Posts by doumer

    Hallo zusammen,

    auch wenn die Kännchen super gearbeitet sind und der Ton gut ist (der Ton wurde auch getestet, siehe hier https://essenceoftea.com/products/60ml-…g-yixing-teapot), habe ich mich dazu entschlossen sie abzutreten, da ich sie zu selten nutze:

    Aktueller Zustand (kann entweder mit beginnender Patina erstanden werden oder ich entferne diese):

    Stück 90€ - bei Interesse PN 😊

    2025 Guafengzhai Heishuiliangzi von EoT

    Ein weiterer, für mich neuer Garten in GFZ: Heishuiliangzi(黑水梁子). Im Shop steht, dass der Garten etwas tiefer im Wald ist und auf Grund exzessiver Aufforstung vor ca. 20 Jahren vor allem aus Xiaoshu Bäumen besteht, dieser Tee aber von ausgewählten alten Bäumen stammen soll, von denen es jedoch nicht viele gibt und daher die Gesamtmenge sehr begrenzt ist. Zum Einsatz kommt natürlich auch wieder das Kännchen von Hui Xiang Yun (惠祥云) sowie ein recht neutrales, glasiertes Schälchen von Vaclav Dusek und ein ebenfalls glasierter Pitcher von Jiri Duchek zwecks Vergleichbarkeit der GFZ-Tees im Set.
    Beim trockenen Blatt fällt bereits auf, dass dieses deutlich weniger grün ist, als es beim Longjiapo der Fall war - auf Grund der geographischen Nähe kann man hier Unterschiede auf Pflanzen-Ebene (wie z.B. dass Bulang-Material meist ziemlich "haarig" ist) eigentlich ausschließen, was dafür spricht, dass die Verarbeitung anders ist. Und eben so anders ist auch der Tee: der Heishuiliangzi wirkt deutlich dunkler und tiefer als der Longjiapo, kein fancy Umami sondern ein Wald-Charakter, der mir sehr liegt. Gemeint ist hier nicht der heimische Nadel- oder Mischwald sondern ein feucht-schwerer Charakter, den beispielsweise auch Peter gerne als "forest taste/character" bezeichnet und vor allem bei alten, eher unkultivierten Bäumen zu finden ist, die eben meist im Urwald von Yunnan wachsen statt in Reih und Glied auf Plantagen - was man auch den Bildern und Videos im Shop entnehmen kann. Die Textur ist hier ebenfalls schön voll aber doch ganz anders, da sie super-weich ist - dazu kann der Tee mit mehr Qi und Tiefe als der Longjiapo punkten, so dass er unterm Strich mir deutlich besser gefällt, obwohl ich in einer Blindverkostung nicht auf GFZ gekommen wäre, da der typisch kernige GFZ-Charakter hier quasi nicht zu finden ist. Schöner Tee - ich hoffe es gibt mal wieder die Gelegenheit, einen Tee von dort zu probieren 😊

    2025 Guafengzhai Longjiapo von EoT

    Bevor ich zum Tee komme erstmal ein großes Dankeschön an David von EoT: dieses wunderschöne Kännchen von Hui Xiang Yun (惠祥云) hat er mir freundlicherweise für die kommenden Tea Retreats in Rasa dieses Jahr geliehen, da ein Programmpunkt der Vergleich von high-end Yixing mit high-end Porzellan sein wird (mehr Details zwecks Programm und Datum folgen noch). Ich hab zwar schon das eine oder andere gute Kännchen aber ich wüsste niemanden, der krassere moderne Yixing Kännchen macht als er - unglaublich viele Details, jedes Teil ist perfekt gearbeitet und hat einen teils winzigen Stempel (sogar innen), das ist wirklich klassische Yixing-Handwerkskunst auf höchster Ebene (weitere Infos zu ihm findet man im Blog-Post von EoT)! Ich freue mich schon darauf bis zum Tea Retreat im Sommer mit diesem außergewöhnlichen Kännchen experimentieren zu dürfen - da die Kännchen von Hui Xiang Yun finanziell außerhalb meiner Reichweite sind, ist das eine großartige Gelegenheit 🙏

