Posts by Paul

    Shoshin-Sha, falls man seinen Tee ( und wenn ich von Tee rede, rede ich von Pu ) alleine trinkt, ist ein kleines Kännchen eh besser.

    Das zeigt die Erfahrung; ich hab ein 60 ml Kännchen.

    Ich glaube, das war es für mich mit TKK. 130 Euro für etwas, das ich nicht bestellt habe, nicht wollte und nicht brauchen kann, ist definitiv zuviel. Es gibt auch andere gute Teeshops.

    Was ich mit diesem winzigen, teuren Ding anfangen soll, weiss ich nicht. Da passt ja kaum irgendein Tee rein und wie man ihn nach dem Aufgießen wieder rauskriegen soll, ist mir auch völlig unklar.

    Ein Versehen, das sich aufklären wird; übrigens gibt es nicht viele Teeshops in der Liga, in der TKK spielt und es wäre nicht klug auf einen solchen Lieferanten zu verzichten.

    Du kannst das mit einem anständigen ZweiKomponentenKleber reparieren, und gut.

    Warum sich lächerlich machen und auf Leute reinfallen, die behaupten Du könntest mit ihrem "Kin(g)tsugiSet" Kintsugi machen. Das ist eine japanische Handwerkstechnik und da braucht es wie bei allen Handwerkstechniken 10 - 20 Jahre um überhaupt zu wissen um was es geht.

    Du kannst Dir aber auch aus Speckstein, Holz, Knochen usw. einen eigenen neuen Unikatdeckel machen. Das hat Pfiff !

    Oder falls die Kanne es wert ist, kannst Du auch zu einem anständigen Silberschmied gehen und Dir einen Deckel machen lassen.

    „We are travelers in this world. From the sweet grass to the packing house, birth ´til death, we travel between the eternities.“

    Sagt Robert Duvall in Broken Trail, bei der Beerdigung eines chinesischen Mädchens. Ein sehr sehenswerter Western!!

    Daß wir alle Reisende/Wanderer sind beschreibt auch Bill Bryson in: Eine kurze Geschichte von fast allem, wenn er von den Wanderungen des homo erectus und des homo sapiens von Afrika über die ganze Welt berichtet.

    Robert Duvall und Bill Bryson?

    Es geht um das Wandern. Das wichtigste beim wandern?

    Füße und DIE TASCHE

    Der Cowboy hat Satteltaschen, das chinesische Mädchen eine Reisetasche und unsere Altvorderen hatten auf dem Weg von Afrika her sicherlich auch Taschen ähnliches.

    Als letztes habe ich das Buch zur Ausstellung: immer dabei: DIE TASCHE gelesen und natürlich auch die Ausstellung im Deutschen Ledermuseum in Offenbach besucht. Sie ist verlängert worden bis zum 25. Januar 2026. https://www.ledermuseum.de/

    Beides ist überwältigend. Das Deutsche Ledermuseum, das natürlich noch viel mehr zu bieten hat als Taschen (aber das ist einen eigenen Text wert) und das Buch des Kunstbuchverlag Arnoldsche Art Publishers.

    Gezeigt werden 225 Taschen aus drei Jahrtausenden auf 233 Seiten in hervorragender Photoqualität. ( und ich war in der Ausstellung und habe die Originale gesehen ). Sehr informative und witzige Texte führen in die einzelnen Abteilungen ein. Ich wußte bis dato nicht, dass Queen Elizabeth II. Durch die Positionierung ihrer Handtasche den Hofdamen mitteilte, ob das Gespräch, dass sie z. B. gerade führte in Kürze oder sofort abgebrochen werden sollte.

    Aber was sie in ihrer Handtasche hatte erfuhr die Welt aus Anlass ihrer Platinum Party : https://www.youtube.com/watch?v=7UfiCa244XE

    Paddington sei Dank!

    Das Buch/die Ausstellung beginnt mit der Gegenüberstellung zweier Damenhandtaschen. Die eine: eine Reisehandtasche, Deutschland, um 1850, mit Inhalt und die zweite: Shopper, Porter Tote Medium, Vee Collective, Vietnamm, 2024, mit Inhalt.

    Allein diese Gegenüberstellung – man könnte eine volkskundliche Doktorarbeit darüber schreiben; und noch einiges andere.

