Posts by GoldenTurtle

    Fast 10 Jahre, es war eine Zeit mit vielen Auf und Abs im realen Leben, mit sehr vielem zu lernen. Das Forum war meist ein positiver Begleiter, besonders der Austausch und Spass mit langjährigen Teefreunden, solche gemeinsamen Aktionen und natürlich die lokalen und auch entfernten Freundschaften, die sich daraus entwickelt haben (welche ich selbstverständlich weiterzuführen gedenke). Aber ich verspüre den Drang, mich vom öffentlichen Schreiben zu verabschieden, damit ich mehr Zeit für ein sehr wichtiges Projekt, aber auch für meine Kinder und Freunde habe, um mehr echter Liebe im Leben nachzugehen. Es ist ja sehr wertvoll im Leben zu lernen, gegenüber allem entspannt zu werden. Im Stress macht man nicht nur nichts besser, man hat auch weniger oder gar keinen Spass dabei. Vom Forum konnte ich diesbezüglich hin und wieder lernen, auch gegenüber Kritik entspannt zu werden. Es gibt immer Menschen, denen aus welchen Gründen auch immer irgendetwas nicht gefällt. Sich das Negative am Arsch vorbei gehen zu lassen, dabei aber gute, sachliche, wertvolle Kritik herauszufiltern und nur diese zu behalten, ist hohe Lebenskunst.

    Hier nun, ohne weitere Umschweife, mein finaler Beitrag anlässlich der gemeinsamen Verkostung dieses erfreulichen Teechens.


    Verkostungsbericht zum 16er Frühling Lao Mansa (Yiwu) Single Tree Gushu Sheng von Panda Und trotz meiner Trauer brachte er dahin mich, daß ich lachte, So gesetzt und gravitätisch herrscht’ auf meinem Teetisch er. „Ob auch jung und nah der Windel,“ sprach ich, „bist ein angereifter Knabe, Grimmer, glattgeschor’ner Fladen, der Du kamst vom Schattenheer – Sprich, welch’ stolzen Namen führst Du in der Nacht yunnan’schem Heer?“ Schrieb die Kröte nimmermehr.

    Und ich wähnte, durch die Lüfte wallten süße Frühlingsdüfte, Ausgestreut durch unsichtbare Seraphshände um mich her. „Pu'Er,“ rief ich, „süße Spende schickt Dir Gott durch Pandas Hände, Daß sich von Shengpu wende Deine Trauer tief und schwer! Nimm, o nimm die süße Spende und vergiß der Trauer schwer!“ Schrieb die Kröte nimmermehr.

    „Bitterkeit!“ rief ich voll Eifer, „o wie gülden, tief und schwer! Ob der Diz Dich zu mir sandte, ob der Sturm Dich wehte her! Du, der von des Lu Yus Strande – Du, der von dem Schreckenlande Sich zu mir in ungetrübter Tasse wandte – künde mir mein heiß Begehr: Find’ ich wiederkehrend Süße noch in Mansa! ist noch Trost im Gnadenmeer?“ Schrieb die Kröte nimmermehr.

    @Diz Was noch spannend zu wissen wäre, wenn du den Panda bei Gelegenheit mal fragen kannst, was ihm persönlich an (Lao) Mansa denn so herausragend gefällt, dass er sich so sehr darauf konzentriert - zumindest im High-End Bereich ist das doch mehr oder weniger das einzige Dorf, von wo er jedes Jahr produziert. Vielleicht hat er auch noch ein paar Bilder vom Dorf, der dortigen Teeernte und/oder der Teeverarbeitung, womit man das Thema multimedial bereichern könnte?

