Welchen Tee trinkt ihr heute?

  • @Joscht Scott von YS hat halt seine sehr spezielle Art der Teebeschreibung ( "fast Huigan" ) . Dafür ist er bekannt.

    Schau Dir mal seine Hong Cha Beschreibungen an ....

    So ein langweiliger Tee ist manchmal garnicht schlecht, nach schwerer Gartenarbeit trinke ich so etwas ganz gerne.

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    vor einer Stunde schrieb Joscht: wenn er ein langes Leben verspräche, wenn er Antibiotika überflüssig machte, wenn er einen Ersatz für Vitamin D darstellte im Winter oder ein probates Mittel gegen Warzen

    .. lustig. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" />Vielleicht taugt er um unliebsame Gäste loszuwerden. Oder als Pflanzenschutz? Ich glaub nicht wenige haben irgendwo so nen unliebsamen Fladen rumliegen.


    Ich hatte heute den hier. Der war auch ein wenig gesichtslos. Hatte ein bisschen was von stark gezogenem Honeybushtee, nur ohne die Fruchtigkeit und mit geringerer Säure. Insgesamt nicht schlimm, kann man schon gut mal einschieben aber ist recht eindimensional. Kann die Bewertungen nicht nachvollziehen.

    Was ich gut finde, die Tees von YS sind z.T auf Pestizide getestet.

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    vor 5 Minuten schrieb Matsch: Was ich gut finde, die Tees von YS sind z.T auf Pestizide getestet.

    Testen kann man viel, wurde ja in den letzten Jahren bewiesen.

    Diese Ripedinger habe ich alle aussortiert. Vielleicht experimentiere ich im Sommer damit wirklich mal Richtung Pflanzenschutz. Der heutige ist eben auch so ein Kandidat, ... wobei, Paul, wenn Dir so etwas Freude macht. Ich hänge den ganzen Mai/Juni im Harz fest, vielleicht ist ein Ausflug aus dem Arbeitseinerlei gar nicht schlecht.

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    vor 3 Minuten schrieb Joscht: Testen kann man viel, wurde ja in den letzten Jahren bewiesen.

    Was meinst du damit?

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    vor 6 Minuten schrieb Joscht: Diese Ripedinger habe ich alle aussortiert. Vielleicht experimentiere ich im Sommer damit wirklich mal Richtung Pflanzenschutz.

    Vielleicht kann ja noch einer hier was damit anfangen? Ich mag Shou an sich sehr gerne.

  • @Joscht Ye-sheng von 2002 hätte Dich schon stutzig machen sollen; ich bin wahrlich kein Ye-sheng Fan und es ist keine üble Nachrede, wenn ich behaupte, daß die meisten dieser Brüder nach so langer Zeit ihr Pulver verschossen haben.

    Schmeiß ihn einfach in die Tonne!

    (Daran erkennt man alte Hasen, daß sie auch mal etwas ohne Bedauern wegwerfen - verkaufen finde ich wie @Anima_Templi neulich so richtig sagte schäbig)

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    vor 17 Minuten schrieb Paul: Daran erkennt man alte Hasen, daß sie auch mal etwas ohne Bedauern wegwerfen - verkaufen finde ich wie @Anima_Templi neulich so richtig sagte schäbig

    Auch meine Meinung. Ich würde eine Auswahl diverser Fehlkäufe in eine Teerunde mitbringen und mich freuen, wenn einer sich freut.

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    vor 11 Minuten schrieb Joscht: Auch meine Meinung. Ich würde eine Auswahl diverser Fehlkäufe in eine Teerunde mitbringen und mich freuen, wenn einer sich freut.

    Dann würd ich aber auch einen Guten mitbringen 😃

    Was den Shou betrifft, hab ich bisher wahrgenommen das er vielen zu Beginn nicht schmeckt aber mit der Zeit Gefallen dran gefunden wird. War bei mir auch so. Verschenken freut da vielleicht auch noch jemanden, so wäre die Produktion nicht komplett umsonst gewesen.🤷‍♂️

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    vor 32 Minuten schrieb Joscht: Das ist eben so eine Sache, wie kann man für sich rausbekommen, das es was gutes ist, wenn man es selber für sich als Fehlkauf einsortiert. /grübel

    Ich glaub wir haben aneinander vorbei kommuniziert.

    Mein Gedanke war, wenn du relativ sicher schlechte Qualität hast und aussortierst und das dann mit ins Teetreffen trägst dann lädt dich keiner mehr ein zum Teetreff. Deswegen besser auch was Gutes, was dir und bestenfalls auch anderen zugesagt hat, mitbringen. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" /> das war spaßig gemeint.

