Das ist ja richtige Detektivarbeit die du da geleistet hast.
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Aber was bisher noch gar nicht zur Sprache gekommen ist, ist die Gewöhnung der Geschmacksknospen und des Olfaktorischen Systems.
Wenn man über einen längeren Zeitraum ein und den selben Tee trinkt oder Tees mit sehr ähnlichen Attributen, dann gewöhnt man sich langsam an diesen und die Feinheiten werden weniger wahrgenommen. Kann ich jetzt natürlich nicht 100%ig belegen, habe ich aber mal so aufgeschnappt und finde das plausibel. Das die Nase sich zB. auf unangenehme Gerüche einspielt und diese irgendwann ausblendet ist ja weitläufig bekannt. Das Prinzip ist ähnlich.
Bei mir persönlich fällt es am extremsten auf bei Dancong , Sheng Pu Erh und Darjeeling FF. Bei weniger duftigen Schwarztees die mehr Körper "untenrum" haben, habe ich dies zB. eher weniger wahrnehmen können.
Desshalb wechsel ich, wenn ich mal eine Woche nur Dancong getrunken habe für ein paar Tage zu einem Darjeeling oder was auch immer. Wenn ich danach wieder einen Dancong aufgieße, schmeckt dieser wieder deutlich aromatischer als zuletzt nach Dauerkonsum.
Was mir persönlich auch noch aufgefallen ist, ist dass es mich stark beeinflusst was für einen Tee ich zuvor getrunken habe. Wenn ich einen sehr grün produzierten Ba Xian hatte und danach einen dunklen stärker gerösteten Jiang Mu Xian (den ich normalerweise sehr gerne trinke), haut der mich plötzlich nicht mehr aus dem hocker. Da brauche ich dann einen dezenteren Übergang... Kann aber auch mein persönlicher Spleen sein.
Oder hat sonst noch jemand solche Erfahrungen gemacht?