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    • Temial Test - Die Teemaschine von Vorwerk im TeeTalk-Test
      Vorwerk präsentiert den Temial als den einzigen Tee-Vollautomat für losen Tee. Darüber hinaus nehmen sie auch gerne Bezug zur chinesischen Teezeremonie, dem „Gōng fu chá“. Inwieweit Vorwerk diesen ambitionierten Ansprüchen gerecht wird, hat der TeeTalk in einem ausführlichen Praxistest ergründet. Zu diesem Zweck stellte Vorwerk dem TeeTalk mehrere Temial-Testgereäte zur Verfügung, welche nach dem Testzeitraum an Vorwerk zurück gingen. 
      • 73 replies
    • Begriffsklärung Shincha
      Shincha ist ja kein Typ, sondern bedeutet jediglich neuer Tee, und das kann alles mögliche sein. Tamaryoku-cha, Fukamushi Sencha, Matcha usw. Der Unterschied bei gleichem Ausgangsmaterial, die meisten guten japanischen Tees sind ebenfalls aus der ersten Ernte (ichiban-cha), und gleicher Herstellung ist oft nicht so groß. Meist ist die hi-ire verhaltener um den frischen Charakter zu betonen. Nachteilig, wenn man das so sagen kann, ist dadurch bedingt mehr Restfeuchte, was nach Öffnung der Packung zu einem schnelleren "Verfall" führt.
      Dazu kommt noch, dass gewisse Aromen sich erst nach einer gewissen Zeit bilden, weshalb gute Gyokuros und Senchas ca. 3 - 6 Monate gelagert werden.
      Manche Teeläden machen auch einfach nach der Shincha-Zeit den Shincha Aufkleber ab, und verkaufen den Tee dann ganz normal als ichiban Sencha.
      • 43 replies
    • Leitfaden für Anfänger (Einstieg in die Welt des Tees für Jedermann)
      Ich grüße alle Anfänger und Teegurus !!

      Auf den ersten Blick scheint dieser Thread überflüssig zu sein, doch es gibt sehr triftige Gründe warum es in allen Teeforen der Welt so etwas wie einen "Leitfaden für Anfänger" geben sollte.

      Ein typischer Fall. Jemand will aufgrund eines persönlichen Erlebnisses in die Welt des Tees einsteigen, jenseits von Schwarz- und Früchtetee, die er/sie bereis zu Genüge kennt. Er/sie geht daraufhin in einen Teeladen und lässt sich beraten, das ist so der übliche Weg. Leider ist es so, unabhängig vom Teeladen, dass dort nur Tee besprochen wird, so gut wie niemand spricht über die Aufgussmethode und das vorhandene Teegeschirr des Anfängers! Er/ise kommt heim, nimmt die handelsübliche Keramik- oder Glasteekanne, schmeißt den Tee rein, gießt kochend und lange auf und ist enttäuscht über das Ergebnis. Nach ein Paar solcher Enttäuschungen wendet sich der Anfänger/in dem Internet zu, und das sind dann unsere Neulinge, die auf der Suche nach "gutem Tee" sind, da sie selbstverständlich annehmen es lag alles am "schlechten Tee". Diese werden dann mit Begriffen "Gongfu Cha" konfrontiert, sowie mit Aufforderungen sich doch eine Yixing-Kanne zuzulegen oder einen "Gaiwan"... Anfänger/in googlet, wird von einer Info-Lawine fast erschlagen, denn was die hier anwesenden Teaheads als "Allgemeinbildung" verstehen ist für den teefremden Normalo kompletter Bahnhof. Selbst das Universalwerkzeug der Teewelt, der Gaiwan, will richtig verwendet werden, was ohne Anleitung und Training eben nicht geht, nicht jeder hat die Puste das alles autodidaktisch zu erforschen. Das führt unter anderem dazu dass immer wieder Anfänger diesselben Fragen stellen...
      • 45 replies
    • Tee macht fit und munter
      Immer wieder lese ich von Euch, dass Tee anregend wirkt. Euch "putscht" und Ihr aktiver, fitter und munter werdet. Jetzt ma Butter bei die Fische! Wenn ich Tee trinke, könnte ich schlafen. Ich fahre beim Teekonsum so weit runter das ich wirklich müde werde, nix mit aufputschen. Das Einzige was aktiv bleibt ist mein Geist. Ich will mich nicht beschweren, ich bin meist eh teifenentspannt, doch verwundert es mich doch immer wieder arg. 

      Manch einer von Euch trinkt ja Tee vorm Joggen, das wäre mir ein No Go, ich müsste mich erst einmal aufraffen und den Inneren, Ihr wisst schon wen bekämpfen. Tee regt meine Phantasie an, aber wirklich körperlich aktiver oder munterer werde ich echt nicht.

      Das soll jetzt wirklich keine verarsche sein, japanische Tees schläfern mich noch mehr ein als chinesische.

      Werdet ihr echt wach von Tee?

      Also nach dem dritten Espresso und zwei Matcha werde ich schon kribbelig, dann aber weil es eine extrem erhöhte Koffeindosis ist, die Nahe an mein Maximum grenzt. Auch Kaffee ist nicht wirklich ein Wachmacher für mich. 

      Jetzt mal echt, Ihr werdet wirklich von so etwas wach? So etwas schafft bei mir nur die Zeit mit 30 Minuten nach dem Aufstehen.

      Auch die so oft erwähnte Förderung der Konzentration ist nicht, ich schweife nur um so mehr ab, Träume.
      • 32 replies
    • Tee-Keramik Made in Europe
      Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit Tee-Keramik, welches in Europa produziert wurde. Natürlich stößt man bei der Recherche als erstes auf bekannte Namen, wie Novak, Bero, Dancak, Duchek, Hanus etc.  Aber es gibt noch viele, viele andere. Ich würde mich freuen, wenn wir in diesem Thread auch andere Namen "sammeln" würden.
      • 37 replies
    • Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?
      Hallo,

      dieser Beitrag dient dazu, das Interessierte ihre "Werkzeuge" zur Teezubereitung vorstellen.

      Es geht nicht darum anzugeben, wer das "Beste" hat.
      Aber schöne Stücke können durchaus auch der allgemeinen Bewunderung ausgesetzt werden.

      Und so nebenbei erfähren wir auch wie andere ihren Tee zubereiten, welche Hilfsmittel sie dazu benutzen und welchen Regeln sie sich unterwerfen.

      Fotos sind natürlich herrvorragend geeignet, dies darzustellen.

      Gruß Krabbenhueter
      • 3,197 replies
    • Eure "Tee-Altare"
      Das fiel mir neulich ein - habt ihr eigentlich so "kleine Ecken" in eurer Wohnung, in denen ihr eure ganzen Tee-Schätze untergebracht habt? Oder ist alles in Schränken oder Schubladen verstaut?

