Posts by Jinx

    "Quo vadis, High Tea?"

    Ich habe einen Artikel entdeckt (Englisch), der sich mit modernen Varianten des High Tea beschäftigt. Mir gefällt nicht alles, was dort beschrieben ist (ich bin keine Freundin von Kräuter- oder Blümchentees), aber inspirierend fand ich es doch, und die arabische Variante werde ich mal ausprobieren (dank einschlägiger Kochkenntnisse). Bitte hier entlang!

    Ich finde, das ist Geldmacherei und eine sinnlose Vergrößerung des Müllbergs. Denn auch Papier wird hergestellt und muss vernichtet werden. Der beste Müll ist immer noch der, der nicht entsteht. Je kleiner die Packung, desto mehr Müll entsteht.

    Da muss man im Einzelfall abwägen - Großpackungen für kleine Haushalte lohnen sich bei verderblichen Lebensmitteln nicht, denn Lebensmittel in großen Mengen wegzuschmeißen, kann es auch nicht sein. Aber Teeblätter fallen nicht in diese Kategorie.

    Die Tees passen gut zu der immer größer werdenden Zahl von höherwertigen Convenience-Produkten für den selbstoptimierten und hart arbeitenden Verbraucher, der keine Zeit mehr hat, z. B. selbst zu kochen. Aber einen hochwertigen Tee zu kaufen oder aus mehreren selbst zu mischen, Auch das Zusetzen von Zucker ist nun keine so zeitraubende Aufgabe, als dass man sie an eine Firma mit überteuerten Produkten delegieren müsste /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

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    vor 6 Stunden schrieb Soltrok: Es darf natürlich auch nicht vernachlässigt werden, dass mediale Aufbereitungen bewusst sich nur auf einen Punkt konzentrieren können, um Komplexität zu reduzieren. Sonst werden entsprechende Artikel für die Mehrheit nicht nachvollziehbar. Auch wichtig ist, sie müssen interessant sein. Aber es stimmt schon Genussartikel, sind seltener bzw. weniger gut verbreitet, aber sicherlich ist das auch nicht unabhängig davon, dass entsprechende Artikel für die Vielzahl an Personen nicht eingängig attraktiv wirken.

    Hier meinte ich eher Privatleute und weniger die Medien, die sich, wie du völlig richtig anmerkst, auf Kernaussagen fokussieren müssen, um lesbare Artikel zu publizieren.

    Durch das Internet wurde die Möglichkeit der Publikation demokratisiert, wovon wir alle profitieren. Dieses Forum ist ja auch ein gutes Beispiel. /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png"> Es gibt unzählige Blogs zum Thema gesunde Ernährung, plus Beiträge in Foren, sozialen Medien und Communities. Da fehlt mir der Genussaspekt immer wieder. Leute propagieren ihren Ernährungsstil, der sich oft vor allem durch Verzicht auszeichnet, mit einiger Vehemenz. Viele der gezeigten Rezepte (Rubrik: Food Photography will gelernt sein ...) mögen wahnsinnig gesund sein. Aber ich kann halt kochen und den Geschmack von Gerichten nach dem Lesen der Rezepte in etwa einschätzen, und vieles davon würde ich nicht mal Tieren geben. /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png"> Die Freudlosigkeit, die vielen Gerichten innewohnt sowie die Vehemenz der Propagierung finde ich schon erschreckend.

    Wenn man länger einem Ernährungsstil folgt, der auf bestimmte Lebensmittel verzichtet, gewöhnt man sich natürlich geschmacklich um. Ein gutes Beispiel sind Fleischersatzprodukte für Veganer, die von vielen Fleischessern und interessanterweise auch von gar nicht wenigen Vegetariern aus geschmacklichen Gründen abgelehnt oder als weniger wohlschmeckend empfunden werden als das Original. Auch Herr Hildmann durfte jüngst feststellen, dass veganer Fleischersatz in der eigenen Filterbubble am besten funktioniert. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

    Was mir bei den ganzen Medienberichten über gesundes/ungesundes Essen sowie den im Internet zu findenden Beiträgen zum Thema gesundes Essen fehlt, ist der Aspekt des Genusses.

