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    • Von AnnaRosenblatt in Anna Rosenblatt
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      Matcha Tee gehört in Japan und China bereits seit Jahrhunderten zum Grundnahrungsmittel und ist bekannt für seine gesundheitlichen Vorteile. In Europa setzt sich der Wundertee auch immer mehr durch, und das zu Recht. Sogar Buddhistische Mönche schwören auf die entspannende Wirkung des Matcha Tees. Diese trinken ihn nämlich um innere Ruhe zu erlangen und der Tee wird deshalb auch vor Meditationen empfohlen.
       
      Woran das liegt? Wer Matcha Tee trinkt, fördert die Produktion von Alpha-Wellen im Gehirn durch dessen Anteil der Aminosäure L-Theanin. Wir werden also nicht schläfrig, sondern sind stattdessen wachsam und entspannt. Dadurch kann auch der Stressfaktor effektiv gesenkt werden und der grüne Wunder- Tee wirkt als fantastischer Stresskiller.
       
      Die vielseitige Teepflanze kommt aus Japan und ihr Anbau, die Ernte und Verarbeitung der Blätter ist alles andere als einfach. Ca. drei Wochen vor der Ernte wird die Pflanze beschattet, was zur Folge hat, dass Koffein, Aminosäuren und Chlorophyll zusammen mit Bitterstoffen in den Blättern angereichert werden. Sind die frischen Blätter dann aber gepflückt, werden sie getrocknet, um danach in mühsamer Handarbeit die Stängel zu entfernen. Das leuchtende Grün des Tee Pulvers entsteht dann in einem langwierigen Mahlprozess in einer Steinmühle. Dies erklärt auch, warum der mittlerweile in Europa so beliebte Tee ziemlich teuer sein kann. Nur etwa 4% der Matcha Tee Ernte wird aus Japan exportiert und die Nachfrage ist groß.
       
      Matcha wird im heimatlichen Japan mit 80 Grad heißem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen aufgeschlagen. Man zelebriert in einer traditionellen Teezeremonie dieses sehr edle Getränk. Hierzulande darf das Pulver aber auch mit dem Milchschäumer vermischt werden. Viele Teeläden bieten allerdings eine gute Auswahl an Utensilien zur authentischen Verarbeitung an.
       
      Die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe in einer Tasse Matcha Tee ist deutlich höher als bei einer normalen Tasse Tee und kann zu 100% vom Körper aufgenommen werden. Matcha ist sehr reich an Vitaminen A, B und E. Es wird dem Grünen Tee sogar nachgesagt, mehr Vitamin C als eine Orange zu haben, was das Immunsystem stärkt und zu einem gesunden Lebensstil beiträgt.
       
      Wer gerne ein paar Kilo Körpergewicht verlieren möchte, dem hilft Matcha ebenfalls, da der Tee den Stoffwechsel steigert und den Cholesterinspiegel reduziert. Nicht umsonst wird er oft auch als “Trank der Unsterblichkeit” angepriesen. Nicht nur unterstützt er das Immunsystem, er reguliert den Blutdruck und wirkt verjüngend auf die Zellkultur der Haut. Zusätzlich unterstützt er eine schützende Wirkung von Karies, aufgrund von Fluorverbindungen. Matcha Tee kann also Cholesterin senken, Blutdruck senken und beim Abnehmen helfen- was will man mehr?  
       
      Matcha ist wohl am meisten bekannt, als gesunde Alternative zu Kaffee. Da das Koffein erst im Darm freigesetzt wird, spürt man einen belebenden Effekt erst nach einiger Zeit, dafür hält er aber viel länger an. Anders als bei Kaffee, dessen Koffein bereits im Magen freigesetzt wird - die Wirkung tritt sofort ein, hält aber deutlich kürzer an. So wirkt der Tee konzentrationssteigernd und das für einen deutlich längeren Zeitraum als Kaffee.
       
    • Von RobertC in Mein digitales Teetagebuch
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      Heute habe ich zwei unterschiedliche Gyokuro Qualitäten von Marukyu-Koyamaen parallel mit Eiswürfeln zubereitet - Suiteki vs. Hisa Homare.
      Teegenuss wie für diesen Sommer gemacht 😍 und eine wie immer sehr lehrreiche Parallelverkostung 🙏