    Nun zum Tee: letztes Jahr hat EoT ein sehr spannendes Guafengzhai-Tasting-Set (leider inzwischen schon ausverkauft) herausgebracht, das die Haupt-Gärten sowie zwei weitere weniger bekannte Gärten in GFZ beinhaltet (die Tees sind auch einzeln als Bing erhältlich). Das ist um so spannender, da GFZ eine meiner liebsten Regionen ist und abgesehen von Chawangshu bekommt man (zumindest im Westen) eher selten etwas aus konkreten anderen Gärten - und schon gar nicht aus weniger bekannten wie in diesem Fall Longjiapo(龙家坡), daher ist das auch wenn ich schon viele GFZ getrunken habe der erste Tee explizit aus diesem Garten. Im Shop steht, dass Longjiapo zusammen mit Chaping der einzige GFZ-Garten südlich des San Jia He Flusses ist und ein eher kleiner, der zwei Familien gehört. Da weniger bekannt als die Haupt-Gärten ist der Preis hier etwas niedriger - konkret 0,74€/g. In einem ersten Vergleichstest hat sich gezeigt, dass der Ton den Hui Xiang Yun für das Kännchen verwendet hat ähnlich wie der von Ma Yong Qiang (马永强) ist also den Tee nicht zu extrem verändert und da Yixing ja ohnehin mein "Gold-Standard" für die Einschätzung eines Tees ist, kann ich das Kännchen guten Gewissens für die Besprechung von Tees nutzen, obwohl ich es noch nicht gut kenne. Beim trockenen Blatt fällt auf, dass einige besonders hellgrüne Blätter dabei sind - der Großteil ist sonst eher dunkel gefärbt. Im nassen Zustand haben sie ein schön volles, schweres Aroma aber die Stärke des Tee sind klar Geschmack und Textur: er ist zwar durchaus etwas adstringent hat aber eine schöne leicht Umami-artige Süße, die mir gut gefällt und als primäre Schicht über der GFZ-typischen kernigen Grundnote fungiert. Das ganze gepaart mit einer schön vollen Textur, die man regelrecht sehen kann: das Bläschen im Detailbild hat sich minutenlang gehalten und ist erst beim Trinken geplatzt. Auf Grund der Adstringenz - sofern das denn typisch für die Region ist? - nicht unbedingt mein liebster GFZ-Garten aber auf jeden Fall ein ordentlicher, moderner Boutique Sheng, der mir GFZ mal von einer etwas anderen Seite zeigt - ich bin gespannt auf die anderen Tees!

    2025 Chenyuan Hao Chen Yi

    Nach dem eher etwas enttäuschenden Chen Yuan ist heute ein weiterer Yiwu-Blend von CYH an der Reihe, allerdings ein deutlich hochwertigerer: der Chen Yi war bislang als Yiwu Chawang bekannt (Hintergründe zu dem Namen kann man bei der 2024er Version nachlesen) und besteht im Gegensatz zum Chen Yuan aus Material von deutlich älteren Bäumen. Erstaunlich wie viel interessanter das die Sache macht: im Grunde ist es ja auch "nur" ein typischer Yiwu-Blend und auch wenn Geschmacks- und Aroma-Ebene etwas spannender sind als beim Chen Yuan sind es vor allem die anderen Metriken, die dem Gesamten die "Würze" verleihen. Allen voran das Qi, was mir ja besonders wichtig ist (denn sonst könnte ich ja gleich Grüntee trinken, haha) - das zusammen mit deutlich mehr Tiefe sorgt gleich für ein ganz anderen "state of mind": man trinkt nicht nur Tee, man spürt ihn. Schon lustig, wie letztlich alles immer wieder alles beim Tee (aka Sheng Pu'erh) darauf zurück kommt, dass dieser mehr ist als nur besonders toller Geschmack oder Aroma - kann auch nett sein, ich liebe z.B. einen ordentlich speckig-rauchigen old-school Sheng als Daily Drinker, auch wenn dieser kein Qi-Hammer ist - aber für eine fokussierte Session, wo ich dem Tee meine ganze Aufmerksamkeit schenke, sind die Meta-Ebenen das entscheidende. Mit 1,18€/g ist der Preisunterschied zum Chen Yuan auch noch recht moderat, so dass sich das meiner Meinung nach auf jeden Fall lohnt!

    2025 Chenyuan Hao Chen Yuan

    Der Chen Yuan hieß bis letztes Jahr noch Yiwu Zhengshan und ist mit 0,76€/g der preiswerteste Yiwu-Blend im Lineup (sogar etwas preiswerter als der Yiwu + Yibang Blend "Found Leaves"). Dabei handelt es sich um einen Blend aus dem Yiwu-Kerngebiet - also ein Tee wie viele andere auch, das einzig interessante dabei ist, dass er von CYH stammt: reicht das, um überzeugen zu können?
    Material und Verarbeitung sind jedenfalls einer taiwanesischen Top-Boutique entsprechend gut und der Tee liefert genau das was zu erwarten ist: ein typischer, junger Yiwu - gut gemacht, typische Charakteristika auf Geschmacks- und Aroma-Ebene und ordentliche Textur aber für mich um ehrlich zu sein wenig spannend. Die konkreteren Yiwu-Regionen sind da für mich interessanter, da die große Stärke von CYH es ist, schön die Charakteristika einzelner Regionen herauszuarbeiten - aber ein allgemeiner Yiwu-Blend? Für Anfänger könnte das spannend sein, gerade im Vergleich zu was einem sonst so alles als Yiwu verkauft wird, aber ich muss schon etwas Keramik-Vodoo in Form meines hübschen Kännchens von Konishi Yohei (小西洋平) nutzen, damit die Session interessant wird. Klingt jetzt zugegebenermaßen negativer als es ist: es ist kein schlechter Tee aber er hat für meinen Geschmack einfach nicht genügend Charakter...

