Welchen Tee trinkt ihr heute?

  • 2017 Daqishu Yiwu von EoT

    Ich bin mir noch nicht so sicher, was ich von dem Tee halten soll. Die 10 Jahre Kunming Reifung haben ihm schöne fruchtige Noten in Richtung Dörrobst verliehen, die mit der leichten Süße anfangs sehr angenehm schmecken. Nach einiger Zeit musste ich die Ziehzeiten dann verringern, ansonsten wurden die fruchtigen Noten zu konzentriert und zu einem undefinierbaren kräftigen Geschmack. Die Bitterkeit war nicht stark ausgeprägt. Die Textur war leider recht dünn.

    Insgesamt wirkte der Tee etwas schwach. Er war sehr mild und hatte nur anfangs einen süßen, ansonsten einen fruchtig, leicht säuerlichen Nachgeschmack.

  • "Long Mei Yunnan Green Tea of Zhenyuan Spring 2025"

    Mein Zweiter verkosteter Tee aus meiner Yunnan Sourcing Lieferung ist ein "Long Mei Yunnan Green Tea of Zhenyuan Spring 2025", sehr mild, ganz leichte Aromatik, schöne leichte Blumigkeit, sanfte Bittere im Abgang, sehr heller Aufguss, der Tee ist sicher nicht das absolute Highlight, aber für den Preis ein sehr schöner Alltags Tee. Aufgegossen habe ich den Tee europäisch, 900 ml, 10 g, 5 min.

  • echter Long Jing.

    Long Jing kommt ausschließlich aus Hangzhou, vom West See. Denn Long Jing ist nicht nur eine Herstellungsweise, er wird auch aus nur am Ursprungsort vorhandenen eigenen Kultivaren hergestellt. Minderwertige Kopien, nur äußerlich identisch, findet man aber aus ganz China.

    Um den See herum gibt es verschiedene Mikroanbaugebiete, wie in diesem Fall Shifeng - der Löwengipfel.

    Nur der Tee von dort sollte leicht gelblich sein, statt hellgrün. Die Teeblätter sind uniform in der Erscheinung und vor allem in der Farbe nach dem Aufguss. Der Tee wird in der Pfanne geröstet, hiervon dürfen nur minimale Spuren sichtbar sein, größere braune Stellen sind ein Qualitätsmangel.

    Die Röstung zeigt sich nur im Aroma des trockenen Blattes, Aroma und Geschmack zeigen einen frischen, grünen Charakter. Typisch ist eine leichte, nur hintergründige Grünholzbitterkeit mit Anklängen von frisch geschnittenem Gras. Der Tee hat keinerlei Heu- oder Laubnoten, dies ist ein Zeichen für falsche Verarbeitung.

    Das Mundgefühl ist trotz des leichten Aromas sehr weich und voll, der Nachgeschmack ist sehr lang.

    Die für Long Jing charakteristische Maronennote mit sowohl süßen, herben und nussigen Bestandteilen. Die initiale florale Bitterkeit wandelt sich in ein starkes Hui Gan im Nachgeschmack.

  • Erneut der Mahei Shi Men Kan 2025 von EoT

    Ein wunderbar sanfter Tee mit viel Tiefe und einer sehr entspannenden Wirkung.

    Ich denke nicht, dass die Power ausreicht zum großartigen Reifen, aber inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass gar nicht jeder Sheng zum Reifen gedacht ist.

    Laut dem Buch "Ancient Caravans and Urban Chic" kam der ganze Hype um gereiften Tee erst in den 1990er von Taiwan nach Yiwu, wo man früher seinen Tee nach ein paar Jahren weggeschmissen hat. Das Konzept der damals in Hong Kong gereiften Fabriktees nun auf alle Shengs zu fabrizieren ist denke ich falsch.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich denke schon, dass sich auch nicht Factory Shengs entwickeln können und besser werden können. Aber es pauschal für alle Shengs anzunehmen ist denke ich falsch.

    Dieser Sheng hier ist so wie er ist schon großartig und würde meiner Meinung nach nach zu vielen Jahren dann eher wieder abbauen und zwar schon viel eher, als es bei Factory Sheng der Fall wäre.

    Ich freue mich zumindest auf diesen Tee gestoßen zu sein und ihn heute wieder genossen zu haben. 🙂

  • Vorm Eintreffend er diesjährigen Grünteeernte wollte ich mit ein paar Tees "durch" sein. Gestern brachte die Post die Grüntees und ich bin mit den geplanten Tees nicht "durch".

    Heute habe ich dann farmer leafs Huey Wa 2022 "geschafft". Ein paar Jahre trieb mich die Neugier bei diesem Tee, weswegen er gelagert wurde. Beim letzten testen der lagernden Tees traf ich die Entscheidung diesen Tee auf zu trinken, weil sich die Entwicklung des Tees schlicht entschieden anfühlt.


    Der Tee wird mit steigendem alter im positiven Sinne eindimensionaler. Es hat sich ein wirklich schöne Süße entwickelt. Leider nur für drei bis vier Aufgüsse.

