Das junge Start Up Unternehmen Assam Projekt K + S GmbH aus Berlin (http://www.assam-projekt.de), hat einen Bio Assam Tee im Angebot, welchen sie dem TeeTalk zum Testen angeboten haben. Es handelt sich dabei um einen Second Flush, der Ernte 2013 aus der indischen Plantage Tonganagaon.
Die Güte dieses Schwarztees wird auf der Verpackung mit ![]()
Aus dem herkömmlichen Handel wurde den Probanden für die Tests, zwei weitere Assam Tees an die Seite gestellt. Ein Tee war eher im niedrigen Preissegment angesiedelt, wogegen der andere hochpreisiger Natur war. Damit lagen den Testern drei Assam Tees zur Blindverkostung vor, welche zwar unterschiedlich gekennzeichnet waren, von denen die Tester aber weder Hersteller, Produktname, noch Preis kannten. Die Proben waren zudem für jeden Probanden individuell, unterschiedlich und/oder gleich gekennzeichnet, was mögliche Absprachen über die Tees, entgegen wirken sollte. Einzig durch den gut verwahrten Schlüssel wurde ersichtlich, welche Probe von welchem Probanden, zu genau welchem Tee gehörte.
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Die Tester bekamen nur grobe Richtwerte für die Zubereitung der Tees, denn sie sollten diese wenn möglich, so wie immer zubereiten und anhand ihrer üblichen Zubereitungs- und Trinkgewohnheiten von Assam-Tee bewerten. Auch sollte die Bewertung ausschließlich in Relation zu Assam-Tee stehen und zu keiner anderen Teesorte.
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Trockener Tee (Optisches Erscheinungsbild und Duft)
Es zeigt sich ein dunkles Blattgut bei gebrochenem Blattgut, vereinzelt mit Stengeln und mit wenig goldenen Blattpitzen (tips). Insgesamt sprachen hier die Tester von von mittlerer Siebung und gutem Standard.
Der Geruch wurde von „nicht allzuviel los“ bis „leicht fruchtig-frische Note, ohne Erde oder Holz“ beschrieben. Ein anderer Tester nahm hier etwas mehr Rauch-Aromatik anstelle von reifer Frucht/-Obst-Aromatik war. Dabei wurde ein nicht sehr intensiver, aber doch merkbar würziger Duft, nach Schwarztee wahr genommen.
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Das trockene Blattgut dämpft hier ein klein wenig die Erwartungen, wobei der Geruch wiederum gefallen kann.
Aufguss (Optisches Erscheinungsbild und Duft)
Die Farbe des Aufgusses wird als Orangeton und dunkler Bernstein empfunden. Mal mit einem Honigton oder in Richtung Herbstblatt, bräunlich mit rötlichen Nuancen. Das feuchte Blatt zeigt sich tiefrot und zeigt ein normales Volumen für Assam. Auch verstärkt sich hier der Duft, mit mehr Würze. Mal ist hier die rede von brotig mit ein wenig Aprikose/Pfirsich aber auch von mittelkräftigen Körper und einer Kräuter-Honig-Note.
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Beim feuchten Blatt fällt gerissenes Blatt auf.
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Geschmack (Ergebnisrelevant)
Der Tee wird nach dem bisher gezeigtem, als überraschend gut gewertet. Typischer Assamgeschmack mit gut ausbalancierter Herbe, Würze, Frucht und Malzigkeit. Ebenso guter, relativ geradlinigem Nachhall. Milder Geschmack, milder Abgang und recht facettenreich. Lädt ein, ihn länger auf der Zunge zu haben.
Je nach Tester, eigene Art der Zubereitung und Anzahl der Aufgüsse, wird der Tee mal kräftiger, mal milder empfunden. Mal leicht ölig im Mund, mal leicht wässrig mit mildem Geruch und ohne Adstringens.
Ein Tester hat diesen Tee nach der Gong Fu Cha Methode aufgegossen und dabei bis zu fünf Aufgüsse gezogen, bis dieser dann deutlich im Geschmack nachließ. In diesem Bereich bescheinigt er für einen Schwarztee eine gute, mittlere Leistung. Zwar würde keine merkliche Leistung mehr stattfindet, da das Beste schon zu Beginn geschieht, doch würde es dauern bis dieser merklich abbaut und dabei sein Level doch relativ lange halten.
Abschließend bringen es die wohl formulierten Worte eines Testers auf dem Punkt:
„Dieser Tee offenbart seine Stärke in einem interessanten und homogenen Spektrum mittlerer Noten, ohne in den höchsten Lagen zu sehr zu punkten. Dafür sind ihm aber auch Fehltöne völlig fremd, keine übermäßige Schwere oder gar Grobheit ist festzustellen.“
Das Fazit fällt je nach Teecharakter unterschiedlich, aber doch positiv aus. Der eine empfiehlt ihn als Frühstückstee, der andere dagegen zu Rahmnudeln mit Wiener Schnitzel. Er wird als solider Assam ohne Überraschungen beschreiben. Ein milder schwarzer Tee und Begleiter durch den Tag.
Nicht unbedingt für jeden ein Spitzenreiter, aber durchaus hochwertig und auf keinen Fall ein Tee mit großen Schwächen. Hier überwiegt im großem ein positives Bild, welches die Tester diesem Tee mit einer insgesamt guten Note von 2,2 bescheinigen.

(Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung der Benutzer Manuel und Charyu zur Verfügung gestellt)
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