    2020 Manzhuan Arbor von Wuweisanfang (無爲山房)

    Nach dem 2010er Manzhuan Arbor war dieser Tee die naheliegendste Option: ebenfalls ein Manzhuan, ebenfalls aus der Arbor Serie aber 10 Jahre jünger. Und auch heute bringt der Vergleich interessante Erkenntnisse: während bei dem 2010er durch den Vergleich mit einem Tee der Special Productions Serie klar wurde, wie viel eine gute Produktion und sauberes Material ohne Füller (siehe Hinweis beim Kuzhu Shan) ausmacht und es nicht nur auf das Baumalter ankommt (okay, dass es auch sehr auf die Umgebung der Pflanzen ankommt und dass diese nicht gedüngt und gespritzt werden weiß ich spätestens seit ich Peter und seine Tees kenne und dass es noch viele weitere Faktoren gibt ist auch klar aber das war für mich die Essenz des Vergleichs), so überrascht mich die 2020er Version heute mit einem Charakter, der deutlich älterer wirkt als erwartet (2020 ist in meinem Kopf noch sehr jung aber es sind ja auch schon 6 Jahre 🥲), was einerseits auch wieder das Thema Produktion in de Fokus rückt aber auch vor dem Hintergrund spannend ist, dass Korea ja für asiatische Verhältnisse relativ trocken ist (interessanterweise ist der Jahresdurchschnitt sogar trockener als von Deutschland, allerdings mit stärkeren Schwankungen) und der Tee eben nicht wie so oft befürchtet als grüner Jung-Sheng verkümmert ist, was ja auch schon meine Posts zum Thema EU-Storage (primär mit den Tees von Peter aber siehe auch langfristige Betrachtung beim 2012er Bulang von EoT) bestätigt haben (und Gratulation wenn du beim Lesen bis jetzt noch am Ball geblieben bist, ich sollte die Sätze kürzer fassen, haha).

    Selbstverständlich gibt es schon unterschiede zwischen den beiden Manzhuan-Versionen: beim 2010er sind die Holz- und Fermentations-Noten ausgeprägter und wie man auf den Detailbildern sehen kann, sind beim 2020er die Blätter schon etwas grüner und die Knospen mehr silbern statt golden aber der Aufguss hat ein schönes Orange während die meisten Tees dieser Altersklasse (bei ebenfalls eher trockener Lagerung) bestenfalls ein dunkleres Gelb aufweisen. Sehr schön, mir gefällt das gut - daher kann ich auch die vorhandene Adstringenz (die etwas höher als beim 2010er ist) problemlos vergeben und auch wenn der 2020er gegenüber dem 2010er etwas weniger Komplexität zu bieten hat, hat er hinsichtlich Textur etwas mehr zu geben und ist daher ein Tee, den ich durchaus gerne nochmals trinken würde!

    2010 Manzhuan Arbor (WWSF)

    Nach dem sehr schönen 2010er Kuzhu Shan als Einstieg zu den Tees von Wuweisanfang (無爲山房) ist dieses mal ein Tee aus der Arbor-Serie, also Material von etwas jüngeren Bäumen (Details zu den 3 verschiedenen Serien siehe Post zum Kuzhu Shan) an der Reihe. Herkunftsregion ist hier Manzhuan - eine Region, die mir ohnehin sehr liegt, daher bin ich hier ggf. etwas voreingenommen 😉

    Auch hier wieder schöne große, dunkle Blätter deren Aromatik auch wieder von einer schön sauberen Lagerung zeugt, wenn auch ohne die funky Pilz-Note des Kuzhu Shans - schade, die hat mir sehr gut gefallen aber trotzdem noch sehr schön, wenn das auch bei den anderen Tees so ist muss ich wirklich Korea in die Liste der spannenden Lagerungs-Varianten mit aufnehmen! Dafür ist die Geschmacksebene hier etwas stärker: primär eine holzige Süße - was für einen guten Manzhuan nicht überraschend ist - gepaart mit einer kräftigen, würzigen Grundnote: genau diese "wilde" Süße ist es, die ich an Manzhuan so mag! Die zitrusartige Adstringenz wird im Shop durch die eher trockene Lagerung und die Anpassung an die neue Lagerbedingungen erklärt - da ich keinen Vergleich habe wie der Tee in Korea wirkte und nicht genügend Material für eine Langzeitstudie kann ich nur die Momentaufnahme besprechen und da ist sie absolut in Ordnung und nicht störend. Ansonsten zeigen sich deutliche Parallelen: auch der Manzhuan ist kein Tee der mit einem Feuerwerk auftritt aber dafür hat er Substanz und viele kleine Facetten, die ein rundes Gesamtbild ergeben. Mich erinnert das etwas an die früheren Produktionen von Jinsong Yu (inzwischen sind sie leider so grün wie die meisten modernen Produktionen): die Tees waren auch eher "understatement" mussten sich auch erst öffnen (wobei die WWSF Produktionen natürlich weniger boutique-glatt sind sondern trotzdem etwas oldschool-artiger). Besonders erwähnenswert ist auch, dass der Tee obwohl er wie eingangs erwähnt "nur" von der Arbor-Serie stammt dennoch ein sehr schönes Qi hat, das fast auf dem selben Level ist wie das des Kunzhu Shans (wobei das natürlich immer höchst subjektiv ist). Auch ein sehr schöner Tee - ich bin mal gespannt auf die etwas jüngeren Produktionen von WWSF!