    Wer sich gesund ernähren möchte und dabei den Berichten folgt, darf seine Gewohnheiten alle paar Jahre ändern. Siehe das Thema Ei, Cholesterin, Butter etc. Erst heißt es, es wäre ungesud, dann stützen neuere Studien, deren Qualität (und die der Wiedergabe durch populäre Medien) für Laien kaum oder gar nicht einschätzbar ist, eine konträre oder zumindest relativierte Aussage.

    Wenn Leute befragt werden, die sehr alt sind (also 100+) und das bei guter Gesundheit, so kommt immer ein Punkt deutlich heraus: Dass die zufrieden mit dem waren, was sie taten oder auch aßen. Wer sich ausschließlich von minderwertigen Fertiggerichten und Fast Food ernährt und dabei Zufriedenheit empfindet, der wird sicherlich gesundheitliche Probleme bekommen, aber die Gleichung gesundes Essen = Gesundheit geht auch nicht auf. Mir kommt es so vor, als würden zu viele Menschen sich auf eine bestimmte Weise ernähren oder auf Lebensmittel gänzlich verzichten, weil sie der Meinung sind, dass dieses für ihre GEsundheit förderlich bzw. abträglich ist, und das bei an sich einwandreien und auch durchaus gesunden Nahrungsmitteln. Ein Beispiel ist die Vermeidung von Gluten, auch wenn man nicht an Zöliakie leidet (was nur ca. 1% der Menschen hierzulande tun). Oder der Verzicht auf Milchprodukte, ohne dass eine Laktoseintoleranz vorliegt. Es gibt nicht wenige dieser Verzichter, die auf Nachfrage antworten, dass es auch für Gesunde gut sei, auf diese LEbensmittel zu verzichten, weil sie ja einem gewissen Prozentsatz der Bevölkerung objektiv schaden m(.

    Ich habe da auch ein BEispiel aus der unmittelbaren Umgebung: Mein Vater, Dithmarscher und ausgewiesener Fleischfan (musste täglich auf den Tisch) litt an einer schweren Form der Athrose. Es wäre für seine GEsundheit defintiv förderlich gewesen, den Fleischkonsum stark zu reduzieren (das tägliche Fleisch führte bei mir übrigens zu einer gewissen Abneigung gegenüber allzu großen Fleischmengen). Sein damaliger Arzt setzte ihn jedoch auf eine strikte Rohkostdiät, inklusive angekeimter Weizen und andere Dinge, die er (und ich auch) geschmacklich furchtbar fand. Meine Mutter machte aus Solidarität mit, aber ich war ein Kind und durfte mich nicht auf diese Weise ernähren (damaliger Stand der Forschung). Das war auch gut so, denn ich hätte die Nahrungsaufnahme mit Sicherheit eingestellt. Mein Vater hielt das ein knappes halbes Jahr durch. Der Wundereffekt trat nicht ein, und wenn es eine leichte gesundheitliche Verbesserung gab (was ich nicht beurteilen kann), so blieb die von ihm unbemerkt und wurde durch die starke Abneigung gegenüber dem aufgezwungenen Ernährungsstil überdeckt. Nach ein paar Monaten flog die Maschine, die das Gemüse zerkleinerte, in hohem Bogen auf den Müll, und meine Eltern kehrten zu der von meinem Vater geliebten fleischreichen Ernährung zurück.

