Über mich und andere Lügen

  • Frei nach Pulp Fiction nenne ich mich Pib, bin kühl und distanziert, bis ich fremden Menschen vertraue. Male ein Fragment von mir, mit Dingen, die keine Rückschlüsse zulassen, trinke Tee seit über zwanzig Jahren. Zeichne einen Schatten von mir, wie ich auch nur Schatten von den Mitforistinnen und -foristen sehe. Hoffe auf Unterhaltungen, weiß aber nicht ob ich nicht weiter ziehe, kommt auf den Austausch an. Trinke japanischen Tee und liebe Umami, die vordergründige direkte Bitterkeit. Bin so ehrlich und distanziert, dass man es als überheblich sehen könnte, meine es aber nicht böse. Werde Eure Erfahrungen aufsaugen, mit Glück auch wieder etwas zurück geben können. Habe Oolong und Pu Erh hinter mir gelassen, aus Langeweile und dem, für mich, unangenehmen Kuss der Bitterkeit im Hintergrund, der so vielen Tees so eigen ist, auch wenn mich ab und an ein Dancong erfreuen kann. Nutze wenig Smileys, wenn dann platziert.

    Freue mich auf den Austausch, auch wenn es nicht so wirkt.

  • Na dann willkommen.

    Auf das erste Lesen haben wir wohl nicht wirklich viel gemeinsam, ich erkenne eher Gegensätze zu meinen Teevorlieben und generellen Einstellungen.

    Aber vielleicht resultiert ja genau daraus ein spannender und fruchtvoller Austausch.

    Die Schattenrisse im Diskurs lassen wir besser in der Höhle, wo sie seit 2500 Jahren hingehören.

  • Willkommen! Interessant, daß dir Oolong zu langweilig ist! Das ist doch eigentlich die allergrößte und auch vielfältigste Teeklasse. Bitterkeit liegt vielleicht auch eher an der Qualität/Zubereitungsart? In meinem Repertoire sind viele Oolongs denen man nur durch derbe Misshandlung Bitterkeit entlocken kann...

    Persönlich ging es mir eher bei den japanischen Tees so, daß ich sie eher vorhersehbar und "flach" im Profile finde. Mit wenigen Ausnahmen.

    Aber, jedem das Seine.

  • Hallo miig , ich wollte nicht der hundertste Schreiber mit Hallo von (Ort einsetzen) sein, weshalb ich, allein durch den provokanten Titel, doch zum Lesen anregen wollte.

    Mein Lieblingstee, da er auch bei wenig Aufmerksamkeit zuverlässig sehr gut performt ist

    **MetaTitle:** Bio Sencha Kirishima Yabukita – fruchtig, weich & Preistipp - Tee-Kontor-Kiel.de **Fließtext:** Der Bio Sencha Kirishima Yabukita stammt aus den nebelverhangenen Bergen der japanischen Region Kirishima auf Kyushu. Sein Geschmack ist
    Bio Sencha Kirishima Yabukita aus Japan begeistert mit frischem, blumig-süßem Geschmack, fruchtiger Note und tollem Preis-Leistungs-Tipp – Tee-Kontor-Kiel.de
    www.tee-kontor-kiel.de

    Jedoch fülle ich derzeit meine Lager neu auf, da ich mich in die Welt des Filterkaffee begeben hatte, wo mir selbst die hellen Kaffee zu röstig schmeckten und ich enttäuscht gegangen bin. Derzeit muss ich die Sortimente durchforsten, sehen was für Tee zu finden ist. Um den Neuaufbau zu zelebrieren, habe ich mir auch ein Kleinod aus Tokoname zugelegt um auch dem Auge Freude zu schenken.

