Welchen Tee trinkt ihr heute?

  • Einer meiner Arbeitstees: 2024 Ailao Shan von TTpl

    Für seine 2 Jahre erstaunlich weit. Anfangs noch sehr blumig und kräftig, heute schon sehr viel milder mit Noten von Steinobst und einer Mineralität im Abgang. Hat noch genug Stärke, denke ich. Mehr zumindest, als der Ku Zhu Shan Danzhu, den ich letztens erst vorgestellt habe. Die Aufgussfarbe ist auch schön dunkel geworden, sieht hier nur wegen der Lichtverhältnisse etwas gelblicher aus. Geht in eine gute Richtung aktuell.

  • nach langer Zeit mal wieder ein Yu Tee, ein sehr staubiges TKK Sample,. ...

    erstaunlich wenig Bitter, etwas Zwiebeln, zieht am Gesicht, im Körper geschmacklich unspannend, Textur nicht beeindruckend.

    ..aber es stört auch nix...

    standhafter etwas würzig-süßer Nachgeschmack plus Wirkung machen den Tee zu nem kann man machen Tee...

    angenehm auch, es ist etwas Schärfe vorhanden, würd man gar nicht erwarten bei Yu.

    Insgesamt aber nichts was ich häufiger Trinken würde.

  • Manfred Der Tee war wesentlich weniger bitter, und hatte einen für mich schöneren und vergleichsweise langanhaltenden Nachgeschmack. Die Art der Bitterkeit hat mir auch etwas besser gefallen bei diesem, nicht weil sie zurückhaltender war sondern weil sie auf mich etwas voller und nicht so stumpf wirkte. Die Wirkung des Tees war auch stärker.

  • Das ist interessant, in meiner Erinnerung war der Tee von Teelix gar nicht sehr bitter. Auch laut der Webseite von Farmerleaf ist der Tee von Teelix aus "sweet varietal" Teeblättern gemacht.

    Ich habe ja etwas davon mitgenommen, aber bei der Hitze möchte ich ihn im Moment nicht aufgießen. Ich werde mich aber noch einmal melden, wenn ich ihn hier zubereitet habe.

  • Im Vergleich wirkte er schon merklich herber auf mich, der FarmerLeaf Tee. Das ist aber alles relativ, er war mir nicht zu bitter, darum ging es mir gar nicht, ich mag bittere Tees. Ich mochte nur diese Art der Bitterkeit nicht, das hatte für mich einen pflanzlichen, etwas stumpfen Charakter.

  • Ich hatte dieses Jahr einige Gaoshan Oolong, zu denen ich noch nichts geschrieben habe.

    Nachdem ich diese Sorte für einige Jahre eher vernachlässigt habe, wollte ich hier jetzt doch mal wieder systematisch auf die Suche gehen.

    Von den Tees, die ich mir im vergangenen Winter neu gekauft habe, will ich zwei Cui Feng Tees etwas genauer vorstellen. Einen weiteren, günstigeren Tee habe ich mir fürs Büro gekauft, ein weiterer konnte im Test zu Hause nicht überzeugen. Ich habe mir noch einen Dong Pian mitgebracht, der mich aber auch eher kalt lässt. Da ich den Farmer/Garten kenne, bestätigt mich das darin, dass mir diese sehr leichten Tees weniger zusagen.

    Zu den heutigen Tees: Cui Feng liegt im Gebiet He Huan Shan, leicht südlich von Lishan. Das Anbaugebiet ist relativ neu und liegt im Vergleich zu den anderen Regionen im Zentralen Hochland eher tief, auf nicht mehr als 2000m. Die Tees sind allgemein leichter, mit weniger Körper und Hochland Qi als die Lishan Vertreter, dafür mit einer prägnanten Süße und einer ausgeprägten pflanzlichen Note. Das macht die durchschnittlichen Tees aus dieser Region eher uninteressant und langweilig, kann aber in der Spitze durchaus charaktervoll sein.

