Posts by NichtNurTee

    meine Teereise geht weiter und nachdem ich einen ersten Versuch hinter mir hatte und Oolong generell für "nix für mich" abgestempelt hatte, zog es mich doch noch einmal zu dieser Teeart hin und wie so vieles bekommt Oolong eine weitere Chance, denn schließlich entwickelt sich mein Gaumen und Geschmack weiter.

    Bei Nan-Yi hatte ich mir dazu ein paar Oolongs bestellt, zwei Dancong und zwei Yanchas, die heute angekommen sind und jetzt zum Abend wird der erste aufgebrüht.

    Fenghuang Dancong Gaoshan Milanxiang

    Aufgebrüht habe ich in einem 150ml Kännchen aus Lila Keramik (Jianshui Zitao) / fasst randvoll ca. 180ml

    Wassertemperatur 100°C wie empfohlen / Gong Fu Methode

    Teemenge habe ich von der Packungsempfehlung an das Kännchen angepasst (Empfohlen sind 7g auf 110-130ml)

    bei mir kam folglich (auf 180ml hoch gerechnet) 10g Tee zum Einsatz (das Kännchen hätte auch kaum mehr verpacken können, außer ich hätte gestopft)

    Einmal gespült (hier bin ich noch unerfahren, habe aber gemerkt, dass mir bei so manchen Tees der erste Aufguss nicht sooo schmeckt / viel Bitterkeit)

    1. Aufguß (richtiger Aufguß) ^^ / Wasser rein, Deckel drauf und Tee in einem schnellen Schwung abgegossen

    = Duft ist sehr blumig inkl. dem Aroma, welches ich von Oolongs auch schon kannte, aber dieser gefällt mir besser, hat etwas "malziges" , wie ein geröstetes Vollkornbrot ? das war das erste, was mir in den Sinn kam, und was fruchtiges/florales/liebliches klingt hinterher. Nur ganz wenig staubig (stringent) und einen recht langen Nachklang, als hätte man eine ganz leckere Mandarine gegessen und genießt noch den Nachgeschmack, so 10 Minuten nachdem man sie gegessen hat.

    2. Aufguß / das geröstete Brot ist weg und es kommt eine etwas präsentere Stringenz, der Rest erinnert ein wenig an Pfirsich mit blumiger Note
    ganz leichte Bitterkeit, die allerdings überhaupt nicht stört, weil sie (kann es nicht erklären) irgendwie in eine Art Süße übergeht..

    So geht es eigentlich erst einmal weiter - ich mag diesen Oolong auf jeden Fall schon einmal sehr und bekenne mich offiziell
    zum Fan und bin auch schon gespannt auf den nächsten (Ducksh:Dt)

    Und ich liebe dieses Kännchen!!

       

       

    ich hätte jetzt auch gesagt, klares Wasser ein paar Mal nacheinander im Mund herumziehen und ausspucken.

    Was ggf. beschleunigen könnte ist Natron (Kaiser Natron) = 1/2 Espressolöffel in ein Glas mit rund 100ml warmem Wasser auflösen und im Mund damit spülen und entweder runterschlucken (ist sogar gesund, macht den Organismus leicht basisch) oder halt ausspucken.


    Natron entfernt ja Gerüche

    ich habe mir anfangs die Tees immer so zubereitet, wie auf den Packungen angegeben und war nicht immer begeistert und bin dann zunächst mit den Temperaturen runter gegangen.

    Auch wieder ein Beispiel: ein Shinsha (ich weiß leider nicht mehr genau welcher = schon aufgebraucht und Packung weg ^^) jedenfalls stand was von 80°C auf der Packung und der wollte mir einfach nicht schmecken. Dann bin ich runter auf 60° und auch mal auf 55° da entfalten sich zum Teil ganz andere Aromen, auch im Nachgeschmack.

    dann irgendwann kennt man ja seinen Tee :) Mein momentaner Lieblingsjapaner ist Sakura-No Sencha, ich nehme immer 3 bis 5 g auf ca. 150ml und mache mir 3 Aufgüsse (der 4. hatte mir meist kaum noch genug Geschmack)

    Als Kyusu habe ich ein Tokoname mit 230ml Volumen, wenn bis zum Rand gefüllt) - da ist 150ml eine recht gute Menge, bei Weißtee fülle ich da mehr rein, so dass ich auf 180 bis 200ml komme.

    1. Aufguß 60-65° C, (soll 60 Sekunden) - Abgießen ab Sekunde 30-35

    2. Aufguß 70° C ca. (soll 10 Sekunden) - Wasser geht schnell rein, Deckel drauf und direkt senkrecht gehalten ab in die Teeschale

    3. Aufguß entweder 60-70° C, aber ab und an (bin da gern mal ungeduldig in der Wartezeit, das Wasser abkühlen zu lassen) geht also auch mal 80-85°C

    und wieder Wasser rein, Deckel drauf und direkt abgießen.