    2010 Kuzhu Shan von Wuweisanfang

    Zunächst einmal ein großes Dankeschön an das Team vom teehaus.cöln: man hat mir ein umfangreiches Proben-Paket mit verschiedenen Pu'erh zukommen lassen, die kürzlich neu in den Shop aufgenommen wurden - unter anderem einige von Wuweisanfang (無爲山房), einem Teehaus in Süd-Korea. Der Inhaber Herr Oh ist wohl schon seit den 1990ern in Yunnan unterwegs, seit den 2000ern produziert er auch selbst Tees mit Fokus auf Manzhuan, Yiwu, und Yibang. Zu den Hintergründen gibt es auch hier einen interessanten Blogpost: angefangen hat alles mit von ihm organisierten Gruppenkäufen und als er angefangen hat selbst Tees pressen zu lassen, war das auch zunächst für sich selbst und im privaten Bekanntenkreis. Nach der Zusammenarbeit mit verschiedenen Produzenten, Factories und Farmern haben sich bei seinen Produktionen dann 3 Linien herauskristallisiert:

    • Si Cang (私藏), die Privatsammlung: das ist die Flagship-Serie. Zu Beginn noch Regions-Blends sind es nun primär single origin Tees aus Gushu-Material aus der ersten Frühjahrs-Pflückung, hauptsächlich von den Farmern mit denen er schon am längsten zusammenarbeitet. Interessant finde ich den Hinweis, dass auf Füllmaterial verzichtet wurde - da bin ich als Boutique-Snob von Peters Tees doch sehr verwöhnt, als dass mir sowas bei ernsthaften Tees in den Sinn kommen würde 😅 Sehr spannend in dem Zusammenhang aber auch dieser Blogpost, wo näher auf das Thema eingegangen wird und interessanterweise ein Vergleich von CYH und XZH herangezogen wird. XZH ist wohl bekannt dafür, großzügig Füllmaterial zu nutzen - vielleicht ist das ein Grund, warum mir die Tees bis auf 3 Ausnahmen nie so recht zugesagt haben - CYH hingegen schon deutlich mehr. Und auch ein sehr guter Hinweis ist, dass man das Qi beobachten soll: bei multi-region Blends hat man das selbe generische Erlebnis, wie wenn Füllmaterial verwendet wird - das ist genau das, was ich meine, wenn ich davon schreibe, dass multi-region Blends der Rote Faden fehlt!
    • Special Productions: hierbei handelt es sich um alte Bäume (laut Shop mindestens 150 Jahre), also Dashu-Material, ebenfalls aus der ersten Frühjahrs-Pflückung. Diese Tees werden von Freunden und Bekannten von Herrn Oh gesourct und stammen daher teilweise aus anderen Regionen
    • Arbor Serie: diese Tees stammen von mittelalten Bäumen (laut Shop 80-120 Jahre), also älter als Xiaoshu aber noch kein Dashu was manchmal als Zhongshu klassifiziert wird. Die Tees stammen aus den selben Regionen wie die Si Cang Tees

    Für den Start der Zusammenarbeit gibt es Tees aus der Special- und der Arbor-Serie - von den Si Cang Tees wird es evtl. in Zukunft welche geben aber ein gut gemachter Dashu Sheng ist ja auch schon mal was feines. Super spannend finde ich die Tatsache, dass das Teehaus von Herrn Oh in (Süd-)Korea ist: klimatisch ist das nochmals etwas ganz anderes als die mittlerweile bekannten "Klassiker" wie China, Taiwan, Malaysia und Co. Korea ist eher gemäßigt-kontinental mit einer deutlich niedrigeren Durchschnittstemperatur als Taiwan, da es im Winter schon auch ziemlich kalt werden kann - im Sommer hingegen wie ich aus eigener Erfahrung weiß sehr heiß und von Juni bis August stark von Taifunen beeinflusst, was im Vergleich zu Europa mehr Feuchtigkeit rein bringt. Ich bin sehr gespannt!

