Viel ist gesagt und geschrieben worden, dass es bis vor kurzem abwegig war, jungen Sheng zu trinken. Als einer der Gründe wird die schlechte Bekömmlichkeit genannt. Im Grunde kennt man das auch von grünem Tee. Und auch wenn moderne Shengs so verarbeitet werden, dass sie frisch getrunken werden können (weniger bitter, mehr süß), raten viele davon ab. Das Koffein als wichtige Ursache für die schlechte Bekömmlichkeit (bei vielen Trinkern) einmal weggelassen, hab ich mich an die fruchtvolle Diskussion u.a. mit @Stiefelkante und @Matscherinnert, in der es auch um Patulin als eines der am häufigsten verkommenen Mykotoxine in Puer ging:Wie lang sollte ein ideal standard Waschgang sinnvollerweise dauern? 🤔 - Tee-Zubereitung + Tee-Rezepte allgemein - TeeTalk
Eine Patulinvergiftung zeigt sich anfangs durch Magenkrämpfe und andere Verdauungsprobleme. Auffällig ist, dass die Belastung bei jungem Sheng sehr hoch sein kann. Ich denke, dieser Gedanke ist nicht abwegig, aber in den Teablogs usw. lese ich keinen Zusammenhang zu Mykotoxinen, insbesonder Patulin, und Magenproblemen bei jungem Sheng. Vielleicht, weil das Thema Mykotoxine häufig mit (feuchter) Lagerung in Verbindung gebracht wird, also gerade nicht bei jungem Sheng. Aber tendenziell scheint die Patulinbelastung mit der Lagerung abzunehmen. Kann es sein, dass die Patulinbelastung vielleicht sogar ein Hauptgrund für Magenprobleme bei jungem Sheng ist?
Ich trinke versuchsweise jungen Sheng mit einem Nahrungsergänzungsmittel in dem auch Cystein vorkommt (das Patulin neutralisiert) und bemerke schon einen Unterschied, v.a. hatte ich schon ca 2 mal starke Magenkrämpfe nach relativ jungem Sheng, als ich es ohne Cystein trank, wobei ich das anfangs nicht unmittelbar in Beziehung brachte.
