Aufbrechen von extrem komprimierten Pu Erh's

  • Moin zusammen,

    ich habe echte Probleme einen älteren Jincha aufzubrechen.

    Es handelt sich um einen 1990s Xiaguan BaoYan JinCha Special Order. Starke Pressung und die Alterungsprozesse haben den Tee quasi verdichtet und versiegelt.

    Ich habe mich von außen heran gearbeitet und Nuggets herausgebrochen, welche ich nun bis zum Verzehr in einer kleinen Tondose zwischen lagere. So weit so gut.

    Mittlerweile bin ich am Kern angekommen und die Lage gestaltet sich zunehmend aussichtslos. Mit meiner Puerh-Nadel richte ich nicht mehr viel an.

    Irgendwelche Tipps? Habt ihr da etablierte Vorgehensweisen auf Lager?

    Bisherige Überlegungen um das Problem anzugehen:

    • Aufweichen über Dampf. Aus meiner Sicht wenig erfolgversprechend. Der dürfte ja nur die Oberfläche erreichen.
    • Einsatz von schwerem Gerät. Frischer kleiner Meißel und Hammer. Etwas martialisch, aber technisch vielversprechend, um einen Aufbruch zu ermöglichen.

    Unten Bilder vom derzeitigen "Werkstück".

    Viele Grüße

    Sebastian

  • Nach langer Zeit eine Rückmeldung zur Thematik. Ich bin mit der Wasserdampf Methode nun um einiges an Erfahrung reifer.

    Mittlerweile wende ich diese standardmäßig bei hart gepressten Bings und Tuochas an. Meistens teile ich den Bing zunächst in Viertel. Das mache ich mittels Stanzen einer Sollbruchstelle durch die Mitte des Bings. Dieser lässt sich dann gut durchbrechen. Ich verwende hierzu ein Austernmesser. Danach bedämpfe ich Etappenweise für weniger als eine Minute. Wichtig hierbei keinen Deckel auflegen, sonst fließen Wassertropfen auf den Tee.

    Meistens lässt sich der Bing dann mit Hilfe der Nadel bereits quer halbieren, so dass zwei gleiche dicke Hälften entstehen. Nach der anschließenden weiteren Dämpfung der Hälften ist der Tee meistens schon so weich, dass sich dieser selbst ohne Werkzeug auseinander nehmen lässt.


    In den Bildern exemplarisch Impressionen von der Zerlegung des Grand Reserva Bings via puerhsk. Ein eigentlich besonders widerspenstiges Exemplar beim Versuch dort mittels Puerh Nadel etwas bruchfreien Tee zu lösen.

  • Ich dämpfe ein paar Minuten, breche dann dann mit so einer Puerh Nadel, soweit möglich kleine Mengen ab. Diese legen dann auf einem Zewa. Dann geht es wieder zum dämpfen und der Ablauf wieder holt sich so lange bis nichts mehr da ist. Durch diese kurzen Zeiten wird der Tuocha kaum feucht. Die kleinen Teestucke lass ich einfach auf dem Zewa, bei Bedarf neues für eine 1/2 bis 1 Stunde liegen.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

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