    Als erstes habe ich mir den Kuzhu ausgesucht: dieser Tee stammt aus der Special-Serie, was somit auch Jinggu als Herkunftsregion erklärt (siehe oben) - da ich zu dem Zeitpunkt aber noch nichts über WWSF gelesen hatte lag die Entscheidung primär daran, dass ich kürzlich mal wieder den 2013er Kuzhu Shan von Yuzhong Zihao im Kännchen hatte und sich das als Vergleichsmöglichkeit anbot (denn so viele Tees bekommt man hier im Westen nicht von dort). Auch wenn die Optik eines Tees immer nur einen oberflächlichen Eindruck vermittelt ist es doch immer schön, hübsches Material vor sich zu haben: große dunkle Blätter - im trockenen Zustand noch recht zurückhaltend aber im nassen Zustand mit einem herrlichen Pilz-Aroma, was die Aromaebene bei dem Tee zu einem Highlight für mich macht! Von den Pilzen abgesehen ist das Aroma aber absolut sauber, was für eine sehr gute Lagerung im eher trockenen Spektrum spricht. Man schmeckt die fortschreitende Fermentation (was ich persönlich sehr mag), wenn auch weniger stark alkoholisch wie bei annähernd gleichaltrigen Tees von Peter aus EU-Lagerung (dafür haben die keine Pilze) - ob das nun spezifisch für diesen Tee ist oder für Korea typisch kann ich natürlich nach nur einem Tee nicht einschätzen. Auf der Geschmacksebene ist der Tee weniger "krass" wie der andere erwähnte Kuzhu Shan aber durchaus spannend, da durch weniger Bitterkeit hier unter anderem eine schöne, süße Kräuter-Note (Ricola? 😁) zum tragen kommt - in Kombination mit einer etwas holzig-alkoholischen Reifungsnote eine feine Sache! Das Qi ist wahrnehmbar und angenehm - nicht so ausgeprägt wie bei dem 2013er aber dafür konsistenter und die Textur ist OK - die Hauptstärken bleiben aber Geschmack und Aroma, was ich interessant finde, da der Tee (insbesondere für einen Kuzhu Shan) eher dezenter ist, dafür durch viel Komplexität auf den verschiedenen Ebenen Punkten kann. Wie bei den beiden kürzlich getrunkenen Tees von Deng Shihai kann man spüren, dass hier jemand am Werk war, der Ahnung von Tee hat - und das obwohl es sich nicht um high-end Material handelt. Ein sehr schöner Tee, wenn man sich die Zeit nimmt, um etwas genauer hinzuschauen und etwas abseits der atomic-green Shengs sucht, die es inzwischen ja wie Sand am Meer gibt - ich bin gespannt auf die weiteren Samples 😊

    2025 Chenyuan Hao Yi Bang

    Nach der Weihnachtspause und dem anschließenden Ausflug zu zwei Produktionen von Deng Shihai stehen noch ein paar der 2025er CYH Produktionen auf dem Programm, ein der jährlichen stables ist der Yibang. Im Grunde setzt er nahtlos die Reihe seiner Vorgänger (siehe 2023er und 2024er) fort: ein sauberer, stereotypischer Yibang, der zwar kein super-bunter Knaller ist aber sonst der Region sehr gut gerecht wird - auch wenn mir die 2024er Version etwas besser gefallen hat, da sie sich durch ein besonders intensives Aroma hervorgetan hat - die 2025er Version ist da der 2023er näher. Daher evtl. spannender, bei diesem Post mal wieder etwas auf "Keramik-Vodoo" einzugehen, konkret das Amphoren-Kännchen von Yi Zhi (一之). Dieses Kännchen beeinflusst den Tee auf zweierlei Arten: einerseits natürlich durch den unglasierten, recht offenporigen Ton und andererseits durch die Form. Ich hab erst kürzlich mit einem Tee-Freund in Taiwan darüber geredet, dass ich kein großer Duanni-Fan bin, da mir Duanni zu sehr den Tee abrundet - wenn ich diesen Effekt möchte, dann nutze ich lieber Ton-Kännchen europäischer Töpfer oder eben "Spezial-Kännchen" wie dieses - für die relativ neutrale Bewertung eines Tees komme ich letztlich doch immer auf ein Yixing (Zhuni oder Zini) zurück (da das für mich die Baseline ist, von der ich ausgehe - nicht Porzellan, da das wiederum für meinen Geschmack zu neutral ist). Das dürfte inzwischen aber vermutlich niemanden mehr überraschen - spannender ist da evtl. der Einfluss der Form: gerade bei solch "extremen" Formen merkt man das durchaus: wenn man von einer annähernden Kugelform wie bei einem Shuiping als Basis ausgeht, wo sich die Blätter in alle Richtungen gleich entfalten können und vor allem auch die selben thermischen Voraussetzungen haben (wobei außen natürlich etwas kühler als innen), ist das hier anders. Unten im Kännchen haben die Blätter nicht den Platz zur Entfaltung wie weiter oben und da die Schwerkraft dafür sorgt, dass diese auch nicht einfach nach oben schweben bleiben die Blätter unten deutlich länger komprimierter, als weiter oben, was für einen etwas geänderten Spannungsbogen beim Tee sorgt, da die unteren langsamer Geschmack abgeben, als die oberen. Außerdem sorgt die komplexere Form dafür, dass die Hitzeverteilung und Bewegung innerhalb des Kännchens auch deutlich anders ist - ein Faktor auf den selbst Kleinigkeiten schon Einfluss haben können, wie mir Matteo erzählt hat. Das sind letztlich natürlich nur Nuancen aber ich finde sowas immer spannend zu beobachten 😊

