Welchen Tee trinkt ihr heute?

  • Meine Antwort hat lange auf sich warten lassen, ich kam in den letzten Wochen einfach nicht zum Schreiben.

    Ich denke wir Teetrinker sind recht geduldige Zeitgenossen :D war jetzt selber auch gefühlt ein Jahr nicht mehr da. Kommt schon auch fast hin :D

    Bei mir gab es heute Morgen zwei mal hinter einander, aus meiner recht neu erworbenen Banko Yaki (120ml von Meister Iroku IV) den Sencha Midori No2. Für diesen Sencha find ich das es kaum was besseres gibt, als eben eine Banko. Aus dem Hon Shudei Houhin bevorzuge ich Kabusecha, Gyokuro vemutlich auch, aber da hab ich immer noch keinen gekauft. Mal sehen ob ich von Bild von ihr hochladen kann, die Schreibarbeit läuft über den Laptop, am Smartphone ist mir das schreiben zu aufwendig :o leider hab ich bislang noch keine Tasse mit 80-100ml aus dem Shidei gefunden.

  • Anfang der Woche habe ich den ersten Tee (->einfach eine Blütenknospe aufgegossen in meiner 25ml mini Kanne) von meiner Teepflanze (Bloomtea von Lubrera) probiert.

    Geschmacklich recht interessant: sehr fruchtig/blumig etwas wie Yabao? aber irgendwie etwas grüner und weniger süß. Außerdem ziemlich mineralisch im Abgang....

    Hoffentlich klappt´s diesmal mit der Überwinterung...

  • [...] war jetzt selber auch gefühlt ein Jahr nicht mehr da. [...]

    Dann hast du sicher stapelweise Teebesprechungen in der Hinterhand. ;)

    Hoffentlich klappt´s diesmal mit der Überwinterung...

    Hast du das Pflänzchen draußen?

    Yinzhen zum einläuten des Wochenendes. Genauer gesagt der Zhenghe Style Baihao Yinzhen von teamina. Auf Grund des Bestellzeitpunktes müsste es sich um den Jahrgang 2024 handeln.


    Nach den durchaus positiven Erfahrungen mit frischen Grüntees in den letzten beiden Jahren, wollte ich mich ebenfalls nach neuen Weißtees umsehen. Für heute sind die beiden Gaiwans mit je einem anderen Blatt zu Wasser-Verhältnis befüllt, was nur zu minimalen Unterschieden in den Aufgüssen führte.
    Dieser Yinzhen trifft eine gute Balance zwischen einem milden Gesamteindruck und einzeln erkennbaren Geschmacksnoten. Zu einem typisch pflanzlichen Geschmack kommt ergänzend eine entfernt wahrnehmbare Süße und Blümchen hinzu.

    Beide Fotos fangen die Farbe des Aufgusses kaum ein, auf dem rechten Foto sind immerhin die sehr kleinen Blattbestandteile zu erkennen.

  • Dann hast du sicher stapelweise Teebesprechungen in der Hinterhand. ;)

    Nunja, ich hab auch ein paar Menschen zum Tee trinken gebracht :D Selber hab ich mich seitdem durch einige Oolongs probiert und find das auch sehr angenehm, zum Testen kommt erstmal alles in den Gawain, der hat jetzt erstmal 3 Heicha Teatasting Cups dazu bekommen, ich werde alsbald meine Mutter und meinen Bruder mit dem Songboling 2008 in die Welt der Oolongs einführen. Bei den Oolongs hab ich von nahezu kaum oxidiert bis hin zur vollständigen Oxidierung alles verkostet, mit der kleinen Erfahrung kann ich aber sagen, das ich die Oolongs von Meister Atong so ziemlich mit am besten fand, der 2008 Songboling ist jetzt der erste, den ich als ebenbürtig erachte, und ich hab mir noch nicht die richtig teuren geleistet. Den Da Hong Pao vom TKK zum Beispiel empfand ich im Vergleich zu dem vom Chadao als wenig erfüllend. Prinzipiell find ich die Art Tee schon ziemlich gut, aber auch ein akezptabler bis guter Tie Guan Yin vermag mich zu begeistern. Den Oriental Beauty Premium hab ich mal unterschlagen der ist auch hinreißend. Der Songboling kommt aber auch in meiner Dong Feng Red Clay ziemlich gut, kann ich nicht unbedingt von allen Tees behaupten, wobei da keiner richtig schlecht drin wurde. Ich glaub der Ton entspricht in etwa dem Hongni bin aber darüber recht unsicher.

