Gestern habe ich eine der Gratisproben von Bannacha probiert:
[size=14]Mangjing 2012[/size]
zubereitet im 100ml Gaiwan
[move][glow=green,2,300]Kurzfassung:[/glow][/move]
Man kann ja nicht immer nur Glück haben. Ein sehr herbfrischer Tee, der mir in seiner aggressiven Jugendlichkeit auf den Magen geschlagen ist. Muss ich nochmal in anderer Zubereitung probieren, denn eigentlich ist das ein gut gemachter Tee (schöne Blätter, überraschender Geschmack und eindeutiger Charakter).
[move][glow=green,2,300]Langfassung:[/glow][/move]
Trockenes Blatt: enorm lose gepresster Bing, schöne Blätter, ein paar Silbertips. Sehr dunkles Grün mit nur minimalen Andeutungen von Braun. Duft sehr „grün“, erinnert etwas an Kabusecha. Im vorgewärmten Gaiwan fruchtig und würzig, erinnert mich an getrocknete Tomaten. Auch etwas Leder und Rauch, aber nur im Hintergrund.
Infusion nach Spülung: der Duft reifer Tomaten und von Kräutern ist intensiver – fast als würde man Sugo kochen.
Erster Aufguss: hellgelb-grünliche Tasse – das könnte auch Longjing sein. Erfrischend-belebend herb (etwas stärker gebrüht und man wäre bei „kratzig“). Die Nase wird freier! Der Gaumen / Übergang zur Nase beginnt zu kribbeln, Durchblutung wird angeregt und meine Nase etwas freier.
Zweiter Aufguss: immer noch recht herb, aber nun kommt die Tomate durch und gibt eine fruchtig-würzige Dimension zum Geschmack.
Dritter Aufguss: inzwischen geht die gelbe Tassenfarbe leicht in eine orange Richtung.
12. Aufguss: immernoch lebhaft und frisch. Im Nachgeschmack eine tolle Süße, die man nicht merkt, solange der Tee noch im Mund ist
Schlussbetrachtung Infusion: sehr schöne Blätter. Zwar auch einiges an Bruch, aber ebenso intakte Blätter mittlerer Größe. Nur sehr wenig Oxidation zu erkennen.
Fazit: junger Sheng, wie er im Buche steht. Lebhaft, herbfrisch und etwas belastend für meinen Magen. Nicht herausragender, aber guter Tee, den ich auch gerne nach etwas Alterung nochmal probieren würde.
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