    • Von Dao in Daos Pflanzenwelt
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      Hallo zusammen, da bin ich wieder
      Die Teesamen waren knapp anderthalb Tage im Wasser und konnten sich gut vollsaugen.
      Als erstes hab ich sie aus der Socke befreit und frei schwimmend ins Wasser verfrachtet:
      Wie wir nun sehen schwimmen einige während andere auf den Boden gesunken sind.
      Die schwimmenden Samen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit zu keimen und zugleich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu schimmeln.
      Die auf dem Boden haben generell sehr gute Chancen zu keimen, solange die Schale nirgendwo zerbrochen ist. Letztere kann man entweder ganz aussortieren oder von den anderen Samen separieren.
      Wir haben nun also 2 bis 3 Gruppen von Teesamen. Bei meiner Methode werden die Samen jetzt nicht direkt eingepflanzt. Das würde auch gehen, hat bei mir jedoch deutlich geringere Erfolgsquoten gebracht. Stattdessen füllen wir nun einige Gefrierbeutel bis maximal zur Hälfte mit Vermiculit. Perlit soll auch funktionieren - wie ich leider beim letzten Eintrag vergessen habe zu erwähnen - ist aber von mir ungetestet.
      Ich habe 3 Liter Beutel genommen und die bis knapp unter der Hälfte gefüllt. Dazu kamen 200 bis 220ml Wasser. In jeden Beutel habe ich dann 15 Samen gepackt, sodass ich 16 Beutel mit jeweils 15 Samen und einen Beutel mit 10 Samen hatte. Die Beutel haben ich dann gut durchgemischt, sodass Wasser und Samen gleichmäßig im Vermiculit verteilt sind. Wir passen dabei auf, dass nur Samen aus der selben Gruppe miteinander in eine Tüte kommen, sodass die gesünderen Samen nicht von den potentiell gefährdeten Samen negativ beeinflusst werden. Was nun kommt ist ein ganz wichtiger Schritt und verhindert dass die Samen in den folgenden Wochen anfangen zu schimmeln. Wir pressen aus den Beuteln alles an Luft raus was wir von Hand herausdrücken können. Anschließend verknoten wir das offene Ende ganz fest, sodass die Samen ganz fest eingepackt sind und keine Luft zirkulieren kann.
      Bei einem vorherigen Versuch habe ich leider 150 Samen verloren, weil ich mich auf Schiebeverschlussbeutel verlassen habe. Nach 2 Wochen waren die Samen unrettbar vergammelt. Schöne Longjing Samen...
      Von jetzt an bewahre ich die Samen bis sie keimen halbschattig auf. Ich habe aus mehreren Quellen widersprüchliche Angaben dazu gehört, ob die Samen im Schatten oder in der Sonne keimen sollen. Teilweise von Züchtern von Kamelien allgemein, als auch von Camellia Sinensis Züchtern. Halbschatten funktioniert super Ideale Keimtemperatur ist 24°C. Mein Badezimmer ist mit etwa 22°C ein bisher gut funktionierender Kompromiss.
      Jetzt ist erst einmal für ein paar Wochen Sendepause. Von 3 bis 10 Wochen Keimzeit ist eigentlich alles möglich, die meisten keimen jedoch innerhalb von 6 Wochen. Länger brauchen dann eigentlich nur noch einzelne Samen.
      Sobald ich die ersten Wurzeln sehe erfahrt ihr mehr.
      Bis dahin, abwarten und Teetrinken
    • Von Jinx in Tee mit Jinx
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      Was ist Mate?
      Mate ist kein Tee, sondern die Blätter eines südamerikanischen Strauchs. Es ist das südamerikanische Nationalgetränk, das bereits den indigenen Völkern bekannt war und von den Einwanderern übernommen wurde. Mate gehört zu den koffeinhaltigen Getränken und ist 
      In Europa kennt man Mate vor allem als Brause. Doch das ist geschmacklich von echter Blatt- oder Pulvermate meilenweit entfernt. Es handelt sich streng genommen auch nicht um Mate, sondern um matehaltige Erfrischungsgetränke, die - wie alle Limonaden - vor allem aus Wasser und Zucker bestehen. Sie werden aus Mate-Extrakt hergestellt, und es gibt bessere und schlechtere Varianten. Letztere lassen auch beim besten Willen kaum Mate-Geschmack erkennen. 
      Diese Brausen können jedoch einen Einstieg in den echten Mate-Genuss bieten, denn Mate ist für Europäer recht gewöhnungsbedürftig, da sie immer einen herb-bitteren Geschmack hat, den wir uns dank hochverarbeiteter und zuckerhaltiger Lebensmittel erfolgreich abtrainiert haben. Durch die hochwertigeren dieser Limonaden lernt man den Geschmack kennen und oft auch lieben. Die Konsumenten, für die es dann etwas mehr sein darf, landen manchmal bei echter Mate. 
       
      Wie trinkt man Yerba Mate?
      Ein Grund, warum Mate hier nie richtig populär wurde, ist vermutlich auch, dass es kein besonders niederschwelliges Getränk ist. 
      Für den, der es probieren will, reicht ein Beutel mit Blatt- oder Pulvermate und eine Bombilla (traditioneller Mate-Trinkhalm aus Metall oder Bambus mit Lochsieb am Ende) nebst beliebiger Tasse aus. Auf die Bombilla kann man allerdings nicht verzichten, da ein normaler Strohhalm nicht geeignet ist, Man braucht einen mit Filterfunktion, sonst hat man den Mund voller Krümel. Wichtig ist, dass das Wasser nicht kochen darf. Die Empfehlungen variieren, ich erhitze das Wasser meist auf 80 Grad. Im Sommer kann man Mate auch kalt aufgießen und erhält ein unglaublich erfrischendes Getränk. 
      Man darf am Blatt oder Pulver nicht sparen. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte gefüllt. Trotzdem ist es ein sparsames Getränk, denn verwendet Gefäß von der Größe eines Kaffebechers, verträgt eine Matefüllung gern zwei oder mehr Liter. Man gießt immer wieder auf. Wenn der Geschmack nachlässt, "wendet" man den Inhalt und kann weitertrinken.  
      Für die korrekte Zubereitung konsultiert man am besten das Internet. Da Mate in Deutschland nicht sehr bekannt ist, sind die meisten Anleitungen auf Englisch oder Spanisch. Eine bebilderte Anleitung für die korrekte Zubereitung von Mate in deutscher Sprache gibt es hier, ein Video da.
       
