Posts by hchris

Die Voranmeldung zur Tee-Convention "Teezui 2026" hat begonnen.
Hier findest du weitere Informationen.

    Hallo,

    ich finde Nixing schon deshalb interessant, weil die Kännchen nur wenig Anerkennung bekommen. Ich verwende mein Nixing Kännchen sehr gerne für (gerösteten) japanischen Schwarztee und möchte darauf nicht verzichten.

    Für Oolong und Pu Erh verwende ich allerdings Yixing Kannen.

    Ich sollte noch schreiben, dass der Tee für mich Teil des Alltags ist und ich weder besonders viel Aufwand dafür betreibe, noch besonders erlesene Sorten trinke. Deshalb kann ich vermutlich von der Auswirkung der unterschiedlichen Tonsorten nur begrenzt schöpfen.

    Viele Grüße

    Christian

    Vielen Dank für die kompetente Einordnung.

    Gemessen daran, dass man bei den im Westen ansässigen Händlern bezogen auf Yixing Kannen meist allenfalls Kompromisslösungen bekommt, die auch nicht billig sind, finde ich die Preise für die einfachen, weit verbreiteten Vintage Kannen auch nach Versand und Einfuhr ziemlich in Ordnung. Den großen Raritäten jage ich zum Glück nicht hinterher.

    Viele Grüße

    Christian

    Ton nach der Oberfläche zu beurteilen braucht sehr viel Erfahrung im Teekannen-Befummeln – wenn einen einer lässt. Bei Antiken gibt es alles von samtig-weich, glasartig, porös, rauh, mit Struktur und ohne... etc. Kurz gesagt, eine Wissenschaft für sich! Habe nur bei Zhuni(altem, nicht modernem) schon soviele unterschiedliche Arten fesstellen können, da gehen einem die Begriffe aus.

    Ist es auch für alte Kannen richtig, dass der Ton an den Innenwänden immer eine charakteristische, erhabene Struktur (bei realzisha nennen sie es „fluffiness“) zeigen muss? Für mich klingt es zunächst einmal logisch, dass man den Ton an der Außenwand im Herstellungsprozess bis zu einem gewissen Grad glätten und verdichten kann. Innen wird die Oberfläche ja aber nicht auf diese Weise behandelt und unterliegt im Schrumpfungsprozess beim brennen auch noch einmal anderen Spannungen.

    Noch eine andere Frage: Im Zusammenhang mit älteren Kannen lese ich immer wieder von zishaartgallery und moodyguy als seriöse Bezugsquellen. Kann man sich dort sorgenfrei eine authentische Teekanne kaufen?

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo Bok,

    vielen Dank für die hilfreichen Informationen. Bei der Kanne war mir aufgefallen, dass die Oberfläche des Tons nicht stimmig aussieht und die Werkzeugspuren keinen Sinn ergeben. Allerdings hat mir bislang die Fantasie gefehlt, wann und wie in der Zeit vor der maschinellen Fertigung solche Kannen imitiert wurden. Das ergibt nun alles Sinn für mich.

    Die andere gezeigte Kanne halte ich für vertrauenswürdig, weil ich sie von realzisha habe. Von dort habe ich bislang nichts schlechtes gelesen - im Gegenteil.

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo,

    ich möchte gerne eine mir suspekte, ältere Si Ting Teekanne zur Diskussion stellen, um tiefer in die Materie einzusteigen. Bislang habe ich mich nur mit Yixing-Kannen aus zeitgenössischer Fertigung beschäftigt. Ältere Kannen interessieren mich aber zunehmend. Über die Kanne ist mir nur bekannt, dass die Vorbesitzer (chinesisch, in Deutschland lebend) die Kanne langjährig selbst in Verwendung hatten. Ob ich mit meiner zeitlichen Einordnung (1970er Jahre) richtig liege? Im Folgenden möchte ich einmal meine Gedanken als Neueinsteiger teilen und hoffe, dass ich anhand der Rückmeldungen an Erfahrung gewinnen kann.

    Auffällig finde ich die glatte Oberflächenstruktur des Tons. Ich verfüge noch nicht über ausreichende Erfahrung, um insbesondere ältere Kannen einer bestimmten Ton-Sorte zuzuschreiben, aber bei einer Kanne aus Yixing erwarte ich eine gewisse Unregelmäßigkeit der Oberflächenstruktur, die ich hier - außen wie innen - vermisse. Auf dem folgenden Bild wird der Unterschied deutlich. Gleichwohl "saugt" die Kanne heißes Wasser schnell auf, wenn sie damit übergossen wird.

    Auf der Unterseite der Kanne befindet sich diese verbreitete Marke in quadartischer Form:

    Im Deckel findet sich folgendes Zeichen:

    Innen ist die Teekanne sehr grob gearbeitet. Auf dem Boden finden sich deutliche Werkzeugspuren, die vom Zentrum ausgehen und noch ein ganzes Stück in die Seitenwand überghen. Auf mittlerer Höhe finden sich horizontale Werkzeugspuren, die ich so noch nicht gesehen habe.

    Hier eine andere, vertrauenswürdige Kanne im Vegleich: Die Werkzeugspuren auf dem Boden enden an der Naht zur Seitenwand. An der Rückseite ist außerdem die vertikale Naht des bei der Herstellung geformten Zylinders zu erkennen.

    Bei meiner Si Ting Kanne lässt sich die vertikale Naht an der Rückseite von innen schwer ausmachen. Ich meine aber, dass sie äußerlich erkennbar ist:

    Gewicht: 131 g

    Volumen: ca. 150 ml

    Es würde mich sehr freuen, wenn jemand hilfreiche Informationen zur Einordnung (zeitlich, handwerklich, regionale Herkunft, nur billige Touristenware?) meiner Tekanne geben kann. Und insbesondere: An welchen Merkmalen lässt sich das ausmachen? Das Thema interessiert mich sehr, nur die deutsch- und englischsprachige Quellenlage ist ja leider nicht ganz einfach.

    Viele Grüße

    Christian

    Hallo,

    ich verwende unterwegs ein Reiseset von Kihara (Porzellan) in Kombination mit einer Kinto Thermoskanne (Metall). Das funktioniert mit Abstrichen, die ich vorübergehend in Kauf nehme.

    Viele Grüße

    Christian