Grüntee-Reste kulinarisch verwerten

  • Ich weiß nicht recht, wohin mit dem Beitrag, er scheint mir hier am ehesten aufgehoben zu sein.

    In dem Teebuch von Christoph Peters "Diese wunderbare Bitterkeit" schreibt er an einer Stelle, er hätte von einer Japanerin den Tipp erhalten, die Reste von hochwertigem grünen Tee mit etwas Essig, Öl (ich glaube Sesamöl? weiß ich im Moment nicht mehr) aufzupeppen und als Vorspeise zu verwenden, In Japan würde das oft so gemacht.

    Hat jemand von euch schon mal davon gehört oder sogar wundersamerweise so etwas ausprobiert? An sich bin ich nicht abgeneigt, es schlichtweg mal zu testen, aber ich habe etwas Bedenken wegen der Koffeinmenge. Sind im 3-4 fach verwendeten Grüntee überhaupt noch Koffeinreste enthalten? Oder ist das alles schon in den Tee übergegangen, so dass die Teeblätter am Ende nichts mehr enthalten?

    Teeschokolade gibts ja auch. Warum also nicht Teeblätter-Vorspeisen ....

  • Sesamöl, Sojasauce und ein paar Tropfen Essig. Klingt an sich nicht übel und durchaus essbar. Aber was ist mit dem Koffein in den "ausgetrunkenen " Blättern? Weiß da jemand was dazu?

  • Ich seh' schon, Grünteevorspeise-Gourmets sind hier nicht vertreten. Pu-Erh und Oolong, die bevorzugten Tees im Forum, zumindest unter den aktiven Usern, eignen sich ja auch nicht für sowas. Ich wage mir gar nicht vorstellen, wie ausgelaugter Pu-Erh mit Sojasauce und Essig schmeckt. :D

    Am Wochenende werde ich mich mal als Testperson betätigen und meinen ausgetrunkenen grünen Tee in eine Vorspeise verwandeln. Sollte jemand am Testergebnis interessiert sein und auch seine Grünteereste aufessen wollen, bitte hier kurz melden. Dann berichte ich über "Welchen Tee habe ich heute gegessen" - wäre doch ein netter Parallelthread zu "Welchen Tee habe ich heute getrunken". ;)

  • Den Salat hatte ich auch noch nicht, klingt aber gut.

    Dafür aber schon mal Krabben mit Longjing-Teeblättern in Hangzhou - wo sonst. Kann ich empfehlen!

    Passenderweise auch das erste Essen nach der Lebensmittelvergiftung, die ich mir in Yixing eingefangen habe.

    Dafür aber drei oder vier schöne Kännchen erworben.

    Tja, Anekdoten vom Teeweg . . .

  • Also...

    Ich hab grade ne Probe von TG vom seogwang sencha probiert.

    Lecker Tee find ich.

    Nach 3 aufgüssen hab ich den Tee jetzt mal mit etwas Sojasauce gegessen, kann man gut machen.

    Wobei hochwertiger Tee bestimmt dann nochmal besser schmeckt.

  • Ich meine, das Sesamöl ist wirklich wichtig. Ist keine verarsche. Wenn ich an den Seetang denke, da war immer Sesamöl. Und ich meine, ich hätte das auch gelesen.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

  • Zur Klärung habe ich die Stelle nochmal in dem Buch von Christoph Peters nachgeschaut. Hier sein Rezept:

    "Ich fülle das Grünzeug in eine Schüssel, würze es mit einem Teelöffel Sojasauce, etwas Reisessig und einigen Tropfen Sesamöl und kann meinen Gästen so eine außerordentlich delikate japanische Vorspeise servieren. "(S. 79)

    In meinem japanischen Kochbuch steht, dass man Reisessig durch Apfelessig ersetzen kann. Reisessig hat ja auch nicht jeder parat. (Ich auch nicht, dafür aber immer Sesamöl und Sojasauce. :)

  • In Japan werden Grünteeblätter, insbesondere die hochwertigen wie von Gyokuro, auch gern final mit Ponzu angemacht. Ist sehr lecker, sollte es an Ponzu mangeln, geht Sojasauce, fruchtiger Essig und eine Messerspitze Wasabi zusammen mit dem angesprochenen Sesamöl auch gut :)

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