      Ich für meinen Teil hab im Wohnzimmer einen eigenen kleinen Tisch für meinen Tee und dem Zubehör. Allerdings ist er immer zu klein, sodass ich einiges an Schalen usw leider dann doch in die Küchenschränke räumen muss.
      • 250 replies
    • Eure neuste Tee-Anschaffung
      Ich laufe jetzt ein wenig Gefahr mit meinem eigenen Thread Offtopic zu laufen, aber jeden Tee einzeln in unterschiedliche Threads aufzuteilen,

      wäre auch unnötig. Ich war heute wieder mal im Artee Teehaus und hab mir vor Ort einige Taiwanesische Perlen und noch ein Paar andere Dinge 

      für meine Tee-Manie zugelegt, here it goes:
      • 3,070 replies
    • Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3
      Der erste Teil lief damals knapp ein Jahr lang und erreichte so 320 Beiträge.
      Der zweite Teil ist nun etwas über drei Jahre gelaufen und hat dabei knapp 5.700 Beiträge lang geworden.
      Zeit nun mit dem dritten Teil zu beginnen und zu schauen, wie schnell und gut sich dieser Teil füllt
      Heute wieder mal einen Matcha gemacht und irgendwie muss ich wohl mehr Matchapulver einfügen, denn das Schaumig-Schlagen, scheint mir in letzter Zeit ein wenig Probleme zu bereiten. Heute ging es, aber irgendwie nicht so gut wie beim ersten mal. Sollte ja eigentlich umgekehrt sein. Erst schlecht und mit der Übung dann immer besser. Werde es demnächst auch mal mit den elektrischen Milchaufschäumer probieren um zu kontrollieren ob es an mir und meiner Technik liegt oder an einem oder mehreren anderen Faktoren
      • 14,826 replies
    • Teegrüsse von unterwegs (Ausflug/Reise/etc.)
      Hi Leute

      Inspiriert von vielen Reiseteegrüssen von Rootie und anderen

      hier ein eigens gewidmetes Thema.
      • 233 replies
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    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Der Vollständigkeit halber ergänze ich die Teesorte Ostfriesen Gold (1,50-2 €/100 g) von Teekanne, mit der ich den ersten Kontakt hatte.

      Es ist eine kräftige Assam Mischung und der einzige lose Rot/Schwarztee, mit dem ich aufgewachsen bin.
      Irgendwelche anderen Teesorten unterwegs ausgenommen.
      Wenn ich bei den Erkundungen, einen Tee mit einem günstigen einfachen Rottee verglichen habe, dann habe ich es mit diesem Tee hier verglichen.

      Es steht drauf, dass es ein klassischer Schwarztee aus den besten Teegärten Assams und eine Broken Mischung ist.
      Die ausgewählten Teesorten prägen laut Beschreibung auf meiner Packung, den typischen kräftigen voll-aromatischen Geschmacks eines klassischen Ostfriesen Tees.

      Die Zusammensetzung wurde mal geändert und laut der Beschreibung auf der Internetseite von Teekanne,
      ist dieser Tee aktuell eine Mischung aus verschiedenen Teegärten im Nordosten Indiens und weiteren ausgewählten Teegärten.

      Es steht noch separat auf einer anderen Seite von der Packung, über Tees von Teekanne,
      ergiebig, typisch dunkler Aufguss, edle grob blättrige Tees darauf.
      Ich habe hier eine ältere Packung von diesem Tee und das Etikett mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgerissen.


      Zusätzliche Informationen:
      Rottee ist die Bezeichnung, die nach der Aufgussfarbe gewählt worden ist und Schwarztee nach dem Aussehen der Blätter.
      Ich bevorzuge die Bezeichnung Rottee, damit es mit einer anderen Teesorte, welche auch als Schwarztee bezeichnet wird, nicht zu Verwechselungen kommt.

      Ich habe hier das erste Mal Netzdiagramme hinzugefügt, durch diese lassen sich Informationen über einen Tee grafisch darstellen.
      LibreOffice Calc habe ich dafür verwendet und beim zweiten Diagramm sind leider ein paar Kriterien die sich etwas überlappen,
      oben "Muscatel" und "Toffee/Karamell" und unten "Würzig" und "Rauchig".

      Die Werte sind von 0 bis 10 und bei dem Aromen-Netzdiagramm sind die Werte:
      0 = nicht vorhanden
      1 = minimal
      2 = ein bisschen
      3 = etwas
      4 = minimal schwächer
      5 = mittlere Intensität
      6 = minimal intensiver
      7 = ein bisschen intensiver
      8 = etwas intensiv
      9 = intensiv
      10 = sehr intensiv


      Herstellung:
      Rottee zeichnet sich dadurch aus, dass die Blätter fast vollständig oxidiert werden und je nach Pflanzenvarietät, Wachstumsbedingen und Produktionsziel,
      unterschiedliche Zeitspannen ideal sind.

      Die Blätter werden erst etwas gewelkt in warmen Trocknungsräumen oder unter der Sonne, um weicher und trockener zu werden.
      Nach dem Welken folgt das Rollen, in dem die Blätter gerollt werden und dadurch werden Blattzellen aufgebrochen,
      durch das Welken brechen die Blätter nicht vollständig und das Antrocknen verhindert, dass die Blätter verderben beim Oxidieren.

      Durch das Rollen kann die Oxidation gleichmäßiger und schneller erfolgen, in dem Sauerstoff in den Blättern besser
      und gleichmäßiger eindringt und dort mit den Inhaltsstoffen der Blätter reagiert.
      Zum Oxidieren werden die Blätter warm und feucht gelagert, für einige Stunden und anschließend bei hoher Temperatur getrocknet oder kurz geröstet.
      Die Oxidation wird dadurch gestoppt und um den Tee auch haltbarer zu machen.

      https://teapedia.org/de/Schwarzer_Tee
      https://www.teelexikon.com/schwarzer-tee.php
      https://www.teewelt-blog.de/2013/02/darjeeling-muscatel-was-ist-das/


      Lagerung:

      In einer Metallteedose im Küchenschrank und Tee zum Nachfüllen ist im kühleren Vorratsraum.


      Aussehen:
      Überwiegend besteht dieser Tee aus kleinere schmale zerknüllte Blattstücke und etwas weniger Blattstückchen und einige kleinere Krümel.
      Meine Portion besteht überwiegend aus zerknüllten Blattstückchen und einige kleinere Blattstücke.
      Die Farbe ist überwiegend ein sehr dunkles bräunliches und grünliches Grau und einige etwas hellere, bisschen grünliche Blattstücke
      und vereinzelnd ein bisschen lilafarbene dunkelgraue Blattstückchen sind dabei.

      Ganz selten sind Blattstückchen von golden Tips dabei und in meiner Portion waren keine.
      Insgesamt für einen Broken-Tee etwas kleinteilig, erwartbar bei einem günstigeren einfachen Tee aus der Broken Kategorie.


      Geruch:
      Angenehm nach einfachen Rottee, etwas blumig und fruchtig.



      Zubereitungsmethode:
      Ich werde diesen Tee nur ähnlich wie mit der ostfriesischen Methode aufgießen, weil ich kein Stövchen habe, welches für meinen Gaiwan geigten ist.
      0,42 g bei 95 Grad und jeweils 2 Min, gerade bedeckt bis zur breiteren Stelle vom Boden.
      Das restliche Wasser aufgießen und abgießen hat ca. noch 5-10 Sekunden gedauert.