    2011 Deng Shihai Taiji Yuan Cha

    Nach dem ganz frischen Banzhang Wild hier nun der andere Tee von Deng Shihai (鄧時海), den ich mir zugelegt habe: der Taiji Yuan Cha stammt wie in den Hintergrundinfos zu Deng Shihai beschrieben aus Lincang (wie auch die Fulu Round Tea Serie und noch weitere Produktionen von ihm) und ist deutlich preiswerter als der Banzhang - zeigt aber genau die selbe Zielsetzung, dass Sheng Pu'erh für die langfristige Reifung gemacht sind. Und diesem Ziel ist der Tee schon ein ganzes Stück näher, da er 14 Jahre mehr Reifung in Taiwan hinter sich hat als der Banzhang - wobei nicht nur die Zeit Spuren hinterlassen haben sondern auch Käfer, denen der Wrapper wohl sehr zugesagt hat. Das ist aber nur ein kosmetisches Problem (sofern es einen denn stört - mich tut es das nicht): dem Tee an sich macht das nichts aus und die Lagerung ist (hinsichtlich Reifung) sehr gut.

    Wie bei seinen anderen Tees handelt es sich auch hier um schönes Material mit einem etwas derberen Charakter - was genau meinem Ideal eines old-school Shengs entspricht: bekanntermaßen bin ich kein Fan von kleingehäckseltem Factory-Material, kann aber einem guten, derben Charakter wie z.B. bei dem 2004er XG Teji Tuocha durchaus etwas abgewinnen, weshalb mir die Produktionen von Deng Shihai im Grundcharakter zusagen. Bei diesem hier bekommt man eine bunte, saftige Mischung aus Pilz-, Holz- und Leder-Noten - derb aber nicht zu derb. Daher ist auch die Geschmacksebene (zusammen mit dem Charakter) die primäre Stärke des Tees und ein schöner Spannungsbogen im Profil sorgt über die Session hinweg für hinreichend Komplexität. Qi und Tiefe sind dem Preis entsprechend nicht auf High-End Niveau aber das Gesamtpaket ist stimmig und zu dem Preis ist das ein schöner, entspannter old-school Tee, der einen mal wieder erdet, wenn man sich zu tief in den Boutique-Kaninchenbau gewagt hat 👌

    2025 Deng Shihai Banzhang Wild

    Nach dem eher etwas enttäuschenden Douji-Exkurs im Herbst (da hat die Realtität nicht mit der Nostalgie mithalten können) hat Adam für mich zwei Tees von Deng Shihai (鄧時海) gesourcet - ist schon klasse, wenn man einen kompetenten Tee-Freund in Taiwan hat: so kommt man auch an Tee, die es sonst nicht zu uns in den Westen schaffen würden 🙏

    Deng Shihai ist ein hier im Westen eher unbekannter, in Taiwan aber hingegen ein sehr bekannter Name. Er ist Gründungspräsident der Taiwan-based "Chinese Pu-erh Tea Society", hat mehrere (in Taiwan und China bekannte da nur auf Chinesisch verfügbare) Bücher geschrieben und ist in Taiwan auch als the "Number One Person of Pu-erh Tea" und the "King of Pu-erh" bekannt. In den 1980ern ist er im Yixing-Business, nachdem die damalige Blase in den 1990ern jedoch geplatzt ist (in Taiwan), hat er sich dem Pu'erh zugewendet was jedoch zunächst nicht so gut lief, da noch vor der berühmten Puerh-Expedition (diese war in den späten 1990ern, siehe Buch "Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic" von Jinghong Zhang) und alle nur Oolong getrunken haben. Also schrieb er 1995 das Buch "Pu-erh Tea" was später als die Bibel des Pu'erh angesehen wurde und für Aufschwung im Pu'erh-markt sorgte (nicht nur in Taiwan sondern auch in anderen Ländern wie Korea und Thailand - in China wurde das Buch erst 2004 veröffentlicht) und 2005 folgte das zweite Buch "Pu-erh Tea: Continued". 2003 war er einer der ersten, die Lincang als Region für guten Pu'erh entdeckt haben, da diese damals noch im Vergleich zu Yiwu und Bulang wenig kommerziell bekannt und daher weniger stark bewirtschaftet war - was dann aber mit bekanntwerden von Bingdao und Xigui auch bald vorbei war.
    (Hinweis: Daten stammen aus diesem Artikel)