    Wenn der Arzt weniger dogmatisch gewesen und eine schrittweise Reduktion des Fleischkonsums angeregt hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit vermutlich höher gewesen, dass mein Vater sich umgewöhnt und zu einem zumindest maßvollen Konsum gefunden hätte. Durch die Radikalität der ärztlichen Anweisung lehnte mein Vater eine vegetarische oder wenigstens weitgehend vegetarische Lebensweise jedoch strikt ab. Egal wie gesund die Rohkostdiät gewesen sein mag, sie konnte nicht die gewünschten Erfolge zeigen, weil der Aspekt des Genusses gänzlich fehlte.

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    Am 9/24/2017 um 23:39 schrieb Tobias82: das ist doch mal ein interessanter Einblick in ein Gebiet wie "Antik", das man als Außenstehender gar nicht so leicht erschlossen bekommt

    Das ist nicht nur bei asiatischer Keramik so, sondern generell. Wenn man auf Flohmärkte geht, steht da massenhaft altes Gebrauchsporzellan rum. Das wird vielleicht in 10 000 Jahren "wertvoll", weil dann wirklich wenige Stücke überlebt haben werden und man froh ist, überhaupt was zu finden. Teilweise sind es antike Stücke, also älter als 100 Jahre, aber es war damals billig hergestellte und verkaufte Massenware, und das ist es auch heute noch. Obwohl in Deutschland wegen des Zweiten Weltkriegs sehr viel zerstört wurde und entsprechend weniger erhalten blieb.

    Ein Beispiel sind römische Münzen, mit denen z. B. Legionäre bezahlt wurden. Die holt man immer noch massenhaft aus der Erde, sodass der Preis heute immer noch nur ein paar Euro beträgt. Man darf sie sogar exportieren. Das gilt natürlich nicht für Goldsesterze und andere seltene Exemplare. Oder Tonscherben von mittelalterlichem Gebrauchsgeschirr ...

    Ich mag Plastik auch nicht so arg gerne und bemühe mich um einen möglichst plastikarmen Lebensstil, aber auch ich habe ein Utensil aus diesem Material. Ich nutze es für unterwegs, wenn mir die Keramik- und Porzellanteile zu empfindlich sind. Es ist eine Calabaza für Mate, mit der ich sehr zufrieden bin. Sie ist halt ziemlich unzerstörbar und verwarzt auch nicht, was bei den echten Kürbissen ziemlich schnell der Fall sein kann

    Ich hatte übrigens mal so eine Backform aus Silikon, die habe ich jedoch gefeuert. Sie war für Kastenkuchen und ging bei schwererem Teig auseinander und hielt die Kastenform nicht (Stichwort: englischer Teekuchen). Außerdem bekam sie einen Riss und wurde damit unverwendbar. Ich nehme an, das lag an der Größe in der Relation zur Dicke des Materials. Aber die Calabaza mag ich sehr. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">


    Ich habe neues Spielzeug für Mate (ja, ist kein Tee, aber ein koffeinhaltiges Aufgussgetränk, das enorm gute Laune macht).

    Zunächst eine Cuia aus Keramik, die in Berlin hergestellt wurde, im Auftrag eines brasilianischstämmigen Mate-Händlers, der ebenfalls in Berlin lebt. Sie ist ideal für eine Person, und ich finde sie wirklich schön und sehr individuell. Das Problem ist ja dasselbe wie bei Teegeschirr: Abseits des Unüblichen, das man suchen (und finden) muss, gibt es überall irgendwie denselben Kram.

    Außerdem fand ich endlich ein passendes Gefäß für Tereré, die kalt getrunkene Mate-Variante. Die trinkt man aus einer sogenannten Guampa, die oft aus Kuhhorn hergestellt ist. Ich fand keine, die mir gefällt und die sicher in der Benutzung ist (ist ja nicht ganz unwichtig, was man so mittrinkt). Keramik, Porzellan oder Glas wollte ich nicht, da ich das Teil im Sommer mit nach draußen nehmen möchte. Ich endschied mich schließlich für einen roten Emaillebecher mit Tupfen. Ich mag beides, die Tupfen und das Material, und der Becher hat auch die richtige Größe (300 ml).


