Tetsubin - mit Zitronen gehandelt?
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Hallo,
schau mal hier: (Hier findest Du einiges)Da wird jeder fündig

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Das schaut spannend aus, mich würden da wirklich mal die Kannen von anderen Interessieren. Ich überlege auch mir einen Tetsubin zuzulegen.🤓
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@Entchen19 Vielen Dank fürs herzeigen!
Quotevor 9 Stunden schrieb GoldenTurtle: Abgesehen davon würde ich mir nicht so viele Gedanken machen, besser gemütlich Tee trinken und geniessen.
Ein guter Rat: so werde ich es machen 😉.
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Zeigt her eure Kessel... zeigt her eure Tetsubins... wir schauen ihn gemeinsam beim rosten zu...
/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" />Nein im Ernst , das würde mich auch sehr interessieren, weil diese Investition u.a. noch auf meiner Wunschliste steht.
Gibt es beim Rostansatz eigentlich einen Unterschied zu industrieller Ware vs Meisterstück?
Ich hatte mal was gelesen dass bestimmtes Material/Stahl, Näheres mir leider entfallen, weniger Rost ansetzt... gibt es da jemanden mit Erfahrung?
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Ich meine, die Zusammensetzung kann das beeinflussen.
Meiner ist übrigens von 2015 habe ich eben gesehen 😉
War ein Schnäppchen vom Weihnachtsmarkt, letzter Tag gewesen.
Die hatten da tatsächlich tolle Teeaccessoires in dem einen Jahr von einem Teehändler aus Saarbrücken.
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@Entchen19 lohnt sich denn diese Investition nur wegen des Wassers, wenn man mal die ganze Liebhaberei weglässt, wirklich? Hat man so einen bemerkenswerten Benefit? Oder ist das ganze wie bei Yixing... die Meinungen gehen weit auseinander.
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Ich würde sagen nein ...
Für mich ist es praktisch, weil ich dann nicht den Wasserkocher da stehen habe, es ist stilvoller auf dem Stövchen.
Ansonsten 🤷♀️
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Am 30.8.2022 um 23:12 schrieb Siebenschläfer: Ich hatte mal was gelesen dass bestimmtes Material/Stahl, Näheres mir leider entfallen, weniger Rost ansetzt... gibt es da jemanden mit Erfahrung?
Es gibt eine spezielle Behandlung, die Aktivierung des Eisens, bei der industriellen Ware nicht oder nicht immer gemacht wird. Das ist dann wohl weniger rostanfällig. Siehe unter "Activation": https://hojotea.com/categ_e/tetsubin.htm
Aber ich behaupte, das ist unterm Strich nicht so wichtig wie sorgfältige Handhabung. Jede Tetsubin wird automatisch rosten, das pure Eisen schreit einfach danach. Aber wenn sie sorgfältig behandelt wird, bleibt das oberflächlich und wird in absehbarer Zeit kein Problem. Umgekehrt wird jede Tetsubin stark leiden, wenn sie mit Wasser gefüllt öfter vergessen wird. Da hilft auch die Beschichtung nix.
QuoteAm 31.8.2022 um 13:38 schrieb Siebenschläfer: lohnt sich denn diese Investition nur wegen des Wassers, wenn man mal die ganze Liebhaberei weglässt, wirklich? Hat man so einen bemerkenswerten Benefit? Oder ist das ganze wie bei Yixing... die Meinungen gehen weit auseinander.
Defintiv wie bei Yixing
/emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" /> Es ist schon ein Effekt da, aber ob der den Aufwand lohnt und überhaupt erwünscht ist, kommt komplett auf die gebrühten Tees, das Wasser und den Geschmack der Teetrinkenden an. Ich mag meine Tetsu und freu mich sehr daran. Aber die Wahrheit ist: mit einem sauberen Edelstahlkessel oder Glaskocher kann man super Tee trinken. -
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Am 20.8.2022 um 11:54 schrieb GoldenTurtle: Ich finde diese innere Beschichtung langfristig gesehen einerlei unsinnig und auch gesundheitlich fragwürdig (man sagt ja, dass sich diese mehr und mehr löst) und ich wäre froh, wenn Händler sich mehr um Informationen diesbezüglich bemühen und beim Produkt jeweils vermerken, ob die Tetsubin innerlich mit Urushi beschichtet wurde oder nicht.
Ich möchte das Thema Beschichtungen bei Tetsubins nochmals ansprechen und diverse Falschaussagen/Missinterpretationen, die in diesem Thema dazu geäußert wurden, korrigieren und ins rechte Licht rücken.