    So hat sich das für mich entwickelt und der Tee schmeckt mir so am besten.

    Hi,

    es kommt auch sehr auf den Tee an, wie Manfred schon schrob, ist die Angabe der Ziehzeit ja zunächst eine grobe Orientierung, sowie

    für mich auch die Wassertemperatur, probiere einfach mal damit herum und lasse deinen Geschmackssinn entscheiden.

    Bei empfindlicheren Sorgen wie Sencha und Co. ist bei mir die Zeit für das Abgießen in die Ziehzeit integriert,

    wenn ich z.B. mein 1. Aufguß vom Sencha 1 Min sein sollte, fange ich an bei ca. 30 Sekunden Ziehzeit den Tee abzugießen, dass er nach 1 Minute raus ist.

    Zumindest beim Sencha hatte ich vorher immer zu bittere Ergebnisse und war enttäuscht, bis ich das mal ausprobiert habe und es mir dann gut geschmeckt hat.

    Bei ein paar Chinesischen Grüntees macht es hingegen überhaupt nichts, wenn die mal etwas länger ziehen und werden dabei nicht bitter.

    Gibt es hier Empfehlungen für Bing-Tonkrüge? Bzw. wo man welche unkompliziert herbekommt?

    Ich hatte mir bei Nan Yi Tee eine Dose aus Lila Ton gekauft = Jian Shui Zitao Teedose

    Die Dose ist ganz hervorragend verarbeitet und der Deckel schließt nahezu Luftdicht, sehr passgenau.

    Dort hatte ich auch https://nan-yi-tee.de/p/jian-shui-zi…wahrungsgefaessdieses gesehen, welches aktuell aber nicht auf Lager ist .


    Wenn du via Google nach Teedose lila Ton suchst, findest du einige passende Behältnisse, flache Dosen, wo z.B. ein Bing rein passt ..
    Auf Temu (= meine Mutter kauft dort gern mal) findet man sowas auch

    Hi ihr zwei,

    ah, dann macht das durchaus Sinn mit der Bitterkeit und dass er eher erst nach längerer Lagerzeit gut wird - erinnert mich an Kubanische Zigarren ^^

    ich habe mir diesen hier gekauft bei Nan Yi - Gushu Sheng 2025

    von dort hatte ich auch vorher mal eine Probe eines 2023er Gushu Sheng

    Dann lasse ich den einfach mal liegen und genieße in der Zwischenzeit gelagerten Weißtee


    besten Dank für die Infos von euch

    Hallo Zusammen,

    ich frage einfach mal in die Runde..

    Nach anfänglicher nicht so doller Geschmackserfahrung habe ich mich erneut an Pu erh heran getraut...

    Nachdem ich eine Probe Gushu Sheng 2023 bekam habe ich diese mehrfach probiert, doch ich empfand ihn als sehr bitter und musste mich zwingen mich durch mehrere Aufgüsse zu probieren.

    Zubereitung 110ml Shiboridashi, 100°C Wasser drauf und mit kurzen Ziehzeiten von wenigen Sekunden, wie auch empfohlen auf der Tüte.

    Dann habe ich mir einen weiteren Gushu Sheng besorgt, es ist ein 2025er, also recht frisch und auch der ist extrem bitter, allerdings erst ab dem 3. Aufguss - auch hier wie empfohlen 100°C Wasser im 110ml Shiboridashi - ach ja, Teemenge auch wie empfohlen genommen 7g.


    Meine Frage: ist Gushu Sheng einfach bitter? natürlich lässt sich das vielleicht auch von nur zwei verschiedenen Tees nicht allgemein beurteilen.

    Ich hatte sogar versucht mit nur 70-80°C Wassertemperatur aufzugießen, doch das hat nichts verändert.


    Was mich wundert, sind vielleicht aber auch einfach zwei völlig unterschiedliche Welten, Shou Mei 2017 / 2019, Bai Mu Dan 2024 / 2020 schmecken mir super gut


    freue mich, über mögliche Aufklärung oder Tipps, wenn ich da ggf. etwas falsch in der Zubereitung mache.

    Hallo Miteinander,

    heute bin ich auf meiner Wanderung durch die Teewelt ein Stück in die Vergangenheit unterwegs :)

    und probiere einen Gushu Weißtee aus den 90er Jahren, den ich bei NanYi bestellt hatte.

    Der hat auch diese gelben Sporen zwischen den Blättern...

    Zubereitung: im Shiboridashi / 110ml á la Gong fu cha, so in die Richtung jedenfalls

    Die trockenen Blätter duften nach Weißtee, Kräutern und ein klein wenig auch nach alter Abstellkammer (aber eher im positivem Sinne) und dann kommt noch ein wenig Herbstlaub mit dazu.