    Tolottis Forno - meine absolute Lieblingsmate aus Brasilien. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png"> Ich habe bei meiner letzten Bestellung das allerletzte Pfund der aktuellen Ernte ergattert und freue mir ein Loch in den Bauch.

    Ich finde solche Aussagen immer etwas schwierig. Gibt es auch für Mate, Pu-Erh und sonstiges, was dann gewinnbringend von manchen Heilteefirmen vermarktet wird (als Beuteltee minderer Qualität und mit grottigem Geschmack). Alles verkauft sich, was Schlankheit verspricht.

    Getränkemäßig lief in den letzten Jahrzehnten in der sogenannten Ersten Welt einiges falsch. Die Leute tranken kalorienreiche Getränke wie Cola, Limonaden oder Säfte literweise täglich als Durstlöscher und blendeten aus (oder es war ihnen nicht bewusst), dass diese Getränke Kalorien wie eine gehaltvolle Hauptmahlzeit haben, wenn man sie in größeren Mengen trinkt - ohne den entsprechenden Sättigungseffekt.

    Die Umstellung auf Tee bringt da auf jeden Fall eine Einsparung an Kalorien, die sich positiv auf das eigene Gewicht auswirkt (für Sie persönlich getestet ...)

    Allerdings sind diese Versprechungen nur wirksam, wenn man sich vernünftig ernährt. Wer sich jeden TAg Schokolade und Chips reinfährt und hoch verarbeitete und entsprechend fett- und zuckerhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, kann so viel Tee trinken, wie er will, es wird keinen entsprechenden Effekt haben. Auch das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Ich trinke ja praktisch nur Tee, aber nach den Weihnachtsfeiertagen habe ich regelmäßig zugenommen. Nix mit dem Effekt einer Low-Fat-Diät. /emoticons/biggrin@2x.png 2x" title=":D" width="20" data-src="/emoticons/default_biggrin.png">

    Diese Getränke wirken sicherlich unterstützend. So wirkt Mate (die echte, nicht die Limo) leicht appetitzügelnd. Aber das funktioniert nur, wenn man das Gefühl für Sättigung nicht verloren hat. In meiner Bekanntschaft gibt es einige Leute mit Gewichtsproblemen. Wir sind jetzt alle im Alter zwischen 40 und 50, wo sich gesundheitliche Probleme anfangen bemerkbar zu machen und man auch die "Sünden" des eigenen Lebensstils beginnt zu merken. Einige haben angefangen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen und haben entsprechend Erfolg. Allerdings braucht das seine Zeit. Sie lassen sich dennoch darauf ein und sind mit den Resultaten zufrieden. Andere versuchen es mit verschiedenen Mitteln (auch "Schlankheitstees"), ohne ihren Lebensstil zu ändern - sie essen dasselbe wie vorher und bewegen sich auch nicht mehr. Da zeigt sich kein Effekt - eher im Gegenteil. Weil man sein Gewissen mit dem Konsum angeblich schlank machender Produkte beruhigt hat, haut man anderswo umso mehr rein - man hat ja was getan und muss sich belohnen. Ein weiteres Problem ist die Geiz-ist-geil-Mentalität. Einige Menschen sehen ihr Gewichtsproblem durchaus, sind aber nicht bereit, mehr Geld für bessere Lebensmittel auszugeben. Das gilt auch für Tees. Sie kaufen irgendwelche Beutel im Super- oder Drogeriemarkt, die mit dem Versprechen der Gewichtsreduktion werben. Das Zeug schmeckt ihnen nicht, sie bleiben nicht dabei und wechseln wieder zu anderen Getränken, die im Zweifelsfall mehr Kalorien haben.

    Für mich gehört der Artikel in die Reihe derer, die mit einer gewissen Hysterie News aus der Lebensmittelforschung verbreiten - mit einer Absolutheit, die so einfach nicht existiert.