Es gibt grundsätzlich 3 verschiedene Arten, wie das Innere einer Tetsubin behandelt/beschichtet werden kann:
Die günstigste und außerdem weitaus am häufigsten anzutreffende Art, ist eine Beschichtung mit Emaille. Hier spricht man allerdings eindeutig NICHT von einer Tetsubin, sondern von einer Gusseisernen Teekanne. Durch die Beschichtung mit Emaille wird eine geschlossene, vom Wasser/Tee nicht zu durchdringende Oberfläche im Inneren geschaffen. Das bedeutet, dass keinerlei Interaktion/Anreicherung des Wassers mit dem darunter liegenden Gusseisen stattfindet. Man sollte es tunlichst unterlassen diese Modelle via einer Wärmequelle zu erhitzen. Diese meist sehr günstig zu habenden Modelle sind dafür gedacht Tee darin zu brühen, weshalb sie i.d.R. mit einem Sieb ausgeliefert werden. Wie @GoldenTurtle zu der Vermutung kommt, dass sich diese Beschichtung mit der Zeit ablösen kann, kann ich nicht beurteilen. Ich persönlich würde hier auf ein Produkt Made in Japan setzen und den garstig günstigen chinesischen Tand außen vor lassen. Dann sollte sich, bei korrekter Handhabung, weder die Emaille lösen, noch muss man Sorge haben, dass die Qualität ebendieser zu Wünschen übrig lässt. Emaille ist übrigens eine Art Glas, welches aus natürlichen Rohstoffen wie Quarz, Feldspat, Soda, Borax und diversen Metalloxiden hergestellt wird und lebensmittelecht ist.
Eine gängige Art der Beschichtung bei Tetsubins ist überhaupt keine Beschichtung, sondern eine Oxidation des Inneren der Tetsubin, meist durch eine leicht gräulich-bläuliche Verfärbung ersichtlich. Hierfür wird die Tetsubin in einem Arbeitsschritt in ein Bett aus glühenden Kohlen gelegt (s. nachfolgendes Bild), wodurch ein Oxidationsbrand stattfindet, sprich, der Eisenoberfläche wird Sauerstoff entzogen. Man spricht hier auch von der "Aktivierung" des Eisens. Wenn man mit Marketing-Sprech verkaufen möchte, kann man wie Hojo behaupten, dass erst durch diesen Schritt eine Beeinflussung des Wassers durch das Eisen stattfindet, was so nicht stimmt (ich habe mich mit mehreren Produzenten/Meistern darüber unterhalten). Fest steht aber, dass das Innere der Tetsubin durch diesen Oxidationsbrand deutlich weniger rostanfällig wird; das ist auch der Hauptgrund für diesen Arbeitsschritt. Das Innere der Tetsubin ist bei dieser From also das "nackte" Eisen, nur eben durch den Sauerstoffentzug "veredelt".
Zu guter Letzt gibt es noch eine tatsächliche Variante der Beschichtung für das Innere einer Tetsubin: Urushi-Lack.
Urushi wird zunächst einmal hauptsächlich zur Veredelung/Färbung der äußeren Oberfläche der Tetsubin verwendet. Hierfür wird die Tetsubin zwischen 300-400°C erhitzt, um dann den Lack mit speziellen Bürsten aufzutragen. Ein schwieriger Arbeitsschritt, welcher i.d.R. vom Meister der Werkstatt selbst durchgeführt wird. Minimale Abweichungen bei der Temperatur, ungleichmäßiges Auftragen des Lacks etc. und die Oberfläche erscheint nicht in der gewünschten Art und die Tetsubin wandert zum Alteisen.
Um aber bei der inneren Beschichtung zu bleiben: Tetsubin aller Preislagen werden mit einer inneren Urushi-Beschichtung angeboten. Der Lack erfüllt hier den gleichen Zweck wie der oben angesprochene Oxidationsbrand: er reduziert/vermindert die Rostentwicklung, meist sogar noch zuverlässiger. Tetsubin, welche aus Eisensand/Magnetit gefertigt sind (Satetsu-Tetsubin) werden i.d.R. IMMER mit Urushi-Lack beschichtet, gleich aus welcher Werkstatt diese stammen. Aufgrund des speziellen Materials ist hier ein Sauerstoffentzug durch einen Oxidationsbrand nicht möglich, deshalb wird mit Lack beschichtet.
Wichtig hierbei: Urushi ist porös/durchlässig. Das bedeutet, dass das Wasser in jedem Fall durch das darunter liegende Eisen angereichert wird. Mehrere Meister bestätigten mir, dass der Unterschied der geschmacklichen Veränderung des Wassers bei der Erhitzung in oxidativ aktiviertem Eisen und urushi-beschichtetem Eisen marginal ist. Auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass die Urushi-Beschichtung sich im Laufe der Zeit löst, eine sachgemäße Handhabung des Kessels vorausgesetzt.