    Heute Morgen hatte ich erstmal den Kabusecha Asanoka, meine Empfehlung, mir schmeckt der richtig gut und der Nachhall ist auch wirklich sehr langanhaltend, hat jetzt aber in den 2 Wochen die er wohl schon offen ist, doch schon an Frische verloren, naja sind noch 2 bis 3 Portionen. Zubereitet in der Houhin, die andere Houhin braucht Urushi Lack ^^ da hab ich den Deckel entzweit -.- ja krank sein und mit Kännchen hantieren kann schon spannend sein... Im Anschluss gab es dann noch, weil der Asanoka nicht so teeinhaltig zu sein scheint, den Midori No 2 aus der Banko. War ein recht unausgeschlafene Nacht, später mach ich mir noch irgend nen anderen Tee. Muß jetzt langsam ma was für den Blutzucker tun ^^

  • 2012 Auspicious Huangshan Yayun

    Nach einem weiteren kleinen aber feinen Tee-Treffen letzte Woche in Hessen (vielen Dank nochmals an alle zwei- sowie vierbeinigen Teilnehmer!) nun wieder "back to normal" was Blog-Posts anbelangt - den Anfang macht ein Tee von Jim, da ein absoluter no-brainer: wenn selbst Peter sagt, Tees von dem Kerl kann man blind kaufen, dann will es was heißen (zu dem Produzenten hatte ich bei dem 2011er Chawangshu etwas mehr geschrieben) 😅

    Der Name des Tees, Huangshan Yayun (荒山雅韻), sagt zunächst mal nicht viel über die Herkunft aus, da es nur ein poetischer Name ist - zu Deutsch bedeutet er so viel wie "Klang des verlassenen Berges" (oder so ähnlich) - allerdings stammt das Material laut Kamil aus Yibang. Dafür wirkt das Blatt relativ groß - wenn auch nicht ganz so groß wie bei einem Yiwu wie z.B. dem ebenfalls von 2012 stammenden Senlin Yun aus Yishanmo - allerdings bedeutet Yibang auch nicht gleich zwingend kleine Blätter, da dort neben der allseits bekannten kleinblättrigen Variante auch andere Varianten wachsen. Vielleicht liegt es daran, vielleicht an den 13 Jahren Reifung in Asien, vielleicht aber auch einfach daran, dass es sich um ein Tee von Jim handelt: er ist zumindest beim ersten Eindruck nicht typisch Yibang. Keine bunten, aufdringlichen Facetten auf der Geschmacksebene sondern es steht die Reifung im Vordergrund, umspielt von etwas bitter-süßer Adstringenz und einem Hauch Quittengelee - insgesamt ein eher gediegener, entspannter Charakter, der mir aber auch wie bei den anderen JXJS-Produktionen sehr gut gefällt! Im Vergleich zu dem Yishanmo hat der Yibang ein etwas dezenteres Qi aber ist auf der Geschmacks- und Aromaebene spannender - hier kommt dann halt doch trotz Handschrift des Produzenten und Reifung der Charakter der Herkunftsregion durch. Schöner Tee, bei dem sich definitiv ein Kännchen lohnt, das wie das ROC Julunzhu auch die feineren Facetten erhält - gerade in Kombination mit einem maximal neutralen Schälchen wie diesem Dehua Schälchen von Huang Yongxing's Buchangqi Studio (不常器), die übrigens ein völlig anderen Charakter haben, als die Dehua Schälchen von Studio Feng.