    Das Erkennen von schlechtem Puh ist eine Frage der Erfahrung. Je mehr man getrunken hat, desto differenzierter kann man das beurteilen. Man lernt ständig dazu. Manches ist sogar aus der Ferne zu beurteilen. Wie Paul schon schrieb. Yesheng und alt ist wohl keine gute Kombination. Gibt wohl eher selten Ausnahmen, es gab kürzlich einen Thread dazu.

    Deswegen ist es auch ratsam immer erst ein Sample zu kaufen und mehrfach zu probieren. Ich hab kürzlich lernen müssen, dass auch der Test im neutralen Gefäß sinnvoll ist.

  • @Matsch ich werde nie so ein Spezialist werden (Nerd trifft es mehr, empfinde ich aber als abwertend, was ich nicht will). Ich glaube, das wird man auch an meinen „Rezensionen“ sehen, ich bin mehr feuilletonistisch und liebe mehr die Atmosphäre und die „schönen“ Dinge. Aber ein Aha-Erlebnis, beispielsweise selben Tee in verschiedenen Materialien gegossen, hatte ich noch nie. Schön wers kann und vor allen Dingen darin dann auch aufgeht. Ich kann und will mich auch gar nicht so sehr in die Tiefe verfransen… Was natürlich nicht heißt, Schätze zu erkennen und Nieten für mich auch zu benennen.

  • Wenn man weiter Tee trinkt kommt so oder so immer Erfahrung dazu, manchmal auch Neugier und ein bisschen drumherum. Teenerd sein ist durchweg positiv /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" />/emoticons/ph34r@2x.png 2x" title=":ph34r:" width="20" />

  • @Joscht das ist nicht nur auf Bitterkeit beschränkt: da ist es zwar sicher am deutlichsten zu merken aber den meisten jungen Sheng tut das gut und zeigen einen anderen Charakter, wie wenn man ihnen mit heißem Wasser zu Leibe rückt /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" />

    @topic: 2023 Guangbie von prSK

    Bei den 2023er Sheng von Peter ist mal wieder eine "neue" Region dabei: Guangbie Laozhai (广别老寨). Guangbie liegt in Hekai in Menghai auf einer Höhe von 1590m - angeblich stammen die Samen der Bäume aus der Laobanzhang-Region (natürlich viel zu lange her, als dass man da etwas konkretes zu sagen könnte), weshalb dem Tee eine gewisse Ähnlichkeit mit

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    vor 9 Stunden schrieb Matsch: Ich hatte heute den hier. Der war auch ein wenig gesichtslos. Hatte ein bisschen was von stark gezogenem Honeybushtee, nur ohne die Fruchtigkeit und mit geringerer Säure. Insgesamt nicht schlimm, kann man schon gut mal einschieben aber ist recht eindimensional. Kann die Bewertungen nicht nachvollziehen

    Bei der Beschreibung und den Kommentaren hätte ich auch zugeschlagen...🙄 Hoffe, dass dieser Shu das hält, was William verspricht.

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    vor 5 Stunden schrieb StainlessMind: Hoffe, dass dieser Shu das hält, was William verspricht.

    Könnte vielleicht noch etwas stark nach Gährung schmecken, klingt zumindest im Text etwas durch. Dafür vielleicht insgesamt mehr Geschmack? Klingt interessant. Ich bin grad etwas verwundert, dass eine leichtere Gärung einen stärkeren Wo Dui Geschmack ergibt? 🤔

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    vor 21 Minuten schrieb Matsch: dass eine leichtere Gärung einen stärkeren Wo Dui Geschmack ergibt?

    Ja das ist irgendwie kontra intuitiv.

    Den Wo Dui kann man hoffentlich auslüften, so zumindest mein Plan. Ne kleine Menge auflösen und offen lagern. Und sowieso wird noch von anderen Shops Shu kommen...eilt dann nicht.😜

  • Ich hab bisher noch nicht viele Shou getrunken. Vielleicht 10 bis 15 Stück. Mir gefallen aber am besten die Älteren davon. Vielleicht lohnt sich Geduld. Richtig gut kommt auch wenn ein Shou Qi hat, das hatte ich bisher nur einmal.

    Spannend find ich auch die unterschiedlichen "Geschmacksrichtungen". Ich bin null in der Lage das zuzuordnen (z.B. Chen xiang oder Jujube..da fällt mir die Begrifflichkeit nicht mehr ein) aber es fällt schon auf, das es unterschiedliche Charakteristiken gibt. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

  • Man Mai (Hekai) Gushu Dan Zhu 2013 von XinAnChu, kleinteiliges aber schönes Blattgut mit vielen goldenen Knospen und betörendem süßlichen Urin-Heu-Geruch.

    Untergrundspannung und ordentliche Konsistenz vorhanden, angenehm fokussierendes Qi kam einher. Geschmacklich sehr angenehm, initieller bitterer Kick gefolgt von leicht floraler Honig-Süße. Ansonsten konnte ich noch leichte Kampfer/Holznoten entdecken, insgesamt lag das geschmackliche Profil aber sehr im floral Süßlichen.

