• Einträge
    5
  • Kommentare
    21
  • Aufrufe
    697

Über diesen Blog

Auch wenn ich noch relativ frisch hier bin, hat vielleicht der Eine oder Andere schon mein Interesse für Teekeramik bemerkt.

Dieses Interesse wuchs langsam aber stetig mit meinen Erfahrungen über Tees und deren Zubereitung. Während ich anfangs noch dachte ich benötige nichts außer meiner glasierten Shiboridashi, weil ich damit ja alles aufgießen kann, kann ich heute kaum widerstehen wenn ich eine formschöne Teekanne finde.

Nicht weil sie dringend notwendig wäre, sondern einfach wegen der Kunst an sich. Wegen dem Gefühl dass sie in mir auslöst. Eine große Faszination die ich vorher so nicht habe kommen sehen.

Angefangen hat alles mit den Stücken von Andrzej Bero, welchen ich sehr für seinen spielerischen und selbsbewussten Stilmix schätze.

Seine Arbeiten waren es auch die mich dazu veranlasst haben dieses Handwerk auch erlernen zu wollen. 

Zum ausprobieren habe ich mir also erstmal gebraucht eine kleine Ränderscheibe besorgt, die manuell mit Hand bedient wird. (Wie auf dem folgenden Foto zu sehen hatte ich mal kurz versucht diese mit einem alten Nähmaschinenmotor zu verheiraten, daher das Zahnrad. Doch leider hatte dieser nicht genug kraft um auch bei hohem druck gleichmäßig zu drehen.)

20170227_123940.jpg

Außerdem natürlich Ton, einen günstigen groben Ton für ca. 12 € / 10 Kg sowie ein kleines Fertigsortiment Modellierschlingen.

Lieber wäre mir natürlich eine elektrische Töpferscheibe mit der ich richtig durchstarten könnte, doch solange mir die nötigen Mittel (Geld :lol:) fehlen muss ich mich wohl an ein langsameres arbeiten gewöhnen.

Aber nicht so tragisch, Spaß macht es allemal!  Und noch ist es ja nur ein Hobby, bedingt durch meine Hüfte kann ich eh nicht all zulange sitzen.

Ich hoffe allerdings dass sich das mit der neuen Hüfte im Sommer ändert und ich vielleicht sogar eine Ausbildung zum Keramiker anstreben kann. Das wäre mein Traum.

Aber genug gefaselt, Menschen wollen Bilder sehen.  Ich habe die Fotos erst heute gemacht, poste sie aber in Chronologischer Reihenfolge. 

Alle Stücke die ihr hier in den folgenden Einträgen seht, sind noch "Greenware", also noch nicht gebrannt.  

 

 

Einträge in diesem Blog

Komoreb

Freestyle modellieren

Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung. :$  Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 

Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.

Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".

pixlr.thumb.jpg.1d1fc4f590969631e56be0a9f34e47f5.jpgpixlr_20170915122825482.thumb.jpg.7cb14a8cf496def9962752a755f08913.jpgIMG_20170915_121735.thumb.jpg.7133ab61dff9864a2853fd28d0b87e77.jpg

Komoreb

Vor ein paar Tagen kamen meine ersten Werke aus der Brennerei...

Zu meiner Freude kann ich sagen, wirklich alles hat überlebt. Kein einziger Riss oder ähnliches.

Aber ein kleiner Wermutstropfen ist die Farbe nach dem Brand. Die fällt nämlich ganz anders aus als gedacht.

Es sollte mal Cremefarben im Spektrum beige werden, ist jetzt aber eher terracotta- bis ziegelfarben, und versprüht den Charme einer deutschen Klinkersiedlung mit mediterranem Touch.

Ich habe noch sehr sehr viel zu lernen. 

Das Gießverhalten meiner Kannen ist echt sch....    :ph34r: :D 

Aber irgendwann werde ich mit Sicherheit etwas vernünftiges zustande kriegen, mit dem man auch arbeiten kann und will. Nur eine Frage der Zeit. 

 

Nun ja, dann werden als nächstes einige Stücke Glasiert. Das wird auch noch mal spannend. :)

 

Hier noch eine Impression der Farbe nach dem brennen. Je nach Lichteinfall sehr gewöhnungsbedürftig bis geht so.  In echt hat es einen deutlichen orange-stich.

20170410_173213.jpg

 

Komoreb

Heute mal ein Update direkt danach, noch mit nassem Ton.

Eigentlich wollte ich bei den letzten Malen schon mal wieder eine Teekanne gemacht haben...