    Bei Tee Nr. 1 verbinden sich die intensive, pflanzliche Note, eine leichte Bitterkeit von Grünholz und eine vielschichtige florale Note zu einem Geschmackserlebnis, das im guten Sinne an Grüntee erinnert. Senchanoten sind in Taiwan eher unbeliebt bei Gaoshan und gelten als Fehlton. Da dieser Tee aber weder grasig, noch nach Gemüse schmeckt, empfinde ich das Geschmacksbild als positiv. Im Aroma zeigt sich vordergründig eine Orchideennote, in Verbindung mit verschiedenen süßen Früchten. Im Geschmack unterstützt die Süße eher hintergründig und erinnert am ehesten an Pfirsich. Im Vordergrund stehen eher die grünen Noten, was den Tee sehr erfrischend macht. Eine hohe Viskosität, weiches Mundgefühl und Umami sowie ein ausgeprägtes Hui Gan entschädigen für den im Vergleich zu den Spitzentees aus Lishan fehlenden Körper und Qi.

    Tee Nr. 2 bringt eine andere Besonderheit des Terroirs hervor, die Mineralität des felsigen Bodens. Geschmack und Aroma sind hier deutlich dunkler, florale oder grüne Noten sind fast nicht erkennbar, dafür eine volle Fruchtnote von reifer Mango und Aprikosen, dazu Kirschblüten im Hintergrund, Tannennadeln und Mandelbitterkeit. Die Mineralität sorgt nicht nur für Struktur, sondern setzt bereits ab dem ersten Aufguss einen harten Kontrapunkt zur Süße, außerhalb von Yancha habe ich eine derart ausgeprägte Steinnote noch nicht gefunden.

    Von diesem Tee habe ich mittlerweile meine 75 Gramm Probepackung fast durch, was über die "Testreihe" hinweg besonders hervorgestochen ist, ist die Kraft und Intensität des Materials. Ich habe den Tee in Porzellan, Zhuni, Shudei, taiwanischem Ton und sogar Zini aufgegossen, ohne dass dies sonderlich viel am Charakter verändert hat, der Tee hat sich gegen das Material durchgesetzt. Die eher abrundenden Tonarten passen sogar fast besser zu dem Tee, da hier die Süße und Weichheit etwas stärker hervorkommt und sich auch das Hui Gan im Nachhall besser gegen die trockene Schiefernote durchsetzen kann.

    Fazit: Tee Nr. 1 ist ein sehr schöner Sommertee. Von diesem Teebauern werde ich mir im nächsten Winter definitiv weitere Tees mitbringen. Tee Nr. 2 ist für mich derzeit auf einem Level mit meinem bisherigen Referenztee für Gaoshan, auch wenn sich die beiden Tees im Charakter stark unterscheiden.

  • Da wir auf der Teezui nicht mehr dazu gekommen sind das Qiaomu vs. Gushu Set anzugehen, habe ich mich diesem Erlebnis nun angenommen. Hier die beiden Nanmei Tees aus 2025. Ich werde nicht zu sehr ins Detail gehen, beide Tees waren sehr komplex und lecker.

    Im Geruch lag der Gushu Tee, von der Intensität her, leicht hinten. Beide hatten sehr ähnliche Fruchtaromen, wie es eigentlich zu erwarten war.

    Die Aufgussfarbe war beim Gushu Tee etwas dunkler. Das blieb auch über die Aufgüsse hinweg gleich.

    Geschmacklich hatte der Gushu Tee anfangs deutlich mehr Tiefe und intensivere Süße. Aber auch der Qiaomu Tee war süß und sehr ordentlich von dem Geschmack her. Nur beim Thema Textur lag der Gushu wieder etwas vorn. Der Nachgeschmack war bei beiden Tees sehr schön und lang. Der Qiaomu Tee hatte vielleicht etwas mehr Adstringenz.

    Im Grunde blieb dieser Unterschied dann auch über die ersten Aufgüsse hinweg so, bis nach dem 4. Aufguss, als beide Tees etwas von den Hauptaromen verloren hatten und so langsam der Geschmack der Blätter herauskamen. Hier hat der Qiaomu Tee auf einmal eine sehr schöne Süße bekommen, die dem Gushu Tee dann gefehlt hat. Dieser konnte dann nur mit weniger Adstringenz und besserer Textur punkten.

    Nach ca. 6 Aufgüssen war aus den 3 Gramm der beiden Tees dann aber nichts mehr zu holen. Beide Tees haben also auch gleich lange durchgehalten.