  • Heute steht der Vergleich zwischen pu-erh.sk's Chafang Pang San Zhou 2025 Standard und Chafang Pang San Zhou 2025 5 oldest trees an. Der Vergleich läuft mit einem Kännchen und einem Gaiwan ab. Im ersten Durchlauf befindet sich die Standardversion im Kännchen und die fünf alten Bäume im Gaiwan, danach ist es umgekehrt. Heute Abend schaffe ich nur den ersten Durchlauf, den zweiten gibt es morgen. Bei dieser Art des Vergleiches lässt sich hauptsächlich etwas zu den Unterschied in Duft und Geschmack sagen, Mundgefühl, Nachgeschmack und Wirkung sind beim nacheinander Trinken nicht sinnvoll zwischen den Tees zu unterscheiden.

    Durchlauf 1:

    Die wahrnehmbaren Unterschiede im Duft beider Tees sind minimal, ob trockenes oder feuchtes Blatt. Der heutige Vergleich ist nicht verblindet, daher kann es sich bei diesen Unterschiede gut und gerne um Einbildung handeln, oder Tagesform oder oder oder...

    Ebenso verhält es sich mit den ersten beiden Aufguss, beim zweiten Aufguss hatte ich sogar vergessen welcher Tee in welchem Schälchen ist, sie ließen sich nicht auseinander halten. Der dritte Aufguss ist schon spannender: die Standartversion ist fruchtiger, während bei den älteren Bäumen die Grundnote kräftiger ist und der Aufguss leichte Bitterkeit aufweist. So geht es bis Aufguss sieben weiter, hier zeigt sich die längere Ausdauer der älteren Bäume, die Standardversion muss länger ziehen, damit das Wasser nach etwas schmeckt.
    Durch die Erhöhung der Ziehzeit bekommt man die Standardversion ebenfalls bitter, falls dies das Ziel sein sollte, bei den älteren Bäumen empfinde ich längere Ziehzeiten bei den frühen Aufgüssen als zu viel des Guten. Deshalb gebe ich bei Grandpa Style Zubereitung mit dem 5 oldest auch weniger Blätter ins Wasser als mit der Standardversion.
    Selbstverständlich schüttete ich die Aufgüsse beider Tees mal zusammen und das Ergebnis überzeugt mich mehr als die es die Tees einzeln tun. Das Zwischenfazit für den ersten Durchlauf lautet: Sehr schöne Lerngelegenheit, definitiv interessanter als die Mischung von Pang San Zhou und Vei Ans Tea Material aus dem letzten Jahr.
    Mal sehen, ob sich morgen daran etwas ändert.

    [...] das ich die Oolongs von Meister Atong so ziemlich mit am besten fand,[...] Den Oriental Beauty Premium hab ich mal unterschlagen der ist auch hinreißend. [...]

    Meine Erfahrungen mit Atong's Oolongs sind ebenfalls positiv, ich hatte aber andere als du. Den Premium Oriental Beauty hab ich auch noch irgendwo und müsste ihn ein zweites Mal trinken.

  • Ich war nun in der letzten Zeit wegen meines Umzugs sehr ruhig geworden. Natürlich steht der Teetisch als erstes und so kann ich heute den ersten ruhigen Tag seit einiger Zeit mit einem leckeren Qi Lan von Teamania beginnen. :)

    Die Lichtverhältnisse sind nun anders und nicht ganz so optimal. Dafür viel heller.


  • 2018 Laos Ban Konmaen Gushu - TKK - Olivier Schneider


    Im Puerh-Portfolio von TKK hat sich in letzter Zeit einiges getan, gerade im Maocha-Bereich. Aber auch ein paar neue Cakes sind aufgenommen worden, weshalb ich mal eine breite Palette an neuen Tees von Oli und Olivier bestellt habe ;) Und der hier genannte hat es sich - den hätte ich vielleicht nicht mit 10g/10ml dosieren sollen, sondern etwas zahmer.

    Von Anfang an ein reichhaltiger Fruchtkompott, sehr kräftig mit mäßiger Bitterkeit. Tannine sind spürbar, aber nicht dominant. Für den Selbstversuch empfehle ich keine 1:1-Tee-Wasser-Ratio. Ich denke dann kommen die leckeren Fruchtnoten noch besser zum Vorschein, geschweige denn ihn mit 100 Grad aufzugießen. Da reichen 90-95 Grad völlig. Vom trockenen Blatt habe ich leider keine Bild gemacht, aber er erinnerte mich mit seinen dunklen filigranen Blättern eher an einen Hongcha als Maocha verarbeitet, als an einen Puerh.


