• Hallo Teetalk, endlich stelle ich mich hier auch mal vor. Ich wohne im schönen Hamburg und hatte mich bereits vor vier Jahren hier angemeldet. Damals war ich zum ersten mal im Tee-Fieber, ich hatte schnell viele verschiedene Tees ausprobiert, Teegeschirr gesammelt und versucht mich kundig zu machen. Irgendwie war das nach einem knappen Jahr dann aber wieder ein bisschen versandet und ich trank nur noch ab und an mal Tee. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso. Seit ein paar Monaten kommt das Interesse aber wieder Stück für Stück zurück. Seit dieser Zeit schmeckt mir vor allem Sheng Puerh sehr gut, viel besser, als ich ihn in Erinnerung hatte. Neben dem Tee interessiere ich mich auch für Wein, ich koche total gern und rauche leidenschaftlich Pfeife. Ich freue mich sehr, dass ich hier dabei sein kann. Liebe Grüße aus Hamburg, Eddy

  • Danke für das herzliche Willkommen an alle!


    Quote

    vor 14 Stunden schrieb JanS: Oder willkommen zurück?

    Tatsächlich nicht wirklich, Jan. Ich hatte den Account zwar 2021 erstellt, aber damals hatte ich das Forum nur für's Mitlesen und Lernen genutzt, keine Beiträge verfasst. Liebe Grüße, Eddy

  • Danke für das Willkommen, Adtastix, Diz und Getsome!


    Quote

    vor 45 Minuten schrieb Getsome: Welche Tees mochtest du bei deiner ersten Beschäftigung mit der Teewelt?

    Also ich hatte erstmal für die kurze Zeit Vieles probiert: je zwei, drei hochwertige Schwarztees, chinesische Grüntees, mehrere Oolongs, sowohl grünere und wenig geröstete, als auch stärker oxidierte und stärker geröstete, Shu- und Sheng-Puerh. Ich mochte grundsätzlich erstmal alles, fand es total spannend, mich durch diese Bandbreiten zu probieren. Ich bin auch heute wirklich noch ein totaler Anfänger im Vergleich zu den meisten hier. Am meisten "gekämpft" habe ich am Anfang mit Shu-Puerh, wobei es da einen Tee gibt (Cozy 2020 von Yunnan Sourcing), den ich auch wirklich gut fand und finde, den ich aber auch nicht so häufig trinken kann. Ich hatte die Tees damals vor allem aromatisch wahrgenommen und für mich bewertet, ich hatte viele Videos von Mei Leaf gesehen, und der macht das ja auch ganz stark so, dass er unendlich lang an dem erhitzten Kännchen schnuppert und sich darin ein bisschen verliert. Das hatte mir sehr viel Spaß gemacht (und macht es auch heute noch), und so hat mir ziemlich alles geschmeckt, weil mich alles extrem begeistert hat. Was mir jetzt in den letzten Monaten aufgefallen ist: einige der sehr aromatischen, duftigen Tees sind mir dann im Mundgefühl irgendwie zu wenig aufregend, zu eindimensional, zu breit/flach, wenn ich das so richtig beschreibe.. Ich habe - ein bisschen wie beim Wein - irgendwie viel mehr Freude daran, was dann beim Trinken so im Mund und Rachen so passiert und wie sich der Tee dort entwickelt: dass - und deshalb trinke ich gerade soviel Sheng - dann so ein richtiger "Zug" entstehen kann, Speichelfluss, Saftigkeit, dass sich Bitterkeit und Geschmirgele auf einmal in Süße und Cremigkeit verwandelt. Dass sich der Mundraum auf einmal eine Minute nach dem Schlucken ganz frisch anfühlt, usw. Und recht häufig, wenn ich in letzter Zeit wieder einen meiner Schwarztees/Oolongs probiere, vermisse ich das ein bisschen. Vielleicht liegt das aber natürlich auch daran, dass diese Tees, die ich da jetzt probiere, auch schon wieder drei, vier Jahre alt sind.

  • Danke für das Willkommen, Golden Hill. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" />

    Quote

    vor 21 Stunden schrieb JanS: Weil die Parallelen zu Tee nicht ganz von der Hand zu weisen sind, welcher Wein schmeckt dir denn besonders gut?

    Tatsächlich ist das gar nicht so leicht zu beantworten, Jan, zumindest wenn man jetzt an "eine Rebsorte" oder so denkt. Meine Begeisterung für Wein ist ganz eng mit der immensen Vielfalt verknüpft. Das ist für mich das Spannende an Wein, dass ich bei jeder Flasche immer versuche nach etwas "Neuem" im Wein zu suchen, nach etwas, das genau diese Flasche zu genau diesem Zeitpunkt ausmacht. Selbst wenn ich drei Flaschen desselben Weins gekauft habe, ist es ja so spannend, diese drei Flaschen zu unterschiedlichen Gelegenheiten immer neu zu erfahren. Ohne ganz viel Abwechslung wäre das Thema Wein keine richtige Leidenschaft für mich, es würde ganz viel vom Genuss verloren gehen. Dennoch gibt es für mich natürlich schon so stilistische Merkmale, die ich sehr schätze. Das ist vor allem die Säure, sowohl bei Weiß-, als auch bei Rotweinen. Ich habe eine Vorliebe für frische, elegante und zarte Weine, tendenziell störend finde ich, wenn Weine zu fett und marmeladig sind. Aber auch sehr kräftige Weine können manchmal genau das richtige sein, für eine spezielle Speisenbegleitung z.B. Die Rebsorte, die mich damals richtig verzaubert hat und für den Wein begeistert hat, ist der Spätburgunder, und das ist unter den Rotweinen dann auch mein Liebling, wenn ich einen zu benennen hätte. Gleichzeitig gibt es aber auch so viele andere spannende Rebsorten, teilweise ganz unbekannte, autochtone Sorten, die dann erstmal in eine sehr ähnliche Richtung gehen und doch anders und total spannend sind.