    Bekömmlich war die Angelegenheit auch, also idealer Tee um Pu'er-Neulinge zu beglücken. Ob es sich wirklich um Dan Zhu Material handelt, zweifle ich ein wenig an...ob das 2013 schon so eindeutig produziert wurde ?! 🤔

    Was ich mir eher vorstellen könnte, ist dass es sich um feinere Pflückung handelt, da ich keine größeren Blätter ausmachen konnte.

    Danke für die Probe!

  • Mengku Flavor 2020 Kingteamall, Herbsttee und mein günstigster Sheng-Beeng mit 19,99$ für 357 Gramm (0.05$/g)! Was soll man davon erwarten ?!

    Aus einem chinesischen Internetshop, der sich "Kingteamall" nennt ?!

    🤭

    Ein Hund der Harfe spielt ?!

    Doch im Ernst die KTM hat sich bei mir als vertrauenswürdige Quelle etabliert unter anderem wegen diesem Tee.

    Aufgebrüht wurden heute 5 Gramm in 130 ml, die ersten beiden Aufgüsse waren sehr leicht, florale Noten und ein leichter Kohlgeschmack, keine Bitterkeit, aber Konsistenz war vorhanden.

    Dieser Tee will länger ziehen, daher pushte ich den dritten Aufguss. Die floralen Noten verschwanden in einem Gemisch, was ich nicht so recht beschreiben kann, so "Pu'er-Geschmack" halt, die folgenden Aufgüsse produzierten wieder einen sehr zugänglichen eher leichten und floralen Tee, darauf ließ ich wieder lange ziehen, doch auch nun zeigte sich die Floralität nur diesmal tiefer, intensiver.

    Sehr interessant, dass dieser Tee so lang ziehen muss, oder anders ausgedrückt, so leicht ist. Aber unter Betrachtung des Preises, muss ich Ihn trotzdem loben, denn abgesehen von leichter Trockenheit und minimaler Adstringenz zeigen sich keine unagenehmen Eigenschaften (außer man hat was gegen Floralität), im Gegenteil konnte ich ein wenig ChaQi ausmachen und etwas Komplexität weißt er auch auf!

    Als billige Grundlage für die "Hausmischung" (z.B. In Kombination mit etwas Lao Man E), um Floralität hineinzugeben, sehe ich ihn geeignet, daher werde ich mir beizeiten mehr davon besorgen.

  • Formosa Lala Shan 2013 Jin Xuan


    Insgesamt ein angenehmer Oolong von Atong. Über die ersten 2-3 Aufgüsse Röstnoten mit fruchtigen Anklängen. Ich mag geröstete Oolong an sich gerne, für mich kommen die Vorteile aber meist erst im Verlauf einer Sitzung zur Geltung, anfangs wirkt es für mich teilweise etwas harsch. Bei diesem Tee funktioniert das noch ganz gut, obwohl es trotzdem eine Phase bleibt über die man hinaus möchte.

    Im Verlauf gewinnt der Tee mit jedem Aufguss an Fülle. Schöne fruchtige Noten mit einer feinwürzigen Komponente, die gefühlt aus der leichten Adstringenz entsteht und aus leichtem Gewürzregalaroma und minimaler Schärfe (vermutlich aus der Röstung?) besteht. Der Tee legt sich trocken aber angenehm im Rachen ab und hinterlässt einen anhaltenden fruchtigen Nachgeschmack mit einer feinen Säure.

    Ab der Mitte kommt dann immer mehr Süße dazu, welche dem Tee noch mehr Geschmack verleiht und das runde Gesamtbild zum Vorschein bringt. Sehr aromatisch und schön zu trinken. Es endet in einem typischen Oolonggeschmack den ich nicht definieren kann, vielleicht der des Kultivars? Beschriebene Cremigkeit nehme ich nicht wahr.

    Mich würde sehr interessieren, wie der Tee vor ein paar Jahren geschmeckt hat.

    Zuletzt kommt mir der Gedanke, das (Taiwan)Oolongs (zumindest die, an die ich rankomme) mich bei weitem nicht mehr so vom Hocker hauen wie am Anfang meiner Teereise. Es gibt immer wieder einzelne Ausnahmen (vor allem auch von Atong) aber im Vergleich zu einer PuSitzung bleib ich schon immer mal ein bisschen unbefriedigt zurück. Liegt vielleicht auch am Koffein, ich empfinde aber auch meist weniger Tiefe. Bei diesem Tee ging das aber, vor allem ab der Mitte.

    Allerletzte Gedanken, ...schönes Blattgut....mit überraschend ungleichmäßiger Oxidation (? Rottöne?)...gute Ausdauer.

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