    Zu den visuellen Unterschieden: Der Gushu Tee hat in diesem Fall deutlich mehr von den braunen Stängeln. Allerdings waren diese auch beim Qiaomu vorhanden, jedoch deutlich weniger davon. Die Blätter waren beim Gushu auch insgesamt größer, als beim Qiaomu. Aber auch beim Qiaomu gab es recht große Blätter. Ganz Pauschal kann man hier also nichts sagen. Beim Gushu waren aber deutlich mehr große Blätter dabei, das sieht man denke ich auch in den Bildern ganz gut.

    Ich kann den Vergleich hier sher empfehlen. Er zeigt eigentlich auch ganz gut, dass auch die kleineren Bäume etwas können, auch wenn das hier vielleicht nicht so rüber kam, weil ich nur über die Unterschiede geschrieben habe. Aber beide Tees haben mir sehr gut gefallen und am Ende bestimmt dann auch der Preis, was gekauft wird.

    In den Bildern ist oben Qiaomu und unten Gushu.

  • Heute erneut den Weißtee Nr. 3 von Getsome , dieses Mal mit 80-85 Grad, glasierten Behältnissen und Ziehzeiten von 1-2 Minuten.

    Und so hat mir der Tee schon deutlich besser gefallen. Initial war er leicht dickflüssig, schön süß und etwas nussig und fruchtig. Die Blätter rochen auch noch etwas cremig.

    Klar erkennbar ist auch dieses Mal gewesen, dass der Tee nicht sehr alt ist, denn er hat noch etwas Frische gehabt. Auch an den teilweise grünen Blättern ist das zu erkennen. Die haben mich auch dazu gebracht mich zu fragen, ob hier nicht ein junger und ein etwas reiferer Weißtee gemischt wurden, denn manche Blätter sehen schon sehr dunkel aus...

    Insgesamt fand ich den Tee heute gut.

  • ich trinke soeben kenta s Schwarztee aus seinem Tausch-Thread

    kenta
    March 8, 2026 at 3:55 PM


    Dosierung 5g auf 250 ml, 2 min ziehen gelassen mit siedendem Wasser.

    er ist sehr fruchtig nach Trockenfrüchten, dazu leichte Malznoten, cremige florale Noten und hat etwas von Rooibos und den roten Fruchtgummies. es ist keinerlei Bitterkeit rauszukitzeln, daher ein sehr gefälliger und süffiger Tee. Mir fehlen Wakocha Vergleichsmöglichkeiten, und ich vermute (auch aufgrund des Preises im Shop von ~6 €/60 g), dass es da auch ganz andere Kaliber gibt. Als Büro- oder "Nebenher-Tee" finde ich durchaus Gefallen an ihm, für "mehr" fehlt mir Tiefe und Ecken und Kanten.

    Ein zweiter Aufguss mit mehreren Minuten Ziehzeit kann man schon machen, aber ist dann nur noch ca. halb so dicht von der Aromatik her.

  • Gyokuro Dust Grandpa Cold Brew

    Ich habe hier einen mittelmäßigen Gyokuro, Maschinenernte und eher Chu- als Asamushi.

    Mit leerer werdender Tüte kam auch immer mehr Blattbruch mit in die Shiboridashi, die das Abgießen erschwerte.

    Ich habe den Tee daher mit einem Küchensieb durchgesiebt, den ganzen Dust aussortiert, und mit Eiswasser im Glaskännchen angesetzt.


    Die 10g machen den Filtereinsatz sehr voll. Ich gieß nun seit heute Vormittag mein Tässchen ab und lege entweder einen neuen Eiswürfel drauf, oder gieß mit etwas Wasser nach, was dann ganz langsam durch den Tee läuft.

    ....das wird noch eine Weile so weitergehen. Geschmacklich kompakte umami/Gras/Süße/Bitterniss-Bombe.

  • Mit DavidL habe ich heute einen Tee getrunken, den ich seit vermutlich vier Jahren bei mir liegen habe. Ein günstiger "Da Hong Pao" für 14€/100g von einem großen deutschen Shop. Meinen damaligen Notizen zufolge bestätigen sich meine Erinnerungen, dass der Tee hauptsächlich stark geröstet schmeckte, ein wenig Maronen- und Kaffeenoten fanden sich auch wieder.

