewogenheit aus frucht und süße, wieder mehr als im 4. (hatte da wohln aussetzer ) weniger erdig... sehr rund fazit: überraschend, dafür dass ich noch keinen schwarztee 7 mal aufgoß, absolut überraschend.

    der 7. deutete an, dass er hier der letzte sinnvolle war . würde mich echt reizen ihn zu lagern, wie oben im link angesprochen. der White Moonlight wird als nächstes getestet:

    ev. wie Gero empfahl dann sogar 12g/250ml

  • Pu Erh Ma Hei (Yiwu) Sheng 2010


    dosierung ca 11,5g / 250ml

    aufgüsse: 15/25/40/60/80sec /1:45/2:20/2:45/3:20/4:00/4:00


    1. aufguß

    holzig, etwas ruppige würze, im hintergrund leicht erdig


    2/3.

    holzig, stärkere würze.. tendiert richtung trockenpflaumen, pilziges aroma kommt .


    4.

    pflaume hält sich noch bedeckt, stärker holzig/pilzig. erinnert an nachgeschmack manchen champagners


    5.-7.

    die pilz-note schwindet, die fruchtige trockenpflaumen note ist präsenter. im 6. kommt noch etwas karamell hinzu.


    8-10.

    insgesamt fast cremiger, von der frucht her gehts in richtung erdbeer/waldfrucht

    holz und pilz komplett verschwunden.


    11. aufguß

    nur noch reine erdbeer, ein leicht metallischer geschmack kommt dabei... als würde man nen löffel ableckt



    fazit: so toll hat er mir bisher noch nie geschmeckt, bin jetzt voller erwartung bzgl. der andern pu erh

  • Dein Verkostungsbericht ist interessant; probier doch mal die von Anima gepostete Methode für junge shengs aus


    http://www.puerh.fr/en/article/to_brew_a_young_puerh.htm


    das holzige am Anfang ist dann sicherlich weg/anders. Ich hab mit dieser Methode alles greifbare junge shenggemüse das ich hatte nochmals probiert, und war sehr verblüfft über die Veränderung.


    Ich verstehe sie eigentlich nicht, da ich ja mit heißem Waser wie immer aufgieße, dann zwar abgieße den Abguß abkühle und wieder draufschütte, aber das Ergebnis ist frappierend anders, als wenn man wie immer aufgießt.

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