Meine Antwort hat lange auf sich warten lassen, ich kam in den letzten Wochen einfach nicht zum Schreiben.
Daher finde ich die Japanischen Kirschholz Dosen auch gar nicht mal so geeignet für Sencha. Auch wenn das vielleicht nahe liegt. Aber bei einer Tüte kann man halt die Luft raus drücken und dann hält der Tee auch etwas länger.
Meine Erfahrungen beschränken sich auf Metalldosen unterschiedlicher Machart. Einige grüne Taiwanoolongs lagerten gut darin, allerdings besaß ich zu der Zeit nur wenige Tees, weshalb sie maximal 9 Monate gelagert wurden. Die meisten der so gelagerten Tees verloren in dieser Zeit an Aroma, Geschmacksveränderungen erinnere ich nicht.
So ganz verstehe ich die Kritik nicht. Ich habe auch ein paar von diesen Dosen mit Long Jing vom Gerd gekauft und bei mir war der Tee nicht direkt in der Dose drin, sondern es gab noch eine zusätzliche Verpackung, die man ohne weiteres - nachdem man die Luft rausgedrückt hat - wieder mit einem Clip verschließen kann.
Das "n=1" sollte das geringe Gewicht der Aussage deutlich machen. Insgesamt lagere ich seit ein paar Jahren keine Tees mehr in Dosen, weil die Doybags besser zu meiner Lagerung passen. In Ausnahmefällen lagern Stücke aufgebrochener, vorwiegend ältere Shengs, zum "atmen" in Dosen.
Hier ein Foto der Dose in der der Long Jing geliefert wurde.
Der Tee war in einem mit diesen dünnen Metalldrähten wieder verschließbaren Plastiktütchen. Also, meine Einlassung ist keine generelle Kritik an den Verpackungen des Cha Dao, sondern bezieht sich nur auf diesen einen Fall.
Nun zum zum gestrigen Tee, ich hoffe nachher noch einen zu schaffen.
Des Pandas Bulang aus dem Jahr 2021, vertrieben von Teamania ( Diz). Dieser Tee schließt eine Lücke, von deren möglicher Schließung ich bis gestern nichts wusste. Mit Bulangshengs hatte ich Startschwierigkeiten, weil sie im Vergleich zu, sagen wir, einem Yiwu sofort auf 100 sind und es kaum Zwischenschritte gibt. D.h. man kann sich nicht wie bei Cacao von einer 70%igen Schokolade zu einer 90%igen in Zwischenschritten herantasten, sondern bekommt gleich die 90%ige und genau hier kommt Pandas Bulang ins Spiel, denn der Tee stellt einen solchen Zwischenschritt dar. Er ist kräftig, hat Bitterkeit und etwas Erde und dennoch, für Bulangverhältnisse, zugänglich.