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    vor 2 Minuten schrieb Paul: Na, bewegen scheint sich der Patient ja immerhin zu können - @Jinx, da kriegen wir das mit dem Rauchen auch noch in den Griff/emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Übrigens nur mal so zwischendurch, wenn die ganzen Kräuter ihm scheinbar keine Schlafqualität bringen, warum dann nicht mal Bewegung an frischer Luft?

    Ich verabschiede mich aus diesem Faden nicht wegen Feigheit, sondern wegen einer kleinen Reise - aber keine Angst am Montag bin ich wieder da.

    Versprochen.

    Woher, zum Teufel, willst du wissen, dass er sich nicht an der frischen Luft bewegt. Nur als kleine Erinnerung: Es geht nicht darum, einen uns unbekannten Lebensstil zu kommentieren. Mir wird das jetzt zu albern. Schönen Abend noch, Turnvater Jahn m(

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    vor 27 Minuten schrieb OstHesse:

    Ich habe Erfahrungen mit "Teetrunkenheit", ein sehr junger Sheng Pu-Erh hats bei mir mehrmals geschafft. Deswegen auch der Gedanke dass es auch bei der Zielperson funktionieren könnte. Die Zielperson hat schon mal einen Bai Mudan probiert, dieser hat leichte Kopfschmerzen hervorgerufen.

    Gibt es evtl. andere Sheng Pu-Erh Sorten/Marken welche eine besonders starke "Teetrunkenheit" hervorrufen?

    Da ich das mit ganz unterschiedlichen Sorten erlebt habe, außerdem mit wirklich gutem Kaffee und sehr guten Mateblättern, würde ich eher sagen, dass das nicht so sehr von der Sorte abhängt. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass das nicht unbedingt reproduzierbar ist. Ein Tee/Kaffee/Mate, die an einem Tag diesen leicht rauschartigen Zustand hervorgerufen hatte, schmeckte am nächsten Tag einfach nur gut. Es ist also nicht vergleichbar mit z. B. Alkohol, wo sich der Rausch nach einer gewissen Menge unvermeidlich einstellt.

    Da die Wirkung, wenn sie denn eintritt, subtiler ist als bei den genannten Kräutern und anderen Mitteln, die dein Bekannter bereits ausprobiert hat, glaube ich nicht, dass mit Tee o. ä. der gewünschte Erfolg eintritt. /emoticons/sad@2x.png 2x" title=":(" width="20" data-src="/emoticons/default_sad.png">

    @Raku denken kann jeder, was er will.

    Ich bin keine Freundin übertriebener PC. Natürlich ist es möglich, Dinge vorzuschlagen, auch wenn die für die Zielperson vielleicht nicht verträglich sind. Das wird diese dann halt nicht befolgen und gut is.

    Ich will nicht in Abrede stellen, dass es Menschen gibt, deren Auffassung von PC zu einer völlig verquasten Umgangsweise mit anderen führt - und zu praktisch unlesbaren Texten. Ich ziehe selbst regelmäßig gegen die Feinde jeglicher "kultureller Aneignung" zu Felde, da ich das mit wenigen Ausnahmen (z. B. Patent auf Yoga in den USA) für Bullshit halte. Aber meiner Erfahrung nach lehnen meist die Personen PC ab oder machen sie lächerlich, die einfach weiter Leute beleidigen wollen (Menschen anderer Herkunft oder Hautfarbe, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Frauen ...) und die der Meinung sind, dass sie als Nichtbetroffene befugt oder kompetent sind, zu entscheiden, wer sich durch was beleidigt fühlen darf oder nicht. Ein hervorragendes Beispiel ist das "Zigeunerschnitzel", als gefühlte Millionen von Nicht-Sinti bzw. -Roma denen erklären wollten, dass sie gefälligst nicht durch diesen Ausdruck inkommodiert zu sein haben, da man das ja schon i mmer so genannt hat und die anderen sich nicht so anstellen sollen wegen Kulturgut und so (Leute, die ein Schnitzel mit Paprikastreifen für ein Kulturgut halten, sind allerdings ohnehin nicht mehr zu retten). m(

    Damit meine ich jetzt wirklich niemanden hier im Forum, schon gar nicht auf diesen Anlass bezogen, sondern ganz allgemein und als Erläuterung.

