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    • Temial Test - Die Teemaschine von Vorwerk im TeeTalk-Test
      Vorwerk präsentiert den Temial als den einzigen Tee-Vollautomat für losen Tee. Darüber hinaus nehmen sie auch gerne Bezug zur chinesischen Teezeremonie, dem „Gōng fu chá“. Inwieweit Vorwerk diesen ambitionierten Ansprüchen gerecht wird, hat der TeeTalk in einem ausführlichen Praxistest ergründet. Zu diesem Zweck stellte Vorwerk dem TeeTalk mehrere Temial-Testgereäte zur Verfügung, welche nach dem Testzeitraum an Vorwerk zurück gingen. 
      • 73 replies
    • Begriffsklärung Shincha
      Shincha ist ja kein Typ, sondern bedeutet jediglich neuer Tee, und das kann alles mögliche sein. Tamaryoku-cha, Fukamushi Sencha, Matcha usw. Der Unterschied bei gleichem Ausgangsmaterial, die meisten guten japanischen Tees sind ebenfalls aus der ersten Ernte (ichiban-cha), und gleicher Herstellung ist oft nicht so groß. Meist ist die hi-ire verhaltener um den frischen Charakter zu betonen. Nachteilig, wenn man das so sagen kann, ist dadurch bedingt mehr Restfeuchte, was nach Öffnung der Packung zu einem schnelleren "Verfall" führt.
      Dazu kommt noch, dass gewisse Aromen sich erst nach einer gewissen Zeit bilden, weshalb gute Gyokuros und Senchas ca. 3 - 6 Monate gelagert werden.
      Manche Teeläden machen auch einfach nach der Shincha-Zeit den Shincha Aufkleber ab, und verkaufen den Tee dann ganz normal als ichiban Sencha.
      • 43 replies
    • Leitfaden für Anfänger (Einstieg in die Welt des Tees für Jedermann)
      Ich grüße alle Anfänger und Teegurus !!

      Auf den ersten Blick scheint dieser Thread überflüssig zu sein, doch es gibt sehr triftige Gründe warum es in allen Teeforen der Welt so etwas wie einen "Leitfaden für Anfänger" geben sollte.

      Ein typischer Fall. Jemand will aufgrund eines persönlichen Erlebnisses in die Welt des Tees einsteigen, jenseits von Schwarz- und Früchtetee, die er/sie bereis zu Genüge kennt. Er/sie geht daraufhin in einen Teeladen und lässt sich beraten, das ist so der übliche Weg. Leider ist es so, unabhängig vom Teeladen, dass dort nur Tee besprochen wird, so gut wie niemand spricht über die Aufgussmethode und das vorhandene Teegeschirr des Anfängers! Er/ise kommt heim, nimmt die handelsübliche Keramik- oder Glasteekanne, schmeißt den Tee rein, gießt kochend und lange auf und ist enttäuscht über das Ergebnis. Nach ein Paar solcher Enttäuschungen wendet sich der Anfänger/in dem Internet zu, und das sind dann unsere Neulinge, die auf der Suche nach "gutem Tee" sind, da sie selbstverständlich annehmen es lag alles am "schlechten Tee". Diese werden dann mit Begriffen "Gongfu Cha" konfrontiert, sowie mit Aufforderungen sich doch eine Yixing-Kanne zuzulegen oder einen "Gaiwan"... Anfänger/in googlet, wird von einer Info-Lawine fast erschlagen, denn was die hier anwesenden Teaheads als "Allgemeinbildung" verstehen ist für den teefremden Normalo kompletter Bahnhof. Selbst das Universalwerkzeug der Teewelt, der Gaiwan, will richtig verwendet werden, was ohne Anleitung und Training eben nicht geht, nicht jeder hat die Puste das alles autodidaktisch zu erforschen. Das führt unter anderem dazu dass immer wieder Anfänger diesselben Fragen stellen...
      • 45 replies
    • Tee macht fit und munter
      Immer wieder lese ich von Euch, dass Tee anregend wirkt. Euch "putscht" und Ihr aktiver, fitter und munter werdet. Jetzt ma Butter bei die Fische! Wenn ich Tee trinke, könnte ich schlafen. Ich fahre beim Teekonsum so weit runter das ich wirklich müde werde, nix mit aufputschen. Das Einzige was aktiv bleibt ist mein Geist. Ich will mich nicht beschweren, ich bin meist eh teifenentspannt, doch verwundert es mich doch immer wieder arg. 

      Manch einer von Euch trinkt ja Tee vorm Joggen, das wäre mir ein No Go, ich müsste mich erst einmal aufraffen und den Inneren, Ihr wisst schon wen bekämpfen. Tee regt meine Phantasie an, aber wirklich körperlich aktiver oder munterer werde ich echt nicht.

      Das soll jetzt wirklich keine verarsche sein, japanische Tees schläfern mich noch mehr ein als chinesische.

      Werdet ihr echt wach von Tee?

      Also nach dem dritten Espresso und zwei Matcha werde ich schon kribbelig, dann aber weil es eine extrem erhöhte Koffeindosis ist, die Nahe an mein Maximum grenzt. Auch Kaffee ist nicht wirklich ein Wachmacher für mich. 

      Jetzt mal echt, Ihr werdet wirklich von so etwas wach? So etwas schafft bei mir nur die Zeit mit 30 Minuten nach dem Aufstehen.

      Auch die so oft erwähnte Förderung der Konzentration ist nicht, ich schweife nur um so mehr ab, Träume.
      • 32 replies
    • Tee-Keramik Made in Europe
      Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit Tee-Keramik, welches in Europa produziert wurde. Natürlich stößt man bei der Recherche als erstes auf bekannte Namen, wie Novak, Bero, Dancak, Duchek, Hanus etc.  Aber es gibt noch viele, viele andere. Ich würde mich freuen, wenn wir in diesem Thread auch andere Namen "sammeln" würden.
      • 37 replies
    • Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?
      Hallo,

      dieser Beitrag dient dazu, das Interessierte ihre "Werkzeuge" zur Teezubereitung vorstellen.

      Es geht nicht darum anzugeben, wer das "Beste" hat.
      Aber schöne Stücke können durchaus auch der allgemeinen Bewunderung ausgesetzt werden.

      Und so nebenbei erfähren wir auch wie andere ihren Tee zubereiten, welche Hilfsmittel sie dazu benutzen und welchen Regeln sie sich unterwerfen.

      Fotos sind natürlich herrvorragend geeignet, dies darzustellen.