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    Am 13.12.2022 um 16:47 schrieb GoldenTurtle: in Österreich wollen's gewisse ja echt auf die Spitze treiben:

    Wild Boys Club of Batonnage Die Geschichte dieses österreichischen Kultweins begann in einer lauen Sommernacht im Jahr 2001, als sich die fünf Freunde Markus Altenburgunder, Erich Scheiblhofer, Florian Gayer, Christian Tschida und Gerhard Kracher zu einer grossen Weinprobe trafen. Es wurde viel verkostet und diskutiert – das Resultat war die Idee zu einem Wein, wie ihn Österreich zuvor noch nicht gesehen hatte. Batonnage – ein Kultwein mit schier unbändiger Kraft, benannt nach dem önologischen Fachbegriff für das Aufrühren des Hefesatzes in der Barrique, wodurch der Wein mehr Fülle und Geschmeidigkeit erhält. Doch nicht nur die Hefe wurde aufgewirbelt, die ganze Weinwelt stand angesichts dieses faszinierenden, burgenländischen Weinmonuments Kopf. Zum ersten Mal wurden die Rebsorten Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon vom Leithaberg gemeinsam mit Merlot aus den besten Weinbergen Andaus vinifiziert, nur die reifsten Trauben wurden von Hand für die Cuvée Batonnage ausgewählt. Nach 24 Monaten Barriquereife in klassischer “double-oak-Manier” – der Wein verbringt zweimal 12 Monate in jeweils neuen Fässern – entsteht ein limitierter Rotwein, der in jedem Jahrgang selbst die kühnsten Erwartungen übertrifft.

    ------------------ Das würde mich jetzt interessieren, wie deine Meinung zu dem Projekt ist @waal. Findest du, dass sie für den Erfolg "ihre Seelen verkaufen", weil sie CS und Merlot in den Blend reinnehmen und nicht ausschliesslich auf traditionell "typischere" österreichische Traubensorten setzen?

    @waal Warte noch auf Antwort ... möglicherweise ging die Frage ja unter ... als österreichischer Sommelier würde mich deine Meinung echt interessieren!

    Geschätzte Teefreunde

    Es freut mich, dass wir es auch dieses Jahr zu einer besonderen, gemeinsamen Teeverkostung schaffen! Immerhin zu fünft vom Forum sind wir es dieses Mal (die Planung startete schon vor etlichen Monaten, es gab aber mehrere Probleme und Umdisponierungen. Man konnte sich damals in irgendeinem anderen Thema melden, wer dabei sein wollte).

    Die Lieferung sollte hoffentlich in der kommenden Woche erfolgen, d.h. vielleicht kommen die ersten Verkostungsberichte zwischen Weihnachten und Neujahr. Vielleicht wird es aber auch Anfang Januar - wir werden sehen. Hier auf jeden Fall schon einmal das Thema dafür.

    Infos für weitere Interessenten: Dieser Sheng ist nicht im offiziellen Sortiment von @Diz (d.h. nicht über seinen Webshop verfügbar) - wer daran interessiert ist (ich empfehle aber zuerst die Verkostungsberichte abzuwarten), kann bei ihm direkt nachfragen - möglicherweise kann Diz auch nachträglich noch etwas davon kriegen, vielleicht nicht mehr vom gleichen Jahrgang, aber von einem Jahrgangs-Nachfolger sollte es möglich sein, weil Panda pflegt seit etlichen Jahren eine besonders gute Beziehung zu Teebauern von diesem Dorf und dies ist sein jährlicher High-End Fladen. Langjährige Beziehungen sind in Yunnan ein grosses Plus hinsichtlich der Authentizität. Aber Achtung, das Zeug ist nicht günstig, wir sprechen hier nicht nur von Yiwu und Frühling, und auch nicht von irgendwelchem Gushu, sondern von Single Tree, d.h. ein paar wenige, besonders alte Bäume. Den Preis für weitere Interessenten weiss ich nicht und selbst Diz müsste es wohl zuerst abklären.

    Was bleibt mir noch zu sagen ausser abwarten!?

    PS: Das Bild ist kein schlechtes Omen, sondern spricht ebenfalls für die Authentizität des Pflückguts, weil der Panda mit hoher Wahrscheinlichkeit teetrunken von der Rutsche gefallen ist.