    Aber der Ton macht die Musik. Es wurde nach Tee gefragt, offenbar aufgrund lücken- oder fehlerhafter Vorinformationen. Dazu gab es einige auf das Thema bezogene Meldungen. Aber dann mit dem Verweis auf die eigene Aktivität zu empfehlen, sich 12 Stunden lang anzustrengen, finde ich einfach daneben und völlig unangemessen. Wenn ich irgendwo nach einem Fahrrad frage, will ich mir auch nix über Kochtöpfe anhören.

    Es ist außerdem ein großer Unterschied, ob man mit Leuten diskutiert, die man besser kennt, und sei es nur aus einem Forum, oder ob man Neulinge auf diese Weise anspricht. Distanzlosigkeiten sollte man sich vielleicht mehr für die aufheben, die man und die einen zumindest ein wenig einschätzen können, sonst kommt das leicht übergriffig rüber. Außerdem sind wir hier nicht beim Militär oder so /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

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    vor einer Stunde schrieb Raku: Warum heutzutage die naheliegendsten Dinge immer gleich als daneben betitelt werden, ist mir rätselhaft.

    Dann will ich dich mal erleuchten. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Wir kennen die Person, um die es geht überhaupt nicht. Wir wissen nur, dass sie Schlafprobleme hat.

    Ich hatte in meinem Leben oft mit Menschen mit Behinderung zu tun, ich bin sogar mit einem aufgewachsen, meinem Vater. Es ist für Menschen mit Einschränkungen, egal ob physisch oder psychisch, ziemlich nervig bis beleidigend, von Unkundigen zu Dingen aufgefordert zu werden, die sie nicht leisten können, oft gepaart mit diesem absolut widerstehlichen "frisch-fromm-fröhlich-frei"-Tonfall.

    Da wir über die Person nichts wissen, ist da m. E. etwas mehr Distanz und Takt angezeigt, umso mehr, als der Fragende neu im Forum ist. /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

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    Gerade eben schrieb Paul: Nicht aus dem Tiefparterre des Geschmacks liebe @Jinx sondern aus der Fülle eines langen Arbeitslebens, das es mir erlaubt ab und an mal auf PC- Bedenken zu pfeifen/emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    ja, das merkt man gleich. Trotzdem daneben.

    Die Tatsache, dass man voll erwerbstätig sein kann, macht einen nämlich nicht per se zu einem wertvolleren oder besseren Menschen, nech?

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    vor 4 Stunden schrieb Paul: Schwere körperliche Arbeit, zwölf Stunden lang, kein Alkohol, keine Zigaretten und Deine dritte Person wird schlafen wie ein Baby - tief und fest.

    Versuch macht kluch/emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

    Örks. Aus dem Souterrain des Geschmacks. Woher weißt du, ob die betreffende Person dazu überhaupt in der Lage ist m(

    Okay, das ist ein Thema, das sich pauschal kaum beantworten lässt. Ich gehe mal davon aus, dass du hier von "Tee" im Sinne von Camelia Sinensis und ihrer Unterarten sprichst, also von dem, das die meisten in der Variante "schwarz" oder "grün" kennen.

    Ob man in der Lage ist, Tee abends zu trinken, hängt von der persönlichen Disposition ab. Ich habe einen niedrigen Blutdruck und trinke praktisch nichts anderes als Tee. Selbst nachts trinke ich meinen schwarzen Alltagstee mit einer Zitronenscheibe und schlafe wie ein Sack. Das liegt aber auch daran, dass ohne dauernde Koffeinzufuhr mein Blutdruck sich so um 60:80 bewegt - bei einer Größe von 1,90 m. Andere würden senkrecht im Bett stehen und kein Auge zutun. Ich schlafe also nicht wegen, sondern trotz des Tees.