    Also ja, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Olivier Schneider muss ich sagen, kann man durchaus mal den ein oder anderen Tee von ihm kaufen ;) Es ist hier allerdings kein Tee, der mich auf der QI-Ebene abholt, sondern eher was den Geschmack betrifft. Das QI ist vorhanden, aber nicht hervorstechend.

  • Nach DavidL s Umzug, Gartenarbeit und Reifenwechsel war mir heute auch wieder nach einem Tee, der mich etwas stärkt. Die Wahl fiel aufgrund des herbstlichen Wetters auf den 2021er New School Lincang Shou von TKK.

    Ein Tee mit weichem Mundgefühl, hölzern und leicht süßlich. Hat glücklicherweise auch nicht zu sehr gepusht. Konnte damit nochmal die letzten Sonnenstrahlen genießen.

  • Zweiter Durchlauf des gestern begonnenen Vergleichs, also Chafang Pang San Zhou Standard im Gaiwan und Chafang Pang San Zhou five oldest trees im Kännchen.

    Ehrlich gesagt hätte der Vergleich langweilig enden können, dem ist glücklicherweise nicht so.



    Beim Duft ist es fast wie gestern, beide Tees unterscheiden sich in Nuancen, in der Blindverkostung wären sie sehr schwer auseinander zu halten. Ich meine bei den ältesten Bäumen heute eine Zitrusnote wahrzunehmen.

    Interessanter wird es auf der Geschmacksebene. Das Kännchen schleift viel von der gestern erwähnten Bitterkeit ab. Dadurch verringern sich die Unterschiede zwischen den beiden Tees zunächst, so ab dem vierten Aufguss kommt dadurch die Frucht besser zur Geltung. Da das Kännchen ebenfalls die Grundnote dämpft, wirkt der Tee weniger kräftig, dafür gefällt er mir so besser.
    Die Standardversion ist zunächst recht unspektakulär, mit den längeren Ziehzeiten ab Aufguss fünf extrahiert das Wasser etwas mineralisches. Gießt man nun beide Aufgüsse zusammen, ergibt sich aus Frucht und Mineralien eine Assoziation mit Marmelade.



    Das heutige Fazit: Sehr deutlich wurde der positive Einfluss des Kännchens auf beide Tees, dieses Ergebnis ist ein nicht beabsichtigtes Nebenprodukt des Vergleichs. Die Standardversion ging im Gaiwan unter, Grandpa Style im Büro gebrüht war sie in der Vergangenheit zumindest ordentlich. Vor die Wahl zwischen den beiden verglichenen Tees gestellt, würde ich den 5 oldest trees wählen. Es folgen zwei aber:

    Aber, da gibt es noch diesen mindswitch. Ok, dieses Jahr gibt es ihn nicht, aber in den letzten Jahren. Peter schrieb, das habe an der Kommunikation gelegen, vermutlich wird es also in Zukunft wieder mindwitch Jahrgänge geben. In einer solchen Welt würde meine Wahl auf den mindswitch fallen, weil der five oldest trees eher mit diesem, als mit der Standartversion konkurriert. Dann ergibt es mehr Sinn aus dem Pang San Zhou-Material einen Blend zu kreieren und damit einen Variantenreicheren Pang San Zhou zu bekommen, anstatt die Stärken einiger weniger Bäume vom mindswitch in den Schatten stellen zu lassen.

    Aber, es gab dieses Jahr noch eine dritte Version aus Pang San Zhou-Material, nämlich den Early Spring. Dieser war nicht Teil des Vergleiches, wurde in den letzten Monaten aber im Wechsel mit den anderen beiden getrunken.
    Das ist für mich persönlich der klar beste Tee der drei! Mir egal, wie alt oder jung die Bäume im Blend sind, dass Huang Pian mit verarbeitet wurde oder wie "grün"* er produziert war.
    Ich hatte hatte auf Grund dieses Tees eine ziemliche Vorfreude auf den diesjährigen mindswitch. Schade.
    Vermutlich ist die Frische des early spring von großer Bedeutung für meinen Eindruck, weil der Tee sich damit vom Pang San zhou 22 Mao Cha und mindswitch 24 Mao Cha abhebt, den ich viel trank.