    @Anima_Templi Du bist halt vielleicht noch etwas abgehärtet von den Zigarren früher ... was für dich nur dezent würzig ist, ist für sanfte Grüntee-Gemüter wie Florent möglicherweise schon äusserst rauchig!

    PS: Nebenbei ist das wie man im Video zu Beginn gut sehen kann nicht mal Huangpian / Lao Ye Pflückgutstufe, sondern der Heckenschnitt (Rückschnitt), den die findigen Japaner da vermarkten. Ohne solch eine starke "Veredelung" wäre der Tee für die meisten wohl aromatisch auch zu eindimension. Solch Heckenschnitt wird in China so weit ich weiss kaum verwendet, weil er einfach zu wenig Bitterkeit hat und deswegen recht eindimensional schmeckt - er hat aber schon etwas Frucht / Süsse. Ich habe und weiss auch nur von einer solchen Produktion, wo vor etwa 20 Jahren in Yiwu mal sowas rudimentär zu Ziegeln gepresst wurde - ich weiss aber nicht genau von wo das Pflückgut stammt, ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass es von einem renommierten Dorf stammt, wo mal getestet wurde, ob sich sowas auch vermarkten liesse oder durch die Lagerung irgendwann interessant wird - bei mir sind diese Ziegel auf jeden Fall auf Jahre in die Lagerung/Entwicklung verbannt, in der Hoffnung, dass dies den Tee noch etwas interessanter machen wird - ausser jemand ist interessiert an wirklich praktisch bitterkeitsfreiem Sheng, der kann sich gerne bei mir melden - für das Alter (mittlerweile etwa 25 Jahre) und der doch renommierten Herkunft Yiwu trete ich davon sehr preisgünstig ab, ich habe mir eben vor Jahren einige Ziegel davon gebunkert, weil eine schöne Fruchtnote hat er eigentlich schon, aber er hat mir wie gesagt zu wenig Bitterkeit, deutlich weniger noch als üblicher Huang Pian (@doumer's nightmare).


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    vor 23 Stunden schrieb Anima_Templi: Ich glaube das Kyo bezieht sich eher auf geröstet, nicht auf geräuchert.

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    vor 9 Stunden schrieb seika: Eine andere übliche Bezeichnung ist Iribancha, „iri“ (炒り) hier mit der Bedeutung rösten. Also ja. 😀

    Ja, technisch ist es ein Rösten, aber dieses ist so stark, dass dabei Rauchnoten entstehen - der Tee wird nicht über Holzkohle geräuchert, aber der Tee wird durch den eigenen Rauch geräuchert, der beim sehr heissen Rösten entsteht:

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    vor 3 Minuten schrieb miig: ist das ein Shu /emoticons/ph34r@2x.png 2x" title=":ph34r:" width="20" />

    Das hät' ich jetzt von dir nicht erwartet! 😳 Und dann unprobiert gleich einen Tong! 😅 Miig war wohl im Black-Friday-Rausch! 🥳

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    Gerade eben schrieb miig: EoT machen ca. alle 10 Jahre einen Shu (kein Scherz)

    Hierzu lass ich es lieber mal zu interpretieren ... 😅😋 Aber es ist sehr nobel von dir, dich als Testkanninchen feilzubieten. 💪

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    Zitat We're very happy with how this tea has turned out. It's vibrant, warming, smooth and very comfortable to drink.... it's even turning us into shu puerh drinkers!

    Ach so ... das wusste ich zuvor nicht, David ist also gar kein Shou-Lover ... das erklärt die Sache natürlich.