    Die feuchten Blätter verändern ihre Duftnuancen mit fortschreitenden Aufgüssen.

    Geschmacklich erinnert mich das an einen Mix aus ganz mildem, süßlichem Weißtee, Hagebuttentee und Schwarztee mit deutlich öligem Mundgefühl und hier und da kommt noch eine Art minzige Note hinzu und ziemlich lang anhaltenden Nachgeschmack.


    Ob das ein Standard im Teeregal wird weiß ich noch nicht, aber er gefällt mir recht gut!


    so.. da gehen noch ein paar Aufgüsse 8o

    Hi,

    ich würde auch beim Tee-Kontor-Kiel schauen, die haben bei vielen Tees 10g Probiergrößen.

    Ich glaube nur beim Matcha wirst du da nicht fündig, allerdings würde ich dabei auch dort mal schauen und darauf achten, dass es einer ist mit wenig oder keinen Bitterstoffen, außer natürlich man steht total auf bitteren Geschmack (dann kann man auch ganz billiges Matcha Pulver nehmen ^^)

    Wenn dein Freund mit dem Tee etwas für seine Gesundheit tun möchte, würde ich Matcha und/oder nach Shincha schauen, durch die Verwendung von Tee aus der ersten Pflückung sind da die meisten Nährstoffe in den Blättern.

    Ich habe mich die letzten zwei Wochen durch diverse Grüntees probiert und gebe einfach mal meine Erfahrung wieder:

    Mein Japan Sencha Favorit ist der "Sakura-No Sencha, Kumamoto, Matsumoto", ist auch einer aus der ersten Ernte - gibt es allerdings nur als 50 oder 100g Packung, soweit ich weiß wird der nicht im Teeladen abgefüllt, sondern kommt vakuum verpackt und eingeschweißt aus Japan.

    gibt es beim Tee-Kontor-Kiel sowohl auch im Teehaus Cöln

    Diese Verpackungsart finde ich persönlich auch am besten, so weiß man, dass er auf keinen Fall in irgendeiner Blechdose vor sich hin geluftet sein kann.

    Mein zweitliebster Sencha ist der "Bio Sencha Kirishima Miumori", kommt auch direkt eingeschweißt, ist vom Geschmack klasse, aber man merkt er hat etwas weniger Pepp, als der Sakura-No, ist dafür aber auch um einiges günstiger und sogar als 200g Pack in Kiel zu bekommen.

    Matcha:

    hatte ich einen recht günstigen BIO Matcha vom Ackerhof (100g für 10 Euro) und habe ihn nach 5 Versuchen entsorgt, weil NUR BITTER <X

    Dann einen von Matcha Magic (Tenno) ausprobiert, der war schon um ein Vielfaches besser, leicht grasig/grün mit erkennbarem, herben Beigeschmack (musste man mögen)

    Überhaupt nicht bitter (natürlich vorausgesetzt man hält sich an die Zubereitung mit nicht zu heißem Wasser etc 8o)

    - Bio Matcha Hoshino, große Dose (40g) = vom Duft her finde ich den schon klasse und geschmacklich für mein Empfinden WOW, nichts bitter...

    - Uji Bio Matcha Hanomi Nakanishi (30g) / aktuell vergriffen in Kiel = das war für mich eine totale Offenbarung, der ist sehr teuer, aber ich muss sagen, der Geschmack wird dem Preis meiner Meinung nach auch gerecht.

    Ich würde mir da einfach mal die Beschreibungen durchschauen, ggf. auch die ein oder andere Bewertung und dann einen Versuch starten, dann sieht dein Freund schnell ob das was für ihn ist.


    Bei den Chinesischen Grüntees habe ich auch einiges probiert, wobei mir die meisten nicht so direkt zugesagt haben (das mag aber einfach persönlicher Geschmack sein, da ist ja jeder ganz individuell)

    Von den Chinesen mag ich regelmässig gern:
    Jasmintee Perlen, die würde ich allerdings wenn dann nur direkt im Laden kaufen um zu prüfen (Nase) ob die vom Aroma nicht überlagert sind,

    ich habe schon bei zwei Onlineshops (zum Glück nur Proben) bestellt, die jeweils absoluter Mist waren, meine Vorlage hatte ich aus einem Teeladen hier in der Nähe (Teaweb-shop.de) .

    Was mir an dem Tee gut gefällt, es ist ein Grüntee, allerdings mit dem besonderen Aroma durch das Jasminblütenaroma.

    Und ich habe Weißtee für mich entdeckt, in Form von Silver Needle und "Bai Mu Dan" - aber das nur nebenbei als mögliche Alternative, sollte ihm Grüntee so gar nicht zusagen ;)


    viel Spaß beim Durchprobieren

    sorry, leider ohne so appetitlich, schöne Fotos, wie ihr sie hier gern präsentiert :)

    Heute habe ich schon mehrere Tees durch, doch gerade probiere ich etwas Neues, was mir recht gut gefällt.