    Generell gehört Tee wie auch Kaffee oder Mate zu den koffeinhaltigen Getränken, und die machen eher wach als müde. Wenn man den ganzen Tag so etwas trinkt, hilft es irgendwann nicht mehr gegen Müdigkeit (z. B. bei Übermüdung).

    Was die "Teetrunkenheit" angeht, so habe ich die auch schon erlebt. Auch meine chinesische Schwägerin hat mir davon berichtet, in China ist das Phänomen gut bekannt und auch verbreitet. Allerdings weniger in Bezug auf Grün- oder Schwarztee, sondern eher durch Pu-Erhs, die in der Runde getrunken werden. Es heißt, man muss bei starkem Teekonsum, wie er in einer geselligen Runde mit mehreren Kannen und vielfachen Aufgüssen vorkommt, darauf achten, etwas zu essen, um dieser "Tee-Trunkenheit" zu entgehen.

    Ich kenne den Effekt, auch wenn ich ihn selten erlebe. Der funktioniert übrigens auch bei sehr guter Blatt-Mate (nicht dieses komische Blubberlimozeug, sondern the real shit) oder sehr hochwertigem Kaffee (Jamaica Blue Mountain und so ...). Allerdings hat dieser Zustand mit Müdigkeit nichts zu tun, sondern wäre am ehesten mit einem leichten und sehr lustigem Schwipps vergleichbar. Mit der Wirkung von Cannabis - das kann ich dir aus eigener Anschauung versichern - hat das nichts gemein, und auch mit Alkohol nur insofern, dass man lustig wird, aber ohne die mit Alkohol einhergehende Drösigkeit. Insofern denke ich, dass die Zielperson mit echtem Tee gleich welcher Farbe vermutlich nicht glücklich werden würde, was den gewünschten Effekt angeht.

    Was mir spontan einfällt, wäre Baldriantee. Nicht das Zeug aus dem Drogeriemarkt, sondern die ganzen Stängel/Blätter. Ich kenne Leute, die das probiert haben, und es wirkt auch gut, d. h. man beruhigt sich und schläft gut. Baldriankraut hat allerdings einen saftigen Nachteil: Es riecht nicht nur wie Füße, es schmeckt auch so. /emoticons/smile@2x.png 2x" title=":)" width="20" data-src="/emoticons/default_smile.png">

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    Gerade eben schrieb teekontorkiel: Vielen Dank für den ausführlichen und sogar bebilderten Bericht. Der Kunststoffdeckel wirkt optisch ja etwas popelig, aber dafür haben Sie sich ja beim Neoprenmäntelchen etwas mehr bemüht. /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

    Es gibt ja viele milde Teesorten die man einfach unten im Glas schwimmen lassen, und mehrfach aufgießen, kann. Das finde ich interessanter, da mir die Brühkammer im Sieb sowieso zu klein erscheint. Kann man denn dann direkt aus der Flasche trinken oder muss dazu das Sieb auch vorher entfernt werden?

    Das Bild des Kunststoffdeckels täuscht ein wenig. Er ist oben mit Metall verkleidet und relativ schwer, wirkt also insgesamt eher "wertig".