    Ich muss sagen, ich bin hingegen etwas angetan von den Shou-vielproduzierenden Paul und Scott, ich find es schon spannend, was die so treiben. Ich war etwas muffig, dass ich vor ein paar Monaten den Jubiläums-Shou von Paul verpasst habe, aber dachte dann, ja nun, sei dankbar für was du hast. Und kürzlich hab ich dann das erste Mal nach etwa 10 Sessions damit den 100 Jahre Jubiläumsfladen von der Menghai Factory zur Gründung der chinesischen Republik geschnallt. Endlich verstehe ich den Fladen, ich mein damit, was das Ziel war, der Gedanke dahinter. Es ist mMn eine Verfeinerung des 7572, aromatisch ähnlich, aber filigraner. Den muss man richtig erwischen, sonst entzieht er sich einem. Ich denk sogar, dass ich den zukünftig immer im Porzellangaiwan giesse, weil man da am besten gar nichts daran rumedifiziert, sonst schwuppt, ist es ein ungreifbares Süppchen.

    Pah, was die Leute heutzutage unter Gnade verstehen, schmeisst der Pöstler die Tüten einfach in den Garten, und miig bedankt sich auch noch, und wenn ich recht sehe, auch noch einen Tong! (ich nehme ja nicht an, dass der von alleine dort gewachsen ist)

    PS: Und wie man miig so kennt ist das bestimmt ein Yesheng Lümmel Tee ... wünsche gut Geduld! 👌

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    vor 22 Minuten schrieb Anima_Templi: Aber Kyo-Bancha ist gar nicht geräuchert...

    Du hattest schon einen nichtgeräucherten Kyo-Bancha?!? Hmmm, ich meinte die sind i.d.R. geräuchert!? Vielleicht hattest du eine lokale ungeräucherte Variante? (gibts ja bei Lapsang auch) Oder verwechselst du ihn mit Kancha?!?

    PS: Schau mal was TdJ dazu schreibt:

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    Zitat Von allen traditionellen regionalen Banchas, die heute noch in Japan hergestellt werden, ist die Kyô-Bancha oder Iri-Bancha zweifellos am bekanntesten. Er stammt aus Kyôto und hat seine Ursprünge in Uji-Tawara.Für diesen sehr beliebten Tee werden die Blätter verwendet, die beim Beschneiden der Teesträucher anfallen, und in diesem Fall sind es die Winterblätter. Diese werden gedämpft und dann in der Sonne getrocknet. Nach einer weiteren maschinellen Trocknungsphase werden sie dann sehr stark geröstet und gegrillt, was ihnen den charakteristischen rauchigen Duft verleiht.Dieser Bancha ergibt dann Düfte, die starke Rauchnoten mit einem leichten pflanzlichen Touch mischen, mit einem Eindruck, der an Räucherstäbchen erinnert. Trotz dieses sehr präsenten und einnehmenden Duftes bleibt dieser Tee beim Trinken sehr weich. Die Raucharomen sind dominant, aber der Aufguss ist weich und fließend, mit einer Spur von Süße und Umami, die angenehm im Nachgeschmack verbleibt.Es ist ein Bancha, den man zwar als ziemlich typisch bezeichnen kann, aber, wenn man die rauchigen Noten schätzt, ist es ein sehr erfrischender Tee, der zu jeder Tageszeit ausgiebig getrunken werden kann.

    Hah, der Florent schreibt da "gegrillt" 😅 ... was im Endeffekt aber einer Räucherung gleichkommt (man beachte die vielfachen Erwähnungen; "rauchigen Duft", "Rauchnoten", "Raucharomen", "rauchigen Noten")

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    vor 12 Stunden schrieb Anima_Templi: Diese "wunderschönen" Geschenkverpackungen stinken für gewöhnlich wie die Pest, nach Klebstoff, Plastik und Chemie... 🤢

    Ja, das gibts leider wirklich, ist aber schon nicht immer der Fall. Es gibt schon Teegeschenkverpackungen, bei denen es nicht nur um den optischen Eindruck geht, sondern auch wirklich etwas gedacht wurde.

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    vor einer Stunde schrieb Paul: Meist sind die "Tee-Geschenke" von Chinesen an Langnasen Danaergeschenke!

    Den Ausdruck kannte ich nicht! 👍https://de.wikipedia.org/wiki/Danaergeschenk Es ist leider ein berechtigter Hinweis deinerseits.

