Welchen Tee trinkt ihr heute?

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    vor 15 Stunden schrieb Joscht: 2015 Jingmai Shengtai - FarmerLeaf

    Liegt's am Menschen oder liegt's am Tee? Mir ist er kaum in Erinnerung! Wiewohl das Prozedere der letzten Wochen allemal gleich war, Schwarzwaldwasser zu 98Grad, 5g auf 80ml, Ziehzeiten... die ziehen zwar etwas an, aber da wäre ja eher ein Ausschlag nach oben oder unten. Ich schiebe es mal auf "Die Ermordung des Commendatore", ich kam bei der zwölften Infusion etwas zu Bewusstsein, bitter bitter, nein, der Geschmack, feines Bitter. Naja, es gibt ja noch die eine oder andere Gelegenheit, ohne Murakami diesen Tee wertzuschätzen. Prost!

    Hi Joscht, unbekannterweise muss ich doch mal nachfragen was die eigtl. Aussage deines Posts ist, habs nämlich auch nach 2 mal lesen nicht verstanden worums geht.

  • @Joscht

    jo, aber was wolltest du denn jetzt eigtl. damit ausdrücken ?

    dass du ihn schon lange nicht mehr getrunken hast, dass er trotz versch. wasser und temps nicht groß was hermacht, dass er recht schwach ist und erst beim 12ten aufguss was bringt ?

    wortspiele sind ja ne tolle sache, aber man muss ja auch in irgendner art verstehen können worums eigtl. geht /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

  • PuErh entzieht sich dieser eindimensionalen Betrachtungsweise. PuErh schmeckt generell *nicht*. Das macht ihn so interessant und so vielseitig und vor allen Dingen auch: subjektiv.

  • 2009 Gushu Yiwu Luoshuidong - pu-erh.sk

    Süß!
    Ich war fast schockiert und dachte, was habe ich anders gemacht, warum schmeckt der so süß, ein anderes Kännchen, ja, aber daran kann es doch nicht liegen. Hehe, einfach ein anderer Tee! So etwas gibt es also doch, deutliches Süß in PuErh. Voll, weich, ab dem fünften Guß erfrischend Minze, ein Hauch bitter hinzu, wie ein schüchterner Hall in einer Gebirgskapelle.
    Acht Male, dann Erschöpfung. Aber nicht bei mir.

  • hahaha @Joscht. Deine (Nicht-)Antwort erinnert mich an Justins (der ältere Herr) Antwort auf Sheridans Frage. Ähnliche Strategie /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">


    (Nur B5-Fans wissen, die die Sache endet...) /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

  • 2006 Mengku Rongshi Daxueshan - von @chenshi-chinatee

    Wieder ein etwas gereifterer Jahrgang und wieder ein Volltreffer! Minzig über alle Infusionen, später kommt eine erdige Note hinzu, sehr im Hintergrund. Eine sanfte PuErh-Note. Die Tassenfarbe auf dem Foto ist ganz gut getroffen. Ein schöner Vertreter in der Bibliothek. Ich frage mich gerade nach der "Teeenergie", ich weiß es nicht mehr. Kann es sein, je mehr Aroma, desto weniger Qi? Oder mehr Ablenkung durch Wohlgeschmack?
    Wieder einmal freue ich mich: Wie oft ich den noch trinken kann!

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    vor einer Stunde schrieb Joscht: Ich frage mich gerade nach der "Teeenergie", ich weiß es nicht mehr. Kann es sein, je mehr Aroma, desto weniger Qi?

    Interessante Frage – würde ich zwar nicht allgemein so stehen lassen aber tendenziell habe ich auch die Feststellung gemacht, dass Shengs die stark auf Primäraromen setzen (also florale, frische, fruchtige Sheng setc.) oft ein weniger stark ausgeprägtes Qi haben als andere, bei denen eher sekundäre Aromen (würzig, deftig, bitter) im Vordergrund stehen oder die geschmacklich eher dezent sind (z.B. der Yiwu Guoyoulin von EoT).