    Es handelt sich um einen gelagerten Weißtee: " Panxi Shou Mei 2017", aus Panxi, Fuding, Fujian China,

    den ich als Probe geschenkt bekommen habe.

    Zubereitet habe ich ihn (bitte nicht schimpfen ;) ) in einer Kyusu aus Tokoname Ton.

    Farblich gab es in der Tasse, bzw. Teeschale ein tiefes Gelb mit rötlich/braunem Stich im 1. Aufguß, die folgenden wurden dann tiefer orange/bräunlich.

    Aromen in der Nase hatte mich als erstes an einen Hagebuttentee erinnert den man mit Silver Needle versetzt hat (besser kann ich es nicht beschreiben) und später meine ich dann noch ein paar Waldige Noten in der Nase gehabt zu haben (Spatziergang Sommer, Richtung Herbst im Wald)

    Geschmacklich war für mich der Weißtee vorhanden, was ich von Silver Needle her kenne, jedoch viel fruchtiger mit eben dieser ganz leichten Erinnerung an Hagebutte. Im ersten Aufguß war mehr von den vegetablen Nuancen und das fruchtige kam mit dem 2. und 3. Aufguß mehr in den Vordergrund. Nach dem 5. Aufguß musste ich erst einmal eine Pause einlegen, sonst bekomme ich einen Wasserbauch :D

    Die Teeblätter sind insgesamt recht groß (erinnert mich an eine Hand voll Laub, die man im Herbst vom Waldboden aufhebt)

    Diesen Tee habe ich mir auf jeden Fall mal auf meine Liste geschrieben, welche mir gut gefallen und eine Chance auf einen Stammplatz in meinem Teeregal bekommen :)

    Hi Zusammen,

    ja, genau, es braucht keinen Humidor, die sind in der Regel eigentlich zu teuer und würden auch aufgrund ihrer Funktion, dass das Holz im inneren eher Feuchtigkeit aufnimmt und zusätzlich speichert, das Aufladen der Boveda verzögern. Zusätzlich, da man ja eine etwas höhere Luftfeuchte schaffen muss, damit die Bovedas, das versuchen auszugleichen, entsteht bei Holz natürlich Schimmelgefahr.

    Eine schlichte Tupperbox oder andere Vorratsbox, es würde sogar eine dichte Plastiktüte funktionieren, hauptsache Luftdicht.

    Bei Verwendung einer Schale Wasser muss man echt nur aufpassen, dass es so aufbewahrt wird, dass nichts von dem Wasser herumschwappt :)


    Ich habe seiner Zeit halt die Zigarrenbefeuchter verwendet, da sie beim Kauf eines Humidor eigentlich stets dabei sind und ich sie übrig hatte dafür.


    Falls sich einer danach umschauen möchte, ein brauchbarer Hersteller ist Passatore, die machen auch anderes Zubehör (Digital Hygrometer und Co.)

    Den Vorteil bei den Befeuchtern fand ich, dass wenn sich die Kristalle mit Wasser vollgesaugt haben, es nicht mehr tropt oder kleckert und man die einfach zusammen mit den Boveda in eine Box werfen kann.


    beste Grüße

    Olli

    Hi Jan,

    ja, ich gebe immer mehrere Chancen, so habe ich zum Beispiel auch Matcha schon ausprobiert und auch wirklich viel Geld ausgegeben und es wollte mir nicht schmecken, heute nach dem 5. Versuch, innerhalb der letzten Tage, ist mir eine Zubereitung gelungen und ich war völlig geflasht, was da an verschiedenen Aromen durch kam und der Nachgeschmack 🤤.

    Quote

    vor einer Stunde schrieb DavidL: War denn schon mal Pu Erh bei deinen Versuchen dabei?

    Hi David,

    ja, Pu Erh habe ich mir auch schon etwas gekauft,

    einmal so Kugeln (Mang Fei Mountain „Golden Pu-ErhShou Pu-Erh Tee aus Yunnan, China (2020) = die wollen mir nicht so gefallen, es gibt Aromen in dem Tee, die mir gefallen, aber eine Reihe drumherum so gar nicht. Eine Probe eines Pu Erh habe ich beim Kauf einer Keramik Teedose bekommen, den werde ich auf jeden Fall auch noch probieren, da ich mein Urteil nicht von einem einzigen Eindruck abhängig machen mag 🙂

    Dann habe ich noch einen "Jing Gu Silver Needles Weißer Pu-Erh Tee aus Yunnan, China (2024)", der kommt mir vor wie Silver Needels nur in einen kleinen 100g Fladen gepresst, der schmeckt mir sehr gut !