    Ich befürchte, es hat mit 2 Hintergedanken zu tun:

    - das Geschenk soll im ersten Moment maximalen Eindruck schinden - es soll aber so wenig wie möglich kosten

    Wegen der Nichtzurückverfolgbarkeit und gesundheitlicher Bedenklichkeit, was da überhaupt genau drin ist bei solchen "noname"-Produktionen, sind diese in China oft billiger zu haben als die günstigsten Einsteigerprodukte renommierter Produzenten.

    PS: Ich empfehle nebenbei auch die Finger zu lassen von Fladen in Shops, die keinen oder nur einen weissen Wrapper haben, weil das sind wahrsch. ebenfalls ehemalige Fake-Produktionen, die aber aufgeflogen sind und deshalb der Wrapper entfernt wurde, die Fladen aber nicht vernichtet, sondern trotzdem von Händlern (natürlich spottbillig) gekauft werden.

    @Anima_Templi Hach, bei diesen Kurzvergleichen dachte ich, es wäre doch offensichtlich, dass eine grössere Menge Spass und eine kleinere Menge Genauigkeit dabei ist ("Kimchi-Tee ohne Kimchi" ist doch auch nicht so ganz treffend). Bei der Erwähnung von Lapsang geht es mehr darum, dass Leute gleich auf den ersten Blick verstehen, dass der Tee geräuchert ist, und wer auf sowas nicht steht, gleich im Vornhinein die Finger davon lassen kann, aber klar ist es kein Hongcha und klar schmeckt er auch nicht gleich.

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    vor einer Stunde schrieb Paul: Zu dem "unterdurchschnittlich" sei Dir Böllś Irisches Tagebuch zur Lektüre empfohlen; er beschreibt dort die ein oder andere Tasse Tee - deren Qualität Du sicherlich als "unterdurchschnittlich" bezeichnet hättest - die es aber geschafft hat im Gedächtnis von ihm zu bleiben und dann sogar zur Literatur zu werden.

    🤣👍

    Bancha ist halt der Huangpian Japans, der aber traditionell oft noch auf verschiedene Weisen zu veredeln versucht wurde/wird.

    Was da @Moris313) , abgesehen davon:

    - Awa-Bancha: quasi Kimchi-Tee ohne Kimchi - Kyo-Bancha: der Lapsang Japans - Batabata-Cha: der Shou Japans 1. Version (Pilze, Holz) - kann auch in die Richtung von sehr altem, in feuchtem Klima stark gereiftem, losem Huang Pian gehen - Goishi-Cha: der Shou Japans 2. Version (Anfängers "worst nightmare")

    Ist ein Shou ... was mir daran gefällt, dass er nicht so zu Matsch gepresst ist. D.h. es ist für Shou eine eher leichte Fermentation, also ein eher moderner Stil. Alter geschätzt 10, 12 Jahre. Enthält klar erkennbar u.a. aussortiertes Huang Pian Pflückgut.

    Was aber seltsam ist, dass darauf scheinbar kein Produzent vermerkt ist. Klein steht das alte Pu'Er Motto, unter dem Slogan haben aber verschiedene Factories Shou produziert: je älter, desto besser im Geschmack

    Die Ursachen für eine scheinbar anonyme Produktion können vielfältig sein:

    - Es könnte sich dabei z.B. um die ersten eigenen Gehversuche eines der vielen Factory-Abspringenden handeln, noch bevor er eine eigene Brand etabliert hat.

    - Es könnte sich aber auch um einen Cake handeln, der wie viele eine etwas zwielichtige Herkunft hat, die oft für Fakes produziert wurden. Vielleicht war er auch mal ein Fake, der aber irgendwie aufgeflogen ist (für diese Erklärung spricht, dass er keinen Wrapper mehr hat) und nun quasi als noname-Produktion in eine Geschenkverpackung gesteckt wurde.

