Aus gegebenem Anlass - und ich bin ja, soweit ich mitbekommen habe, nicht der Einzige hier im Forum der sich für Tee aus Korea interessiert und sich damit näher beschäftigt - möchte ich hiermit einen Thread eröffnen, in dem diese Tees diskutiert werden können
/emoticons/smile@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_smile.png"> Gerade auch was Parameter und Co. angehen.
Auf der Seite von pu-erh.sk findet man z.B. diese Einführung, die vielleicht von Nutzen sein kann wenn es um die Termini technici in Koreanisch geht: http://pu-erh.sk/fragrance-of-k…-green-tea-1241
Natürlich gibt es viele andere Seiten, die ich von Nutzem fand, aber das würde u.U. doch hier zu weit führen. Soll ja keine reine Linksammlung werden
/emoticons/wink@2x.png 2x" width="20" height="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">
Ich fange mal mit meinen - noch bescheidenen - Erfahrungen mit woojeon-Grüntees an und beziehe mich auf Tees, die ich so ungefähr im letzten halben/dreiviertel (?) Jahr hatte: bei den halbwilden Tees sind die jüngsten, noch nicht ausgeformten Blätter deutlich heller als die etwas größeren Exemplare, das Aussehen der Blätter unterliegt auch eigenen Klassifizierungen. Der Tee wird von der Form her auch ungezähmt.
Die Farbe des trockenen Blattguts erinnert ein bisschen an Kamairicha. Bei gutem, frisch und sorgfältig abgepacktem Tee nahm ich beim Öffnen der Tüte diesen an Sake oder hellem Wein erinnenden Duft war, den ich bei ganz frischen chinesischen Grüntees auch vorfand.
Von der Zubereitung her bin ich sehr oft eher intuitiv vorgegangen oder sonst ein bisschen so wie beim Gyokuro, nur mit wesentlich weniger Tee-Einwaage. Man findet oft eher generische Angaben wie 2 bis 3g auf 180ml und 70 bis 80°C; bei mir sind es eher 2.5 bis 3.5g/100ml. Beim ersten Aufguss habe ich meist ca. 60°C warmes Wasser genutzt, 60 bis 90sec.
Interessant ist eine frische, an Zitrusfrüchte erinnernde Note im Geschmack, die angenehm erfrischend ist, trotzdem hatte der Tee einen guten Körper und war schön voll. Interessanterweise wiesen die Tees sowohl chinesische als auch japanische Charakteristika auf, blieben aber dabei ganz eigenständig. Ich möchte nicht "typisch koreanisch" schreiben, da ich der Meinung bin, man braucht dafür mehr Erfahrung. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass ich explizit hier nicht Tees wie der Seogwang von TG meine (den "normalen" Seogwang fand ich damals gut, den Seogwang Sencha allerdings eher nicht so, v.a. nicht zu dem Preis - ist nur meine Meinung, heißt nicht, dass der Tee schlecht ist). Aber jene Tees scheinen eher an die japanischen Anbau- und Verarbeitungsmethoden angelehnt zu sein, wenn ich mich recht erinnere.