Teekuchen mit maschineller Hilfe aufteilen

  • Vor kurzem musste ich drei Teekuchen aufteilen, zwei in Viertel und einen in Fünftel. Hier ein kurzer Bericht.


    Zuvor hatte ich auf der Webseite https://puerh.uk/product/2016-gold-mark-gua-feng-zhai/ bereits Teekuchendreicke gesehen, die augenscheinlich mit einem Werkzeug geschnitten wurde. Die Schnittkante (das sechste Bild in der Reihe) sah sehr akkurat aus, deshalb wollte ich das auch mal versuchen.
    Begonnen wurde mit den beiden Kuchen die zu vierteln waren, weil beide fester als der Tee aus dem Screenshot gepresst sind und ich daher annahm, es würde wenig Bruch bei den ersten Schnitten geben. So war es dann auch. Hier ein paar Fotos:

    Wie ihr sehen könnt, ist das ein oder andere Blatt abgebrochen und es gab ordentlich Staub. Das Ergebnis ist zufriedenstellend, bis auf zwei Viertel bei denen schief geschnitten wurde.

    Welches Werkzeug wurde verwendet? Ein Fein MultiMaster/ Fein Multitool mit einem Aufsatz für Metall, die Marke spielt keine Rolle, aber so findet ihr sofort passende Bilder.
    Selbstverständlich handelt es sich bei den Fotos nicht um den ersten Versuch. Tests mit einer Laubsäge und einer handgeführten Metallsäge an einem meiner Lagerkuchen um den es nicht besonders schade ist, ließen die Entscheidung auf ein Sägeblatt für Metall fallen. Dies hat feiner Zähne, dadurch splittern weniger Blätter ab. Das elektronische Werkzeug zeigte bei diesen Kuchen weder mehr noch weniger Abbruch als die handgeführte Säge.
    Alle Sägeblätter wurden zuvor von Öl und Fett befreit, mit Spülmittel gereinigt und dann mit heißem Wasser abgespült.

    Für den dritten Kuchen folgt wegen der Screenshotgröße ein zweiter Post.

  • Mit dem erworbenen Wissen sollte der dritte Kuchen kein Problem sein. Also, Geodreieck anlegen, handgeführte Metallsäge ansetzen und ... scheitern.

    Der Kuchen brach bei jeder Bewegung mehr auseinander. Der auffälligste Unterschied ist für mich die deutlich lockere Pressung. Daraufhin wurde dieser Kuchen mit Teenadeln zunächst aufgehebelt und anschließend weiter aufgeteilt.
    Interessant ist dieser Umstand vor allem, weil es sich bei diesem Kuchen um den GFZ handelt von dem Pu-Erh.uk die Dreiecke vertreibt. Es gibt somit eine Möglichkeit auch bei dieser Pressung saubere Schnitte zu setzen. Ich hab an eine Bandsäge mit reduzierter Drehzahl gedacht, so eine hat niemand im familiären Umfeld oder Freundeskreis, sonst gäbe es Fotos von einem Versuch :)

    Falls ihr Erfahrungen habt gerne hier Teilen.

  • Tatsächlich wollte ich auch einen Cake zersägen, da er mir beim letzten Abbrechen mit der Pu Erh Nadel einen Bluterguss unter dem Fingernagel beschert hat: Der Vei An Gushu 2023

    Ich denke der kommt einem Iron Bing nahe...

    Habe eine Japansäge verwendet. Durch das dünne Sägeblatt geht nicht so viel Material durch die Schnitte flöten.

    Im Innern des Bings gibt es keinerlei Luft. Das Ding ist massiv:

    Es gab dann ein bisschen Staub und es hat gut geduftet. :)

    So habe ich jetzt kleine 5-8g Blöcke. Morgen wollte ich mal einen auf der Arbeit ausprobieren. Hoffentlich lösen die sich auf. :S

  • Ja, das würde für mich dann aber eher bedeuten solche saftigen Tees mit geringerem Druck zu pressen, damit sie eben am Ende keine einheitliche Masse bilden und man sie nicht zersägen muss, um sie zu portionieren.

    Mit einer Pu Erh Pick kam ich bei der schrägen Oberfläche gar nicht mehr in den Bing rein. Da rutscht man nur ab. Beim Zersägen konnte ich einen kleinen Schlitz in eine Querfläche sägen und dann mit der Nadel rein stechen, dadurch konnte ich dann manche Stücke halbieren.

  • Die abgesägten Brocken lassen sich wie die Dragon Balls zubereiten. Mehr richtung Grandpastyle: Mehrere Minuten ziehen lassen mit nicht ganz kochendem Wasser. Dadurch geht das Facettenreichtum verloren. Jeder Aufguss schmeckt ungefähr gleich und ist sanfter, als mit losem Sheng.

    Nach einem Liter, also ca. 7-8 Aufgüsse (letztes Bild), gab es noch ein kleines Stück Blätter, das zusammengehalten hat, aber auch das hat sich dann im Anschluss gelöst. Nicht so schön wie loser Sheng, aber brauchbarer als Krümel.

  • Matsch: Danke für den Hinweis. Ein gewelltes Küchenmesser war mal Teil der Überlegungen, an das klassische Allzweck-Küchenmesser hab ich nicht gedacht. Bei Gelegenheit kommen Fotos vom Testkuchen.

    DavidL : Ersten: Autsch.

    Quote

    [...] beim letzten Abbrechen mit der Pu Erh Nadel einen Bluterguss unter dem Fingernagel beschert hat:

    Zweitens: Danke für den Tipp mit der Japansäge, die war überhaupt nicht auf dem Radar. Die Schnitte sehen sauberer und nach weniger Staub als bei mir aus. Da muss ich mich im Freundeskreis mal nach einer Japansäge umhören.

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