Posts by Joscht

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    vor einer Stunde schrieb FireStream: muss dir hoffentlich nicht erklären wie man sowas navigiert, oder?

    Etwas mehr Respekt, Bitteschön. Es ging weit weniger um die Quelle, als um den Inhalt. Jeder wie ers braucht, solong.

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    vor 3 Stunden schrieb FireStream: Gerne benutztes Stichwort in dem Zusammenhang ist: "unbedenkliches Lebensmittel" weil die Temperatur Mikroorganismen killen soll. Aber bitte bedenken: Unbedingt abkühlen lassen, sonst gibts (vermutlich) erhöhtes Krebsrisiko im Rachen/Speiseröhren bereich. https://www.oekotest.de/gesundheit-med…-_600878_1.html

    Ich lache gerne, vielen Dank. Zitat, sinngemäß: 50tausend Teilnehmer in der Studie und es wurde mit einem Digitalthermometer gemessen. (Lol). 317 erkrankten in dem Zeitraum an Speiseröhrenkrebs. 50tausend. 317.

    Das einzige, was stimmt: Die Geschmackssensorik verfeinert sich, wenn man nicht zu heiß trinkt. Aber was da geschrieben steht, nicht über 60 Grad trinken, weil sonst Speiseröhrenkrebsalarm, na gut.

    @Matsch ich werde nie so ein Spezialist werden (Nerd trifft es mehr, empfinde ich aber als abwertend, was ich nicht will). Ich glaube, das wird man auch an meinen „Rezensionen“ sehen, ich bin mehr feuilletonistisch und liebe mehr die Atmosphäre und die „schönen“ Dinge. Aber ein Aha-Erlebnis, beispielsweise selben Tee in verschiedenen Materialien gegossen, hatte ich noch nie. Schön wers kann und vor allen Dingen darin dann auch aufgeht. Ich kann und will mich auch gar nicht so sehr in die Tiefe verfransen… Was natürlich nicht heißt, Schätze zu erkennen und Nieten für mich auch zu benennen.

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    vor 17 Minuten schrieb Paul: Daran erkennt man alte Hasen, daß sie auch mal etwas ohne Bedauern wegwerfen - verkaufen finde ich wie @Anima_Templi neulich so richtig sagte schäbig

    Auch meine Meinung. Ich würde eine Auswahl diverser Fehlkäufe in eine Teerunde mitbringen und mich freuen, wenn einer sich freut.

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    vor 5 Minuten schrieb Matsch: Was ich gut finde, die Tees von YS sind z.T auf Pestizide getestet.

    Testen kann man viel, wurde ja in den letzten Jahren bewiesen.

    Diese Ripedinger habe ich alle aussortiert. Vielleicht experimentiere ich im Sommer damit wirklich mal Richtung Pflanzenschutz. Der heutige ist eben auch so ein Kandidat, ... wobei, Paul, wenn Dir so etwas Freude macht. Ich hänge den ganzen Mai/Juni im Harz fest, vielleicht ist ein Ausflug aus dem Arbeitseinerlei gar nicht schlecht.

    2002 Jiang Cheng „Ye Sheng Gu Cha“ https://yunnansourcing.com/products/2002-…ant=33284006726

    „This is the kind of tea I like to drink when I just want to relax with raw pu-erh, but not be overstimulated! It's aged character is refreshing but never boring.“

    So als Teehändler ist die halbe Miete, einen guten Text zu schreiben. Denn ich hatte im Kopf: Was für ein langweiliger Tee!

    Nun habe ich den Kuchen seit 4 Jahren an der Backe für schlappe 117Euro, aber wann trinke ich den nun am besten? Das ist doch eher so ein Tee, den man sich gießen würde, wenn er ein langes Leben verspräche, wenn er Antibiotika überflüssig machte, wenn er einen Ersatz für Vitamin D darstellte im Winter oder ein probates Mittel gegen Warzen… Nix da, dieser langweilige Tee ist einfach nur langweilig, vor allen Dingen wenn man ihn in Kontrast zu den vielen aufregenden Tees setzt, da ist er, dieser sauteure langweilige Geselle, wie ein Fels in der Brandung: Abgeschliffen, ohne Kanten, aber würde er nicht da sein, würde man ihn auch nicht vermissen.

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    vor 6 Stunden schrieb doumer: vor 6 Stunden schrieb DavidL: Um wie viel reduzierst du denn die Temperatur? Ich verwende bei jungem Sheng eigentlich immer nur 90°C, weil ich dann mehr Kontrolle über da Ergebnis habe.

    auf 80-85° - wenn man dabei nach Gehör beght ist es ja immer eine kleine Range und kein 100% exakter Wert /emoticons/wink@2x.png 2x" title=";)" width="20" />

    Ein guter Tipp, könnte man es sogar als Faustregel nehmen, wenn ein Kandidat nichts anderes als Bitter bei heiß kann? Ich probiere, aber vielleicht gibt es ja Erfahrungswerte?

    Ich versuche das auch für mich herauszubekommen, was die Tees von dem einen so durchgängig irgendwie „besser“ machen, als von dem anderen. Ob das überhaupt stimmt. Leider muß ich auch sagen, es stimmt, obwohl ich lieber sagen würde, nein, es ist Einbildung, da vor allen Dingen subjektiv.

    Es scheint eben nicht subjektiv zu sein. Ich freue mich schon, wenn endlich die „Rarenesse“ in der kunterbunten Reihenfolge wieder auftauchen. Keine Ordnung hat was für sich, dadurch kommen auch die weniger hochwertigen Tees in die Tasse, aber manchmal ist keine Ordnung auch anstrengend.