    Ein Beutel aus Ägypten mit medizinischen Instrumenten ( 3000 Jahre alt ), Gürteltaschen von reichen Viehhändlern, Henkelkörbe aus Franken und die blaue IKEA Tasche Frakta, Satteltaschen aus Marokko, Brieftaschen bestickt von zarter Frauenhand, ein „Affe“ aus dem II. Weltkrieg, der Kelly Bag von Hermès, der Di Bag von TOD`S und eine Handtasche mit Beleuchtung: die Straeter Lite-on aus Deutschland 1953/56.

    In der Tasche befindet sich ein drehbarer Make-up-Spiegel, ein magnetischer Lippenstift- und Parfumfläschenhalter, ein Zigarettenetui, eine Kammhalterung sowie Platz für eine Photografie. Das Tollste aber ist eine batteriebetriebene Innen- und Außenbeleuchtung!!

    Die Spiegelbeleuchtung zum „einfachen“ Nachschminken, die getrennt einzuschaltende Außenbeleuchtung dient zum finden des Schlüsselochs der Haustür.

    Nun mal ehrlich, so eine Tasche ist schon erheblich stylischer als eine handylampe?

    Von 1953. Der Name des Amsterdamer Designers L.F.W. Straeter (1910-1976) sei hier extra erwähnt.

    Fazit: Unbedingt kaufen das Buch und schauen und lesen und nach Offenbach fahren und die Ausstellung anschauen.

    Inez Florschütz (Hg.), in Zusammenarbeit mit Leonie Wiegand:

    IMMER DABEI: DIE TASCHE, 38 €, Kunstbuchverlag Arnoldsche Art Publishers.

    IMMER DABEI: DIE TASCHE – arnoldsche Art Publishers

    Heute die Vorstellung einer Seltenheit und Kostbarkeit:


    Jörg Schwand,

    DIE MAGIE DER GLASUR

    Nils Thorsson und das Künstler-Steinzeug von Kgl. Kopenhagen 1932–1975,

    200 Seiten, 24,5 x 28,5 cm, 240 Abb.,Deutsch, 48,00 € inkl. MwSt.

    arnoldsche ART PUBLISHERS

    Wenn man Tee mag und oft trinkt, entsteht das Interesse an Teekeramik von selbst. Hat man nun ein paar Jahre durchgehalten und viel Schund gekauft; zum einen weil man sich nicht auskennt zum anderen aus sündhaftem Geiz kommt doch sicherlich einmal der Moment, wo man einem außergewöhnlichen Stück Keramik oder Porzellan begegnet. Hat man nun bei seiner Geburt eine Antenne für solche Kunstwerke geschenkt bekommen so wird man ab diesem Moment ein glücklicher Mensch!

    Man informiert sich durch Bücher, durch den Besuch von Museen und Auktionen, durch Gespräche mit Fachleuten und und und…

    Man bekommt Zipfel des Wissens zu greifen, sie entschwinden wieder und rinnen wie Sand durch die Hand. Einzelne Körnchen ballen sich zusammen, werden feste Punkte und Inseln auf denen man stehen kann im tosenden Meer der Informationen. Viele dieser Inseln muß man traurig aufgeben, da sie sich als unfruchtbare Sümpfe zu erkennen geben. Aber es kommt die Zeit da kann man wie Aschenputtel: ´Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen` geben und weiß Informationen und Informanten zu wiegen.

    Es gibt in der Welt des Tees und der Keramik viele Narren, die Verstand durch Lautstärke ersetzen und es sind nicht weniger geworden durch das Internet!

    Umso mehr freut es den Rezensenten wenn er ein Buch findet, das komplizierte Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar erklärt und dabei nicht laut und rechthaberisch auftritt, sondern still und leise der Sache ergeben ist.

    Und so ist DIE MAGIE DER GLASUR von Jörg Schwand! Ein begleitendes Buchprojekt der gleichnamigen Ausstellung im Bröhan Museum in Berlin.

    Der Sammler, Keramikexperte und Kurator dieser Ausstellung zeigt die sinnliche Wirkung der Glasuren ohne verwirrende technische Erklärungen , in denen „Fachleute“ sich so gerne verlieren und den Laien verwirrt zurücklassen. Durch die Kunst der lebendigen Beschreibung und die guten Photos gelingt ihm das Kunststück dem Leser die Magie der Glasur nahe zu bringen und den Wunsch zu wecken nach Berlin zu fahren und in die Ausstellung zu gehen.

    Jörg Schwand schreibt in seinem Vorwort, dass dieses Buch eine Einladung darstellt zur Begegnung mit den klassischen Glasuren Chinas. Und wie diese Begegnung unsere ästhetische Erfahrung bereichern kann.

    Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die beiden besonderen Punkte, die dieses Buch so herausragend machen, die Art der Beschreibung der Glasuren und die Photos sind.

    Um zu zeigen, wie wichtig die Beschreibung der Oberfläche eines Kunstwerks ist, sei hingewiesen auf :

    J.P. Reemtsma, Das Buch vom Ich, 5. Kapitel Ästhetik

    „ Es ist mit der Kunst wie mit der Welt. Es ist nichts dahinter. Das `Wesen`ist die Beschreibung der Oberfläche.“

    Und das macht Jörg Schwand hier bravourös .

    Erwähnt sei hier noch, dass der größte Teil der vorgestellten Stücke von Nils Thorsson ( 1898 – 1975 ) sind. Er begann als Lehrling mit 14 Jahren bei Kgl. Kopenhagen und blieb dort bis zu seinem Tod 1975!

    Ich hätte ihn noch persönlich kennen lernen können, wäre ich Trottel nach meinem Abitur nicht nach Spanien sondern nach Kopenhagen gefahren.

    Zu spät!

    Deswegen lieber Leser, nehmen sie 48 € in die Hand und kaufen Sie sich das Buch und sie werden bei Fragen der Glasur, bei Seladon, bei Temmoku, bei Ochsenblut und besonders bei dem glatten Feld des Craquelé nicht mehr wie ein Trottel dastehen.

    Hier der Link, da kann man auch in das Buch rein schauen und die Qualität der Photos und der Farben sehen:

    DIE MAGIE DER GLASUR – arnoldsche Art Publishers

    Bröhan Museum, Berlin ,
    4.7.2025–25.1.2026

    Die Magie der Glasur. Kunstkeramik aus Dänemark 1910–1980 | Bröhan-Museum

    Heute, da die apokalyptischen Reiter angeführt werden von einem fünften - mit schütterem gelb gefärbten Haar und ungesunder Gesichtsfarbe , graust es die Sau wenn sie Nachrichten schaut.

    Aber wegschauen ist noch nie eine gute Lösung gewesen.

    Hinschauen muß man ganz genau und lesen muß man!

    Schauen wir mal nach Mar-a-Lago .

    Schauen wir mal nach Florida an die damals vom fünften apokalyptischen Reiter noch unentdeckten Küsten Floridas in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

    Constance Fenimore Woolson, 1840 – 1894 , schrieb dort Erzählungen über eine Gegend die den meisten Amerikanern völlig unbekannt war.

    Der mare Verlag hat ein kleines wunderschönes Bändchen dieser Erzählungen herausgebracht und die leider ungerechter Weise vergessene Schriftstellerin dem Vergessen entrissen.

    Es sind drei Geschichten über drei Frauen, die es lohnt zu lesen. Im Alter wird man knausrig mit seiner Zeit, aber die Zeit, die ich aufgewendet habe um dieses Buch zu lesen reut mich nicht.

    Besonders hübsch ist das Lesevergnügen, wenn man dabei weiß dass der fünfte Reiter im Jahr 1985 das Anwesen für fünf Millionen US-Dollar kaufte – weit unter dem Marktwert: Er hatte über Strohmänner die Strandgrundstücke in der Reihe vor dem Grundstück gekauft und drückte den Preis für das historische Anwesen, indem er drohte, Mar-a-Lagos Meerblick zu verbauen (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mar-a-Lago ).

    Ostern ist bald und dieses Bändchen ist so hübsch, dass es auch unverpackt eine gute Figur im Osternest neben bunten Eiern macht.


    Constance Fenimore Woolson, Skizzen des Südens, Erzählungen Aus dem amerikanischen Englisch von Klaus Bonn Mit einem Nachwort von Kerstin Ehmer bedruckter Leineneinband mit Lesebändchen im offenen Schuber

    240 Seiten, 22 €, mare Verlag

    Was im Anmeldungsfaden steht also hier auch noch mal, damit es nicht an dem ein oder anderen vorbeigeht:


    Start ist ab 13 Uhr, jedenfalls bin ich dann da und ich hab den Schlüssel!

    Schälchen, Kännchen, eventuell Wasserkocher, Tetsubin, Elektroplatte, Waage, Thermometer und was man halt sonst noch so braucht bringt man selber mit, außer man reist mit dem Zug an wie @miig

    Geld!!! (kleine gebrauchte Scheine) für Tee/Ärzte ohne Grenzen

    Vorstellbare Tees

    Verpflegung besprechen wir vor Ort.

    und alles was ich vergessen habe /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" />

    Sehr verehrte Damen und Herren;

    Schälchen, Kännchen, eventuell Wasserkocher, Tetsubin, Elektroplatte, Waage, Thermometer und was man halt sonst noch so braucht.

    hab ich, bleiben aber in meiner Werkstatt. Falls ihr solche Dinge zum Teetrinken braucht, sollte sie der ein oder andere mitbringen.