    @topic: Gestern Abend gab es ein nettes Rou Gui Sample von @Ann bei einer Freundin im Shibo (leider etwas schlechte Lichtverhältnisse):

    Und heute mal wieder den 2017er Hekai von prSK:

    Hätte ich nicht gewusst was im Kännchen ist, wäre ich vermutlich nicht auf Hekai gekommen – weder sonderlich frisch noch sonderlich zitrus, dafür deutlich mehr Körper, schwerer und mineralischer. Anders aber auch gut /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

  • Ich habe einen ganz wunderbaren Tee im Gaiwan.

    Leider keine Bilder, weil ich ihn einfach gemütlich vor mich hin trinken wollte, aber er schmeckt mir so gut, dass ich nicht umhin komme ihn hier zu erwähnen.

    Es ist der China Ximeng Green Jade, von dem ich eine Probe bei TG geordert habe. Ich kann das Aroma gerade nicht genau benennen... Es erinnert mich an Frucht. Der Tee ist wunderbar lieblich und süss und ihm fehlt das, für viele Chinesen so typische, nussige Aroma komplett.

    Er hat einen langen Nachhall, breitet sich im ganzen Mund mit einer weichen, aber dennoch zielgerichteten Präsenz aus und beschert mir Aufguss, um Aufguss, um Aufguss...

    Ein ganz toller Tee, den ich hier wärmstens empfehlen möchte! /emoticons/wub@2x.png 2x" title=":love:" width="20" data-src="/emoticons/wub.png">

    And in the end, the love you take is equal to the love you make.

  • oh, @Anima_Templi, da Du so von Deinem "weichen Tee" schwärmst, muss ich meine aktuelle Session hier auch an bringen!

    Der kleine "Mengku tuo 2012" von @Diz. Hat meine Frau mir zu Weihnachten geschenkt und wird gerade zum dritten Mal gebrüht. So ziemlich das genaue Gegenteil von "weich und mild" eher heftige Bitterkeit und Schärfe. Noch nicht mal so übermäßig stark gebrüht mit 4,5g auf 100ml Kanne. Aber macht Spaß und hat durchaus seinen Reiz!

  • Heute steht ganz im Zeichen des 2012er Bulangs von EoT: Ich habe dank @miig die Gelegenheit zwei unterschiedliche Samples dieses tollen Tees miteinander zu vergleichen.

    [size=16]Malaysia-Storage vs. EU-Storage[/size]

    Rahmenbedingungen: Links eine Version des Bulangs die 2012-2017 in Malaysia gelagert wurde, rechts eine Probe die bis 2014 in UK, von da ab in DE gelagert wurde. Die Aufgussgefäße sind zwar nicht identisch, jedoch beide komplett glasiert und vom selben Künstler (Hong Song Il), um annähernd gleiche Bedingungen zu schaffen (unterschiedliches Volumen wurde bei der Teemenge berücksichtigt).
    Ergebnis: Der Unterschied ist gigantisch! Am trockenen Blatt sieht und riecht man es schon etwas aber vor allem im Aufguss zeigen sich die Unterschiede – die Malaysia-Version ist deutlich dunkler als die EU-Version und hat ganz andere Geschmacksnoten. Während die EU-Version in die Kategorie Tee fällt, die man als Substitut für eine Spritze beim Zahnarzt nutzen kann und neben der dominierenden Bitterkeit vor allem noch einen intensiven Stall-Charakter und eine leicht fruchtig-saure Note aufweist ist die Malaysia-Version viel zahmer, die Bitterkeit ist weniger "punktuell" sondern mehr "samtig-flächig" und wird von dezent ledrig-feuchten Noten begleitet. Unglaublich, wie stark 5 Jahre unterschiedliche Lagerung einen Tee verändern können!
    Anmerkung: Mein Bing habe ich 2014/2015 gekauft und liegt ziemlich in der Mitte von den beiden Samples – er hat noch einiges der groben Bitterkeit des EU-Samples aber weißt auch schon deutliche Anzeichen der Malaysia-Lagerung auf. Ich bin gespannt, wie er sich weiter entwickelt!

    [Malaysia immer links, EU rechts]

    Soweit zur ersten Runde – mein Tetsubin ist leer und ich hab vorerst genügend Flüssigkeit zu mir genommen, der Tee ist aber natürlich noch lange nicht erledigt, daher geht es damit heute Mittag weiter /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Vielen Dank @miig für die Samples und die damit verbundene Möglichkeit!