    Außerdem stammen von ihm Tees wie der 2007er Fulu Round Tea (der erste Jahrgang des Fulu Round Teas wurde 2006 gepresst und wenn ich das richtig verstanden habe seither jedes Jahr produziert - zumindest in diesem Blog-Post von 2012 trinken sie einen damals aktuellen Jahrgang) oder der 2003er Jingmai Millennium Ancient Tree: der beste Jingmai den ich kenne! Er ist jedenfalls sehr ein Vertreter davon, dass Sheng Pu'erh reifen muss und nicht unbedingt zum jung trinken gedacht ist, da seine These "Pu'er Tea gets better with age" ist, was er bereits in einem Paper 1993 zum ersten Pu'er Tea Academic Symposium in Simao dargelegt hat (und damals wohl noch für Kritik sorgte). Dieser Absatz aus diesem Artikel von 2015 fasst seine Ansicht denke ich ganz gut zusammen (es lohnt sich jedoch den ganzen Artikel zu lesen!):

    Quote

    "But the idea that 'the older the better' can never be scientifically proven, and many researchers still don't accept this concept," Deng Shihai said thoughtfully. "It's like some experiences can be scientifically proven, while many others cannot, but from an artistic perspective, I believe it holds true. Just like emotions, friendships, and aesthetics cannot be scientifically proven." Talking to Deng Shihai about Pu'er tea, you'll find that "art" is a word he uses frequently, and this word undoubtedly forms the core and main axis of his thoughts on Pu'er tea. In his view, Chinese tea culture has developed very well in terms of science and technology, but its artistic refinement is still far from sufficient.

    Dieses Jahr hat er zu diesem zweck auch ein Pu'erh Research Institute gegründet, was sich mit Produktion und Reifung von Pu'erh beschäftigt - und das hier ist der erste Tee davon. Das Neipiao sagt das auch ganz eindeutig: der Tee ist ein Blend aus Herbst- und Frühjahrsmaterial mit dem Ziel einer guten Reifung - und das merkt man!
    2025 Deng Shihai Banzhang Wild

    Obwohl ja noch ganz jung fühlt sich der Tee anders an, als eine moderne Boutique-Produktion - selbst die nicht ganz so grün produzierten Boutique Tees fühlen sich deutlich grüner an, was man auch bereits an der Aufgussfarbe sieht, wenn man diese z.B. mit dem 2025er Laobanzhang von prSK vergleicht. Daher ist der LBZ auch kein guter Vergleich (bzw. Boutique-Tees generell), wenn man diesen Tee einordnen möchte, da er eher einen klassischen Factory-artigen Charakter hat (Blend und ausgelegt auf Reifung), jedoch auf einen deutlich höheren Qualitätsniveau - am ehesten dürfte er daher mit den modernen high-end Factory-Produktionen wie dem 2020er Da Banzhang von Bajiaoting vergleichbar sein (zumal hier auch die Region passt). Auf jeden Fall ein sehr spannender Tee, dem man sein Konzept direkt anmerkt (auch wenn ich die Übersetzung zum Zeitpunkt noch nicht kannte, als ich ihn getrunken habe): er ist ordentlich bitter (wenn auch nicht so heftig wie gedacht, da Adam im Vorfeld schrieb, dass ein Mit-Trinker auf Grund der Bitterkeit aussteigen musste) und die unterschiedlichen Charakteristika von Frühjahr und Herbst sind noch nicht miteinander verschmolzen und "bekriegen" sich aktuell etwas gegenseitig statt einen einheitlichen roten Faden zu ergeben. Aber man merkt sofort, dass man sich bei dem Blend etwas gedacht hat: das Herbst-Material sorgt für eine samtigere Textur und süßeren Abgang während das Frühjahrsmaterial die benötigte Power und Kante in den Blend bringt, um ihn spannend zu machen. Das ist etwas ganz anderes als ein moderner Popart-Blend, bei dem es um bunte Wrapper und sofortige Trinkbarkeit (mit zweifelhaftem Ergebnis) geht: man kann ihn (wenn man es derb und bitter mag) durchaus auch jetzt trinken aber sowohl meinen Mittrinkern als auch mir war sofort klar, dass der Tee erst in ein paar Jahren sein volles Potential zeigen wird ... und vermutlich durchaus mit steigendem Alter immer besser wird, also ganz im Sinne des Erfinders. Und vor dieser These kann ich, der ja sonst absoluter Verfechter von single origin Tees bin, durchaus auch solch gut gemachte Blends unterschreiben - denn die große Stärke eines single origin Tees (einzigartiger Charakter) kann auch seine große Schwäche sein: der 2017er Private Order Lao Man E Bitter only Maocha von Yu hat das deutlich gezeigt. Vor 8 Jahren war der dem Namen entsprechend super bitter aber als ich den letztes (oder vorletztes?) Jahr mit Tee-Freunden bei einem Treffen bei mir getrunken habe war der überhaupt nicht mehr bitter, absolut null! OK, dass Bitterkeit über die Jahre zu Süße wird und deshalb ein guter Blend mit Alterungspotential immer eine gewisse Bitterkeit haben sollte ist allgemeinhin bekannt aber da es sich bei dem Tee nur um die bittere Variante des LME-Materials handelt fehlt der Textur-Part, den das süße LME-Material normalerweise mit sich bringt ganz immens - es macht also absolut Sinn, dass Laomane Tees immer ein Blend aus dem bitteren und dem süßen Material sind.

