Zhengyan Rou Gui
Endlich ist auch die Teekanne gekommen, die ich dann - sofern mir der Gui zusagt - für diese Sorte reservieren wollte, und so kam es heute zur Erstverknusperung.
Holy Watt!
DAS ist ja mal ein Tee. 
Ich habe rund 3g (wahrscheinlich etwas mehr, aber unter 4) für die Kanne, die 180ml fasst, genommen. Real gehen wohl ca 150ml rein.
Ziehzeiten mache ich palimmalpalim, früher habe ich mit einer Stoppuhr da gesessen, das ist mir aber inzwischen zu aufwendig. Ausserdem denke ich, dass man immer wieder einen Tee "neu" entdeckt, wenn die Parameter in fluider Existenz bleiben.
Soweit...
Nun ja, Zimtnoten habe ich natürlich erwartet, aber auch Mineralien und irgendwas, was einen "in die Fresse" haut. (Bulang Oolong oder so)
Doch NEIN! Im Gegenteil. Ich schmecke Zimt, Süße, rieche aromatische Asche (aber lecker!), Honig, und ab dem zweiten Aufgruss eine düstere Zitrone. Mineralien oder Felsgestein schmecke ich gar nicht - oder sie sind so eingebunden, dass sie in der Gesamtkomposition nicht auffallen. Leider bin ich nicht gut darin, Geschmäcker zu beschreiben - ich kann nur zu dem Schluss kommen, dass dieser Oolong mich wirklich komplett überzeugt. Nach der Enttäuschung mit dem Hualinlinlin eine versöhnliche Wohltat.
Einen Aufguss habe ich sogar zeitlich vergessen - und trotzdem hat sein keine Bissigkeit oder Herbe eingefunden. Immer nur zimtigsüße Flauschigkeit.
Sicherlich ist der Gui kein Tee für jeden Tag, aber das will er wohl auch nicht sein.
Anbei auch die Kanne, die dank der großen Öffnung wirklich perfekt für den Tee ist.