      Gruß Krabbenhueter
      • 3,193 replies
    • Eure "Tee-Altare"
      Das fiel mir neulich ein - habt ihr eigentlich so "kleine Ecken" in eurer Wohnung, in denen ihr eure ganzen Tee-Schätze untergebracht habt? Oder ist alles in Schränken oder Schubladen verstaut?

      Ich für meinen Teil hab im Wohnzimmer einen eigenen kleinen Tisch für meinen Tee und dem Zubehör. Allerdings ist er immer zu klein, sodass ich einiges an Schalen usw leider dann doch in die Küchenschränke räumen muss.
      • 250 replies
    • Eure neuste Tee-Anschaffung
      Ich laufe jetzt ein wenig Gefahr mit meinem eigenen Thread Offtopic zu laufen, aber jeden Tee einzeln in unterschiedliche Threads aufzuteilen,

      wäre auch unnötig. Ich war heute wieder mal im Artee Teehaus und hab mir vor Ort einige Taiwanesische Perlen und noch ein Paar andere Dinge 

      für meine Tee-Manie zugelegt, here it goes:
      • 3,049 replies
    • Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3
      Der erste Teil lief damals knapp ein Jahr lang und erreichte so 320 Beiträge.
      Der zweite Teil ist nun etwas über drei Jahre gelaufen und hat dabei knapp 5.700 Beiträge lang geworden.
      Zeit nun mit dem dritten Teil zu beginnen und zu schauen, wie schnell und gut sich dieser Teil füllt
      Heute wieder mal einen Matcha gemacht und irgendwie muss ich wohl mehr Matchapulver einfügen, denn das Schaumig-Schlagen, scheint mir in letzter Zeit ein wenig Probleme zu bereiten. Heute ging es, aber irgendwie nicht so gut wie beim ersten mal. Sollte ja eigentlich umgekehrt sein. Erst schlecht und mit der Übung dann immer besser. Werde es demnächst auch mal mit den elektrischen Milchaufschäumer probieren um zu kontrollieren ob es an mir und meiner Technik liegt oder an einem oder mehreren anderen Faktoren
      • 14,539 replies
    • Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)
      Hi Leute

      Inspiriert von vielen Reiseteegrüssen von Rootie und anderen

      hier ein eigens gewidmetes Thema.
      • 223 replies
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    • By Teetim in Tims Teenotizen
         3
      Wenn man sich ein bisschen mit Sheng-Pu Erh beschäftigt, ist es wohl fast unvermeidlich, dass man recht schnell über den Dayi 7542 stolpert. In der Tat war es der erste Sheng, den ich geordert habe, noch bevor ich Rat und Hilfe fand. Heute habe ich ihn probiert. MarshalN weist darauf hin, dass die einzelnen Jahrgänge durchaus unterschiedlich ausfallen. Dieser Vergleich fehlt mir natürlich bisher.
      Der Auszug der kurzen Waschung zu Beginn duftet nach Waldboden und Nadelbäumen, am Deckel zarte florale Noten. Was mir direkt beim Verkosten des ersten Aufgusses in den Sinn kommt, ist das Adjektiv "gefällig": ich finde den Tee zurückhaltend und sehr ausgewogen, gerade was Süße und Bittere angeht. Neben anderem meine ich, etwas Karamell zu schmecken.
      Aber das ist gleichzeitig das Problem, das ich mit diesem Tee habe. Der Geschmack oder besser: das Aroma ändert sich mit den weiteren Aufgüssen für mich nicht spürbar sondern bleibt linear. Selbst auf einen Aufguss, den ich versehentlich dreimal so lang ziehen lasse, wie geplant, reagiert der Tee sehr nachsichtig: er ist lediglich etwas stärker und die Bittere ist etwas überbetont. Da schmeckte und entwickelte sich der Manzhuan Huang Shan 2012 erheblich interessanter.
      Eine für mich bisher nur schwer in Worte fassbare Dimension, die in die Kategorien "Geschmack" und "Aroma" nicht passen will und die mir vor allem beim Yiwu Gushu Sheng 2008 aufgefallen ist, geht dem Tee leider völlig ab.
      Fazit: auch auf die Gefahr überheblich zu klingen, muss ich feststellen, dass der Tee mich unterfordert. Er ist mir zu eindimensional, zu leicht und zu gefällig, in einem Wort: zu langweilig. Und aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass sich das auch durch eine längere Lagerung nicht wesentlich ändern würde. Vielleicht ist es der Jahrgang,  vielleicht ist auch mein Empfinden einfach noch nicht ausdifferenziert genug für diesen Tee - oder ich habe einen schlechten Tag erwischt 🤷‍♂️. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es gefühlt noch etwa neunmillionen weitere Shengs zu probieren gibt, würde ich es bei den 50gr, die ich erworben habe, erstmal belassen. Immerhin reichlich Gelegenheit, ihn noch öfter zu probieren, isb. auch aus dem Kännchen.
       

    • By Teetim in Tims Teenotizen
         1
      Heute morgen war ich noch nicht wach genug, um dem nächsten Pu Erh die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Also habe ich mir einen Sencha aufgebrüht, im Gaiwan, weil es so praktisch ist. Spontan bin ich dann auf die Idee gekommen, den Tee aus zwei verschiedenen Schalen zu probieren, um festzustellen, ob das wirklich einen so gravierenden Unterschied macht, wie behauptet. Schale eins ist eine einfache Schale (Massenfertigung) aus Tokoname-Ton von Gyokko, Schale zwei eine Porzellan-Teetasse von Ommanoch.