    Die fangen ja schon mit der Grossproduktion an, weil sie den nächsten Hype kommen sehen! 🤣

    Wirklich erstaunlich, viele Chinesen scheinen tatsächlich alles zu glauben, was irgendjemand behauptet, ohne das Geringste zu hinterfragen, Hauptsache die Heilsversprechungen sind gross genug. Immerhin ist es heute mal keine seltene Ziege, die deswegen dran glauben muss.

    Diese Werte würden sich bei normaler, exponierter Lagerung wahrsch. vergleichbar entwickeln.

    Das ist doch klar eine von Anfang an geplante Marketing-/Finanzierungs-Aktion - ich hoffe bloss nicht, dass die Menghai Factory darin verwickelt ist, Chen Sheng Hao hingegen würde ich sowas tatsächlich zutrauen. Immerhin ist es relativ harmlos. Aber mit dem naiven Glauben vieler Chinesen kann man echt beeindruckende Geschäfte machen.

    Kurzfassung:

    [size=16]TCM ist weltweit die Hauptursache für Wilderei und Ausrottung seltener Tiere und Pflanzen!!![/size]

    Weil derart viele Menschen die kuriosen Heilsversprechungen der TCM glauben, ist dies ein Markt im zweistelligen Millardenbereich! Deswegen werden nach wie vor gejagt:

    - Elefanten (wegen ihrem Elfenbein; wird zu Pulver gemahlen)

    - Nashörner (wegen ihren Horn; wird zu Pulver gemahlen)

    - Tiger (wegen verschiedener Körperteile)

    - Haifische (wegen ihrer Flosse)

    - Seepferdchen

    - uva.

    Das ist einfach nur krank. Und das Verrückte: fast alles obige hauptsächlich als Potenzmittel. Dabei ist echte Liebe das beste Potenzmittel, auf andere einzugehen lernen. Aber wem sag ich das, in einer Welt, wo es nur um Lust und Egoismus und Nehmen und eigene Vorstellungen geht.

    Lesestoff:

    https://www.wwf.de/themen-projekt…esische-medizinwwf.de/themen-projekte/wilderei/traditionelle-chinesische-medizin

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/artensc…ten-1.1297877-3

    Ein weiteres Beispiel des unglaublichen TCM-Aberglaubens - die Haifischflossensuppe:

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    Zitat Die alten chinesischen Texte und traditionellen chinesischen medizinischen Berichte behaupten, dass die Haifischflossensuppe mit vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Es gibt Behauptungen, dass Haifischflossenkonsum sexuelles Verlangen steigert, vor Herzkrankheiten schützt, lebensspendende Energie liefert und den Appetit steigert. Ein Teil der Haifischflossen-Konsumenten glaubt auch, dass sein Konsum Krebs in Schach hält.

    Obwohl die traditionelle chinesische Medizin behauptet, dass die Haifischflossen unzählige gesundheitliche Vorteile haben, schlägt die moderne wissenschaftliche Forschung etwas anderes vor. Nur eine einzige Studie über die Wirkung von Haifischflossen auf Krebs wurde durchgeführt, die die Unwirksamkeit der Haifischflosse bei der Heilung von Krebs bewiesen hat.

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    Und während die Wissenschaft bewiesen hat, dass Haifischflossensuppe nicht dafür heilsam ist (diese Behauptungen beruhen nur auf einer Art fantasievollen "Kindergarten-Logik", wie z.B. dass der Konsum von gemahlenen Nashorn-Hörnern bestimmt ebenso stark/potent macht - aus einer ähnlichen "Logik" haben früher die Maya-Herrscher das Blut von Kindern getrunken, in der Hoffnung, dass sie davon gesünder/länger leben würden -primitivster Aberglaube [für sowas holt man sich viel eher den Fluch Gottes) ... dass Haifischflossensuppe nicht heilsam ist, sondern giftig:

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    Zitat Problematisch an dem Gericht ist, dass Haie in großer Zahl dafür aus dem Meer gefischt werden. Außerdem ist es giftig, weil die Haut von Haien viele Toxine enthält.