    2017 RESERVE - TdC

    https://www.the-puerh.com/en/shop/pv-099…eserve-419.html

    Bingelchen, 30 Stück zu 100g wurden 2018 gepreßt. Ich finde 100g eine gute Größe, man kann oft genug auf einen Tee zurückgreifen und dessen Veränderung bei der Lagerung beobachten und muß nicht bis an sein Lebensende bei 120 Jahren oder so immer noch die alten Geschichten verbrauchen.

    Dieser PuErh kann in so fern was, daß er sich von 1-14 jedes Mal verändert, von süß-bitter, Cayenne, bis durchscheinend grün. Höchstes Lob: Ich habe für ein zusätzliche Infusion heute Abend die Blätter in einen Tchibo getan. (Anspielung auf den neuesten Pleitekandidaten, hoch und lange lebe der Tee.)

    Es hat sich durchaus gelohnt, noch eine weitere Runde zu veranstalten. Das Bitter wurde auch weicher und schmeichelnder, jedoch kam nichts neues hinzu, kein Nachbrenner. Die Sonne war nach 7 weiteren Güssen endgültig untergegangen. 7 dann 4 Minuten Ziehzeit, nichts mehr zu holen.

    Ich finde ja 7 oder 8 Güsse immer so mein Limit, obwohl meine Kännchen klein sind. Es lohnt sich also durchaus, noch mal am nächsten Tag nachzulegen. Nur das Kännchen werde ich von den Blättern befreien, dazu gibt es ja auch Shibos. Irgendwie gehört das Teetischchen und auch das Geschirr nach jeder Session sauber gemacht.

    2011 Chawangpu Jinggu Yin… https://www.chawangshop.com/2011-cha-wang-…g-cha-200g.html

    Voll-weich-bitter. Volle Breitseite.

    Nachdem ich den Tee geweckt habe, der nullte Aufguss, lasse ich meistens um die 30 Sekunden den ersten stehen, das ist bei diesem eindeutig zu viel gewesen, ich war gewarnt, die folgenden Güsse gab es nur ein schnelles Rein und Raus, <räusper>, ihr wißt, was ich meine. Das sind dann ja auch einige Sekunden, schließlich müssen 80-90ml erst mal den kleinen Kanal der Tülle des Kännchens passieren. Aber selbst in einem Shibodorashi gegossen, manche Tees sollte man nur homöophatisch mit Wasser beträufeln, so das denn ginge.

    Biiiiitttttttttter! Aber eben gleichzeitig irgendwie weich, als könnte man drauf rumkauen, nicht dieses Bitter, wo man automatisch eine Grimasse zieht.

    Also wirklich ein sehr ehrlicher Tee, den ich aber nur bis zum 6ten geschafft habe. Da geht noch einiges, morgen gibt es eine zweite Runde. So lange bleiben die Blätter im Kännchen. Eines von Andrzej Bero, wird’s schon überstehen.

    Buttertee wird Dir im Tibet immer und überall angeboten. Am köstlichsten schmeckt er tatsächlich in Lhasa, ich schreibe dem aber den größeren „Durchsatz“ zu. Bei den Nomaden kann es durchaus ranzig sein. Ist man erst mal aber eine Weile außerhalb Lhasas unterwegs, relativiert sich auch der ranzige Geschmack. Dann wird Buttertee mehr und mehr zum Nahrungsmittel. Dabei steht das buttrige sehr im Vordergrund, der verwendete Tee ist eher egal und wird meines Erachtens nur wegen der aufhellenden Wirkung beigemischt.

    YIWU GUSHU 2011

    https://teamania.ch/yiwu-gushu-2011/

    Dieser Tee besticht gar nicht so sehr durch seinen Geschmack, sondern mehr durch sein unglaublich lebendiges Qi. Es ist so als würde sich eine Hundertwattbirne auf einmal einschalten und sämtliche vorhandene Schatten in einem wegleuchten. Wunderbar! Vom Geschmack eher unauffällig sanft, nicht wie ein kleiner plätschernder Bach, sondern eher ein träge daherfließender Strom. Ich habe ihn 10x gegossen, bei 8 aus Versehen 4 Minuten ziehen lassen, das war dann wirklich ein tiefer Fluß, danach eher seicht … und 10 Kännchen muß man ja erst mal trinken.

    November 2018 gekauft, 2019 einige Male getrunken. Seitdem liegt er. Und fühlt sich pudelwohl.

    Ich war vor einigen Jahren schon mal recht aktiv hier, an den Fotos - später - wird man mich erkennen. Die recht ansehnliche Sammlung an Bings aus den Kaufjahren 2017/18 haben nun gute 3 Jahre unberührt in Tontöpfen gelagert und waren in Umzugskartons gestapelt, jetzt wird wieder ausgepackt und an die Schätze gegangen.

    Interessant ist zu bemerken, wie sich erst wieder der Geschmack schulen muß. Aber schon nach 6 oder 7 Sessions kristallisiert sich die alte Vorliebe „Knüppel auf den Kopf“, will sagen, nicht so gefällig, Tendenz bitter über das Bitter hinaus. Modriger Waldboden. Frisch umgesetzter Kompost. Schön ist, auf Aufzeichnungen zurückgreifen zu können, und der Zufall wollte es auch, daß ich zuerst an die weniger teuren Schätze gekommen bin. Ich erinnere mich, ja, es ist so, leider kann man sehr oft am Geschmack auch die Preisklasse erkennen. Wenige Ausnahmen bestätigen diese Regel.