Der letzte Beitrag hat mich dazu inspiriert, zum Start in das Wochenende auch mal wieder etwas Altes aufzugießen.
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Bei diesem Tee gehen Geschmack und Wirkung sehr harmonisch einher, zu der mundfüllenden Weichheit und Tiefe stellt sich bereits bei den ersten Schlucken eine zufriedene Entspanntheit ein, ich höre das Blut in den Ohren rauschen. Mein Buch habe ich weggelegt, das Hirn wird schwer und die Gedanken treiben dahin...
Die Lagerung war hinreichend sorgfältig, weder ist dieser Oolong zu einem Pu Erh mutiert, noch durch übermäßige Feuchtigkeit sauer geworden.
Der Cha Hai duftet als würde ich getrocknete Steinpilze einweichen, nach Sandelholz, (nicht brennenden) Räucherstäbchen und wie auf einem Gewürz Souk.
Im Mund sehr dicht und voll. Als wären Schokolade aus 100% Kakao und getrocknete Früchte zusammen mit einem gemischten Beutel chinesischer Medizin in Shiitake-Dashi gekocht und mit bestem Balsamico abgeschmeckt.
Der Abgang füllt Mund und Speiseröhre mit einer herb-holzigen Süße, die Lungen öffnen sich und Wärme durchzieht den Körper.
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Ich habe das Zählen der Aufgüsse mittlerweile aufgegeben, der Tee behält seinen Charakter ohne signifikante Wandlungen weiterhin bei. Lediglich die Aufgussfarbe beginnt langsam zu verblassen, statt in sattem Braun leuchtet die Tasse jetzt in Orangerot.
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Diesen tee werde ich heute nicht fertig trinken können, er wird mich noch das Wochenende über begleiten.