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Die spannende Frage, die sich mir stellt:
Kann ich diesen Oxidationsbrand wiederholen bei ner rostigen Tetsubin z.B., um die freizubrennen?
Würde das Sinn machen?
Holzkohle wäre vorhanden 😉
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@Entchen19, für diesen Oxidationsbrand braucht es extrem hohe Temperaturen. Dadurch würdest Du zwangsläufig die Lackierung/äußere Beschichtung Deiner Tetsubin zerstören. Im übrigen ist dies auch gar nicht nötig. Schau Dir mal dieses Video an, click. Durch die Behandlung mit Teeblättern wird der Rost zuverlässig deaktiviert und das Eisen verliert dadurch nicht seine positiven Eigenschaften auf das Wasser.
Ich empfehle Dir Deinem Kessel nicht mehr mit Stahlwolle zu Leibe zu rücken. Generell gilt: Das Innere einer Tetsubin sollte weder berührt, noch auf sonst eine Weise von Hand bearbeitet werden. Ich vermute, dass sich der Rost bei Deiner deswegen so stark bildet, weil das Wasser bei Dir den ganzen Tag über in der Tetsubin steht und nicht richtig kocht. Das begünstigt die Rostbildung ungemein. Ein weiterer wichtiger Punkt: benutze härteres Wasser!
Wenn Du ausschließlich gefiltertes Wasser, oder Flaschenwasser ala Black Forest verwendest, kann sich aufgrund der geringen Konzentration an Mineralien keine schützende Mineralschicht in der Tetsubin bilden. Diese ist für die Rostprävention essentiell!
Ich würde es mal so versuchen, wie in dem Video angegeben, also mit Teeblättern kochen, bis der Rost deaktiviert ist. Dann ein hartes Mineralwasser, oder einfach stinknormales ungefiltertes Leitungswasser nehmen (je härter desto besser!) und die Tetsubin damit neu einkochen. Musst Du ja nach der Teebehandlung sowieso machen. Im Idealfall wirst Du feststellen, dass Dein Tee Dir mit dem härteren Wasser besser schmeckt, als mit dem weichen Wasser, sodass Du Dir das Filtern/teures Flaschenwasser sparen kannst. Falls dem nicht so ist, (Du trinkst ja hauptsächlich Grüntee, gell?
/emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" /> ) würde ich das weiche Wasser komplett aufkochen und über eine Yuzamashi (alternativ mehrmaliges umgießen in andere Gefäße) soweit abkühlen, dass die Temperatur für Deinen Tee passt. Dann die Tetsubin nach der Session sofort leeren, sodass die Restwärme die Restfeuchte vertreibt und der Rost nicht/kaum entstehen kann.Die Methode mit dem Stövchen/Temperaturen deutlich unter dem Siedepunkt, ist für eine Tetsubin nicht wirklich geeignet, außer dass Wasser wird mehr oder weniger auf konstant hoher Temperatur (nahe dem Siedepunkt) gehalten.
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Quote
vor 13 Stunden schrieb Anima_Templi: wodurch ein Oxidationsbrand stattfindet, sprich, der Eisenoberfläche wird Sauerstoff entzogen.
Quotevor 13 Stunden schrieb Anima_Templi: Das Innere der Tetsubin ist bei dieser From also das "nackte" Eisen, nur eben durch den Sauerstoffentzug "veredelt".
Diese Aussagen verwundern mich. Ich würde das als Reduktionsbrand bezeichnen, eben weil dem Eisen Sauerstoff entzogen wird. Wobei ich mich frage, warum das Eisen denn ursprünglich Sauerstoff enthielt? War die Oberfläche oxidiert?
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Ja, dann halt Reduktionsbrand.
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Danke, Anima 🙂
ich lasse die Tetsubin tatsächlich immer komplett abtrocknen nach jeder Session, die dauert halt auch nur mal zwei Stunden.
ich war auch lange nicht mehr dran, werde das so wie im Video aber mal testen und dem Leitungswasser pur, danke!
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vor 11 Stunden schrieb Entchen19: ich lasse die Tetsubin tatsächlich immer komplett abtrocknen nach jeder Session, die dauert halt auch nur mal zwei Stunden.
Ist bei mir ähnlich, ich erwärme das Wasser dann aber noch mal, damit sie schneller abdampft. Wie sieht deine nun von Innen aus?
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Ich habe eben mal reingeschaut.
So wie auf den letzten Bildern würde ich sagen, hat sich nicht groß was geändert 🙂
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