      1. Aufguss:
      Es ist ein intensives, etwas rötliches Orangebraun und ein paar Partikeln sind in der Schale.
      Angenehmer als sonst, mit komplett aufgießen, nur etwas Blumig und einige andere Aromen kommen besser hervor. 
      Überwiegend warm und macht einen etwas würzigen Eindruck und hat eine angenehme Intensität und ist nicht ganz ausgewogen.
      Etwas Herbe und Adstringenz nach einem Moment, ein bisschen nussig und fruchtig im Hintergrund.
      Minimal in Richtung herberen Honig ohne die Süße von einem zu haben und einen langen Abgang.


      2. Aufguss:
      Es, ist etwas heller und etwas oranger geworden.
      Im Hintergrund ist es etwas herber geworden und minimal muffig.
      Aromen Menge hat abgenommen und der Tee ist etwas langweiliger und flacher geworden.


      Fazit:
      2 gute und 3 mögliche Aufgüsse

      Dieser Tee schmeckt etwas milder und weniger blumig, als mit der kompletten Wassermenge zum Ziehen aufgegossen.
      Mit den weiteren Aufgüssen wird dieser Tee herber, säuerlich, pflanzlicher und adstringierender.
      Es ist möglich diesen Tee zweimal aufzugießen, auch wenn dieser sehr kleinteilig ist.

      Als Alltagstee ist dieser durchaus brauchbar und schmeckt besser, mit wenig Wasser ziehen gelassen,
      dadurch wird es nicht so stark blumig und andere Aromen kommen besser hervor.
      Zum nebenher Trinken geeignet und es braucht nur etwas Aufmerksamkeit um alle Aromen zu bemerken.




    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Mein erster Oolong ist ein Chin Chin Oolong (9,90€/100g) von TKK.

      Dieser Tee stammt aus dem Hochland Sumatras (Indonesien), es ist kein spezifischer Garten und Erntezeitraum in der Beschreibung angegeben
      und dieser ist von Hand gerollt und schwach anfermentiert.
      Geschmacklich ist der Tee laut Beschreibung zart, fruchtig, etwas cremig, leicht und Einsteiger geeignet.
      Nach der Tabelle ist dieser Tee auch mild, blumig und frisch.

      Oolong Tees sind nach meiner Recherche entweder grün oder rot ausgebaut.
      Grüne Oolongs sind nur etwas oxidiert und haben mehr Ähnlichkeiten mit Grüntees,
      rot ausgebaute sind stärker oxidiert und haben mehr mit Rottees zu tun als mit Grüntees.
      Manche Oolongs sind auch geröstet.

      Oolongs können häufig öfter aufgegossen werden und diese verändern sich dabei, geschmacklich mehr als Grüntee.
      Nach Bedarf können diese auch kurz mit Wasser übergossen werden, um die Blätter zu öffnen.

      Mit Oolongs kann auch viel ausprobiert werden, was Temperaturen und Ziehzeiten anbelangt, weil diese Art Tee selten bitter werden und die herausgelösten Aromen unterschiedlicher sind je nach Parameter als bei anderen Teesorten.
       

      Zubereitungsempfehlung:
      3-5g auf 150-200ml mit 95 Grad und 30 Sek - 1 Min ziehen.
      Viele Aufgüsse bis der Tee ausgelaugt ist und die Blätter sich ganz geöffnet haben.
      Bei weniger Tee kann auch die Ziehzeit verlängert werden.

      Westlich:
      1-2 EL auf 1 L mit 95 Grad (70-80 Grad steht noch auf meiner Packung)
      und ca. 1 Min 30 Sek bis 3 Min ziehen lassen.
       

      Lagerung:
      Dieser Tee stammt aus der zweiten Bestellung und hat die erste Zeit im kühleren Gartenhaus verbracht, bis es draußen wieder wärmer geworden ist.
      Danach hatte ich die grünen Oolongs in den Kühlschrank gelegt, weil sie sich mit der Zeit schneller verändern als die Dunklen,
      wie ich gelesen hatte, und um diese mit möglichst wenig Veränderungen probieren zu können.
      Damaliger Preis war 8,90€ für 100g.


      Aussehen trocken:

      Überwiegend große und mittelgroße zusammengerollte und zerknüllte Kugeln und auch kleinere zerknüllte Blätter.
      Die größeren Kugeln sind größer als bei einem Gunpowder.

      Die Farbe ist überwiegend ein dunkles, minimal gräuliches Grün, aber auch mittelgrün und ein paar Stellen sind ein helleres, etwas gelbes Grün.
      Vereinzelt sind etwas bräunlich grüne Stellen an den Kugeln vorhanden.


      Aussehen feucht:

      Große Kugeln bestanden aus 3 größeren Blättern, die mit ihren Blattstielen verbunden sind,
      und mittlere Kugeln aus 2 größeren Blättern, die auch verbunden sind.
      Einzelne größere Blätter sind kleinere Kugeln gewesen.


      Geruch:

      Beim Aufmachen riecht es wie eine Mischung aus gelben Tee, mit diesem warmen,
      fermentierten und etwas fruchtigen Geruch und etwas nach blumigen Rottee.
      Nach einen Moment, wenn dieser Geruch verflogen ist, riecht es nach ein wenig frischem, gröberem
      und etwas feineren Grüntee in Richtung Nebeltee und Bancha. 
       
       
      Meine Zubereitung:

      Ich werde diesen Oolong das erste Mal nicht so heiß wie empfohlen aufgießen,
      weil dieser sehr grün ausgebaut ist.
      Umgerechnet für 100ml sind 2-2,5g empfohlen, ich versuche es wie immer zunächst mit 1,25g.

      Es gibt sehr unterschiedliche Basisziehzeiten für Oolong.
      Von sehr kurz und viele Aufgüsse bis hin zu sehr lange und weniger Aufgüssen war gefühlt alles dabei,
      als Basisziehzeiten, um einen unbekannten Oolong auszuprobieren.

      Ich habe mir die Basisziehzeiten von Chenshi-Chinatee ausgeborgt,
      diese sind recht ausgewogen von den Zeitspannen her, denke ich.
      20 Sek, 30 Sek, 45 Sek, 1 Min, 1 Min 20 Sek, 1 Min 50 Sek, 2 Min 30 Sek, 3 Min 30 Sek usw.

      Beim ersten Mal habe ich nur 2 Schalen verwendet und nicht dran gedacht, meine Anderen auch zu verwenden.
      Solange ich den Tee getrunken habe, ist der Gaiwan etwas länger abgekühlt.
      Bei Oolong, welcher heißer als Grüntee aufgegossen wird, ist das starke Abkühlen des Gaiwans von Nachteil.
      Um das Problem zu umgehen, habe ich beim zweiten Mal 3 kleine Becher zusätzlich verwendet.



