Shiboridashi Empfehlung

  • Hey, nachdem ich mich heute schonmal vorgestellt hab hätte ich auch direkt ein paar Fragen.

    Und zwar würde ich mich demnächst gerne mehr mit japanischen grüntees beschäftigen und würde gerne fragen ob ihr mir da was zum Einstieg empfehlen könnt.

    Außerdem bin ich auf der Suche nach meiner ersten shiboridashi und weiß nicht genau wo und wie ich da anfangen soll.

    Hier würde ich mir auch ein paar Empfehlungen wünschen.

    Gerne auch Möglichkeiten wo es möglich ist eventuell gebrauchte Modelle zu erwerben da es finanziell grade nicht möglich ist höhere summen zu investieren, da spielen grade andere Sachen ne größere Rolle.

    Vielen Dank schonmal, vllt habt ihr ja ein paar Tipps für mich.

    Chris

  • Teekontor Kiel ist sehr empfehlenswert, wenn man schönes, funktionales Teezubehör sucht. Sie haben eine gute Auswahl, auch für Normalsterbliche ohne großes Budget ( aber ebenso schier unbezahlbar kostbare Sachen!). Ich habe mir dort schon mehrere Kyusu und eine Shiboridashi gekauft und war/ bin sehr zufrieden damit, auch mit dem schnellen Versand und dem Kundenservice (nein, ich kriege keine Provision fürs Empfehlen! ;)

    Japanische Grüntees - kommt ein bißchen darauf an, ob du schon die ersten Erfahrungen damit gemacht hast. Wenn die grünen Japaner völlig neu für dich sind, würde ich mit Bancha und Kukicha anfangen. Mit den beiden kann man nicht soviel verkehrt machen. Oder ein günstiger Sencha, wobei der schon etwas heikler ist.

    Oder du bestellst dir ein Probenpäckchen. Damit habe ich angefangen. Ist super zum Testen und Herausfinden, was einem zusagt.

    Shop Empfehlungen für japanischen Tee: Teekontor Kiel.de, Teekenner.de, Cha-do.de. Wenn du einen Teegschwendner in der Nähe hast, ist das auch nicht ganz verkehrt.

  • Japanische Grüntees - kommt ein bißchen darauf an, ob du schon die ersten Erfahrungen damit gemacht hast. Wenn die grünen Japaner völlig neu für dich sind, würde ich mit Bancha und Kukicha anfangen. Mit den beiden kann man nicht soviel verkehrt machen. Oder ein günstiger Sencha, wobei der schon etwas heikler ist.

    Oder du bestellst dir ein Probenpäckchen. Damit habe ich angefangen. Ist super zum Testen und Herausfinden, was einem zusagt.

    Ne hab da noch garkeine erfahrung.

    Tee kontor kiel, da guck ich mich mal um.

    Vielen Dank.

  • Hallo Chris, ich könnte dir eine Shibo von Jiri Lang günstig anbieten.

    Jura’s shibo #27023 | Pu-erh

    Ich habe diese Shibo bei pu-erh.sk vor 2 Monaten neu gekauft, aber leider gefiel sie mir optisch dann doch nicht so gut. Sie ist etwas heller (insbesondere der Deckel) als auf den Bildern in der Produktinfo auf der Webseite von Peter. Ich hätte sie zwar auch zurückschicken können, aber die Rücksendekosten wären mir etwas zu hoch gewesen.

    Jiri Lang ist ein erfahrener Keramiker und die Shibo ist von der Performance gerade für Anfänger sehr gut geeignet, weil sie 4 mittelgroße Abflußrinnen hat und man damit problemlos zügig den Tee abgießen kann. Sie ist innen glasiert und deshalb universell für alle Arten von Tee einsetzbar. Die Füllmenge von 110 ml ist auch eine recht gute Größe für eine Grüntee-Session.

    Ursprünglich hat die Shibo 67 € gekostet, ich könnte sie dir für 55 Euro + Versandkosten über lassen. Benutzt habe ich die Shibo übrigens nur einmal um sie zu testen.

    Falls du Interesse hast schreib mir einfach eine PN.

    "Bin gewohnt das Irregehen,
    ’s führt ja jeder Weg zum Ziel:
    Unsre Freuden, unsre Wehen.
    Alles eines Irrlichts Spiel!"

    Aus Wilhelm Müller "Die Winterreise".

  • Hallo Chris, ...

    Wow, dein erster Beitrag, ich dachte du lebst nur in den PM:P

    Wenn Shibo würde ich mich auch auf jeden Fall an die Osteuropafraktion halten, das Level ist mittlerweile genau so hoch wie in Japan, zu günstigeren Konditionen und mit einer sehr interessanten, eigenen Designsprache.