    Nachdem ich ihn die Jahre über in einem kleinen Tongefäß gelagert habe, das ich von einem lokalen Töpferer erstanden hatte, haben wir ihn erstmalig wieder getrunken. Und er war echt überraschend gut. Noten von dunkler Pflaume, eine gewisse Mineralität und Würze. Zwar baute er auch flott ab und ergab nur ca. 4 solide Aufgüsse, aber mit dieser Veränderung habe ich nicht gerechnet. Schön! Mal sehen, wie er in ein paar weiteren Jahren schmeckt.

  • ich habe mir die letzten Tage die 3 Wakocha vorgenommen

    japanische Tees zum Teilen

    am meisten begeistert hat mich der 1stF Minamisayaka: intensives Blütenaroma mit viel süßen Malz. Angenehme, nicht zu dominante würzige Oxidationsnoten ("Schwarztee-Noten"), leichte Adstrigenz, sowie säuerliche und beerige Fruchtnoten von Physalis oder Sternfrucht und frischer Melone. Der Nachgeschmack ist überfrachtet mit Blüten und Honig, und hat gleichzeitig eine salzige Mineralität.

    der 1stF Izumi dagegen hat vorrangig erdige Oxidationsnoten mit herben Tönen und dennoch cremiger Nussigkeit, die an Pistazien erinnert. Ein Hauch Malz und dunkles Brot, Fruchtnoten von Aprikose oder Zwetschgen, im Nachgeschmack frischen Mentholnoten und Vanille, und auch hier Mineralität, die mit einem steinigen Aroma an Sommerregen auf Felsen erinnert.

    der 2ndF Koshun schließlich ist erwartungsgemäß nicht ganz so aromenreich: dunkles Malz und würzige Erdigkeit mit süßen Trockenfrüchten (Rosinen, Pflaumen) im Nachgeschmack. Gebäcknoten fügen sich harmonisch ein, insgesamt ist das Mundgefühl ausgewogen und wird durch warmes Holz und damit einhergehende sanfte Adstrigenz abgerundet. Trotzdem oder auch ein schöner Schwarztee!

  • 2015 Mahei von Sunsing

    Höhere Dosierung und kürzere Ziehzeiten sind bei dem Tee hier von Vorteil. Nur so konnte ich die an Kartoffelschale erinnernde Lagernote vom doch sehr kurzem HK Storage und die vom Ausgangsmaterial stammende Fruchtigkeit schmecken. Bei zu langen Ziehzeiten werden diese Noten sonst überdeckt.

    So hatte ich heute eine Session, die mir ein paar mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. :)

  • Nach 2 Jahren habe ich nun mal das 2024 Mind Switch Maocha aus meinem Pumidor genommen um zu sehen, was daraus geworden ist.

    Gelagert wurde es nur in der Tüte ohne zusätzliche Feuchtigkeit. (Abgesehen von den 67%, die außerhalb der Tüte im Pumidor herrschten)

    Das Gute: Es gab bei dem Tee keine Plastik Off-Noten, wie bei den offen im Pumidor gelagerten Cakes oder dem Ailao Shan, den ich mit Poveda im einer Sample Tüte darin gelagert hatte.

    Der Tee ist deutlich dunkler und milder im Geschmack geworden. Aromen hat er jedoch nicht versprüht, er ist eher etwas gestorben und hat nach Nichts gerochen. Der Geschmack schien mir auch unspektakulär. Eher eindimensional, wie unterdurchschnittlicher Weißtee. Dennoch schmeckt er leicht fruchtig und fühlt sich trocken auf der Zunge an.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Tee in der Tüte eher vertrocknet ist, daher versuche ich ihn nun etwas zu hydrieren und dann schaue ich in ein paar weiteren Jahren wieder.

    Vielleicht schlägt sich der gepresste Tee ja besser.