    JanS Gegenteile sind doch etwas tolles, Oolong und Pu liefern auch eine größere Komplexität in den Aromen und ich kann verstehen das diese so beliebt sind, für mich ist aber das Mundgefühl eines guten Sencha oder Gyokuro weit interessanter als die vielen Aromen. Auch wenn der zweite Aufguss nur noch ein Nachhall ist, der dritte eine blasse Erinnerung mit Bitterkeit, so ist der erste Aufguss für mich eine Berührung meines Innersten.

  • In meinem Repertoire sind viele Oolongs denen man nur durch derbe Misshandlung Bitterkeit entlocken kann...

    Mag sein das hier und da auch Fehler einfließen, doch sehe ich Bitterkeit nicht unbedingt negativ. Auch ist der Tee nicht als bitter gemeint, es ist ein Hauch, der sich ganz hinten auf meine Zunge legt, fast nicht wahrnehmbar, in seiner Essenz für mich aber einfach unerträglich widerlich.

    Japanische Grüntee tragen auch Ihre Bitterkeit, diese trägt sich aber anders, schwer zu erklären. Auch fühle ich mich nach japanischen Tee einfach, hier könnte, sollte sogar vielleicht befriedigt stehen, aber das Wort sagt mir dafür nicht zu und ein besseres finde ich gerade nicht.

  • Hallo Pib zuerst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Teeforum. Ja das mit dem PuErh kann ich zur Zeit nachvollziehen. Beim Oolong nicht ganz so. Hatte schon tolle grün, fruchtige, süßliche. Aber Hauch sehr, für mich zu starke, geröstete, dunkle.

    Die Kunst des Tees muss man wissen, ist nichts anderes, als Wasser kochen, Tee zubereiten und trinken.
    Rikyû

  • Auch wenn der zweite Aufguss nur noch ein Nachhall ist, der dritte eine blasse Erinnerung mit Bitterkeit, so ist der erste Aufguss für mich eine Berührung meines Innersten.

    Das ist doch mal eine sehr schöne Beschreibung. Kann ich gut nachvollziehen, ging mir so bei dem Lagerhaus Gyokuru von Ippodo. Falls nicht bekannt, das ist ein spezieller, den es nur sehr kurz gibt, wird nach der Ernte noch eine zeitlang bewusst gelagert. Das erste Mal, daß ich an Hühnersuppe mit Alge und einer Ahnung von Limette denken musste beim Tee... Da ist dann die Wehmut groß, wenn es danach rapide bergab geht mit dem Tee, wie du es so schön beschrieben hast. Vor allem so wenig in der Tasse! Ich mach die Japaner meist in meinem Hokujo und da kommt dann so ein türkischer Mokka von einem Schluck bei raus.

  • Kennt jemand von euch eine Android App zur Nachverfolgung der Zubereitung. Im Kaffee Bereich gibt es tolle Apps, wo man alles genau dokumentieren kann, von Methode über Sorte bis Zeit. Gibt es so etwas auch für Tee?


    Hallo Pib zuerst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Teeforum. Ja das mit dem PuErh kann ich zur Zeit nachvollziehen. Beim Oolong nicht ganz so. Hatte schon tolle grün, fruchtige, süßliche. Aber Hauch sehr, für mich zu starke, geröstete, dunkle.

    Es gibt so tolle Oolong, ich wurde aber nie richtig glücklich damit, manchmal einen Ausflug zurück, ich fühle mich bei den japanischen Tees aber angekommen.

  • Ich glaube ich gehe auf ein Notizbuch über.

    Ich schreibe per Hand. Das hat (subjektiv) einfach mehr Stil.

    Zudem hilft mir das, mich zu erinnern. Was ich in "echt" auf Papier schreibe bleibt zuverlässiger im Langzeitgedächtnis als abgetipptes.

    Und das Blättern in alten Notizen finde ich auch angenehmer, am Bildschirm ist es deutlich schwieriger, querzulesen.

  • Zudem hilft mir das, mich zu erinnern. Was ich in "echt" auf Papier schreibe bleibt zuverlässiger im Langzeitgedächtnis als abgetipptes.

