Gradgenauer Wasserkocher

  • Nun hab ichs doch getan und mir den seit langem wegen der positiven Bewertungen abgespeicherten Kocher gekauft:

    https://www.amazon.de/gp/product/B09DYJP2BT/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o04_s00?ie=UTF8&psc=1&tag=kaffee-tee-21 [Anzeige]


    eigentlich für Babynahrung, aber das ist wahrscheinlich der Trick: das Ding MUSS funktionieren. Und es tut es auch. Ich wollte es nicht glauben, aber die gradgenaue Einstellung ist wirklich auch am reingehaltenen Thermometer ablesbar......


    Also wer einen Kocher sucht, der zwar langsam (800W), aber wirklich EXAKT und gradgenau kocht, dann passt das. Er giesst auch ganz gut- ja, dicker Strahl, aber sehr fokussiert. 400ml ist als Minimum angegeben, aber man kann auch sicher weniger.

    Ich werde ihn als Sous Vide Kocher und für Onsen-Ei benutzen und natürlich eben auch für Tee (neben meinem geliebten Kupferkessel) wenns automatisch gehen soll. Und für Kaffee, klar....


    Bedienung auch ohne Schnickschnack: ON machen, Temperatur "eindrehen" und los gehts zwischen 35 und 100 Grad. Schockolade schmelzen, Wachse erwärmen etc. geht natürlich alles auch. Aber in diesen Zeiten noch einen gradgenauen Kocher zu finden: das hat mich überrascht.

    Evtl. hilfst jemand bei der Suche zum moderaten Preis.

  • Quote

    Am 12.9.2022 um 20:10 schrieb GoldenTurtle: Ich schätze davon leitet sich auch dein Benutzername ab ... zeig doch gerne mal bei Gelegenheit, würde mich interessieren.

    hab ich doch schon (gleich einer meiner ersten Posts...) schaust du hier:

    Mittlerweiel mal so ein Halbszeittest:

    Nachwievor: geniales Teil. Anschalten, Temperatur am Drehrad anwählen, fertsch.

    Für den geneigten Teetrinker ist es allerdings so, daß der "Strahl" schon nicht gaaanz so fein dosiert austritt (da kein Minischwanenhals), so dass hier Achtsamkeit geschutl werden kann. Also das wäre ein "Nachteil" gegenüber den Schwanenhälsen. Ich mache es derzeit so: Wasser über nacht im Kupferkessel lagern (was auch immer da passiert;-) und dann im Glaskocher gradgenau erwärmen. Funzt super.

  • Hallo zusammen,


    möchte den Beitrag etwas nach oben schieben, da ich aktuell zwar einen Wasserkocher mit einer Temperaturvorwahl habe, aber halt nur in 10ner Schritten.

    Wenn ich von Auszug zu Auszug die Temperatur langsam steigern wollte oder gar direkt 75 Grad einstellen wollte, würde es nicht gehen /emoticons/sad@2x.png 2x" title=":(" width="20" />


    Das Durchstöbern der Internetseiten ist auch eher müßig.


    Die Temperaturvorwahl vom Fellow Stagg EKG finde ich schon klasse. Aus Platzgründen würde mir der Corvo schon besser gefallen.

    Für mich persönlich haben die jedoch wenige Nachteile, wodurch ich nicht zugreifen würde.


    • Schwarz passt bei mir garnicht /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" />
    • Von aussen sehe ich nicht wieviel Wasser ich eingieße. Ich muss in den Kocher reinschauen /emoticons/sad@2x.png 2x" title=":(" width="20" />
    • Muss man da etwa den ganzen Deckel abnehmen? Hat er kein Klappmechanismus?
    • Preis

    Mein kleiner WMF Vario mit der Temperatureinstellung des Fellow, wäre für mich das Maß aller Dinge.


    Gibt es da noch was gutes auf dem Markt? vielleicht kleine edle/ alteingesessene Hersteller, die bei den Suchmaschinen erstmal garnicht auftauchen?


    VG

    Chrizzzi

  • Danke für die Vorstellung. War sehr interesant zu lesen.

  • Hallo zusammen,


    ich benutze jetzt den Gastroback 42438 Design Tea and More Advanced.


    Der kann zwar nur 5Grad-Schritte, bisher komme ich mit dem Kocher aber gut klar.

    Der Hersteller hat sich bei mir wegen der Dichtung des Deckels gemeldet. BPA-Free und CE? Bestandteile gerne auf Anfrage.


    Was bringt jedoch ein einstellbarer Kocher, wenn die Genauigkeit nicht stimmig ist....

    Deshalb habe ich die für mich üblichen Temperaturen von 50 - 100 Grad mit einem Präzisions-Thermometer kontrolliert.

    Die Ergebnisse direkt nach dem akustischen Signal sind folgende (immer auf volle Grad auf- oder abgerundet):


    50 Grad -> 56 Grad

    55 Grad -> 60 Grad

    60 Grad -> 64 Grad

    65 Grad -> 68 Grad

    70 Grad -> 73 Grad

    75 Grad -> 80 Grad

    80 Grad -> 81 Grad

    85 Grad -> 85 Grad

    90 Grad -> 92 Grad

    95 Grad -> 98 Grad

    100 Grad -> 99 Grad


    Gute Genauigkeit also nur zwischen 80 und 100 Grad. Für sensible Tees ist die Abweichung von bis zu 5 Grad zumindest erwähnenswert.

    Das akustische Signal (5 maliges Piepen) gefällt mir gut, weil man es auch in anderen Räumen wahrnimmt.

    Der Kocher geht unmittelbar in die Warmhaltung, was mir auch gut gefällt. Nach zwei Minuten Warmhaltung erneutes akustisches Signal.