      Beide wurden vorgewärmt und ich habe zügig gehandelt, damit die Unterschiede durch verschiedene Trinktemperaturen möglichst gering sind. Deshalb habe ich auch immer zuerst die Porzellantasse probiert (sie hält die Wärme deutlich schlechter). Der Gaiwan wurde natürlich in einen Glaspitcher abgegossen.
      Was soll ich sagen: die Unterschiede sind frappierend! Der Ton bügelt das weg, was ich als "Spitzen" bezeichnen würde, was diesem milden Sencha garnicht unbedingt gut tut. Er wird im Tonbecher zwar runder und interessanterweise wird auch der Nachgeschmack intensiver, der eh schon zarte Tee wird dadurch aber etwas langweilig.
      Spannend: mit einem so deutlichen Einfluß habe ich nicht gerechnet und zum erstmaligen Probieren weiterer Tees werde ich dann wohl nicht nur den Porzellangaiwan, sondern auch eine Porzellanschale verwenden.
    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Schon der intensive Duft des trockenen Tees erinnert stark an Schokolade und Nougat, die ersten beiden Aufgüsse duften wie ein saftiger, satter Schokoladenkuchen - am Deckel des Gaiwan lustigerweise aber auch leichte "grüne" Noten. Geschmack geht in dieselbe Richtung wie der dominierende Duft und auch das Mundgefühl entspricht dem satten, schweren, Aroma.
      Mit steigender Anzahl der Aufgüsse werden die Schokoaromen etwas schwächer, dafür lassen sie sich besser differenzieren. Es geht mehr Richtung Kakaobohnen und Kakaobutter (oder doch eher Sheabutter?), später Karamell oder Toffe, leicht florale Anflüge, die ich nicht näher fassen kann (könnte Veilchen sein), leichte Süße und ganz leicht adstringierende Noten. Der Tee bleibt sehr vollmundig.
      Nach einer Unterbrechung, die zur Abkühlung von Tee und Teegeschirr geführt hat, ist der fünfte Aufguss plötzlich ziemlich garstig, erinnert an Kernseife (ohne seifig zu schmecken). Kann aber auch an zu langer Ziehdauer und/oder anderer Wassertemperatur gelegen haben: ein Unglück kommt selten allein und ich habe offenbar auch den Timer fehlbedient. Um es noch spannender zu machen, sitze ich inzwischen auf der Terrasse und gieße mit Wasser aus einem Isolierbecher auf. Es folgen noch vier, fünf weitere Aufgüsse, bei denen sich der Tee zwar recht schnell wieder angenehm schmeckt, ohne jedoch zur ursprünglichen Komplexität zurück zu finden. Lecker ist er trotzdem - und wieder was gelernt.