    Das ist auch eine der Ratschläge, weshalb Schreiben per Hand empfohlen wird.

    Ich habe ja meist ein Buch und einen Bleistift dabei, aber zum Zeichnen, wobei auch Notizen und andere Dinge einfließen können. Nicht das ich wirklich gut zeichnen kann, darum geht es dabei aber auch nicht wirklich.

  • Ich nutze myteapal. Du kannst dort auch einfach nur für dich nutzen. Musst keinen Beitrag machen. Ist auch überschaubar. Ist eigendlich für den Tee Club erstellt worden, aber kannst so wie ich auch ohne Teilnahme am Club benutzen.

    Ich benutze auch ein Tea Journal ( Papier) wo ich mir Notizen mache und die Verpackung mit einklebe. Da meins voll war hab ich mir jetzt ein Tea Journal von Etsy gegönnt. Freue mich schon es anzufangen.

  • Ist eigendlich für den Tee Club erstellt worden, aber kannst so wie ich auch ohne Teilnahme am Club benutzen.

    Habe gerade nochmal geschaut, ohne Konto ging bei mir nichts, konnte keinen Tee hinterlegen oder anderes. Somit für mich unbrauchbar, da ich kein Konto möchte. Mir geht es nicht um kostenlose Programme, ich zahle gerne für sinnvolle Apps die meinen Präferenzen entsprechen.

    Also dann per Notizbuch komplett offline, aber trotzdem auch an dich nochmals danke für den Hinweis.

  • Hallo,

    meinen Sencha habe ich lange Zeit mit Zeitmessung und Thermometer zubereitet. Inzwischen bin ich dabei, mir genau das abzugewöhnen - der Tee soll in meinen Alltag passen und ich möchte meinen Tee möglichst unkompliziert zubereiten.

    Auf meinem Schreibtisch stehen bei der Arbeit eine Thermoskanne mit heißem Wasser (80 Grad - beim Aufguss sind es dann ein paar weniger) und eine Kyusu. Die meisten Senchas sind nach meiner Erfahrung so tolerant, dass sie bei 30-40 Sekunden Ziehzeit (ohne Uhr, nach Gefühl) dann ihren Geschmack schön entfalten. Wenn mir ein Tee missrät, waren fast immer zu viele Teeblätter im Kännchen. Bei der Kyusu finde ich, dass man beim Ausgießen (langsam, schneller, in kurzen und langen Zügen) auch noch viel am Tee nachjustieren kann.

    Das bereitet mir inzwischen viel mehr Freude, als Tee mit dem Notizblock zu trinken. Es gibt wenige Tees, bei denen ich Hilfsmittel wie eine kleine Sanduhr brauche.

    Viele Grüße

    Christian

  • Hi hchris , Du nutzt es ähnlich wie ich, bei mir ist das Wasser in der Thermoskanne nur um die 70°, dafür eine längere Ziehzeit.

    Das Notizbuch ist als Nachverfolgung gedacht, Welcher Tee war gut, ohne auf das verfälschen meiner Erinnerung zu vertrauen. Kann ich einen Tee optimieren, wenn mir etwas gefehlt hat, hatte er vielleicht sogar etwas ganz besonderes was ich unbedingt notieren möchte. Dabei geht es nicht um wissenschaftliche Herangehensweise, eine Gedankenstütze, etwas was man auch mal einfach durchblättern kann um in der Vergangenheit zu schwelgen. Man kann ja ich dazu zeichnen, das Wetter notieren, Ereignisse festhalten, schon hat man ganz leicht ein Tagebuch.

    Trotz allem, Danke für die Anregung, ich bin ja bisher nicht darauf eingegangen wie es genutzt werden soll, noch bin ich genauer auf meine Zubereitung eingegangen.


    der Teetyp Danke auch Dir für Deine Antwort. Ich empfinde gerade die Leichtigkeit von Sencha ein helles Licht, auch in der kühlen, dunklen Jahreszeit.

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