Ionentauscher vs. Bio-Kristallisation zur Wasserenthärtung

  • Hallo! Wir bauen ein Haus und überlegen, welche Anti-Kalk-Gerätschaften wir aufgrund der 18° Wasserhärte verbauen lassen.

    Klassisch wäre ein Ionentauscher. Hier würden wir dieses Gerät nehmen:

    https://www.gruenbeck.de/de/produkte-br…tz/softliqsc23/

    Wir haben uns das vom Installateur anbieten lassen und er meinte, warum wir das denn unbedingt wollen, ein Gerät, das auf natürlicher Basis ohne Chemie funktioniert, sei besser. Er empfiehlt das hier:

    https://www.watercryst.com/de/ks-geraet/biocat_ks_4000.html


    Völlig verschiedene Verfahren.

    Der Ionentauscher nimmt Calcium und Magnesium aus dem Wasser - lässt also wirklich den Kalk verschwinden, verändert dadurch aber auch die Zusammensetzung des Trinkwassers und macht es reicher an Natrium.

    Der Biocat belässt den Kalk im Wasser und sorgt lediglich für eine Krisallisation des Kalks, so dass sich dieser leichter weg putzen lässt und die Leitungen nicht schädigt.


    Bisher war ich immer fest davon ausgegangen, dass für das Thema Tee, weicheres Wasser besser ist, also Ionentauscher bearbeitetes Wasser. Aber ist dem so? In Verbindung mit dem Biocat wiederum ließt man, dass es besser sei, Kalk als Geschmacksträger im Wasser drin zu lassen und lediglich die Kristallierung durchzuführen. Ich bin jetzt ziemlich verwirrt und weiß nicht, welchen Weg wir einschlagen sollen.

    Nachhaltig günstiger ist auf jeden Fall die Biocat Lösung. Preislich wäre das die erste Wahl. Aber irgendwie habe ich da meine Zweifel.

    Inwiefern das Natrium angereicherte Wasser gesünder zum trinken ist, weiß ich aber auch nicht.

    Was meint ihr?

    Gruß
    Oliver

  • Solange das Calcium sich noch im Wasser befindet, in welcher Form auch immer, wird es Dir den Teegeschmack verderben.

    Wenn Du damit keinen Tee zubereiten willst, ist es eine andere Sache. ich fürchte aber, daß auch diese Kalk-Mikrokistalle die Wirkung von Seife herabsetzen, während Natrium im Wasser der Seifenwirkung keinen Abbruch tut.

  • Quote

    Am 9.12.2018 um 22:15 schrieb Verdana330: Eine Absenkung des pH-Wertes durch die Umwandlung von zugehöriger in aggressive Kohlensäure infolge einer Zerstörung des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts und einer damit verbundenen Metall- und Kalkaggressivität. Dieser Nachteil kann nur durch Nachdosieren geeigneter Korrosionsinhibitoren, meist spezielle Phosphate, wieder ausgeglichen werden.

    Also, wenn Calciumcarbonat uder Magnesiumcarbonat duch Natriumcarbonat ersetzt werden, wird das Wasser alkalischer, der pH-Wert steigt an. Eine "aggressive Kohlensäure" bildet sich dabei nicht.

    Quote

    Am 9.12.2018 um 22:15 schrieb Verdana330: Und ich leide an Bluthochdruck und nehme Medikamente dagegen ein. Ganz schön komplexe Thematik.

    Dann würde ich das Wasser aus dem Ionenaustauscher nicht trinken und auch nicht für Tee benutzen. Da ist es besser, das unbehandelte Leitungswasser durch einen Britafilter zu filtern, der ersetzt das Calcium und Magnesium durch Wasserstoff. Dabei wird dann in der Tat das Wasser saurer und die "aggressive Kohlensäure" entsteht. Die ist aber erstens unschädlich beim Trinken und außerdem verflüchtigt sie sich, wenn das Wasser aufgekocht wird.

    Nachtrag: Wie in der von Dir genannten Webseite ausgeführt, sollte der Einstz eines Ionenaustauschers auf den Warmwasserkreislauf beschränkt werden. Die Frage des Schädlichkeit bei Bluthochdruck stellt sich dabei nicht!

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