    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Heute folgte als Krönung meines ersten kleinen Ausflugs in die Welt des Pu Erh der Yiwu Gushu Sheng 2008. Da der Händler es gut mit mir meinte, konnte ich die Probe in zwei Portionen aufteilen. Zubereitung der ersten ca. 6,5g wie gehabt in einem 160ml (wenn randvoll) Porzellangaiwan, abgegossen wird in einen kleinen Glaspitcher, getrunken habe ich dieses Mal parallel aus einer dünnwandigen, älteren Porzellantasse und jeweils einen kleineren Schluck aus einem modernem Tokoname-Ton-Schälchen.
      Aufguss 1 (0:25/90-95°C): Rauch, Holz, getrocknete Blüten, leichte Süße, leicht bitter, Körper/Mundgefühl eher leicht.
      Aufguss 2 (0:35/90-95°C): Vor allem recht Bitter-> Wasser zu heiß?
      Aufguss 3 (0:45/ca. 90°C): Rauchgeschwängertes Eichengebälk, lange gelagerte Trockenfrüchte/Navyflake, leicht süßlich, mittelkräftig bitter-adstringierend (noch ok), stärkerer Körper/volleres Mundgefühl.
      Aufguss 4 (1:00/90-95°C): Bittere dominiert. Wieder zu heiß? Moment! Packung sagt: 100°!-> Wasser zu kalt??
      Bis hierher: Unterschiede zwischen Porzellantasse und Tokoname-Teeschale vorhanden aber subtiler, als beim Sencha heute morgen.
      Aufguss 5 (1:15/100°C, selbe Temperatur auch im weiteren Verlauf): Erheblich weniger bitter, stärkere Süße, deutlich ausgewogener. Aromenspektrum ähnlich, wird aber leichter, auch das Mundgefühl. Nachgeschmack trocken.
      Aufguss 6 (1:30): Wassermenge reduziert: ich habe dazu geneigt, den Gaiwan zu voll zu machen, was zu heißen Fingern und zu dünnem Tee führt. Den Rest der Session klappt das besser. Eindruck vom Tee sehr ähnlich Aufguss 5.
      Aufguss 7 (2:00): Aromen leichter aber noch einmal ausgewogener, ziemlich rund jetzt. Ledrige Noten kommen dazu. Noch immer Süße, auch auf den Lippen. Mundgefühl wieder voller. Erster Aufguss, der mir richtig gut gefällt. Aus der Tonschale noch einmal runder (hier wirkt sie offenbar positiv).
      Aufguss 8 (2:30): Ich bin baff: irgendjemand muss heimlich die Teeblätter ausgetauscht haben! Eine leichte Zimtnote tritt hinzu. Alles andere ist weiter vorhanden aber wiederum runder, ausgewogener, dabei schön vollmundig. Oder auch ganz ungefiltert: boah, lecker! Jetzt fängt er an, wirklich Spaß zu machen!
      Aufguss 9 (3:00): Spiel geht weiter: tolle Sache!
      Aufguss 10 (3:45): Etwas schwächer bzw. leichter (aber bitte: es handelt sich um den 10. Aufguss!), dafür meine ich Anklänge von floralen Noten wahrzunehmen.
      Aufguss 11 (4:30): Wie der Tee, so das Leben: der perfekte Moment währt nur kurz. Nun beginnt er doch langsam, sich zu verabschieden. Evtl. etwas forciert weil ich unterbrochen wurde und der Gaiwan abgekühlt ist.
      Aufguss 12 (5:30): Der langsame Abschied geht weiter, hat aber auch seinen Charme.
      Aufguss 13 (7:30): Sehr seltsamer Eindruck: die Aromen sind nur noch zart, das Mundgefühl gleichwohl noch in Richtung vollmundig, das mag aber am Wasser liegen; was mich völlig verblüfft, nein: frappiert ist, dass mir beim Trinken selbst in einem unbeobachteten Moment der Gedanke „der hat richtig Wucht“ durch den Kopf geht - was aber dem sensorischen Eindruck im Mund (Geschmack im eigentlichen Sinne) diametral entgegen läuft. Sehr merkwürdig.
      Wollte eigentlich Schluss machen, aber da muss ich dann doch noch einen Aufguss machen! Mal schauen, ob ich dem nachspüren kann.
      Aufguss 14 (ca. 15min): Tatsächlich: nach den – ich wage es kaum so zu nennen – vordergründigen Aromen (eine zarte Trockenobstsüße ist nach der langen Ziehzeit noch recht deutlich zu schmecken) bemerke ich nun eine Dimension des Tees, die mir so bisher überhaupt noch nicht untergekommen ist. Mir fällt nichts Besseres ein, als es mit „Schwere“ und „Stärke“ zu benennen, diese eher eine Sache des Mundgefühls (der Tee hat zunehmend weniger Geschmack im eigentlichen Sinne, hinterlässt aber dennoch den Eindruck „Vollmundig“), jene eher analog zu einem alkoholischen Getränk: natürlich habe ich auch bisher schon das Koffein gespürt aber das ist etwas anderes, das ich noch nicht in Worte fassen kann. Nicht besonders geistreich, fürchte ich, aber ich möchte es dennoch mit Mr. Spock sagen: „faszinierend“!
      Aufguss 15 (ca. 20min): Ähnlicher Gesamteindruck, weiter vollmundig, nicht mehr so wuchtig aber immer noch sehr gut!
      Aufguss 16 (ca. 25min): Dummerdings vergessen, den Gaiwan abzudecken: erstaunlich, was da trotzdem noch raus kommt!
      Aufguss 17 (ca. 30min): Ein letzter Aufguss für heute. Er ähnelt den beiden zuvor und langsam wird es dann doch ein Abschied. Leider wird mir das Wasser knapp und den Morgen möchte ich mit einem schönen Sencha begrüßen. Aber es ist ja noch genug Tee für eine zweite Session übrig und da werde ich zum Schluss mal den letzten Aufguss über Nacht stehen lassen.
      Fazit in einem Wort: Abgefah'n !
    • By Teetim in Tims Teenotizen
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      Gestern habe ich den Manzhuan Huang Shan 2012 probiert. Mich vom jüngsten zum ältesten Tee vorzuarbeiten, war scheinbar nicht die schlechteste Idee: bisher war jeder Tee eine Steigerung des Genusses.
      Der Yiwu Gua Feng Zhai 2018 erschien mir ja v.a. von floralen Noten geprägt und recht leicht, jedoch – soweit für mich wahrnehmbar - nicht besonders komplex (was sicher auch mit der vorsichtigen Dosierung zu tun hatte).
      Dieser 2012er Sheng hingegen stellt sich schon ab dem zweiten Aufguss als sehr gehaltvoll heraus: getrocknete Pflaumen und Aprikosen, die bis zum vierten Aufguss stetig intensiver und süßer werden. Hinzu kommt ein Hauch Blüten (Jasmin), das Ganze wird abgerundet und geerdet durch eine ebenmäßig zunehmende, sehr angenehme Adstringenz. Der Tee wirkt in diesem Stadium vom Mundgefühl, als sei ein Tropfen Sahne darin (was natürlich nicht der Fall ist). Der Nachgeschmack ist langanhaltend, stets sehr angenehm und wandelt sich mit den Aufgüssen. Der Deckel duftet nach dem Abgießen innen wie ein zartes, sehr feminines Parfum.
      Mit Aufguss No. 5/1:20min nimmt die Adstringenz zu, die Süße ebenfalls, die Trockenobstaromen graduell, die floralen Noten nehmen hingegen deutlich ab. Dafür flackert - ganz zart, nur kurz - ein Hauch von Waldboden auf. Das Mundgefühl ist wieder etwas leichter, ich hatte aber auch zu viel Wasser im Gaiwan, weil die Blätter schon schön geöffnet sind und ich unbewusst versucht habe, sie mit Wasser zu bedecken. Im Nachgeschmack Adstringenz (Zähne schon etwas stumpf), Süße und etwas umami: erinnert an Münchner Weißwurst ohne Petersilie mit süßem Senf (100fach verdünnt!).
      Im sechsten Aufguss gehen die süßeren und feineren Aromen weiter zurück und die Adstringenz wandelt sich zu Bittere - noch aber in einem Maße, dass ich nicht unangenehm finde.
      Aufguss Nr. 7/2:20 präsentiert sich wieder ausgewogener (vielleicht war beim Vorgänger einfach das Wasser zu heiß? Habe nicht gemessen, sondern nach Gehör aufgegossen). Zu Süße, Trockenobst, Adstringenz, treten (zart) Muskat und etwas Nelke: daher also die Weißwurstassoziation. Vergessen auf das Mundgefühl zu achten.
      Es folgen drei weitere Aufgüsse (drei, vier und fünf Minuten), die (sehr) langsam leichter werden. Das Geschmacksprofil ändert sich nicht wesentlich, die Gewürze kann ich nicht mehr wahrnehmen. Vielleicht ist aber auch nur die Sensorik erschöpft. Trotzdem schmeckt der Tee nach wie vor hervorragend und der sehr angenehme Nachgeschmack hält sich lang. Die anhaltende Süße nach zehn Aufgüssen überrascht mich. Der Tee hat sich inzwischen vollständig entfaltet und füllt den Gaiwan fast komplett aus.
      Numero 11/7min und 12/9min und 13/12min werden mit Wasser aufgegossen, dass nur so eben aufgehört hat, zu kochen. Der Tee schmeckt immer noch hervorragend: süß, Trockenobst, adstringierend (was die Sache erst rund macht) und immer noch nur graduell leichter: von wässrig weit entfernt. Erstaunlich! Am Deckel endgültig kein von mir wahrnehmbarer Duft mehr.
      Nach ca. 1,5l Tee über den halben Tag verteilt wollte ich mich dem Chinesen geschlagen geben und den weißen Gaiwan hissen. Irgendwie habe ich es aber nicht übers Herz gebracht und abends noch weitere sechs (!) Aufgüsse hergestellt, mit kochendem Wasser, Ziehzeit zum Schluß 25min, Gaiwan mit Geschirrtuch isoliert. Selbst dieser 19. Aufguss schmeckte noch hervorragend. Der Chinese hat also trotzdem gewonnen: ich musste ins Bett 😅.
      Ich bin begeistert!
    • By Teetim in Tims Teenotizen
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      Da ich mich dazu entschieden hatte, mich in umgekehrt-chronologischer Reihenfolge durch das Probierpaket zu probieren, folgten als nächstes zwei Shu: Bingdao Shu 2016 und Bulang Shan 2014.
      Den Bingdao fand ich garnicht uninteressant aber im Vergleich zum Bulang Shan etwas grobschlächtig. Er bestätigte erstmal mein Vorurteil, dass die wichtigste Zutat bei einer Reifung durch Fermentation Zeit ist - und da sind Abkürzungen nunmal schwierig. Kann man im Zeitraffer ganz gut beim Brotbacken lernen.
      Der etwas ältere Bulang Shan hat mich dann aber durchaus angenehm überrascht. Ich habe ihm etwa neun Aufgüsse gegönnt und fand ihn deutlich komplexer, ausgewogener, definierter, als den jüngeren Cousin: garnicht schlecht, kann man machen. Aber die Grundnote beider Tees, die m.E. aus der forcierten Fermentation herrührt und von der ich vermute, dass sie allen Shou zueigen ist, empfinde ich als weniger attraktiv.
    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Am Samstag kam ein kleines Päckchen aus Kiel mit deren 5er Probierpaket Pu Erh. Ist ja scheinbar nicht unumstritten, so einzusteigen (Proben zu klein, Tee kann maximal zwei Male probiert werden) aber um überhaupt mal einen ersten kleinen Eindruck zu bekommen, fand ich es nicht verkehrt.
      Begonnen habe ich mit dem jüngsten Tee, dem 2018 Gua Feng Zai (Yu), somit hochoffiziell mein erster Pu Erh überhaupt 😉.
      Schon vom Duft des trockenen Tees war ich sehr angetan (er hat mich an einen bestimmten Pfeifentabak erinnert). Zubereitet habe ich ihn in einem kleinen Porzellangaiwan (160ml randvoll) mit ca. 90-95°C heißem Wasser. Es wurden sehr gemütliche neun Aufgüsse, dann war leider das "gute" Wasser alle, was schade war, denn es wurde gerade nochmal spannend (es kam eine deutlich wahrnehmbare Süße hinzu).
      Die für mich dominante Note bei diesem Tee, quasi der Ariadnefaden, an dem ich mich entlangtasten konnte, war ein Duft nach Jasmin und Maiglöckchen - nicht ausschließlich (da war noch viel mehr), aber das war für mich die dominierende (Kopf)Note.
      Die genaueren Beschreibungen der Tees durch andere (einschließlich Händler), werde ich möglichst erst dann lesen, wenn ich mir selbst einen Eindruck verschafft habe. Das hat in diesem Fall schon Interessantes ergeben: doumer fand gerade diesen blumig-floralen Bereich in seinem Tasting kaum repräsentiert. Auf Nachfrage könnte das an meiner moderaten Dosierung von 5g auf um 130ml liegen aber auch andere Gründe oder ein Mischung aus diesen ist möglich. Ich werde deshalb die Dosierung fürs erste Probieren eines solchen Tees auf ca. 7g (für diesen Gaiwan) erhöhen.
      Jedenfalls hatte ich einen tollen Vormittag und ich werde diese spannende Teewelt auf jeden Fall weiter erkunden.
    • By Macarona in Macarons und Tee
         3
      Chinesischer Sencha von Lebensbaum.
       