    Um die 100 ml würde ich auch als ideal für den Anfang ansehen, die Ausgusszeit ist auch ein wichtiger Faktor.

    Ein Shiboridashi ist im Original (dem die meisten japanischen Modelle folgen) nur für Gyokuro gedacht und deshalb mit einem sehr, sehr langsamen Abfluss. Das ist kein Instrument für eine weite Reihe von Tees wie ein Gaiwan, auch wenn die sich optisch sehr ähnlich sehen. Die europäischen Adaptionen sind da auf breitere Nutzbarkeit hin verändert.

    Was mich zur eigentlichen Frage führt, warum zum Einstieg gleich eine Shibo? Chrzuz

  • Was mich zur eigentlichen Frage führt, warum zum Einstieg gleich eine Shibo? Chrzuz

    Hey, danke für deine Antwort.

    Mein Einstieg ist es ja nicht wirklich.

    Ich meinte ja das ich neu dabei bin, worauf sich neu allerdings auch schon auf ein gutes Jahr bezieht.

    Ich besitze zur Zeit zwei Kannen, eine aus Glas und eine aus Ton.

    Den gaiwan hab ich vorhin vergessen.

    Aber warum shibo?

    Gute Frage, so genau kann ich das garnicht beantworten aber als ich anfing mich mehr mit tee und den Aufgussmethoden zu beschäftigen gefielen mir shibos auf Anhieb.

  • Hab dir mal geschrieben.

  • gefielen mir shibos auf Anhieb.

    dagegen lässt sich natürlich nicht argumentieren:D

    Rein optisch und auch haptisch haben die einiges für sich.

    Um das Beste aus hochwertigem japanischen Grüntee raus zu quetschen eher eine sehr flache Form mit angedeuteter Tülle und engem Sitz des Deckels, so wie diese (nicht über den Preis erschrecken, nur als Referenz für die Form)

    Mayake teapot by Yamada Jozan IV

    Beim hochkant stellen sickert das Wasser nur langsam durch den Tee und nimmt alles an Aroma mit raus.

    Am anderen Ende der Skala gibt es Shibos, die eigentlich Teekannen sind, mit Sieb und allem, nur ohne Henkel:

    Japanese pottery - Tokoname teapot by Yutaka

    Mit Filter und Ausguss heißt abber eigentlich Hohin, Shibos funktionieren prinzipiell wie ein Gaiwan.

    Für einen etwas breiteren Nutzen bietet sich ein Modell mit zusätzlichen Rillen an, dadurch gießt es schneller ab. Oder die Shibo hat die Möglichkeit, den Deckel wie bei einem Gaiwan etwas zu verschieben um den Schlitz zu vergrößern - das ist im Ursprung aber nicht vorgesehen.

    Eine bauchigere Form ermöglicht ebenfalls einen breiteren Nutzen, sei es für Sencha, bei dem die Relation von Wasser zu Blatt anders (geringer) ist als bei Gyokuro, oder sogar für andere Teesorten.

  • Wow, das ist aufjedenfall schonmal sehr hilfreich.

    Genau an so eine flache Form hab ich eigentlich gedacht.

    Was hältst du von der die mir i-prefer-not-to angeboten hat?

    Die ist ja schon etwas höher.

  • Persönlich gefällt sie mir, der Holzbrand gibt eine ganz besondere Oberflächenstruktur.

    Für japanischen Grüntee insgesamt finde ich sie vom reinen Anschauen der Form auch geeignet. Für Sencha perfekt.

    Glücklicherweise findet man ja mittlerweile alles auf Youtube, so sieht das mit den ganz flachen Shibos aus:

    How to make a perfect cup of "Gyokuro"

    Würdest du in so hoher Dosierung jeden Tag Tee trinken?

    Oder eher so:

    Shiboridashi shigaraki tea pot Demonstration to make Japanese Gyokuro green tea - YouTube

    Asahiyaki Haul & Unboxing — Teaware Ceramics from Uji, Kyoto - YouTube (ab min 5)

    Es gibt natürlich auch etliche flachere Shibos, die schnell abgießen, aber das sieht man denen evtl. vor dem Kauf nicht an.

  • Würdest du in so hoher Dosierung jeden Tag Tee trinken?

    Oder eher so:

    Also mein derzeitiger teekonsum besteht im Moment aus 400 bis 600ml grünem tee 3 bis 6g in 2 bis 3 aufgüssen nach der Arbeit und am Abend nochmal das selbe.

    Samstags und Sonntags wenn ich frei und Zeit hab nehm ich mir auch mal 2, 3 manchmal 4 Stunden und trink einen oolong mit 5 bis 8 aufgüssen zu je 200ml mit 5 bis 8g.

  • Vielen Dank nochmal!

    Ich werd nach und nach einige Tees testen.

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