    PS: @GoldenTurtle du hattest doch letztens gemeint, dass dir die EoT-Lagerung nicht gefällt, aber die "neue" Lagerung nicht kennst – war das auf UK (alt) und Malaysia (neu) bezogen oder auf Malaysia (alt) und Kunming (neu)?

  • Ha! Heute Morgen Mengku Gushu 2007, Runde X+2 und was soll ich sagen? Wir sind wieder versöhnt /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png"> Kann kaum glauben, dass es der gleiche Tee sein soll, wie der vom letzten Wochenende /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png"> Toller, vielschichtiger Geschmack, der unglaublich lange nachschwingt. Perfekter Start in den Tag /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Euch allen einen schönen Feiertag!

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    vor 18 Minuten schrieb Paul: eigentlich befürchtet man ja so was.

    Oh nein mir gefällt als Freund gepflegter Bitterkeit auch die EU-Version hervorragend! Ich würde nicht einmal sagen dass der eine besser als der andere ist – sie sind nur anders aber beide klasse /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    PS: Soweit ich weiß wurde das EU-Sample auch nicht in einem Tontopf mit zusätzlicher Feuchtigkeit o.ä. gelagert, richtig @miig?

  • 2017 Gushu Bang Pen - pu-erh.sk

    Deutlich bitter mit einem süßlichen Ton, später kommt noch was flirrendes hinzu, wie etwas bleibt, wenn man auf Kümmel gebissen hat, der Kümmel ist schon längst weg, aber die Geschmacksnerven können sich nicht beruhigen. Überhaupt wurde der Tee nach dem sechsten Guß interessanter, was flirrte da nur mit. Ich kann es nicht benennen.

  • Heute war bei mir der Dark Pearl Oolong in der Tasse. Sehr lecker, allerdings habe ich die ersten Aufgüsse zu stark gehabt. Ich hatte 4gr/100ml, das war für die ersten Aufgüsse doch etwas viel. Da sind vermutlich ein paar Nuancen verschwunden. Allerdings wie immer bisher sehr solider Oolong, hab lang dran getrunken /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

    Gegen Ende wurde es interessant: Es war für mich nicht mehr wirklich fruchtig süß, wie sonst häufig, sondern es ging ein wenig in die Süße von Teig /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png"> Ich weiß auch nicht wieso ich das damit assoziere, aber irgendwie passte es heute. Könnte daran liegen das ich einen anderen Oolong letztens getrunken habe, der wesentlich fruchtiger war. War auf jeden Fall sehr angenehm, auch wenn ich jetzt etwas viel Tee getrunken habe.

    Aktuelle Packung ist fast leer, bin froh, dass der NAchschub schon da ist. Den Tee wollte ich auch mal als Kaltaufguss probieren /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

  • @Joscht Schöner Zufall, habe gestern 13er Ban Pen von Yu getrunken. Gutes Material von dem Ort ist schon klasse, erreicht für mich den Dunstkreis von LBZ, geographisch als auch aromatisch.

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    vor 23 Stunden schrieb Joscht: Ich frage mich gerade nach der "Teeenergie", ich weiß es nicht mehr. Kann es sein, je mehr Aroma, desto weniger Qi? Oder mehr Ablenkung durch Wohlgeschmack?

    Dieser Teeorie muss ich allerdings konsequent widersprechen - wenn, dann ist es eher noch umgekehrt, aber im Fokus auf aromatisch besonders ausdauerndere/ergiebige Tees. Diese sind tendenziell auch wirkungstechnisch eher zu den Potenteren zu zählen, aber nicht derart ausschliesslich, dass sich daraus eine Regel ableiten lässt.

  • Ich befinde mich weit davon entfernt, Teeorien aufzustellen. Das ist alles im zarten Stadium und Beginn einer Beobachtung. Alleine die Tatsache, auf Jahre immer wieder zu vermeintlich bekannten Bekannten zurückkehren zu können und sie dann gleich oder verändert vorzufinden, ist phänomenal und macht schwindlig - und ein Grund mehr, noch 30 Jahre zu leben.

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