    Das Sieb muss man vor dem Trinken herausnehmen. Aber nichts und niemand hält einen davon ab, auf das Brühkammersieb (das ich für kräftigere Teesorten übrigens ausreichend groß finde) bei entsprechend milden Sorten zu verzichten. /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" data-src="/emoticons/default_wink.png">

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    vor 6 Stunden schrieb teekontorkiel: Das Teeglas gefällt mir gut.(...) Ich würde mich freuen, wenn Du nach ein paar Wochen Einsatz eine kurze Rückmeldung über die Qualität geben könntest. Möglicherweise wär das etwas für uns. ^^

    @teekontorkiel Einen ersten Statusbericht kann ich bereits abgeben, denn heute habe ich den Teamaker zum ersten Mal zum Einkaufen mitgenommen. Da das nicht so lange dauert, war unterwegs kein Refill geplant. Ich habe mir einen marokkanischen Minztee to go gemacht. Ins Glas kamen ein paar frische Minzzweige und etwas brauner Zucker, in das Sieb ein klassischer Standard-Gunpowder (grün natürlich). Damit das Tee ergibt, habe ich den Teamaker zunächst für ca. 2 Minuten auf den Kopf gestellt.

    Ich liste Vor- und Nachteile mal auf:

    + Der Teamaker ist wirklich dicht. Auch wenn er in der Tasche umfällt, läuft nichts aus.

    + Die Teeblätter bleiben im oberen Sieb und fallen nicht unterwegs ins Wasser.

    +Wenn man den Teamaker nicht randvoll macht, kommt das Wasser nicht mit den Blättern in Berührung, wenn er aufrecht steht und nicht zu stark bewegt wird.

    + Der Tee bleibt ca. 2 Stunden lang heiß

    + Das Sieb sitzt fest und fällt auch bei Bewegung nicht ins Glas => kein Chaos.

    + Dank des hochklappbaren Henkels kann man das Sieb zum Trinken leicht entfernen und auch wieder einsetzen.

    + Hochwertige Verarbeitung, relativ günstiger Preis (im Vergleich mit ähnlichen Modellen anderer Hersteller)


    Nun die Kritik, die allerdings nicht dieses spezielle Teil betrifft, sondern spezifisch für diese Art der Teebereiter ist

    - Da das Gefäß vollständig aus Glas ist, ist es relativ schwer

    - wenn man trinkt, muss man das Sieb mit den Teeblättern herausnehmen. Dafür sitzt man am besten (oder hat eine Ablage, wo man Deckel und Sieb parken kann). Eine einfache Trinkflasche ist niederschwelliger, dafür kann man dieses Teil nachfüllen (Mehrfachaufgüsse ohne Nachbittern)

    - wenn der Teamaker in der Tasche umfällt oder stark bewegt wird, bleibt es nicht aus, dass die Blätter unterwegs mit dem heißen Wasser immer wieder in Berührung kommen, solange das Gefäß voll ist. Daher empfiehlt es sich, einen Tee zu wählen, der nicht zu sehr nachbittert. Mit dem Gunpowder hat es gut funktioniert. Wenn ich länger unterwegs wäre, würde ich jedoch auf das anfängliche Auf-den-Kopf-Stellen verzichten. Assam würde ich damit eher nicht zubereiten.

    - Man darf an solche Teamaker nicht dieselben Ansprüche stellen wie an eine hochwertige Thermoskanne, was die Warmhaltefähigkeit angeht.


    Fazit: Ich bin bislang - nach dem ersten Testlauf - super zufrieden. Kein Vergleich zu dem Modell, das ich vorher hatte. Da war das Sieb nämlich so hoch, dass es ca. 1/3 des Glases einnahm. Man hatte entweder die Wahl, mit einem halbleeren Teamaker loszuziehen (das sind ca. 150 ml ...) oder mit einem untrinkbaren Konzentrat dazustehen. Da ich mich leicht unwohl fühle, wenn ich zu lange nichts zu trinken bekomme und außerdem nicht immer Lust auf kalte Getränke habe (meistens eher nicht ...), ist der Teamaker für mich ideal, wenn ich nicht immer die 1,3-Liter-Stanley mit mir rumschleppen will. Mich reizt an dem Teil auch, dass man nicht immer zur englischen Zubereitung genötigt wird, wenn man Tee mitnehmen will, sondern ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten durch Mehrfachaufgüsse hat.