      Ich habe um auch mal einen anderen günstigen Sencha auszuprobieren mir einen chinesischen Bio Sencha von Lebensbaum (4,65€/100g), 
      in einer 75g Packung für 3,49€ in einem Biosupermark gekauft.
      Es kann sein das der Tee dort schon ein paar Wochen im Regal stand und nicht mehr so frisch war, als ich den gekauft hatte,
      ab da war der Tee bei mir im Kühlschrank wie die anderen Grüntees auch.

      Laut der Packung ist der Tee aromatisch, frisch und Asia's Liebling.
       
      Zubereitungsempfehlung: 
      80-90 Grad und 1TL pro 200ml und 1-2 min für ein feines Aroma bzw. 3-4 für ein kräftiges Aroma

      Aussehen:
      Überwiegend längliche mittlere und große Blattstücke und ein paar kleinere. Ein paar einzelne Blattstiele sind auch dabei.
      Die Farbe ist überwiegend ein etwas gräuliches bzw. fahles Dunkelgrün und einiges an etwas gelbliche hellere grüne Blattstücke
       
      Geruch:
      Eher etwas gröberer Grünteegeruch in Richtung trockener Gunpowder, nicht so frisch und minimal nach schlecht gewordenen Leinöl im Hintergrund.
       
      60 Grad 1Min:
      Einige kleine Partikel in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein helles leicht grünliches Gelb.
      Schmeckt wenig nach Sencha wie ich es kenne, sondern etwas nach rohen Mandeln und viele gröbere Grünteearomen,
      die etwas gröber als Nebeltee sind und etwas feinere Aromen sind im Hintergrund.

      Es ist etwas grasig und ein bisschen herb im Hintergrund und geht in so eine minimal säuerliche pflanzliche Richtung.
      Minimal in Richtung Nori.

      Mir kommt der Geschmack dieses Tees etwas schwer vor und es ist minimal dickflüssiger als andere Tees.
      Adstringenz ist keine dabei und der Abgang ist so mittellang.
      Ich vermute mal, dass der Tee im Frühling, als ich den gekauft habe, schon ein bisschen im Supermarkt stand
      und dadurch nicht mehr so frisch und nicht mehr ganz so gut ist, wie dieser hätte sein können.


      20 Sekunden:
      Einige kleine Partikel in der Schale und etwas grünlicher und heller.
      Sehr ähnlich wie zuvor und leider ist ein minimales Kratzen im Rachen hinzugekommen.


      30 Sekunden:
      Etwas grasiger und intensiver geworden.


      Zwischenfazit 60 Grad:
      3 gute Aufgüsse und 5 Mögliche.
      Erinnert mich etwas an diesen indischen Grüntee, den ich ziemlich am Anfang ausprobiert hatte.
      Wird mit den Aufgüssen nur herber, grasiger und schwächer.



       
      70 Grad 1Min:
      Viele kleine Partikel in der Schale und es sieht minimal intensiver aus als bei 60 Grad.
      Minimal gröber als bei 60 Grad und nicht mehr nach Mandeln.
      Etwas groben Geschmack im Hintergrund der etwas anders grob schmeckt als bei 60 Grad.
       
      20 Sekunden:
      Etwas intensivere Farbe und wieder bisschen kratzen im Rachen.
      Sehr ähnlich wie zuvor und minimal intensiver.
       
      30 Sekunden:
      Etwas gröber geworden und etwas mehr nach Nori Algen im Hintergrund


      Zwischenfazit 70 Grad:
      3 gute Aufgüsse und 4 Mögliche.
      Wird mit den Aufgüssen in größeren Abständen herber, grasig und gröber und hält einen Aufguss weniger durch.

       

      Westlich 2min und 0,4g:
      Etwas heller als bei der Gong-Fu Methode bei 60 Grad und etwas weniger grünlich.
      Es schmeckt wie eine Mischung aus 60 und 70 Grad, wenn ich genau darauf achte,
      sehr ähnlich und nur ein bisschen nach Mandeln.


      3 Min:
      Stärker nach Nori Algen als die anderen Aufgüsse und etwas gröber, grasiger


      Fazit:
      Dieser Tee ist zum nebenher trinken geeignet, weil dieser einfach zu erfassen ist und es kommen kaum andere Aromen hinzu nach einem Moment.
      Für mich ist dieser Tee einfach im Geschmack und in Richtung rohe Mandeln bei 60 Grad und etwas grob und herber,
      als die meisten anderen Tees, die ich probiert habe und ich denke, der war schon ein paar Wochen im Regal bevor ich den gekauft hatte.

