Welchen Tee trinkt ihr heute?

  • Huang Guan Yin Yancha von Teewald

    Der Tee hat "auf den richtigen Moment" gewartet, aber wie viel besser wird es denn, als ein Urlaubstag an dem nichts zu tun ist?

    Der Geschmack war intensiv fruchtig mit leicht blumigen Aromen. Der Tee hat im gesamten Mundraum bis hinten in den Rachenbereich ein leicht ziehendes Gefühl hinterlassen mit einem intensiv fruchtigen Geschmack.

    Nur die Röstung ist wohl etwas zu kurz gekommen, denn die war selbst anfangs fast gar nicht wahrnehmbar. Auch ist der Tee nach ein paar Aufgüssen etwas sauer geworden.

    Trotzdem eine sehr schöne Runde mit tollen Eindrücken.

  • Huo Mountain Yellow Tea

    von @liu_tea.art

    in meiner Teeschale.

    Das gelb bräunliche Blattgut hat teils feine weiße Härchen und duftet floral und sehr aromatisch.


    Habe 4 g auf 120 ml genommen. Anfangs 90 Grad, später 95 Grad.

    Vielschichtiges honigsüßes florales, weiches, cremige Aroma, frisch, ganz leichtes Umami, leichte Kastaniennote. Langanhaltender Nachgeschmack.

    8 Aufgüsse waren ein Genuss.

    Der Tee ist auch bekannt unter seinem chinesischen Namen Huoshan Huangya (霍山黄芽), eine der rarsten und edelsten gelben Teesorten weltweit. Er stammt aus dem Landkreis Huoshan in der geschichtsträchtigen Provinz Anhui in China, wo er tief in den nebligen Höhenzügen der Dabie-Berge angebaut wird. Bereits seit der Tang- und Ming-Dynastie galt dieser edle Tropfen über ein Jahrtausend lang als exklusiver kaiserlicher Tribut-Tee. Nach einer Phase, in der die traditionelle Rezeptur fast in Vergessenheit geriet, wurde das Herstellungsverfahren in den 1970er Jahren erfolgreich rekultiviert.

  • Gegen Ende meines Urlaubs nehme ich mir nochmal Zeit um die Zeit zu genießen, die in dem heutigen Tee steckt.

    1979 Bai Hao von PrSk

    Die Hälfte davon haben wir ja auf der letzten Teezui getrunken.

    Den Geruch kann ich nur mit Traubenzucker und Alkohol beschreiben. Hölzer sind auch dabei und vielleicht ein wenig antikes Papier.

    Der direkte Geschmack von dem Tee ist nicht soo spannend ehrlich gesagt. Etwas rauchiges ist dabei und ein Hauch von Frucht und ebenso Holz. Und Zeit. Die kann man irgendwie auch schmecken. Das Highlight ist eher das, was nach dem Schlucken kommt. Das sanft ziehende Gefühl, das Hui Gan und die Wirkung vor Allem im Kopf / Gesicht. Der Geschmack im Mund bleibt unglaublich lange. Bei mir hat sich in der Mitte der Zunge entlang bis in den Rachen ein ziehendes Gefühl und seitlich davon Süße gebildet.

    Mein Kopf wird schwerer, die Wangen fallen nach unten. Mein Kopf schaltet aus.

    Schöner Tee.

  • Manfred danke! Das ist ein Gaiwan. Der wiegt allerdings 300g oder so und kann bei langen Ziehzeiten sehr heiß werden. Der ist also nicht immer ganz praktisch, aber ich mag ihn trotzdem sehr gerne.

    Den Cup dazu habe ich heute auch verwendet, aber der Tee kam aus den kleineren Porzellan Cups besser.

    Geschlafen habe ich nicht, aber mein Kopf war etwas entspannter heute. Habe nicht mehr so viel nachgedacht.

  • 2007 Jingmai von TTpl

    Jingmai ist ein Gebiet, das mich bei Pu Erh mit am meisten interessiert. Die blumigen Noten hatte ich bisher bei keiner anderen Region wahrgenommen. Sie heben sich etwas mehr von der Masse ab, finde ich.

    Dieser Tee hat eine leichte Papiernote, die ich der Lagerung zuschreibe. Ansonsten geht da nicht viel vor im Aroma. Vielleicht, weil der Tee noch ankommen muss.

    Geschmacklich ist die Papiernote anfangs auch vorhanden. Sie macht dann aber Platz, für den eigentlichen Geschmack. Diesen würde ich mit leicht harzigem Holz, reifen Steinfrüchten und ein Hauch von floralen Noten beschreiben. Das Mundgefühl ist leider nicht so pralle. Etwas dünn und trocken.

    Parallel habe ich eine kleine Portion vom 2017 Jingmai (Yunnan Storage) von Teamania zubereitet und ich kann definitiv eine große Überschneidung in den Aromen feststellen. Und jetzt so im Parallelvergleich merke ich erst, wie grün er noch schmeckt. Wenn er sich allerdings nicht schlechter entwickelt, als dieser Tee von TTpl, dann bin ich zufrieden.

    Mal sehen, ob sich der Tee in einiger Zeit etwas offener zeigt.

  • Mein letzter Tee ist einige Zeit her. Heute habe ich (weil Kaffee ausgegangen ist) in meinem Schrank gewühlt und hinten eine kleine Packung 2023 Mind Switch Mao Cha von Peter gefunden.

    Recht frisch im Geruch, war er, sofern nicht zu lange gezogen, durchaus süffig mit einer Traubenzucker-artigen Süße.

    Etwas Grün auf dem Teetisch macht auch gleich bessere Stimmung nach einer chaotischen Nacht.

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