• Blogeinträge

    • Von RobertC in Mein digitales Teetagebuch
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      Schon länger war ich auf der Suche nach einem kleineren Shiboridashi für Puerh und endlich scheine ich fündig geworden zu sein.
      Wenn ich Puerh nicht in einer klassischen Yixing Kanne zubereite bevorzuge ich eigentlich eher den rustikaleren Stiel. Da fallen einem natürlich sofort die ganzen osteuropäischen Töpferkünstler ein - allen voran Petr Novak. Bei ihm gefallen mir insbesondere die Baumrinden- sowie die Schlangenhaut-Glasuren. Allerdings finde ich passen die Arbeiten der europäischen Künstler besser zu Schalen oder Kannen. Für mich ist ein Shiboridashi einfach etwas typisch japanisches, daher kamen eigentlich auch nur japanische Künstler in die engere Auswahl.
      Aber gut, auch das ist noch ein quasi riesengroßes Suchfeld. Für mich habe ich aber schnell festgestellt, dass mir der sogenannte Mogake Stil oft am besten gefällt. Bei der Mogake Glasur werden die getöpferten Stücke teilweise mit Seetang bzw. Algen bedeckt und anschließend gebrannt. Dadurch entstehen einzigartige Linienmuster - in diesem Fall des Shiboridashis hier in kupferner Farbe. Bevor ich mich aber aus lauter Begeisterung über meinen neuen Shiboridashi mit gefährlichen Halbwissen noch weiter aus dem Fenster lehne, möchte ich es lieber dabei belassen. Das Forum verfügt aber über entsprechende Experten, allen voran z.B. @luke.
      Am Ende habe ich mich für diesen knapp 100ml fassenden Shiboridash des Künstlers "Jin" entschieden, der dafür einen grauen, gröberen Tokoname Ton verwendet hat. Eingeweiht wurde das gute Stück direkt mit einem vier Jahre alten Sheng. Kennt ihr dieses augenöffnende Wow-Gefühl, wenn Euch ein Tee, den ihr schon mehrmals probiert habt, plötzlich und direkt im ersten Schluck komplett überzeugt und zu tiefst berührt?




    • Von Dao in Daos Pflanzenwelt
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      Hallo zusammen, da bin ich wieder
      Die Teesamen waren knapp anderthalb Tage im Wasser und konnten sich gut vollsaugen.
      Als erstes hab ich sie aus der Socke befreit und frei schwimmend ins Wasser verfrachtet:
      Wie wir nun sehen schwimmen einige während andere auf den Boden gesunken sind.
      Die schwimmenden Samen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit zu keimen und zugleich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu schimmeln.
      Die auf dem Boden haben generell sehr gute Chancen zu keimen, solange die Schale nirgendwo zerbrochen ist. Letztere kann man entweder ganz aussortieren oder von den anderen Samen separieren.
      Wir haben nun also 2 bis 3 Gruppen von Teesamen. Bei meiner Methode werden die Samen jetzt nicht direkt eingepflanzt. Das würde auch gehen, hat bei mir jedoch deutlich geringere Erfolgsquoten gebracht. Stattdessen füllen wir nun einige Gefrierbeutel bis maximal zur Hälfte mit Vermiculit. Perlit soll auch funktionieren - wie ich leider beim letzten Eintrag vergessen habe zu erwähnen - ist aber von mir ungetestet.
      Ich habe 3 Liter Beutel genommen und die bis knapp unter der Hälfte gefüllt. Dazu kamen 200 bis 220ml Wasser. In jeden Beutel habe ich dann 15 Samen gepackt, sodass ich 16 Beutel mit jeweils 15 Samen und einen Beutel mit 10 Samen hatte. Die Beutel haben ich dann gut durchgemischt, sodass Wasser und Samen gleichmäßig im Vermiculit verteilt sind. Wir passen dabei auf, dass nur Samen aus der selben Gruppe miteinander in eine Tüte kommen, sodass die gesünderen Samen nicht von den potentiell gefährdeten Samen negativ beeinflusst werden. Was nun kommt ist ein ganz wichtiger Schritt und verhindert dass die Samen in den folgenden Wochen anfangen zu schimmeln. Wir pressen aus den Beuteln alles an Luft raus was wir von Hand herausdrücken können. Anschließend verknoten wir das offene Ende ganz fest, sodass die Samen ganz fest eingepackt sind und keine Luft zirkulieren kann.
      Bei einem vorherigen Versuch habe ich leider 150 Samen verloren, weil ich mich auf Schiebeverschlussbeutel verlassen habe. Nach 2 Wochen waren die Samen unrettbar vergammelt. Schöne Longjing Samen...
      Von jetzt an bewahre ich die Samen bis sie keimen halbschattig auf. Ich habe aus mehreren Quellen widersprüchliche Angaben dazu gehört, ob die Samen im Schatten oder in der Sonne keimen sollen. Teilweise von Züchtern von Kamelien allgemein, als auch von Camellia Sinensis Züchtern. Halbschatten funktioniert super Ideale Keimtemperatur ist 24°C. Mein Badezimmer ist mit etwa 22°C ein bisher gut funktionierender Kompromiss.
      Jetzt ist erst einmal für ein paar Wochen Sendepause. Von 3 bis 10 Wochen Keimzeit ist eigentlich alles möglich, die meisten keimen jedoch innerhalb von 6 Wochen. Länger brauchen dann eigentlich nur noch einzelne Samen.
      Sobald ich die ersten Wurzeln sehe erfahrt ihr mehr.
      Bis dahin, abwarten und Teetrinken
    • Von Cel in Broken Pieces
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      Nachdem ich insgesamt drei Mal die Kanne zusammengebaut und auseinander genommen habe bin ich jetzt bei diesem Ergebnis. Ich habe nicht alle Kleinteile verwendet die @Tobias82 mir zu gesandt hat. Das liegt einzig und alleine daran, dass das Ergebnis immer schlechter wurde je mehr Teile ich verwendet habe. Es sind insgesamt zwei Teile über geblieben.
      Das Zusammenfügen hat mich manch Nerv beraubt und ist auch nicht an allen Stellen perfekt. Wer so etwas selber probieren will kann mir danach berichten ob er perfekte Ergebnisse erzielt.