    Aber ich schweife ab: toller Tee mit viel Potential - und eine gute Wahl für das frisch reparierte vintage Chaozhou Biandeng Kännchen: Ai Moliya hat auch hier ganze Arbeit geleistet (wie hier etwas genauer beschrieben: RE: Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?)

    Heute mal keine Neuanschaffung sondern eine Rettung:

    Nachdem sich der Haar-Riss am Körper so stark vergrößert hat, dass das Kännchen stark geleckt hat und ich Angst haben musste, dass es mir völlig in zwei Teile zerspringt, hatte ich mich schon (fast) damit abgefunden, dass es wohl nicht mehr nutzbar sein wird: der Riss hat fast den halben Körper umfasst so dass laut Experten-Meinung wohl nur noch eine Reparatur mit Metall-Klammern (solche wie sie auch bei der Todaiji-Teerutsche verwendet wurden) helfen würde, aber es scheint niemanden in Europa zu geben, der das kann.
    Aber nachdem Ai Moliya kürzlich den Deckel von Emilio's kleinem Kännchen so hervorragend repariert hat, dachte ich, ich frag bei ihr nochmals nach und tatsächlich konnte sie mich wie immer kompetent beraten: Mit "Sabi-Urushi", einer speziellen Technik bei welcher der Urushi-Lack mit Steinmehl verstärkt wird, um den Schaden zu füllen bzw. in diesem Fall zu stabilisieren, bevor die äußere Goldschicht aufgetragen wird lässt sich auch solch ein Schaden beheben. Und auch hier kann sich das Ergebnis sehen lassen: saubere Arbeit, sieht super aus und nichts tropft mehr - besser wie neu 😁

    1998 Menghai Tuo Cha via teekontorkiel

    Vorab: als ich von den neuen Werken von Martin Hanus zwei kleine Schälchen bestellt habe (eine davon habe ich heute auch gleich ausprobiert), hatte ich nicht mit einem umfangreichen Proben-Paket gerechnet, daher an der Stelle erstmal herzlichen Dank an Olli und Geli - das versüßt die Feiertage definitiv ❤️

    Und nun zum Tee: die Menghai Tea Factory (勐海茶厂) bzw. deren Marke Dayi (大益) ist zugegebenermaßen eher selten in meinen Reviews vertreten - aber nachdem mir der hervorragende Teji Tuocha von Xiaguan, den ich via Adam bezogen habe, kürzlich mal wieder vor Augen geführt hat, dass man nicht alle Factory-Tees über einen Kamm schären darf, war das Sample das erste, das ich probieren wollte. Mit ein Grund ist, dass der Tee von Olivier Schneider gesourct wurde - eine durchaus verlässliche Quelle wie er schon mit dem hervorragenden 2000er "Dao Jian Zhong" Qin Bing oder dem ebenfalls tollen 1996er Jiang Cheng Tea Brick unter Beweis gestellt hat. Für einen Tuo sieht das Blatt sehr ordentlich aus - um ehrlich zu sein mit ein Grund warum ich Bingchas in der Regel favorisiere, da hier meist das Blatt schöner ist und beim Zerlegen weniger kaputt geht - aber wer den Tuo nicht ehrt ist den Bing nicht wert. Man schmeckt auf jeden Fall sofort das Alter und dass es sich hier um eine top Lagerung handelt - und das ist wie bei dem Review zum XG Tuo beschrieben bei solchen Tees das A und O. Geschmack ist ohnehin die Stärke des Tees, denn hier kann er punkten - vor allem wenn man den klassischen Menghai Factory Geschmack mag: durch das alter mittlerweile smooth und mit viel Holz der zugleich eine schöne Textur hat. Um welchen Tuo es sich genau handelt weiß ich leider nicht - denn auch bei Dayi gibt es wie bei Xiaguan verschiedene Qualitätsstufen - aber das ist fast schon sekundär, diese Tees leben von der Lagerung: neben dem erwähnten lila XG Tuo hatte ich vor einer Weile auch 3 rote XG Tuos probiert, die obwohl der identische Tee völlig unterschiedlich waren (zu der letztlich gekauften Version muss ich bei Gelegenheit auch mal noch was schreiben). Ach und Hobbes hat vor 18 (!!!) Jahren zu einem gleichaltrigen Tuo geschrieben (man beachte wie grün das Blatt da noch war), was in dem Zusammenhang eine Lektüre wert ist. Auf jeden Fall ein schöner Tee für die kalte Jahreszeit 😊