      Unter 5 € pro 100g für einen schlichten Bio Sencha finde ich schon fair, wenn der Tee nicht schon etwas abgebaut hätte.
      Ich werde den Tee nach Rösten und mal gucken ob der dadurch besser wird.


    • By Macarona in Macarons und Tee
         3
      Das neue Jahr fange ich in China mit einem Jadewings Superior Bio (5,80-6,00 €/100g) von dem Teekontor Speyer an.
      Eigentlich kostet dieser Tee 6,00 € pro 125g aber ich habe den in einem Laden in St. Martin letztes Jahr im Herbsturlaub gekauft und dort kostete es 7,50 € pro 125g.
       
      Der Beschreibung nach sind es leicht gedrehte Blätter und der Tee hat einen milden leicht bekömmlichen Geschmack.

      Dem Aussehen nach sehen die Blätter auch zusammen gedreht und gekrümmt aus.
      Ich kann noch nicht richtig erkennen, ob die Blätter etwas kleiner sind als bei anderen Tees oder es Blattstücke sind und die deswegen etwas kleiner wirken.
      Insgesamt sind die größeren Stücke etwas kleiner als bei den anderen chinesischen Tees, die ich hatte und nur sehr wenige sehr kleinteilige Stücke sind dabei.
      Wenige kleine Asttücken sind auch dabei und der Tee sieht etwas blass aus, silbrig grün und ein paar Blätter die gelblich grün sind.
       
      Der Tee riecht nur leicht nach grünen Tee und ein bisschen eine Richtung die ich nicht zuordnen kann.🤔
      Feucht riecht es etwas geröstet und nicht so wirklich nach grünem Tee.
      Ich verwende 1,5 gram für meinen vorgewärmten Gaiwan und meine 2 weißen Porzellanschalen,
      es kann sein das die Tonschalen bei den vorherigen Tees etwas beeinflusst haben.

      60 Sekunden 70Grad

      Kaum kleine Partikel sind in dem Schälchen gelandet und der Aufguss ist in Richtung eines minimal schmutzigen gelb, welches leicht in die grünliche Richtung geht,
      als würde ein neutrales Gelb mit etwas braun und ein Hauch grün gemischt werden.
      Aufguss riecht kaum nach etwas.
      Der Tee ist minimal grasig und schmeckt anders als Nebeltee, aber ähnlich grobe Aromen
      und auch ein bisschen feine Aromen im Hintergrund die nicht so sehr in die Sencha Richtung gehen.
      Etwas Adstringenz kommt im Abgang zum Vorschein.

      20 Sekunden 75 Grad Gaiwan ist mir abgekühlt

      Der Aufguss sieht dieses Mal etwas intensiver und ein bisschen grünlicher aus.
      Schmeckt etwas intensiver mit einem Hauch blumigkeit und geröstet im Abgang.
      Sehr schwach kommt der Geruch vom Hojicha als Geschmack im Abgang durch.
      Also nicht diese seltsamen Aromen nach Kräutern, sondern die Röstaromen bei den ersten Aufgüssen dabei waren.
      Feine Aromen sind etwas weniger raus zu schmecken und Adstringenz wie vorher.
      Diese feuchten Teeblätter riechen jetzt nach Hojicha nur, ohne den stechenden Geruch dabei zu haben, etwas weniger stark und bisschen anders.

      30 Sekunden 75 Grad schon wieder ist der Gaiwan abgekühlt 
      Diesmal sind viele Partikel in dem Schälchen gelandet.
      Röstaromen sind stärker geworden und mehr im Vordergrund, die Grüntee Aromen sind intensiver als die Röstaromen.
      Blumigkeit ist minimal stärker geworden, die feinen Aromen sind schwächer geworden und sehr im Hintergrund.
      Geschmacklich noch mild und die Adstringenz ist wie vorher.

      40 Sekunden 70Grad
      Ein bisschen grasiger geworden und die Röstaromen sind schwächer geworden und wieder im Hintergrund,
      die Adstringenz ist etwas stärker geworden.
      Feine Aromen sind kaum noch raus zu schmecken und die Grüntee Aromen sind schwächer geworden.

      1min
      Grüntee ist weniger raus zu schmecken und es ist etwas herber grasiger geworden.
      Kaum Röstaromen, Adstringenz wie vorher.

      1min 30
      Grüntee ist kaum noch herauszuschmecken und minimal pikant ich habe ein Gefühl von ein bisschen schärfe auf der Zunge.
      Noch Grasiger geworden, etwas in richtig feucht gewordener Tee und Adstringenz ist wie vorher.

      2min 75 Grat
      etwas pikanter geworden, schmeckt noch weniger nach Tee und ist demnach aufgebraucht.
      Kaum noch Adstringenz.


      Zwischenfazit:
      Ich finde diesen Tee als Alltagstee ganz in Ordnung, aber nicht ganz so interessant vom Geschmack wie Nebeltee,
      weil der Geschmack nach frischem grünen Tee etwas schwächer ausgeprägt ist und dieser Tee geschmacklich in eine etwas andere Richtung sich bewegt.
       
      Ergänzung
      Für die Fotos habe ich meinen Monitor anders eingestellt und mithilfe des Kalibrierungsprogramm von Paint Shop Pro 2020 und mit der Internetseite Simpelfilter.de kalibriert,
      mit dem ich auch die Fotos bearbeite.
      Meistens habe ich bei meinem Monitor die wärmere Lese Einstellung eingestellt die Farben etwas verfälscht, zum Fotobearbeiten schalte ich das um.
      Vorher hatte ich die sRGB Einstellung ein paar mal verwendet.
      Am Anfang musste ich lernen die Fotos zu bearbeiten und habe nicht an meine Monitor Einstellung gedacht.
      Ich weiß nicht mehr ab welchen Tee ich von Lese auf sRGB gewechselt bin.
      Ich schneide unwichtige Teile weg damit es weniger Speicher braucht und helle zu dunkle Fotos auf und verringere die Sättigung weil mein Smartphone die Farben zu intensiv abspeichert.



    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Bio Asanomi Kabusecha Kirishima Miumori


      Die Teeprobe vom Bio Asanomi Kabusecha Kirishima Miumori (26,90/100g) von der Familie Hayashi ist jetzt auch dran.