  • Quote

    vor 4 Stunden schrieb CocoHolly: Das ist vor allem die Säure, sowohl bei Weiß-, als auch bei Rotweinen

    Säure als positive Eigenschaft ist natürlich bei Tee schwerer zu finden als bei Wein. Eine gewisse (Frucht)säure kann es zwar bei vielen Tees von Pu Erh, Oolong bis zu Schwarztees geben, meist ist sauer aber eher ein Fehlton. Oft geht diese auch mit einer sehr intensiven Frucht einher.

    Bei Oolong hat echter Tie Guan Yin eine relativ hohe Acidität, die mit der Säure in manchen Weinen vergleichbar ist. Deshalb sind die nicht ausreichend oxidierten Anxi Tie Guan Yin auch so beißend grün im Geschmack. Bei einem einzigen traditionellen Dong Ding habe ich auch eine strukturierte Frische wie bei Wein mit einer gut ausbalancierten Säure geschmeckt, das ist aber die Ausnahme.

    Was natürlich bei Tee sehr wohl zu finden ist, ist die Vielfalt. In der Bandbreite der Sorten dürfte Tee hier sogar Wein überflügeln. Und frisch, elegant und zart gibt es natürlich vor allem im grünen Spektrum in einer Vielzahl, die in einem Leben nicht erkundbar ist.

  • Quote

    Am 28.2.2025 um 16:35 schrieb CocoHolly: Also ich hatte erstmal für die kurze Zeit Vieles probiert: je zwei, drei hochwertige Schwarztees, chinesische Grüntees, mehrere Oolongs, sowohl grünere und wenig geröstete, als auch stärker oxidierte und stärker geröstete, Shu- und Sheng-Puerh. Ich mochte grundsätzlich erstmal alles, fand es total spannend, mich durch diese Bandbreiten zu probieren.

    Interessant. Oft wird mit ein oder zwei Sorten angefangen, dein Weg begegnet mir seltener. Berichte mal im "Welchen Tee trinkt ihr heute" was du zur Zeit trinkst.

  • Quote

    Am 1.3.2025 um 21:43 schrieb JanS: Säure als positive Eigenschaft ist natürlich bei Tee schwerer zu finden als bei Wein. Eine gewisse (Frucht)säure kann es zwar bei vielen Tees von Pu Erh, Oolong bis zu Schwarztees geben, meist ist sauer aber eher ein Fehlton. Oft geht diese auch mit einer sehr intensiven Frucht einher.

    Bei Oolong hat echter Tie Guan Yin eine relativ hohe Acidität, die mit der Säure in manchen Weinen vergleichbar ist. Deshalb sind die nicht ausreichend oxidierten Anxi Tie Guan Yin auch so beißend grün im Geschmack. Bei einem einzigen traditionellen Dong Ding habe ich auch eine strukturierte Frische wie bei Wein mit einer gut ausbalancierten Säure geschmeckt, das ist aber die Ausnahme.

    Was natürlich bei Tee sehr wohl zu finden ist, ist die Vielfalt. In der Bandbreite der Sorten dürfte Tee hier sogar Wein überflügeln. Und frisch, elegant und zart gibt es natürlich vor allem im grünen Spektrum in einer Vielzahl, die in einem Leben nicht erkundbar ist.

    Hey Jan, ja vielleicht sollte ich noch abschließend zum Thema Wein dazu sagen, dass einfach nur "Säure" auch irgendwie falsch ist. Säure kann auch im Wein für mich sehr störend sein, wenn sie überhaupt nicht eingebunden ist. Ich meine vielleicht eher säurebetonte Weine, bei denen dann vor allem ein bestimmtes, animierendes, mundwässerndes Mundgefühl entsteht. Was du da zu Säure und Tee schreibst, ist total spannend. Interessant, dass du als erstes Tie Guan Yin erwähnst. Ich habe ja noch ganz wenig Erfahrung mit Tee im Allgemeinen, und so habe ich bisher auch nur wenige Oolongs probiert. Auf Empfehlung eines Freundes hin hatte ich 2021 eine Oolong-lastige Bestellung bei Siam Tee aufgegeben. Da waren verschiedene Steintees dabei, zwei Dancongs und eben auch der Tie Guan Yin Yunxiang. Der fiel stilistisch natürlich als einziger recht grüner Oolong total aus dem Raster, ich weiß nur, dass das mein absoluter Favorit und ich richtig begeistert war. Bei den gerösteten Oolongs gab es einige, die mir auch sehr gut gefielen, andere aber auch, bei denen mir die Aromatik irgendwie zu dunkel/röstig war.

    Quote

    vor 23 Stunden schrieb Getsome: Interessant. Oft wird mit ein oder zwei Sorten angefangen, dein Weg begegnet mir seltener. Berichte mal im "Welchen Tee trinkt ihr heute" was du zur Zeit trinkst.

    Ja, das mach ich gerne mal! Liebe Grüße!

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!