      20 Sekunden 80 Grad:

      Foto - Linke Schale
      Die Aufgussfarbe ist ein sehr helles, ein bisschen grünlich gräuliches Gelb bzw. Beige und nur 4 kleine Partikeln sind in der Schale gelandet.
      In den ersten Sekunden ist es etwas blumig und ein bisschen fruchtig und nussig im Vordergrund.
      Mit der Zeit nimmt die Blumigkeit ab, bis diese nur noch im Mittelgrund ist.

      Es schmeckt etwas in die fermentierte Richtung eines gelben Tees mit ein paar wärmen unspezifischen Aromen im Hintergrund
      und nur schwach nach warmen Grüntee im Hintergrund.
      Bei der sehr hellen Aufgussfarbe habe ich nicht erwartet, dass der Tee eine mir gewohnte Intensität hat. 

      Insgesamt schmeckt dieser Tee ausgewogen harmonisch trotz dieser unterschiedlichen Aromen, die sich gut ergänzen. 
      Abgang ist mittellang und minimal nach geröstetem Getreide im Hintergrund und Adstringenz bemerke ich erst,
      als ich den halben Aufguss schon getrunken habe.


      30 Sekunden:

      Foto - Rechte Schale
      Viele größere Partikeln sind in der Schale gelandet und die Aufgussfarbe ist ein helles, etwas grünliches intensiveres Gelb als vorher.
      Ich hatte nach dem ich den ersten Aufguss probiert hatte, die Befürchtung das die weiteren mir zu intensiv sind.
      Was sich nicht bestätigt hat, es ist zwar etwas intensiver geworden, aber nicht zu viel und ist noch im angenehmen Bereich

      Es ist etwas blumiger und fruchtiger geworden und mehr in Richtung gelben Tee und etwas Süßholzbonbons.
      Etwas dickflüssiger beim Trinken und Adstrigenz hat etwas zugenommen.


      45 Sekunden:

      Etwas hellere und gelblichere Aufgussfarbe mit etwas mehr, aber dafür kleineren Partikeln.
      Minimal weniger blumig und fruchtig und minimal herb und pflanzlich im Hintergrund.
      Adstringenz hat zugenommen und ist nun etwas vorhanden.


      Zwischenfazit 80 Grad:

      Insgesamt 5 gute und gesamt 7 mögliche Aufgüsse.
      Warmer, in Richtung fermentierten gelben Tee und auch etwas blumig und minimal fruchtig.
      Wird mit den Aufgüssen etwas herber, grasiger und gröber wie ein Grüntee und verändert sich nicht in eine andere Richtung.




      20 Sekunden 90 Grad:

      Kaum Partikeln und ein minimal intensiverer Aufguss als bei 80 Grad.
      Es ist ein helles, cremefarbenes Gelb, welches eine Spur orangebräunlich ist.

      Überwiegend ist es warm und etwas mehr in diese fermentierte Richtung vom gelben Tee und minimal nach Süßholzbonbons im Hintergrund.
      Die etwas unspezifischen warmen Aromen, die bei 80 Grad im Hintergrund waren, sind jetzt mehr im Vordergrund und es ist harmonisch ausgewogen.

      Schmeckt nur etwas blumig im Hintergrund, kaum fruchtig.
      Ein bisschen dickflüssiger als die normale Teekonsistenz.
      Abgang ist auch lang und minimal mehr Adstringenz als bei 80 Grad.


      30 Sekunden:

      Etwas an Partikeln und die Aufgussfarbe ist ein etwas orangebräunliches Gelb.
      Etwas intensiver geworden und mehr nach Süßholzbonbons, schwach im Hintergrund ist der Geschmack nach dem Geruch von gröberem Grüntee aufgetaucht,
      und im Abgang ist dieser etwas besser herauszuschmecken.


      45 Sekunden:

      Ab hier habe ich schmalere Becher verwendet und deswegen ist die Farbe etwas intensiver.
      Etwas orangener geworden und erinnert farblich an hellen Bernstein. 
      Es ist herber geworden im Hintergrund und weniger nach Süßholzbonbons und die Adstringenz hat etwas zu genommen.
      Der Abgang ist nicht mehr nach dem Geruch von Grüntee, sondern wie eine Mischung aus groben, etwas herben Grüntee
      und die warmen Aromen von diesem Tee hier.


      Zwischenfazit 90 Grad:

      Insgesamt 5 gute und 6 mögliche Aufgüsse.
      Weniger blumig und fruchtig als bei 80 Grad und dafür etwas mehr fermentiert in Richtung gelben Tee.
      Wird mit den weiteren Aufgüssen in etwas größeren Abständen herber, gröber und grasiger.




      Westlich 2 Min 80 Grad:

      Kaum Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein helles Gelb und minimal grünlich.
      Es ist wie eine Mischung aus Gong-Fu mit 80 und 90 Grad und etwas frisch im Hintergrund.
      Die unspezifischen Aromen sind im Mittelgrund und etwas nach Nuss und blumig fruchtig im Hintergrund.

      3 Min:

      Etwas intensivere Farbe und minimal dickflüssiger.
      Weniger nach Nüssen und etwas mehr fermentiert in Richtung gelben Tee und Blumigkeit und Fruchtigkeit hat etwas abgenommen.

      4 Min:

      Kaum noch nach Nüssen und schmeckt etwas undifferenziert.
      Die Aromen gehen mehr ineinander über und minimal grasig im Hintergrund.


      Zwischenfazit Westlich:

      Schmeckt wie eine Mischung aus 80 und 90 Grad Gong-Fu und ist etwas frisch im Hintergrund.
      Hält westlich etwas mehr aus, selbst der dritte Aufguss ist noch gut.



      Fazit:

      Dieser Tee ist als Alltagstee geeignet.
      Es sollte sich etwas Zeit für diesen genommen werden, weil manche Aromen erst nach einen Moment hervorkommen und sich entfalten.
      Es braucht nur etwas Aufmerksamkeit für diesen Tee.
      Dieser Tee hat bis jetzt am längsten durchgehalten und schmeckt besser als passabel.
      Den Preis, empfinde ich als sehr fair dafür und dieser Tee ist besser als die beiden gelben Tees, die ich schon probiert habe.

      Bei 80 Grad ist es ein warmer nussiger Tee, der etwas blumig und fruchtig im Hintergrund wird nach einem Moment
      und etwas in die Richtung eines fermentierten gelben Tees ist.
      Dieser hat nur ein bisschen Adstringenz und ist ab den 2. Aufguss etwas dickflüssiger.

      Bei 90 Grad ist es etwas blumiger und fruchtiger und mehr in die Richtung eines gelben Tees mit etwas Süßholzbonbonaromen im Hintergrund.
      Ab dem ersten Aufguss ist der Tee ein bisschen dickflüssiger.

      Westlich ist dieser Tee eine Mischung aus 80 und 90 Grad Gong-Fu aufgegossen mit etwas Frische im Hintergrund
      und wird mit den weiteren Aufgüssen etwas diffus.