      Warnhinweis
      Es gibt Mate auch in Drogeriemärkten in Beutelform. Diese auf keinen Fall kaufen. Diese Beutel sind böse. Erstens liegt die Qualität des Beutelinhalts ungefähr auf dem Niveau von auf den Boden gefallener und zusammengekehrter Reste in einem mateabfüllenden Betrieb, und zweitens ist das die falsche Zubereitungsart. Mate ist nämlich kein Kräutertee, sondern braucht eine gewisse Konzentration. Beutel-Mate schmeckt einfach nicht und vermittelt auch keinen Eindruck von dem korrekten Geschmack und dem Trinkerlebnis echter Mate. Wir erinnern uns noch an die Pu-Erhs in Beuteln, die als Schlankheits-Wundermittel verkauft wurden? Eben. Auch Mate wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben, und daher bieten findige Geschäftsleute Mate in Beutelform an, denn den Abnehmwilligen kann man jeden Scheiß andrehen. 
       
      Wenn es etwas mehr sein darf
      Wer sich nach den ersten Testläufen für Mate begeistern kann, wird feststellen, dass das Getränk nicht nur wach, sondern auch gute Laune macht. Manche nutzen es als mildes, natürliches Antidepressivum. Wer dabei bleiben will, wird sich für ein Mategefäß interessieren. Man hat eine große Auswahl. In .den Teegeschäften, die auch Mate verkaufen, gibt es oft auch Calabazas, ausgeöhlte Kürbisse, die traditionell zum Trinken von Mate verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr günstig und unzerbrechlich sind. Der Nachteil ist, dass man sie erst einem Prozess unterziehen muss, der curing oder seasoning heißt - man füllt die Calabaza mit Mate und heißem Wasser, lässt sie über Nacht einweichen und kratzt am nächsten Morgen eventuelle Reste des aufgeweichten, an der Schale haftenden Fruchtfleischreste heraus. Danach muss das Gefäß erst mal wieder völlig durchtrocknen. Das ist nichts, wenn man endlich loslegen will mit der echten Mate in der natürlichen Umgebung eines passenden Gefäßes. Außerdem kann die Calabaza leicht anfangen zu schimmeln, wenn man nicht aufpasst und sie nach jedem Genuss nicht sofort leert, ausspǘlt, reinigt und trocknen lässt. Regelmäßigen Matetrinker benötigen daher mehrere dieser Hohlkürbisse. Eine angeschimmelte Calabaza muss man übrigens wegwerfen.
      Eine Alternative sind Calabazas oder Cujas aus Ton, Porzellan, Glas oder auch Holz. Sie sind bedeutend pflegeleichter und kommen - bis auf die Holzvariante - ohne Vorbereitung aus. 
       
      Pur oder mit Zusatz
      Mate muss man nicht pur trinken, wobei sich das bei sehr hochwertiger, handwerklich hergestellter Mate empfiehlt, sondern kann mit allem, was einem so einfällt, angereichert werden. Bekannt sind Zucker, Zitrone, Orangensaft (kalt aufgegossen), aromatische Kräuter, Sirup, Stevia oder auch Guarana (für alle, die eine zusätzliche Dröhnung wünschen). Die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt sogar Leute, die Mate mit Cola aufgießen. Kalt genossene Mate, die sogenannte Tereré wird gern aus einer ausgehöhlten Grapefruit, einem Apfel oder einer kleinen Melone getrunken. So nimmt die Mate den Geschmack des Gefäßes auf. Der Angang ist generell weniger puristisch als bei Tee oder Kaffee. Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt. 
       
      Mate - das Ritual
      Es gibt übrigens ein einfaches, aber sehr schönes Ritual mit echter Mate. Man lässt ein großes Trinkgefäß in geselliger Runde kreisen, jeder trinkt daraus und gibt es weiter. Es ist sehr lustig, so etwas mal mit südamerikanischen Teilnehmern zu erleben: Man haut sich in irgendeine Ecke, sitzt, wo Platz ist, zur Not auch auf dem Boden, und bildet einen Kreis um das Trinkgefäß. Der "Gastgeber" füllt das Trinkgefäß und gibt es an den nächsten weiter. Der nimmt einen Schluck, dann ist der nächste dran. Der Gastgeber füllt immer wieder auf. Es ist eine sehr soziale Angelegenheit - und eine sehr lustige. Eine muntere Mate-Runde kann auch die drögste Umgebung in eine Partyzone verwandeln, denn - wie gesagt - Mate macht einfach gute Laune. 
       

    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung.   Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 
      Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.
      Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".