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    Zitat 73 Millionen Haie, so der WWF, müssen deshalb jährlich ihr Leben lassen – viele davon nur wegen ihrer Flossen. Immer mehr Haiarten gehören zu den bedrohten Arten: 1996 waren nur 15 Haiarten von Artenschützern als vom Aussterben bedroht gelistet, 2010 waren es laut der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) bereits 181. Tendenz steigend.

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    Und das Verrückte dabei ist, dass Haifischflossen nicht mal lecker schmecken:

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    Zitat ist eine Haifischflossensuppe wirklich eine Delikatesse? Denn einen eigenen Geschmack haben die Haifischflossen nicht und es ist bewiesen, dass sie ohne Gewürze geschmacklos ist.

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    Zitat Was aber auch immer gerne verdrängt wird, das für die TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) jede Menge Tiere, besonders die Geschützen, dafür getötet werden. Obgleich sich alle europäischen TCM-Gesellschaften einhellig dagegen ausgesprochen haben, vom Aussterben bedrohte Wildpflanzen sowie Bestandteile tierischer Herkunft für die TCM zu verwenden, stellt die Herstellung der vor allem in Asien populären TCM-Fertigarzneimitteln nach eine Hauptgefährdung für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten dar. Über 1.500 Tierarten (davon über 960 Wirbeltiere) und mehr als 5.000 Pflanzenarten (nur 200 davon kultiviert) werden in der TCM verwendet. Gesunde Medizin? – dafür müssen Tiere leiden, sterben und manche werden dafür langfristig ausgerottet?

    Zum Beispiel „Bärengalle“, die Bären werden auf den Farmen im Allgemeinen in winzigen Käfigen gehalten, wo ihnen laut AAI ohne jede Schmerzstillung mit primitivsten Mittel immer wieder die Bauchdecke durchstoßen wird, so dass die Galle direkt abfließen kann.

    * [/b]Ob es nun um Bärengalle geht, die als chinesische Medizin in Zuchtanlagen oder in freier Wildbahn gewonnen wird, um Elfenbein, für das allein im letzten Jahr 20.000 Elefanten sterben mussten, um die tibetische Antilopenart Shahtoosh, von der allein vier Tiere für einen weichen Schal getötet werden, um Haie, denen bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten werden, oder um Menschenaffen, die als Buschfleisch in die Kochtöpfe wandern, überall versucht die Reihe „Tatort Wildnis“ aufzuzeigen, welch brutaler Wahnsinn hinter Luxusgedanken, Essgewohnheiten sowie Aberglauben und Legenden über Medizin noch in diesem Jahrtausend das Schicksal von Millionen Tieren weltweit bestimmt.

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    Zitat Dem Hirschpenis wird nach der traditionellen chinesischen Medizin eine therapeutische Wirkung zugeschrieben. Tigerteile von gewilderten Tieren umfassen Tigerpenis, von dem angenommen wird, dass er die Männlichkeit verbessert, und Tigeraugen. Der illegale Handel mit Tigerteilen in China hat die Art aufgrund ihrer Popularität in der traditionellen Medizin fast vom Aussterben bedroht. Gesetze, die selbst vom Aussterben bedrohte Arten wie den Sumatra-Tiger schützen, verhindern nicht, dass diese Gegenstände auf offenen Märkten ausgestellt und verkauft werden. Haifischflossensuppe wird in der chinesischen Medizin traditionell als gesundheitsfördernd in Ostasien angesehen, und ihr Status als Elitegericht hat mit dem zunehmenden Wohlstand in China zu einer enormen Nachfrage geführt und die Haipopulationen verwüstet. Die Haiflossen sind seit Jahrhunderten Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Haifischflossen sind in vielen Ländern verboten, aber der Handel floriert in Hongkong und China, wo die Flossen Teil der Haifischflossensuppe sind, einem Gericht, das als Delikatesse gilt und in einigen Arten der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird.

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