      Ich weiß nicht, ob mit „etwas cremig“ von der Beschreibung, dieses etwas Dickflüssige vom Tee gemeint ist oder als Synonym für „weich“ verwendet wird.
      Welches eine Bezeichnung von Tee ist, der einen runden, etwas säuerlichen Geschmackseindruck hinterlässt.
      Als rund würde ich diesen Tee nicht beschreiben, weil die verschiedenen Aromen in diesem Tee vorhanden und unterschiedlich stark sind.
      Zwar ergänzen diese sich gut und ergeben ein harmonisches Ganzes, aber ich hatte bei diesem Tee kaum etwas Säuerliches geschmeckt.
      Also fällt dieser Bereich von "weich" mit der Säuerlichkeit auch raus.
      Das Thema Cremigkeit bedarf weiterer Recherche.🤔

      Ich bin mir auch nicht sicher, ob so intensivere und eindeutige Grundaromen wie Blumigkeit und Fruchtigkeit ausschließen,
      ob ein Tee mild im Geschmack ist oder ob solche Grundaromen, wenn sie nicht so intensiv vorhanden sind,
      auch zu einem milden Tee gehören können und dieser als mild bezeichnet werden kann.

      Ich denke, dass zart kein passender Teil von der Beschreibung für diesen Tee ist,
      weil die unterschiedlichen Aromen für mich zu intensiv schmecken, um diesen Tee mit zart zu beschreiben.



    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Darjeeling Steinthal
       
      Mein zweiter Grüntee aus Indien ist ein Bio Darjeeling Steinthal (5,90 €/100g) von TKK.
      Dieser Tee stammt aus dem gleichnamigen Teegarten Steinthal, welcher auf ca. 2000 m auf den Darjeelingbergen liegt,
      welcher zu dem Teegarten Singtom gehört.

      Der Tee ist laut Beschreibung: Fruchtig, weich, mild-aromatisch und unter den grünen Darjeelings ein Vorbild von der Verarbeitung.
      Laut Tabelle auch frisch.


      Zubereitungsempfehlung westlich:
      Ca. 2 EL auf 1L mit 75-80 Grad und 1-2,5 min ziehen lassen.



      Lagerung:
      Dieser Tee stammt aus meiner zweiten Bestellung, welche ich im Februar letzten Jahres gemacht habe und der damalige Preis war 4,90 €.
      Leider habe ich wegen dieses seltsamen Jahres, weniger Teesorten erkundet als geplant.
      Deswegen hat sich das ganze sehr nach hinten verschoben.
      Ich habe auch ein paar passendere später gekaufte Teesorten eher erkundet, als diese von der Bestellung.
       
      Die Packung habe ich auch, nachdem der Tee angekommen war, aufgemacht und habe Trocknungskugeln,
      die in einem Teefilter sind, hereingelegt und wieder zu gemacht und den Tee in einen Gefrierbeutel in den Kühlschrank gelegt.
      So hat dieser Tee die Zeit verbracht.

      Beim Wiederaufmachen musste ich schon die Trocknungskugeln austauschen, weil diese voller Flüssigkeit waren.
      Ich hoffe, dass ein eventueller Feuchtigkeitsrest den Tee nicht negativ beeinflusst hat.
      Deswegen kann ich nur den Tee, wie die anderen auch aus der Bestellung,
      beschreiben, wie diese jetzt sind, und ungünstigerweise nicht mehr im frischeren Zustand.


      Aussehen:
      Überwiegend kleinere und mittlere Blattstücke, die schmal zusammen geknüllt sind.
      Einige sehr kleinteilige Stücke, vereinzelnd Stücke von Blattstielen und ein paar einzelne Blattstücke mit silbrigen Flaum sind auch dabei.
      Insgesamt ist dieser Tee etwas kleinteilig.
      Die Farbe des Tees ist überwiegend ein dunkleres, leicht gelbliches Grün und etwas hellere gelblich grüne
      und etwas fahlere gelbgrüne Stücke und vereinzelnd rötliche oder minimal purpurne braune Stücke sind auch dabei.


      Geruch:
      Noch frisch nach einfachem, etwas gröberem Grüntee.
      Vom Geruch vielleicht nicht ganz so intensiv und frisch wie die anderen chinesischen Grüntees am Anfang gerochen haben.
      Im Hintergrund etwas geröstet und minimal warm würzig.




      70 Grad 1min:
      Mir ist, als ich die letzten Tropfen Tee in die Schale geschüttet habe,
      ein Teil von den Blättern wieder in dem Aufguss gelandet.
      Ich habe das schnell umgeschüttet mit Sieb und deswegen hat der Tee ein paar Sekunden länger gezogen.

      Der dunkle Punkt ist in der Teeschale eingebrannt und nicht vom Tee.
      Vorher beim Abgießen hatte ich nur ein Blattstück drin.

      Etwas an kleineren Partikeln sind in der Schale und eine etwas dunklere gelbe Aufgussfarbe.
      Geschmacklich ist es etwas wärmer und gleichzeitig auch etwas frisch im Hintergrund.
      Eine Mischung zwischen etwas frischerem und gröberem Grüntee in Richtung Nebeltee und Gunpowder und wärmeren Grünteearomen.
      Nach einem Moment kommen etwas Frucht und minimal Blumigkeit im Hintergrund hinzu.
      Die verschiedenen Aromen harmonieren miteinander und ergänzen sich gut gegenseitig.
      Es kratzt minimal im Rachen.
      Etwas Adstringenz ist auch dabei und minimale Herbe im Hintergrund im Abgang.


      20 Sekunden:
      Zwei Blattstücke und einiges an Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist minimal fahler und etwas heller geworden.
      Etwas schwächer, frischer geworden und die Frucht- und Blumigkeit hat auch etwas abgenommen.


      30 Sekunden:
      8 Blattstücke und weniger Partikeln als zuvor und die Aufgussfarbe ist wieder intensiver geworden
      Der Tee schmeckt jetzt mehr in Richtung gröberem Gunpowder, minimal grasig im Hintergrund und nur noch etwas fruchtig blumig.



      Zwischenfazit 70 Grad:
      3 gute Aufgüsse und insgesamt 5 Mögliche.
      Ein etwas wärmerer Grüntee, der auch etwas frisch, fruchtig und ein bisschen blumig im Hintergrund ist.
      Wird mit den weiteren Aufgüssen etwas gröber, grasiger und weniger fruchtig und blumig.
      Leider ist es minimal kratzig im Hals nach einer Weile.




      80 Grad 1min:
      Habe dieses Mal gleich mein Sieb genommen und es sind nur etwas kleinere Partikeln dadurch in der Schale gelandet.
      Die Aufgussfarbe ist ein minimal oranges Gelb und etwas weniger intensiv.

      Schmeckt weniger nach diesen typischen Grünteearomen als bei 70 Grad, etwas wärmer und nussig, kann aber keine spezifische Nuss ausmachen.
      Sehr ausgewogen aus verschiedenen milden Aromen zusammengesetzt, es sticht nicht wirklich etwas hervor.
      Nach einem Moment kommen minimal fruchtig, blumige und herbe Aromen im Hintergrund hinzu, welche sich harmonisch einfügen.