    Insgesamt war der Vergleich eine schöne und interessante Lerngelegenheit.

    *Ein Rückschluss basierend auf der Optik des nassen Blattwerks, ich habe keine verbrieften Informationen dazu.

  • Heute gab es Felsentees von der Marke Manting (Teemeister Liu Baoshun) mit nem Special Grade Dahongpao und Rougui. Yongle Tiange (Teemeister Liu Feng) mit nem Special Grade Shuixian sowie Jinfo und Wangweiwang. Baihuayan (Teemeister Ye Qitong) mit einem Wuyuanjian Shuixian.
    Und dann noch die Tees von Teemeister Formosa Wulong himself 8) (silbrige Doypack): Rougui, Huangdan, Yuqilin (alter traditioneller Kultivar).

  • Nachtrag zu Sonntag (habs auch endlich mal geschafft den Post zu dem Tee fertig zu machen 🙈): 2007 Douji Jingmai Dashu

    Nachdem wir letztes Wochenende auch ein paar Douji-Tees zusammen getrunken haben, hatte ich Lust einen weiteren zu probieren: da hat sich der Jingmai angeboten, da es mit dem 2009er Jingmai hier auch wie bei dem 2007er Youle Dashu vs dem 2009er Youle einen Vergleichswert gibt. Preislich liegt der Tee mit 1,47€/g (Sample-Preis von Adam) nahezu auf dem Level von dem 2007er Nannuo.

    Was mir bei dem Tee auffällt ist eine leichte Rotfärbung mancher Blätter (siehe insbesondere Detailbild von dem Bing-Stück): diese ist nicht nur einseitig oberflächlich (also kein Abfärben vom Neifei) und bei zu vielen, als dass es ein Ausreiser-Blatt wäre, aber andererseits auch nicht bei genügend, dass es eine bewusst rote Produktion zu sein scheint - sehr merkwürdig. Ansonsten hab ich aus meinen Fehlern gelernt und direkt zu einem Zini-Kännchen gegriffen, dass die Adstringenz etwas abmildern soll und auch gleich mit einer niedrigeren Temperatur begonnen: so bekommt man einen durchaus akzeptablen, semi-aged Jingmai - sprich deutlich freundlicher als der Nannuo oder der Youle aber halt auch Jingmai-typisch langweiliger. Qualitativ zwar eindeutig besser als die 2009er Version aber wie schon bei den anderen Tees deutlich zu teuer für das geleistete - was übrigens auch der Konsens beim Tee-Treffen war: man bezahlt einfach zu viel für den Namen mit. Das gibt zwar wie bei einem 7542 Dayi Preis-Stabilität für Investoren aber ich bin kein Investor, ich bin ein Trinker und daher sind kleine Produzenten wie Peter und Co da einfach viel spannender, da man hier nicht für den Namen sondern nur für die Tee-Qualität bezahlt (vorausgesetzt natürlich es ist ein vertrauenswürdiger Produzent wie Peter und kein Amateur, der einem Fake-Stuff verkauft).

  • 2015 Sunsing Mahei

    Mit der neuen Wohnung ist nun auch anderes Wasser vorhanden. Das Wasser hier im Landkreis Hildesheim hat eine Härte von 1,9°dH und hinterlässt im Wasserkocher keine Kalkrückstände. Das ist erfreulich. Jedoch musste ich auch schon feststellen, dass mir zu weiches Wasser nicht so gut schmeckt. Es hat eine art sauren Beigeschmack, den ich auch hier im Leitungswasser wahrnehme. Dagegen hilft die Zubereitung in Ton. Dieser scheint dem Wasser wieder Mineralien hinzuzufügen oder mit dem Wasser so zu reagieren, dass mir dieser Geschmack nicht so auffällt.