  • bei mir in Tasse ist ein Kabuse-Shincha des mir bislang unbekannten Marishi-Kultivars aus Fuji/Shizuoka

    der Tee ist mir etwas zu leicht, trotz derzeit 6g auf 100 ml - Ziehzeit gut 1,5 min bei 60°C. Geschmacklich kommt er frisch, etwas zitrisch, milchig, mit viel umami, Nektarinen, Honig, Thymian und Heu daher. im Nachschmack zeichnet sich aber leider eine papierige Note ab, die ich häufig bei Shincha wahrnehme. der frühe Tee ist mir vielleicht häufig in der Hinsicht zu früh. bei höheren Temperaturen wird mir der Tee zu streng, gar "stallig", das ist also nichts, was ich durch eine angepasste Zubereitung, auch mit längeren Ziehzeiten, eliminieren kann, was bei anderen Shinchas manchmal klappt.

    Dennoch ist der Tee - bis auf dieses Detail - sehr lecker. ist aufgrund seiner Leichtigkeit eher etwas für morgens als zu dieser Stunde

  • Nachdem mir der 2005 Quanjihao Yiwu von EoT immer sehr gut gefallen hat und ich mich entschlossen habe mir einen Cake davon zuzulegen, habe ich auch gleich weitere Samples von gereiften Shengs mitbestellt. Die gereiften EoT Shengs scheinen ganz gut meinen Geschmack zu treffen.

    Die Samples wähle ich nun blind aus und probiere sie auch blind, um möglichst unvoreingenommen zu sein. Daher schreibe ich den Namen des Tees auch erst am Ende des Textes, da ich bis dahin auch nicht weiß, welchen Tee uch getrunken habe.

    Der heutige Tee scheint mir noch ein paar Charakterzüge aus seinen jungen Jahren mitzubringen. Er riecht holzig und etwas harzig mit etwas moos. Aber dadurch auch irgendwie ganz leicht nach jungem Sheng. Auch geschmacklich hatte ich das Gefühl, als blitzten ein wenig Grüntee Noten durch. Nichts desto trotz ist die Reifung so weit vorangeschritten, dass der Tee sehr rund und schön holzig schmeckt. Auch der Geschmack erinnert etwas an Nadelwald. Der Nachgeschmack bleibt lange im Mundraum und regt den Speichelfluss an. Es bildet sich langsam ein Ziehen in der Mitte der Zunge. Durch die sehr saubere Lagerung, konnte ich keinerlei störende Aromen feststellen. Ein sehr solider Tee.

    2005 Nannuo Gushu

  • Der heutige Tee ist im Gegensatz zum Gestrigen etwas rauer. Im Geruch finde ich anfangs Tofee wieder, nach dem ersten Aufguss riecht er dann etwas klassischer nach Tabak und trockenen, harzigen Holz.

    Auch geschmacklich ist er näher an einem Factory Sheng dran. Sehr würzig, harzig und ganz wenig Rauch. Leider hat er im Nachgeschmack sehr wenig zu bieten. Dieser baut sich zwar nach und nach etwas auf, bleibt aber die ganze Zeit auf einem niedrigen Niveau. Auch ist er einfach nur trocken, ohne aber den Speichelfluss zu aktivieren. Zumindest war das meine Erfahrung heute.

    Insgesamt ein Tee, der ok ist, aber der nicht so meinen Geschmack trifft, wie der gestrige Nannuo.

    2006 Tea Horse Road Tribute

  • Zum Wochenabschluss, zweiter Tee von XZH, aus der Hongyin Serie von 2014.

    Ganz andere Aromatik, gefällt mir von der Textur besser als der Ironbing, fast gallertartig, dadurch hat man ein sehr volles Mundgefühl. Überraschend cremige Noten, sehr lecker, wie Seide beim Schlucken. Was strange ist, diese absolute Mundfülle wird abgelöst von einem relativ leichten Nachgeschmack. Die Aromatik verschwindet mit dem Schlucken. Danach kommt eine tiefe vanilleartige Süße, etwas funkeln, in späteren Aufgüssen Kampfer, was gut passt. Vom Start Weg gute Wirkung, beruhigend und fokussierend. Längere Ziehzeit zeigt mehr Farbe beim Aufguss.

    Geschmacklich wird der Tee dadurch intensiver, irgendwie Gummicharakter, sogar ein minimaler Anflug - ein Hauch Adstringenz, mehr zwiebeln im Mundraum, ein Ziehen im Gesicht, Shengjin. Im Nachgeschmack ein standhafter sehr leicht herber Kern, der Aromen abspielt. Dann Kühlung,dann Süße.

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