      Minimale Adstringenz und der Abgang ist mittellang, minimal im Hintergrund würzig herb und erst bei der Mitte der Schale nimmt die Adstringenz zu.
      Der Geschmack im Hintergrund in Richtung fruchtig und blumig, es kommt mit der Zeit beim Trinken weiter hervor.
      Ich habe den Eindruck, dass dieser Tee noch in der Schale sich etwas weiter entwickelt und etwas intensiver wird.


      20 Sekunden:
      Die Aufgussfarbe und Geschmack haben sich etwas intensiviert.
      Die Blumigkeit hat sich sehr verstärkt, ist jetzt im Mittelgrund und die Fruchtigkeit ist etwas stärker geworden, aber noch im Hintergrund.
      Nach einem Moment wird es etwas frischer und schmeckt etwas nach gröberen Grünteearomen im Hintergrund.
      Die Würzigkeit ist im Abgang ungefähr gleich geblieben und leider fängt es auch minimal an zu kratzen im Hals.


      30 Sekunden:
      Etwas grasiger und herber geworden. Die Blumigkeit hat etwas abgenommen und die Würze hat sich etwas verstärkt,
      diese ist auch minimal im Hintergrund zu schmecken und nicht nur im Abgang.
      Es schmeckt auch etwas in Richtung herberem Honig, ohne die Süße von einem Honig zu haben.



      Zwischenfazit 80 Grad:
      3 gute Aufgüsse und 4 mögliche.
      Warmer milder Grüntee, welcher etwas nussig ist und nach einem Moment im Hintergrund etwas fruchtig,
      blumig und herb wird und minimal würzig im Abgang ist.
      Bei den weiteren Aufgüssen wird es herber und etwas frischer und es entwickelt sich im Abgang ein Geschmack nach herberem Honig.
      Mit dem vorletzten Aufguss wird die Blumigkeit verstärkt, um danach wieder weniger zu werden.
      Bei den Nachfolgenden wird es hauptsächlich gröber und grasiger.




      Westlich 80 Grad und 2 Min:
      Aufguss ist heller als bei Gong-Fu.
      Ziemlich schwach und in Richtung gröberem, einfacherem Grüntee.


      3 Min:
      Etwas intensivere Aufgussfarbe und etwas blumiger, intensiver geworden und weniger frisch.
      Für mich immer noch zu schwach und langweilig



      Westlich mit der doppelten Menge, also 2/3 vom Gong-Fu Aufguss und wieder 2 Min:
      Warm und blumig und etwas Fruchtigkeit im Mittelgrund nach einem Moment.
      Schmeckt wie eine Mischung aus warmen Grüntee und einfachem Darjeeling Rottee.


      3 Min:
      Etwas blumiger und herber geworden, Adstringenz hat etwas zu genommen



      Zwischenfazit westlich:

      Bei doppelter Menge schmeckt es blumiger und fruchtiger als bei Gong-Fu und geht mehr in die Richtung eines Rottees.
      Beim zweiten Aufguss ist es etwas blumiger geworden.
      Es kratzt nicht im Hals bei der westlichen Aufgussmethode. 




      Fazit:

      Dieser Tee ist ein passabler Alltagstee, westlich aufgegossen. 
      Für Gong-Fu sollte sich etwas Zeit genommen werden,
      weil einige Aromen erst nach einem Moment hervorkommen und etwas Aufmerksamkeit brauchen.

      Es erinnert mich an diese wärmeren Grüntees, die ich schon probiert habe.
      Bei 70 Grad ist es ein etwas warmer frischer Grüntee, mit etwas Blumig-, Fruchtigkeit und Herbe im Hintergrund, welche nach einem Moment hinzukommen.
      Mit 80 Grad schmeckt es wärmer und blumiger, etwas fruchtiger und im Abgang etwas nach herben Honig, ohne süß zu sein.
      Westlich bei 80 Grad, mit doppelter Teemenge ist es wie eine Mischung aus warmen Grüntee mit einfachen Darjeeling Rottee.
      Dieser Tee ist recht vielseitig, bei den unterschiedlichen Aufgussmethoden.
       
      Dieser Tee ist auch bei 80 Grad einen Aufguss eher ausgelaugt als bei 70 Grad und es ergeben sich nur 3 gute Aufgüsse bei Gong-Fu.
      Ich wüsste spontan nicht genau, wie ich diesen einordne, zu dem Yin Xiang und Guangxi White Buds, die zu diesem hier ähnlich sind.
      Ich finde diesen Steinthal geschätzt etwas besser als Yin Xiang, aber nicht so gut wie Guangxi White Buds.
       
      Preislich ist dieser Tee für mich fair bepreist,
      wäre aber schöner, wenn dieser, wie viele von den anderen günstigeren Grüntees, 4 statt 3 gute Aufgüsse ermöglichen würde.


    • By Teetim in Tims Teenotizen
         4
      Wenn man sich ein bisschen mit Sheng-Pu Erh beschäftigt, ist es wohl fast unvermeidlich, dass man recht schnell über den Dayi 7542 stolpert. In der Tat war es der erste Sheng, den ich geordert habe, noch bevor ich Rat und Hilfe fand. Heute habe ich ihn probiert. MarshalN weist darauf hin, dass die einzelnen Jahrgänge durchaus unterschiedlich ausfallen. Dieser Vergleich fehlt mir natürlich bisher.
      Der Auszug der kurzen Waschung zu Beginn duftet nach Waldboden und Nadelbäumen, am Deckel zarte florale Noten. Was mir direkt beim Verkosten des ersten Aufgusses in den Sinn kommt, ist das Adjektiv "gefällig": ich finde den Tee zurückhaltend und sehr ausgewogen, gerade was Süße und Bittere angeht. Neben anderem meine ich, etwas Karamell zu schmecken.
      Aber das ist gleichzeitig das Problem, das ich mit diesem Tee habe. Der Geschmack oder besser: das Aroma ändert sich mit den weiteren Aufgüssen für mich nicht spürbar sondern bleibt linear. Selbst auf einen Aufguss, den ich versehentlich dreimal so lang ziehen lasse, wie geplant, reagiert der Tee sehr nachsichtig: er ist lediglich etwas stärker und die Bittere ist etwas überbetont. Da schmeckte und entwickelte sich der Manzhuan Huang Shan 2012 erheblich interessanter.
      Eine für mich bisher nur schwer in Worte fassbare Dimension, die in die Kategorien "Geschmack" und "Aroma" nicht passen will und die mir vor allem beim Yiwu Gushu Sheng 2008 aufgefallen ist, geht dem Tee leider völlig ab.
      Fazit: auch auf die Gefahr überheblich zu klingen, muss ich feststellen, dass der Tee mich unterfordert. Er ist mir zu eindimensional, zu leicht und zu gefällig, in einem Wort: zu langweilig. Und aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass sich das auch durch eine längere Lagerung nicht wesentlich ändern würde. Vielleicht ist es der Jahrgang,  vielleicht ist auch mein Empfinden einfach noch nicht ausdifferenziert genug für diesen Tee - oder ich habe einen schlechten Tag erwischt 🤷‍♂️. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es gefühlt noch etwa neunmillionen weitere Shengs zu probieren gibt, würde ich es bei den 50gr, die ich erworben habe, erstmal belassen. Immerhin reichlich Gelegenheit, ihn noch öfter zu probieren, isb. auch aus dem Kännchen.
       