    Außerdem stand dieses Wochenende ein Weißteevergleich aus einem nachbestellten Teaclub Paket von Essence of Tea an. Enthalten waren zwei lose Shou Mei aus 2005 und 2008, sowie ein recht junger Weißtee aus Yiwumaterial. Der Vergleich von Fuding Weißtees funktioniert meines Erachtens nach nicht sonderlich gut mit Weißtees aus Pu-Erh-Material, dafür sind sie zu unterschiedlich.
    Daher wurden die beiden Shou Meis mit Mei Leafs Simple Dreams 3 aus 2019 verglichen. 2005 und 2008 unterscheiden sich schon voneinander, erwartungsgemäß schmeckt der 2005er älter als der 2008er. Der Vergleich mit dem Simple Dreams 3 macht jedoch deutlich, was ich seit meinem Wiedereinstieg in die Weißteewelt im letzten Jahr mehrfach bemerkt habe: Die jüngeren Shou Meis sind komplexer im Geschmack, dafür nicht so kräftig. Die älteren Shou Meis konvergieren mehr und mehr zu einer einzelnen kräftigen Fruchtnote.
    Da ist ein Vergleich schon hilfreich, um eigene Präferenzen zu entwickeln.

    Das Linke Bild zeigt EoTs Shou Mei aus 2008, das rechte Mei Leaf Simple Dreams 3 aus 2019. Das Bild des Shou Meis aus 2005 ist leider abhanden gekommen.
    Zwischen beiden Tees liegen 11 Jahre, eine Differenz die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Auf dem linken Bild sieht man am unteren rechten Rand ein helleres Blatt und dem rechten Bild ist links mittig am Rand ein helleres Blatt. Das auf dem rechten Bild ist noch klar als grün zu erkennen.


  • Heute mir der runde wieder am Wasser gewesen. 💪🏼

    Bei uns gab es heute als erstes den Yunnan golden bud vom TeekontorKiel.

    Der Tee geht in Richtung Rot/Schwarztee er hat immdift und immersten Schluck eine schöne zitrus Note und wird dann im Abgang sanft und schwarzteeig.

    Dazu hatten wir eben die wunderbare Aussicht über die Flensburger Förde.

    Im Verlauf der Session kam jedoch ein fedriger genosse dazu der scheinbar dem Inhalt des Rücksackes wo sich die snacks befanden angetan war. ^^


    Zum Abschluss haben wir noch einen Tee den ich mir aus Amerika mitgenommen habe getrunken. Ein unbekannter Weißtee mit Mango Apfel Stücken und einer kleinen Vanille note gennant Ambrosia. (Gekauft im Tea Emporium in der Shab row in Fredrik Maryland)


    Im großen ganzen ein angenehmes mildes Und beruhigendes Teeründchen.

  • 901 vs 001

    Dank Luigi konnt ich mal vergleichen. Insgesamt ein interessanter Vergleich. Die verschiedenen Jahrgänge und auch die Chargen innerhalb eines Jahres unterscheiden sich bei solchen Produktionen ja teilweise schon deutlich, so hat es jedenfalls MarshallN mal beschrieben.

    Ich hab nun einzelne Vergleiche hinter mir (501 vs. 504 8582 oder 501 7542 mit vs ohne white tag) und ich kann sagen, heute ähnelten sich die Tees schon deutlich weniger, als bei den letzten Vergleichsverkostungen. Man hatte über die Aufgüsse durchweg das Gefühl, die beiden Tees sind artverwandt. Beides sind Tees die für mein Empfinden sowohl Factorysheng als auch speziell das Rezept 7542 von Dayi gut repräsentieren, mit ihren teils harzigen Pflaumennoten und der kräftigen Herbe und späterer Süße.

    Es gab unterschiede in einzelnen Aufgüssen und Unterschiede die sich über die Session durchzogen. Zu Beginn hatte der 2010er eine Lagerungsnote, die sich etwas abhob, kurz aber spürbar, könnte der Schrank sein in dem er gelagert wird (?) aber durchaus angenehm und irgendwie stimmig.
    Ansonsten hatte ich den Eindruck, dass die Tees sich über die Aufgüsse vor allem in der Art ihrer Bitterkeit und ihrer Süße unterscheiden. Der 901 hatte eine verzögerte, spitzere, kristallklare Bitterkeit, der 001 war da etwas direkter und breiter aber teilweise auch stumpfer. Ähnlich mit der Süße, die beim 901 später kam, länger blieb und an karamell erinnert. Beim 001 war die Süße ambivalent, mal zuckrig, später etwas süßstoffartig. Die Unterschiede kann man schon schmecken, geschlossener runder Geschmack, langer Nachgeschmack und Feinheit, Rafinesse, (soweit man bei Factory davonsprechen kann) der 901 hat oft eine Nuance mehr davon, trotzdessen und auch trotz des etwas rauheren Charakters, fällt der 001, wenn man den Preis in das Fazit einbezieht, nicht wesentlich ab gegenüber seinem wesentlich teureren Pendant. Insgesamt sind es 12 Aufgüsse geworden. Beim Letzten war vom 901 ein wenig mehr übrig. Dennoch lohnte bei beiden der 13. Aufguss nicht.