    Die Verarbeitung ist in meinen Augen gut, aber es geht bestimmt auch besser. Wobei ich für diesen Preisbereich auch schlechteres gesehen habe.


    VG Chrizzzi

  • Man sollte auch kein Laborgerät erwarten. Dass die Temperaturanzeige aber so weit abweicht ist schon arg fragwürdig. Man sollte meinen, dass es heutzutage möglich ist einen Wasserkocher mit einer Abweichung von +-1°C bauen zu können.

    Ich frage mich, ob er tatsächlich so falsch misst, oder ob die Software extra falsche Werte ausspuckt. Das habe ich bei meinem Wasserkocher von Severin auch festgestellt. Bei mir ist es aber genau andersherum. Die Temperatur ist noch nicht erreicht, aber die Anzeige steigt fröhlich weiter an. Am Ende wird die gewünschte Temperatur angezeigt, aber erreicht ist sie noch nicht. Daher möchte ich mir ja eine eigene Basis bauen.

    Da ich schon ein paar Experimente gemacht habe, kann ich aber auch bestätigen, dass es nicht einfach ist eine unbestimmte Wassermenge auf eine bestimmte Temperatur zu bringen. Das ganze System vom Heizelement bis hin zum Messfühler ist sehr träge, was ein schnelles und dabei auch noch genaues Erreichen der Temperatur sehr erschwert. Trotzdem sollte man meiner Meinung nach dem Bediener nicht die falsche Temperatur anzeigen.

  • Das stimmt @DavidL. Zudem ist halt die Temperatur an unterschiedlichen Stellen des Systems auch nicht gleich. Und wenn man dann das Wasser ins Brühgefäß kippt, kühlt es auch nochmal deutlich ab, selbst wenn man vorgewärmt hat.

    @Chrizzz ich verstehe gut den Wunsch, möglichst viele Parameter zu optimieren und Präzision zu erreichen. Ich würde mich aber echt nicht an 5 Grad hin oder her aufhängen. Ich glaube, dass es sehr wenige Fälle gibt, in denen 5°C mehr oder weniger den Unterschied machen zwischen einem gelungenen Tee und einem nicht gelungenen...

    Es sind so viele Dinge mit im Spiel bei der Kunst, Tee zu bereiten, dass die genaue Temperatur nur eines von vielen ist.

  • Quote

    vor 10 Minuten schrieb miig: Ich würde mich aber echt nicht an 5 Grad hin oder her aufhängen.

    Hallo miig,


    tue ich nicht /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" /> Mir war nur wichtig es Euch mitzuteilen, damit Ihr informiert seid, wenn Ihr einen Kauf beabsichtigt.

    Gemessen habe ich immer ca. 800 ml Flüssigkeit. Den Fühler habe ich versucht immer mittig in der Flüssigkeit zu halten. Also keine wissenschaftliche Abhandlung.


    VG Chrizzzi

  • @ChrizzzDa du die Teeblätter ja nicht bei Erreichen der Temperatur in den Wasserkocher streust, sondern das Wasser über die Teeblätter in der Kanne gießt, findet der Brühvorgang sowieso bei niedrigerer Temperatur statt, selbst wenn die Kanne vorgewärmt war. Daher ist es kein Problem, wenn der Wasserkocher die Wassertemperatur etwas unterschätzt.

    Ich denke, die Temperaturwerte sind vor allem als relative Werte interessant, wenn man Versuche mit unterschiedlichen Temperaturen macht, um für sich selbst die bester Temperatur für einen Tee zu finden. es geht ja um Teezubereitung, und nicht um ein wissenschaftliches Experiment.

  • ich meld mich auch mal wieder: "mein" Kocher ist evtl. deshlab so genau, weil er mit seinen 800W auch nciht der schnellste ist, der zieht schön langsam und damit gleichmässig hoch.


    Trotzdem: mein Stand jetzt ist der, daß mich der -normalerweise ja gewünschte- "grosse" Austrittsstrahl, dann doch leicht nervt: man will ja doch z.b. beim Deckel des Shibo die Teeblätter wieder mit reinspülen, oder vom Rand. Das geht mit einem feinem Strahl deutlich besser. Momentan schiebe ich dann doch oftmals mit der Hand das Blattrandgut wieder rein, oder überfülle den Shibo-auch nicht so elegant.

    Kurz: die Schwanenhälse haben ihre Berechtigung und damit ist man dann eben genau bei den klassischen Heros der Teewasserkocher;-)

  • Hallo,

    ich bin gerade auf diesen Thread gestoßen, da ich seit ein paar Tagen einen Fellow Stagg besitze.

    Was das Thema Schwanenhals betrifft, bin ich mir aber ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob das wirklich der "klassische Hero der Teewasserkocher" ist.

    Mancher zweite Aufguss ist mir damit zu stark geraten, vor alle mit den langsamer abgießenden Kyusu's.

    Meine Shibo's (v. Ales Dancak) oder auch Kyusu's haben alle eine Füllmenge zw. 150 - 200 ml.

    Ich habe den "Einguss" der Stagg mal gestoppt: Bei 150ml sind es knapp 10-11 Sek. / für 200 ml ca. 13-14 Sek.

    Im Vergleich dazu dauert der Einguss mit meinem WMF Vario nur max. halb so lange.

    Habe hierzu auch ein interessantes Vergleichsvideo bzgl. Corvo <-> Stagg gefunden:

    External Content www.youtube.com
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    Bisher hatte ich oft das Teewasser auch zunächst in meine Iso Alfi Skyline 0,6 gefüllt, mit der der Abfluss auch sehr gut steuerbar war.

    Wie sind denn bei euch so die Erfahrungen bzgl. Schwanenhals vs. Ziehzeiten?

    Viele Grüße Max

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