      So sah die Kanne heute Morgen aus. Das Zusammensetzen habe ich gestern Abend das letzte Mal gemacht. Eigentlich wollte ich sie so nicht präsentieren, jedoch ist es einfach eine schmutzige Arbeit. Die Grundreinigung erfolgte direkt nach den Fotos. Jedoch sollte man sich im Normalfall Zeit lassen, da man nicht mit viel Druck arbeiten darf und die Haftung der Teile minimal ist.

      Wie @theroots erwähnt hat sollten Arbeiten mit Urushi ernst genommen werden, da der Lack ein sehr starkes Allergen ist. @GoldenTurtle hatte ja auch nahgefragt. Wie man sieht benutze ich Handschuhe, die ich nur nicht trage wenn es nicht anders geht. Teils wechsel ich diese auch mitten im Arbeiten wenn sie zu klebrig oder schmutzig werden.
      Vor ein paar Tagen habe ich mir auch noch die Zeit genommen und den Deckel von Tobias überarbeitet. Dieser ist noch nicht gereinigt. Jetzt ist auch erst einmal die Zeit die Teile aushärten zu lassen. Nur bei der Kanne muss ich nach und nach ein paar Fugen füllen die durch das Verschieben der Teile entstanden sind.

    • Von Cel in Broken Pieces
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      Heute habe ich mir etwas Zeit genommenen und den Deckel von @Tobias82 grob gereinigt. Die Füllungen müssen noch überarbeitet werden jedoch bin ich bisher zufrieden.
       
       
       
       






    • Von Cel in Broken Pieces
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      Ich habe nebenbei etwas Kontakt zu @tatea was irgendwann dazu führte, dass ich Ihr angeboten habe mich um Ihre Deckel zu kümmern. Sie hat sich zwar anfänglich etwas geniert, jedoch dann sich entschlossen mir die Arbeit zu überlassen.
      Leider habe ich keine Bilder mehr des Ausgangszustandes, evtl. kann Sie ja selber nachhelfen.


      Das war der Zustand nach den ersten Feinarbeiten, heute Morgen sieht das Ganze dann so aus.


       
      Weshalb ich den Blog aber begonnen habe liegt daran, dass ich eine etwas schwerere Arbeit von @Tobias82 bekommen habe. Viele habe die Bilder des Unglücks im Forum gesehen. Ich habe versprochen einige Updates zu machen. Die Kanne habe ich noch nicht betrachtet, jedoch hat er mir einen Deckel mit gesendet. 

      So weit so gut, das ist ja das kleinste Problem, ich hatte das Handwerkszeug ja gerade am Tisch, dann habe ich da die ersten Schritte gemacht.