    • By Teetim in Tims Teenotizen
         1
      Am Samstag kam ein kleines Päckchen aus Kiel mit deren 5er Probierpaket Pu Erh. Ist ja scheinbar nicht unumstritten, so einzusteigen (Proben zu klein, Tee kann maximal zwei Male probiert werden) aber um überhaupt mal einen ersten kleinen Eindruck zu bekommen, fand ich es nicht verkehrt.
      Begonnen habe ich mit dem jüngsten Tee, dem 2018 Gua Feng Zai (Yu), somit hochoffiziell mein erster Pu Erh überhaupt 😉.
      Schon vom Duft des trockenen Tees war ich sehr angetan (er hat mich an einen bestimmten Pfeifentabak erinnert). Zubereitet habe ich ihn in einem kleinen Porzellangaiwan (160ml randvoll) mit ca. 90-95°C heißem Wasser. Es wurden sehr gemütliche neun Aufgüsse, dann war leider das "gute" Wasser alle, was schade war, denn es wurde gerade nochmal spannend (es kam eine deutlich wahrnehmbare Süße hinzu).
      Die für mich dominante Note bei diesem Tee, quasi der Ariadnefaden, an dem ich mich entlangtasten konnte, war ein Duft nach Jasmin und Maiglöckchen - nicht ausschließlich (da war noch viel mehr), aber das war für mich die dominierende (Kopf)Note.
      Die genaueren Beschreibungen der Tees durch andere (einschließlich Händler), werde ich möglichst erst dann lesen, wenn ich mir selbst einen Eindruck verschafft habe. Das hat in diesem Fall schon Interessantes ergeben: doumer fand gerade diesen blumig-floralen Bereich in seinem Tasting kaum repräsentiert. Auf Nachfrage könnte das an meiner moderaten Dosierung von 5g auf um 130ml liegen aber auch andere Gründe oder ein Mischung aus diesen ist möglich. Ich werde deshalb die Dosierung fürs erste Probieren eines solchen Tees auf ca. 7g (für diesen Gaiwan) erhöhen.
      Jedenfalls hatte ich einen tollen Vormittag und ich werde diese spannende Teewelt auf jeden Fall weiter erkunden.
    • By Teetim in Tims Teenotizen
         2
      Gestern kam ein Paket aus der Slowakei. Darin waren zum einen Teeproben für weitere Abenteuer ins Sachen Pu Erh und Oolong. Ganz besonders habe ich mich allerdings über das Kännchen gefreut, das ebenfalls darin enthalten war. Eigentlich hatte ich bei den verschiedenen hier empfohlenen Händlern nur mal schauen wollen. Und dann war es Liebe aus den ersten Blick. Und seitdem das Kännchen zum ersten mal in meiner Hand saß - leicht und zierlich wie ein kleiner Singvogel - bin ich hin und weg.
      Auskochen kam für mich nicht infrage, ich habe mich an die Tips von MarshalN gehalten und es nach dem Einweichen in sehr heißem Wasser über Nacht mit dünnem Pu Erh-Tee befüllt stehen lassen. Heute morgen roch es schon nicht mehr besonders nach feuchtem Ton, gleichwohl habe ich es wieder mit etwas Tee und kochendem Wasser befüllt und werde es so noch bis morgen stehen lassen.
      Das Kännchen wird bis auf Weiteres dem Sheng Pu Erh vorbehalten bleiben. Wann ich es einweihe, weiß ich noch nicht genau, dazu möchte ich einen Tee benutzen, den ich vorher im Gaiwan probiert habe. Mal sehen, ob ich Unterschiede feststellen kann.




    • By Macarona in Macarons und Tee
         1
      Gunpowder Bio
      Ich habe mir einen Gunpowder (2,69/100 g) Bio der Marke Dennree ausgesucht,
      diesen Tee habe ich vom selben Bioladen wie den Sencha von Lebensbaum.
      Für Kaltaufgüsse und Mischungen mit Kräutern, habe ich diesen Tee gekauft.
      Mal schauen, wie dieser alleine aufgegossen ist.

      Laut Beschreibung ist dieser Tee angenehm herb und hat einen feinen Duft.
      Es steht auch dabei, dass die zu Kugeln gerollten Teeblätter beim Aufgießen und Entfalten knistern.
       
      Zubereitungsempfehlung:
      70-80 Grad und 1-2 min. Es gibt keine Mengenangabe.
       

      Aussehen:
      Dieser Tee besteht überwiegend aus mittelgroßen, lose zusammengeknüllten Blättern und einigen Blattstücken.
      Ein paar kleinere Blattstängel und Aststückchen sind auch dabei.
      Die Farbe des Tees ist überwiegend ein fahles gräuliches Grün, etwas dunkler und gelbgrünlicher als die Oberseite von einem Salbeiblatt,
      welches ein etwas bläuliches Graugrün hat.
      Ein paar einzelne, etwas gelbliche, hellere Blätter sind auch dabei.
       
      Geruch:
      Angenehm nach gröberen Gunpowder, etwas geröstet und minimal rauchig im Hintergrund.
       

      70 Grad, 1 Min und 1,25 g:
      Wenige kleinere Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein etwas dunkles, bräunliches Gelb.
      Es schmeckt nicht sehr intensiv und überwiegend nach schwächeren, gröberen Grünteearomen,
      im Hintergrund sind herbe Grünteearomen, die auch etwas geröstet sind, etwas Kamille und eine winzige Rauchnote.
      Nach einem Moment wird es minimal fruchtig und blumig im Hintergrund.

      Einiges an Adstringenz vorhanden, welche mich ab der halben Schale anfängt zu stören und ein mittellanger Abgang.
      Insgesamt schmeckt es nicht so gut, weil es unharmonisch und langweilig ist.

      20 Sekunden:
      Etwas mehr Partikeln und die Aufgussfarbe ist ein schwächeres helles Gelb.
      Der Geschmack ist schwächer geworden und ein leichtes Kratzen im Rachen ist hinzugekommen,
      welches bei den anderen Aufgüssen nicht besser wird.
      Die Blumigkeit und Herbe im Hintergrund hat sich minimal verstärkt.


      Zwischenfazit:
      3 „gute“ Aufgüsse und 5 Mögliche.
      Wird beim dritten Aufguss etwas frischer, grasiger und pflanzlich im Hintergrund.
      Ab dem 4 wird es viel schwächer und schmeckt wenig nach Tee.
      70 Grad scheinen zu wenig zu sein, der Tee schmeckt bei den späteren Aufgüssen sehr langweilig und kaum nach Tee und kratzt im Rachen.