    Die leichte HK Storage Note mit der Mahei typischen beerigen Bitterkeit kommt so zumindest gut rüber. Der Tee schmeckt auch hier mit dem neuen Wasser. :)

  • Die Sunsing Tees gab’s mal bei Anmo in Düsseldorf. Mir war das HK-Aroma selbst bei den jüngeren immer zu prägnant, auch qualitativ war ich nicht begeistert. Ob der Mahei dabei war weiß ich allerdings nicht mehr.

    And in the end, the love you take is equal to the love you make.

  • Heute hatte ich Herbstlaub.

    Selbstverständlich ist das kein Herbstlaub, sondern alter Weißer Tee. In beiden Gefäßen befindet sich loser Shou Mei 2017 von Nan Yi Tee aus Berlin. Gestern hatte ich vom selben Händler gepressten Shou Mei aus 2017. Ob es sich dabei um den selben Tee nur einmal lose und einmal gepresst handelt weiß ich nicht. Die beiden Tees sind sich jedoch so ähnlich, dass sich eine getrennte Besprechung nicht lohnt. Hier ein Foto des Kuchens zum Vergleich:


    Auf Nan Yi Tee bin ich über das Händlerverzeichnis des Forum gestoßen, weil ich einer Dienstreise nach Berlin noch ein vergnügliches Element hinzufügen wollte. Ein Besuch vor Ort hat sich doch nicht ergeben, deshalb hab ich mir ein paar Tees schicken lassen.

    Seit einem Gespräch mit DavidL auf der Teezui 2024 wollte ich meine Leidenschaft für alten Weißtee neu anfachen. Im Frühjahr bin ich seinem Tipp folgend in die alten Weißtees des Dresdener Teewalds eingetaucht. Nach einer Einarbeitungszeit habe ich dazu nichts geschrieben, weil ich mich im Vokabular etwas eingeschränkt sah. Der heutige Tee ist da ein wirklich dankbarer Startpunkt, um ins Schreiben zu kommen. Der Plan sieht vor sukzessive von den Teewald und weiteren Nan Yi Tee zu berichten.

    Der heutige und auch der gestrige Tees duften erwartungsgemäß gereift, nach Heu, Holz und dunklen reifen Früchten.

    Die ersten beiden Aufgüsse haben mir zu viel Holz. Zugegeben die Füllmenge auf den Fotos ist ein Stresstest und mit weniger Tee lässt sich die Holznote einfangen, dadurch wird Aufguss drei und fort folgende ebenfalls schwächer und das möchte ich nicht. Denn ab da wartet der Tee mit einem schweren Fruchtgeschmack auf, so in Richtung Pflaume, Feige oder Datteln. Jeder Aufguss verhält sich wie die Fotokopie des vorherigen. Man bekommt den gleichen Inhalt wie vorher nur ein wenig undeutlich, ein wenig schwächer.

    Mehr Komplexität ist da nicht und in diesem Fall gefällt mir das Ergebnis. Der Tee erhält für die ersten zwanzig Minuten Aufmerksamkeit, danach kehre ich über den Abend hinweg immer wieder zu ihm zurück. Durch das Warten geht, anders als bei meinen Pus, nichts verloren.
    Der Tee hält gut wach, den Text wollte ich morgen früh schreiben, aber wenn ich sowieso wach bin .. :)

  • Da vermute ich doch mal sehr stark, das er nicht dabei war.

    Fairerweise muss ich sagen, dass ich das Sunsing-Probenpaket seinerzeit, nachdem ich 2 Tees probiert hatte, sofort weiter gegeben habe, weil ich sie so furchtbar fand... 😅🙈
    Kann also sein, dass mir der Mahei entgangen ist, weswegen aber keine Trauerstimmung aufkommt. 😁

    And in the end, the love you take is equal to the love you make.

  • Lustig 😃 ja wenn HK Storage bei dir kategorisch die Nackenhaare Richtung Himmel stellt, dann wird dir der Mahei vermutlich auch nix geben, obwohl das, zumindest für mein Empfinden, wirklich sehr light bis fast nicht vorhanden ist bei dem Tee. Wenn du Interesse hast, ich könnte dir ein Sample schicken, mit einzwei weiteren Impressionen ^^

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