      Teesträucher für Kabusecha werden vor der Ernte beschattet, mit speziell dafür hergestellten Netzen.
      Dadurch bilden die Teesträucher andere Inhaltsstoffe mehr aus, als wenn sie ungeschützt der Sonne ausgesetzt werden.
      Kabusecha wird nach der Ernte gedämpft, gekühlt, gerollt, getrocknet und Vakuum oder mit Schutzgas verpackt.

      Dieser Tee stammt laut Beschreibung auch von den Kirishima Bergen aus der Präfektur Kagoshima von dem Teegarten der Hayashi Familie,
      der sich in Höhe von 200 bis 300 m befindet. Der Tee ist ein Blendt aus den beiden Strauchvarietäten Asatsuyu und Asanoka.

      Asatsuyu hat ausgeprägtes Umami und Süße, dadurch ähnelt es Gyokuro.
      Die Asanokapflanzen für diesen Tee sind noch für Teepflanzen recht jung und fruchtiger dadurch.
      Dadurch schmeckt dieser Tee wie eine harmonische Mischung aus Süße, Umami und Frucht.

      Es duftet auch nach Beeren.
      Der Tabelle nach ist dieser Tee mittelkräftig, süß, fruchtig und frisch.

      Asa-nomi kann einfach mit „der Morgen“ übersetzt werden, oder auch „Früchte des Morgens“ und „Trinke den Morgen“.
      Die letzte Übersetzung klingt für mich wie ein Werbespot.

       
      Von diesem Tee habe ich nur eine Probe und werde diesen Tee etwas anders aufgießen und weniger Tee und Wasser verwenden, um mehrere Versuche machen zu können.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mit meiner 10 Sekunden mehr Methode diese gedämpften Grüntees eher grasiger und grob schmecken als,
      wenn ich die Ziehzeiten konstanter bei 10 Sekunden nach dem ersten Aufguss, der 40 Sekunden bis 1min ist, halte.
       
      Ich habe das mit den 10 Sekunden für die späteren Aufgüsse geschätzt, wenn ich 10 Sekunden Timer einstelle bin ich immer darüber von der Zeit.
      Aufgießen und Wasserkocher wegstellen sind ca. 6-8 Sekunden und wenn ich es gleich dann abgieße,
      kann es mit den 10 Sekunden eher hinkommen, als wenn ich zusätzlich 5 Sekunden brauche um den Timer anzuklicken.

      Es kann sein, dass einige Kabusechas bei höheren Temperaturen etwas besser ins Wasser kommen als Sencha und nicht so lasch und langweilig schmecken.


      Zubereitungsempfehlungen:
      Ca. 1,5-2,5 TL, 200 ml, 60-65 °C, max. 1 Min. ziehen lassen, mehrfache Aufgüsse von ca. 5-10 Sekunden.
      Westlich: ca. 10-15g Tee (1,5-2 EL), 1 L, 65 °C und 2 Min.
       
      Aussehen:

      Es sind überwiegend mittlere schmale Blattstücke und einiges an kleinen Blattstückchen und etwas lange schmale Blattstücke.
      Die Teefarbe ist überwiegend ein mittleres Grün, welches auch ein bisschen ins gelbliche geht und ein paar hellgrüne und etwas gelbgrüne Blattstücke sind auch dabei.
      Ein paar einzelne braune Partikel sind auch da.

      Der Tee ist insgesamt etwas heller und gelblicher als Sencha Yabukita und grüner und etwas dunkler als der Kabusecha No.2.
      Es ist auch etwas wachsig von der Oberfläche ähnlich Yabukita.
      Es ist überwiegend kleinteiliger als die anderen gedämpften Grüntees, die ich schon hatte und werde diesen deshalb mit 40 Sekunden aufgießen.

       
      Geruch:

      Es riecht nach feinen gedämpften Grüntee und weißer Schokolade und etwas gefriergetrockneten Himbeeren oder Erdbeeren im Hintergrund und minimal nussig.
      Feucht riecht es wie nasser Sencha also nichts Besonderes.

       
      40 Sekunden 1g und 100ml bei 60Grad:

      Das Foto ist wie immer vom ersten Aufguss den ich gemacht habe.
      Einiges an Partikeln in der Schale und eine sehr helle grüne Aufgussfarbe
      Beim Aufgießen hat es sehr in Richtung Schokolade und etwas Erdnussbutter so in Richtung Pralinen gerochen.
      Der Aufguss riecht selber nur nach feinen Grüntee mit etwas weißer Schokolade

      Schmeckt etwas speziell in diese Myiazaki Premium Richtung mit etwas Umami welches etwas im Hintergrund ist.
      Minimal frisch säuerlich im Hintergrund. Minimale Adstringenz ist dabei.
      Es ist etwas mehr in Richtung feinen Sencha Aromen als gröbere Grünteearomen in Richtung Nebeltee/Gunpowder.
      In die Richtungen süß, fruchtig,Gemüse und Algen, geht es nicht.

      10 Sekunden:

      Minimal herber geworden und die säure hat minimal zugelegt.
      Ein seltsames sehr leichtes kratzen hat sich bei mir im Hals entwickelt


      Zusammenfassung von den letzten Aufgüssen bei 60 Grad:

      Es sind 2 Gute Aufgüsse und insgesamt 3 möglich.
      Es wurde in größeren abständen gröber und grasiger und etwas in Richtung Norialgen.
      Das Halskratzen hat sich leider auch verstärkt und der Tee schmeckt schon beim 4 Aufguss aufgebraucht.
      Bei diesem Tee waren die Aufgüsse mit nur 10 Sekunden nicht so hilfreich.
      Des Tee ist auch sehr kleinteilig und demnach schneller aufgebraucht als Tee aus größeren Blattstücke.


       

      70 Grad 40 Sekunden:
      Aufguss ist minimal intensiver und gelblicher von der Farbe als bei 60 Grad und
      Diesen ungewöhnlichen Geruch nach Erdnusspralinen habe ich nicht gerochen.
      Zu dem 60 Grad Aufguss schmeckt es dieses mal etwas wärmer und weniger frisch,
      weil es etwas in Richtung nussig geht nach einem Moment und das bleibt auch im Abgang vorhanden.
      Dieser Eigengeschmack in die Miyazaki Premium Richtung ist etwas abgeschwächt im Hintergrund dabei.
      Das Umami ist etwas mehr im Hintergrund.

      10 Sekunden:

      Etwas intensiver von der Farbe so fast neongrün.
      Wieder weniger nach Nüssen und minimal gröber geworden.