  • Nach einer langen Phase, in der ich mich durch allerlei japanische Teesorten probiert habe, bin ich - einem meiner doch zusehends mehr werdenden Londonaufenthalte ist's geschuldet - jetzt wieder bei Earl Grey angekommen. Nur mit Mühe kann ich der Versuchung widerstehen, da Milch reinzukippen. Heute: Earl Grey Excelsior aus dem hannöverschen Kräuter-Basar. Schon ziemlich gut, vielleicht etwas zu viel Bergamotte.

    [ Eigentlich trinke ich ja lieber Bier ... ]

  • Der heutige Tee ist Eines von zwei Samples, welche einer Bestellung im letzten Jahr beilagen.



    Ich habe beiden Tees sehr lange keine Beachtung geschenkt, weil ich der Annahme war, das die Samples eher eine nette Geste sind, statt guter Tee.
    Vor ein paar Tagen hab ich mich dann an das erste Sample gewagt und der Tee war überraschend gut. Heute kam dann das zweite Sample in den Gaiwan.



    Der Beschreibung nach, ein LaoBanzhang 2009 von Haiwan. Eine TeeFabrik von einem ehemaligen Mitarbeiter der MenghaiTeaFactory. Ich habe tief im Pumidor vergraben einen Haiwankuchen von 2008, der mich bei der ersten Verkostung nicht vom Hocker gehauen hat. Ansonsten keine Erfahrungswerte mit Zou Bingliang.


    Alles in allem wieder ein schönes Erlebnis. Die Banzhanggeschmacksgebung war erkennbar, eine der wenigen Regionen, wo ich mir ein in etwa Wiedererkennen zutraue.
    Der Tee überzeugte vor allem durch seine Art und Weise. In einzelnen Metriken wirkte er sehr hochwertig, so hatte er einen sehr starke Aromatik im Duft, die sehr ausdauernd am Porzellan haftete.Das Mundgefühl war weich und gleichzeitig voll. Der Nachgeschmack war langanhaltend und teilweise saftig. Gleichzeitig behielt der Tee aber im Stil einen Factorycharakter, zeigte etwas Schärfe, was mir gut gefallen hat.

    Leider wurde die Session unterbrochen, was dem weiteren Verlauf nicht so gut getan hat. es hat einzwei Aufgüsse gedauert, bis der rote Faden wieder da war und sich in den späteren Aufgüssen eine schöne Süße dazu gesellte.

  • Ich freue mich, heute die diesjährige Shincha Saison für mich eröffnen zu können!

    Den Kondowase Kultivar kenne ich auch nicht nicht, daher voller Vorfreude heute den VERY FIRST von Senchaism in das Kännchen gepackt. Etwas teuer mit (wegen) der Marke so drumherum, aber immerhin handgepflückt und durchaus hohes Qualitätsniveau.

    ...und was für ein Start in die neue Teesaison!

    Sehr viel tropische Früchte mit Lychee voran, cremiges zungenschmeichelndes umami und ergänzt durch würzige Nussnoten und Schokolade dahinter.

  • Meine beim Cha Dao bestellenten Grüntees sind vor ungefähr 1,5 Wochen eingetroffen. Es ist Zeit für einen Zwischenstand.

    Kurz gesagt sind die Tees bisher sehr nahe am Eindruck aus dem letzten Jahrgang.

    Etwas ausführlicher gesprochen, ist vor allem der Shuanjing Lu Cha extrem nahe am letzten Jahrgang, weil es sich um die 2025er Ernte handelt. Zum Zeitpunkt der Vorbestellung war der 2026er nicht im Shop. Der Lieferung lang dann als Zugabe dieser Tee bei. Er bewegt sich klar in gemüsigen Gefilden und ist für meinen Geschmack ein recht kräftiger Grüntee.


    Huangshan Mao Feng 2026: Auch gemüsig, aber sehr zurückgenommen, leicht und trotzdem frisch. Er war vor dem Shuangjian leer, obwohl letzterer zuerst geöffnet wurde. Für eine knappe Woche war der Mao Feng mein erster Tee des Tages.


    Als nächsten habe ich den 2026er Bai Mu Dan geöffnet. Frisch, pflanzlich und manchmal blumig gefällt er mir ebenfalls. Der einleitende Satz sprich von der Grünteelieferung, selbstverständlich ist der Bai Mu Dan ein Weißtee.


    Dieses Jahr hat sich bei mir der Gedanke eingeschlichen, zwischen denn einzelnen Tees an sich und dem Gesamterlebnis Grüntees 2026 zu unterscheiden. Das Gesamterlebnis würde ohne den Shuanjing Lu Cha ganz sicher leiden. Würde ich Grüntees jedoch in Gebindegrößen wie Pu Erh kaufen, wäre er im Vergleich zu den beiden anderen verzichtbar. Mal sehen wie weit der Gedanke bei den restlichen Tees trägt.

    PS: Beim Einfügen der Fotos stich der Bai Mu Dan im Wasser als das schönste Foto her aus.

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