Doch leider komme ich immernoch nicht mit dem neuen Ton zurecht. Immer wieder ist er mir gerissen, bis ich dann klein beigegeben habe und mir dachte: Ok... du hast gewonnen. Then keep it simple. 

Ersmal an einfache Formen halten, entweder solange bis man sich an die Handhabung gewöhnt hat, oder aber bis neuer grober Ton da ist. ;)  Je nachdem wie es läuft. :$

Hier mein Yunomi von heute...

20170307_170846.jpg20170307_170815.jpg20170307_170740.jpg

20170307_170721.jpg

Der Fuß wird natürlich noch etwas getrimmt sobald es etwas angetrocknet ist.

 

Und hier noch als Nachtrag, die letzte Session davor:

20170305_134459.jpg20170305_134428.jpg20170305_134514.jpg

Komoreb

Gestern Abend wurde wieder etwas gewerkelt...

Ein Yunomi und eine kleine Schale sind entstanden. Letztere hat mich einiges an Fingerspitzengefühl gekostet, da ich sie nicht "aufgebaut" habe, sondern sie aus Vollmaterial herausgearbeitet habe.

Dies ging beim Äußeren sehr gut, da ich den Block da noch auf der Scheibe zentriert hatte. 

Um das Schaleninnere auszuarbeiten, musste ich sie aber von der Scheibe nehmen, da sie durch den schmalen Fuß nicht genug Standfestigkeit gehabt hätte. 20170302_132248(1).jpg20170302_132308.jpg

Komoreb

Erster Versuch, wie man sieht alles noch sehr unbeholfen und schief:

20170227_122423.jpg

 

2te Sitzung, Technik etwas abgewandelt. Alles etwas gleichmäßiger:20170227_122555.jpg

 

Dritte Sitzung, gewisse Sicherheit schleicht sich ein. Es wird experimentiert:20170227_122749.jpg20170227_122817.jpg

 

Vierte Sitzung, wollte diesmal keinen Becher machen. Wagen wir mal was...

20170227_122858.jpg20170227_122938.jpg

 

Fünfter Versuch. Die Shiboridashis haben mich einige Nerven gekostet. Trotz alledem wollte ich endlich mal eine richtige Kanne probieren...

20170227_123045.jpg20170227_123057.jpg20170227_123117.jpg

Und ich muss zugeben: Die ist viel besser geworden als ich es mir zugetraut hätte! Da war ich echt richtig glücklich danach.

 

Sechste Sitzung. Ich möchte eine neue Technik ausprobieren, es wird gespachtelt...20170227_123232.jpg

 

20170227_123248.jpg

 

Siebte Sitzung. Nicht mein Tag...bei der linken ist mir 2 mal hintereinander der Deckel runtergefallen. Brutal genervt lasse ich den Dritten so wie er ist, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Mal 5 gerade sein lassen...20170227_123348.jpg

 

Achte Sitzung, habe das Gefühl ich mache Rückschritte. Habe es etwas übertrieben mit dem experimentieren. Die linke Kyusu schaut ganz schön k.... aus. Habe nicht ganz den Effekt erreichen können den ich im Kopf hatte. Vielleicht kann man beim Glasurbrand was rausholen.20170227_123441.jpg20170227_123539.jpg

 

Neunte Sitzung. Etwas neues soll her. eine andere Form...

20170227_123617.jpg20170227_123649.jpg

 

Elfte Sitzung. Meine Freundin hat mir neuen Ton geschenkt. Dieser ist diesmal ganz fein und lässt sich ganz anders verarbeiten. Ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig weil er schnell aus der form gerät, weil er viel weicher ist. Ich verzweifel bei meinem ersten Versuch damit und alles landet in der Tonne. Daher auch leider keine Bilder von der Zehnten Sitzung.

20170227_123734.jpg

Hatte den Ton diesmal etwas austrocknen lassen und danach neu durchgeknetet. Nun ließ er sich etwas besser verarbeiten, war aber immer noch viel weicher als der Alte...

20170227_123752.jpg

Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden. 

20170227_123824.jpg

Nun muss ich nur noch Verpackungsmaterial besorgen, damit ich meine Werke auch heil zur nächsten Brennerei bringen kann.

Dort wird sich dann zeigen ob ich ordentlich gearbeitet habe und ob sich der Aufwand gelohnt hat.

Ich bin gespannt bis zum geht nicht mehr!

Falls dieser Bericht gut ankommt und auf Interesse stößt, würde ich in Zukunft hier regelmäßig meine Sitzungen dokumentieren.

Wäre natürlich für mich sehr interessant, da ich so vielleicht auch noch konstruktive Kritik bekommen kann und auch erfahre ob für so etwas überhaupt ein Bedarf besteht.