      Zusammenfassung von den letzten Aufgüssen bei 70 Grad:
      2 Gute Aufgüsse und 4 Möglich.
      Seltsamerweise hält der Tee einen Aufguss mehr durch als bei 60 Grad und wird von Aufguss zu Aufguss nicht so stark gröber und grasiger wie bei 60 Grad.



      Westlich:
      0,4g und 2min 60Grad:
      Es ist eine Mischung zwischen 60 und 70Grad, minimal nussig und dieses spezielle Aromenrichtung von den qualitativ höheren Senchas, wie in Richtung Miyazaki Premium. Es ist etwas schwächer als bei 60 Grad.
      2 min und 30 Sek:
      Schmeckt sehr viel schwächer und auch grasiger und gröber.




      40 Sekunden 60 Grad mit weichen Wasser:

      Ich mische von Lauretana 500ml und ca. 80ml von meinem Leitungswasser mit einer Härte von 6 um eine Wasserhärte von ca 1,1-1,3d zubekommen,
      wie es das Blackforest oder Hornberger Lebensquell Wasser haben.
      Kaum Umami und minimale Herbe im Hintergrund, die sich gut einfügt. Schmeckt irgendwie interessanter als mit Wasser aus der Leitung.
      Der Eigengeschmack ist nicht so stark in die Miyazaki Premium Richtung und besteht aus einigen unterschiedlichen feinen Aromen,
      die sich gut zu einem Ganzen zusammenfügen und noch einzeln zu schmecken sind.
      Insgesamt etwas feiner und klarer als mit normalen Leitungswasser.
       
      Minimal in Richtung weiße Schokolade und nussig.
      Dieser Geruch von dem trocknen Tee findet sich als Geschmack etwas wieder.
      Ich finde es geschmacklich sehr harmonisch, wie die einzelnen Aromen sich zu einem ganzen zusammen fügen.
      Adstringenz ist etwas weniger als mit normalen Wasser.
      Es ist etwas weniger intensiv, aber gleichzeitig minimal dickflüssiger.

      10 Sekunden:
      Etwas intensiver geworden und minimal mehr Umami und gröbere Grünteearomen sind im Hintergrund dazu gekommen.


      Zusammenfassung von den letzten Aufgüssen bei 60 Grad mit weichen Wasser:

      2 gute Aufgüsse und 3 mögliche.
      Es wird mit den Aufgüssen erst grasiger und frischer und dann gröber.
       

      Zusammenfassung der verschiedenen Methoden:
      Dieser Tee schmeckt bei 60 Grad etwas in Richtung Miyazaki Premium, nur etwas Umami und minimal säuerlich im Hintergrund.
      Leider wird der Tee mit größeren abständen grasiger und gröber und fängt beim zweiten Aufguss leider im Hals an zu kratzen.
      Es werden nur 2 gute Aufgüsse und 3 möglich, obwohl ich nur mit 10 Sekunden aufgieße ab den 2. Aufguss.
      Sehr ähnlich zu den anderen teureren gedämpften Grüntees die ich ausprobiert habe.
      Bei 70 Grad schmeckt es etwas wärmer und weniger frisch,
      weil es minimal nach Nüssen schmeckt und dieser spezielle Aromenbereich von diesen höherwertigen gedämpften Grüntees nicht so im Vordergrund ist wie bei 60Grad.
      Seltsamerweise hält dieser Tee bei 70 Grad einen Aufguss mehr aus. 

      Westlich aufgegossen bei 60 Grad schmeckt der Tee wie eine Mischung aus 60 und 70 Grad.
      Nicht ganz so warm wie bei 70 Grad und etwas weniger nussig und dieser Aromenbereich von gedämpften Grüntees ist mehr im Mittelgrund als im Vordergrund.
       
      Mit Lauretana und etwas Leitungswasser bei 60 Grad, schmeckt es etwas anderes als nur mit Leitungswasser bei 60 Grad.
      Es geht nicht so stark in die Miyazaki Premium Richtung und ist mehr in eine eigene Richtung die sich auch von den anderen gedämpften Grüntees etwas unterscheidet. Minimal nussig und nach weißer Schokolade schmeckt es auch im Hintergrund.
      Dieser Geruch von dem getrockneten Tee findet sich auch als Aromen in dem Aufguss wieder.
      Hält leider auch nur 2 Aufgüsse und 3 Mögliche durch.
      Die späteren Aufgüsse werden nicht nur grasiger und gröber sondern auch etwas frischer und in eine pflanzliche Richtung, erinnert enfernt an rohen Spinat.
       
       
      Fazit:
      Zum nebenher trinken eignet sich dieser Tee nicht so weil einiges von den Aromen nur nach einem Moment zu schmecken ist und etwas Aufmerksamkeit benötigen damit die nicht verpasst werden und 2-3 Aufgüsse für nicht nur nebenher trinken ein etwas kurz geratenes Vergnügen ist.

      Für mich ist es noch zu früh diesen Tee zu kaufen, weil ich noch nicht so viel herausschmecken kann um diesen Tee geschmacklich komplett erfassen zu können.
      Ich habe noch nicht so viel Erfahrung im Tee trinken, wie andere und denke das dieser Tee wie die anderen qualitativ hochwertigeren gedämpften Grüntees,
      eher was für erfahrenere Leute sind die alle Aromen die diese Tees haben raus schmecken können.

      Für mich bliebt nur eine interessante etwas unbefriedigende Erfahrung zurück, die ähnlich wie die Erfahrungen von den anderen gedämpften Grüntees ist.
      Es ist halt etwas ernüchternd, wenn ich einen Tee probiere meine Eindrücke aufschreibe und dann mir nochmal die Seite vom Tee angucke,
      um die Informationen von einem Tee wieder zu lesen, die ich großteils vergessen habe.
      Daraus meine Einleitung zu einem Tee zu schreiben und dadurch wieder zu erfahren wie ein Tee schmecken kann,
      laut dem Shop und was andere Personen aufgeschrieben haben was sie herausschmecken und das mit meinen eigenen Eindrücken zu vergleichen.
      Mit der Erkenntnis das es von meinen eigenen reduzierten Eindrücken erheblich abweicht.


      Ich gucke mir die Informationen schon vorher an um die Tees auszusuchen für eine Bestellung oder Kauf im einem Laden,
      danach so lange nicht bis ich den Tee probiert habe, um keine spezifische Erwartung zu haben, außer das ich einen Tee gekauft habe der von der Beschreibung mir gefällt.
      An sich hatte ich noch keinen Tee gehabt der mir nicht geschmeckt hat, ein zwei waren schon dabei die ich nicht so mochte aber so total daneben war noch keiner.


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