    Ich bin alt, übellaunig und nicht eurer Babysitter noch der Clown, oder eine Cateringfirma/emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" />

    Ich denke das ist klar genug @Getsome?

    Start ist ab 13 Uhr, jedenfalls bin ich dann da und ich hab den Schlüssel!

    Schälchen, Kännchen, eventuell Wasserkocher, Tetsubin, Elektroplatte, Waage, Thermometer und was man halt sonst noch so braucht.

    Geld!!! (kleine gebrauchte Scheine) für Tee/Ärzte ohne Grenzen

    Vorstellbare Tees

    Verpflegung besprechen wir vor Ort.

    und alles was ich vergessen habe /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" />

    Quote

    vor 16 Minuten schrieb Chrisone: /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" /> Ich weiß ja das du recht hast, aber ist doch langweilig. Außerdem ist das echt kein guter Sheng

    Langweilig hin oder her, "das ist Dir unbenommen" (Dittsche).

    Was mich stört und weswegen ich überhaupt geantwortet habe sind solche ex cathedra Urteile von Neulingen, die noch nicht mal eine notwendig hohe Themperatur bei der Verkostung haben(halten können.

    Aufgrund des verwendeten Geräts, nur des Geräts.

    Ich kenne den Tee selber nicht, aber ich habe schon viele Tees von Olivier Schneider probiert und die waren gut!

    Vielleicht entspricht ja sein Qualitätsverständnis nicht dem Deinen?

    Ich hätte auch nichts gesagt, aber: "Außerdem ist das echt kein guter Sheng" scheint mir ein wenig hart, auch wenn ich in Betracht ziehe, daß Du aus Berlin bist/emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" />

    Also nix für ungut.

    Porzellan Gaiwan und Echizen-Keramik ist aber auch eine krude Mischung!/emoticons/sad@2x.png 2x" title=":(" width="20" />

    Warum?

    Bei einem 2007 er Sheng braucht es schon hohe Temperature, die ein Porzellangaiwan wie Deiner @Chrisone nicht hält - trotz verbrannter Finger.

    Die einzigen (bezahlbaren) Gaiwane mit denen man so was machen kann sind diese:

    https://www.kobu-teeversand.de/gaiwan-deckeltasse-aus-ton.html

    und dann Schale und Pitscher auch aus Porzellan, dann kann sich kein Pu verstecken.

    Vielleicht noch zwei Informationen zum Teetreffen:

    1. Vergeßt bitte nicht die schon angesprochene Tauschbörse.

    Man bringt was mit ( es sollte schon mit Tee zu tun haben ) stellt es m Freitag hin und findet bestimmt jemanden, der was hat, das man gegen sein`s tauschen kann. Nur tauschen von mitgebrachten Dingen. Nicht gegen Geld!!! Wer also nichts hinstellt kann auch nicht tauschen.

    2. Durch antichambrieren bei diversen Teehändlern im In- und Ausland ist es gelungen einige interessante Tees zu ergattern. Diese Tees werden an den Meistbietenden verkauft (nur gegen bar!). Der Erlös dieser Aktion, nebst den Geldern der Leute, die nicht kommen können, nebst dem was von den Anmeldungsgeldern - nach Abzug der Kosten - übrigbleibt wird an die Aktion "Ärzte ohne Grenzen" gespendet.

    Quote

    Am 15.8.2024 um 09:10 schrieb OstHesse: Trotz der langjährigen unbändigen Lust teilzunehmen, war die Vereinbarkeit zwischen Beruf, Urlaub und Teezui auch in diesem Jahr kaum möglich 😭 Es ergab sich aber jetzt kurzfristig die Möglichkeit am Sonntag dem 1. September 2024 vorbei zu fahren und wenigstens einen halben Tag dabei zu sein.

    Ja, ich wäre dann derjenige, der dann am Sonntag ohne formelle Voranmeldung vor der Tür steht und 35€ hinlegt.

    Meine Frage: Wäre das wirklich in Ordnung oder würde es den Betrieb des Treffens ungebührlich stören?


    Grüße, OstHesse

    ???

    Na, ja die Wege des Herrn .....