      80 Grad und 1 Min:
      Ein paar Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein minimal bräunliches Gelb, wie von einem hellen Honig.
      Es hat einen wärmeren Geschmack, als bei 70 Grad.
      Weniger nach Kamille und die Röstaromen haben etwas zugenommen.
      Blumigkeit ist schon vom Anfang an präsent und minimal stärker geworden.

      Die typischeren Grünteearomen, die bei 70 Grad schon schwach ausgeprägt waren, sind hier noch weniger vorhanden.
      Es schmeckt insgesamt etwas diffus und ist eine Mischung aus mehreren schwächeren Aromen,
      die ineinander übergehen und keine klare Abgrenzung zueinander haben, dadurch ist es auch etwas uninteressanter.


      20 Sekunden:
      Aufgussfarbe ist etwas heller geworden.
      Schmeckt schwächer als zuvor.


      Zwischenfazit:
      Ein „guter“ Aufguss und 4 Mögliche.
      Schmeckt bei den weiteren Aufgüssen kaum noch nach Tee und diffus warm,
      wie warmes Wasser, mit ein bisschen Geschmack und leider ist es auch kratzig im Rachen.



      Westlich 70 Grad, 2 Min und 0,3g :
      Aufgussfarbe ist ein helleres, minimal grünliches Gelb.
      Etwas frischer und herber, als mit Gong-Fu und minimal mehr nach grobem Grüntee.

      3 Min:
      Etwas wärmer und weniger frisch geworden.


      Zwischenfazit:

      Westlich aufgegossen ist dieser Tee minimal besser als bei Gong-Fu.
      Es schmeckt dadurch nur ein bisschen mehr in Richtung Grüntee und ist minimal interessanter geworden.
      Reicht aber nicht aus, um etwas mehr als langweilig zu sein.
      Westlich ist es auch ziemlich schnell ausgelaugt, mit maximal 2 Aufgüssen.

       

      Fazit:

      Dieser Tee ist warm aufgegossen ziemlich mangelhaft.😞
      Zum nebenher trinken ist dieser eigentlich geeignet, weil es nur etwas Aufmerksamkeit braucht,
      aber zu wenige brauchbare Aufgüsse liefert und zu langweilig ist dafür.

      Es ist überwiegend wie warmes Wasser, mit langweiligen, schwachen und etwas unausgewogenen Aromen.
      Es schmeckt nach schwachen gröberen Grünteearomen mit im Hintergrund etwas Kamille, Herbe, Röstaromen und minimal Rauch.
      Dieser Geschmackseindruck ist bei den weiteren Aufgüssen, nur noch schwach bis nicht mehr vorhanden, 
      mit den weiteren Aufgüssen wird dieser Tee grasiger, herber und seltsam pflanzlich säuerlich.

      Ich würde das Wasser nehmen, wenn mir dieser Tee oder Wasser angeboten wird.
      Wenigstens ist dieser nur sehr langweilig und geschmacksarm, hat aber keinen sehr unangenehmen Geschmack.
      Für mich schmeckt der Tee nicht alt, was bei Tee von Supermärkten mal vorkommen kann, sondern nach schlechter Qualität.

      Kalt aufgegossen schmeckt dieser Tee ziemlich ähnlich zu den anderen Gunpowders,
      gröbere Grünteearomen im Vordergrund, etwas Herbe, Röstaromen mit minimaler Rauchnote im Hintergrund.
      Für mich ist dieser Tee nur als Kaltaufguss brauchbar.

      Das bisschen, was dieser Tee kostet, sollte eher in einem anderen Tee investiert werden.
      Ich würde mindestens 29 Cent mehr ausgeben und einen anderen Gunpowder von einem Teeladen kaufen.
      Diese sind vermutlich besser, als die aus einem Bioladen für einen etwas höheren Preis und wahrscheinlich auch frischer.

      Als Alternative kann auch für die 2,69 €, welche dieser Tee gekostet hat,
      die entsprechende kleinere Menge, von einem Tee gekauft werden,
      welcher einen höheren 100 g Preis hat und qualitativ besser ist.


    • By Teetim in Tims Teenotizen
         1
      Heute morgen war ich noch nicht wach genug, um dem nächsten Pu Erh die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Also habe ich mir einen Sencha aufgebrüht, im Gaiwan, weil es so praktisch ist. Spontan bin ich dann auf die Idee gekommen, den Tee aus zwei verschiedenen Schalen zu probieren, um festzustellen, ob das wirklich einen so gravierenden Unterschied macht, wie behauptet. Schale eins ist eine einfache Schale (Massenfertigung) aus Tokoname-Ton von Gyokko, Schale zwei eine Porzellan-Teetasse von Ommanoch.

      Beide wurden vorgewärmt und ich habe zügig gehandelt, damit die Unterschiede durch verschiedene Trinktemperaturen möglichst gering sind. Deshalb habe ich auch immer zuerst die Porzellantasse probiert (sie hält die Wärme deutlich schlechter). Der Gaiwan wurde natürlich in einen Glaspitcher abgegossen.
      Was soll ich sagen: die Unterschiede sind frappierend! Der Ton bügelt das weg, was ich als "Spitzen" bezeichnen würde, was diesem milden Sencha garnicht unbedingt gut tut. Er wird im Tonbecher zwar runder und interessanterweise wird auch der Nachgeschmack intensiver, der eh schon zarte Tee wird dadurch aber etwas langweilig.
      Spannend: mit einem so deutlichen Einfluß habe ich nicht gerechnet und zum erstmaligen Probieren weiterer Tees werde ich dann wohl nicht nur den Porzellangaiwan, sondern auch eine Porzellanschale verwenden.
    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Schon der intensive Duft des trockenen Tees erinnert stark an Schokolade und Nougat, die ersten beiden Aufgüsse duften wie ein saftiger, satter Schokoladenkuchen - am Deckel des Gaiwan lustigerweise aber auch leichte "grüne" Noten. Geschmack geht in dieselbe Richtung wie der dominierende Duft und auch das Mundgefühl entspricht dem satten, schweren, Aroma.
      Mit steigender Anzahl der Aufgüsse werden die Schokoaromen etwas schwächer, dafür lassen sie sich besser differenzieren. Es geht mehr Richtung Kakaobohnen und Kakaobutter (oder doch eher Sheabutter?), später Karamell oder Toffe, leicht florale Anflüge, die ich nicht näher fassen kann (könnte Veilchen sein), leichte Süße und ganz leicht adstringierende Noten. Der Tee bleibt sehr vollmundig.
      Nach einer Unterbrechung, die zur Abkühlung von Tee und Teegeschirr geführt hat, ist der fünfte Aufguss plötzlich ziemlich garstig, erinnert an Kernseife (ohne seifig zu schmecken). Kann aber auch an zu langer Ziehdauer und/oder anderer Wassertemperatur gelegen haben: ein Unglück kommt selten allein und ich habe offenbar auch den Timer fehlbedient. Um es noch spannender zu machen, sitze ich inzwischen auf der Terrasse und gieße mit Wasser aus einem Isolierbecher auf. Es folgen noch vier, fünf weitere Aufgüsse, bei denen sich der Tee zwar recht schnell wieder angenehm schmeckt, ohne jedoch zur ursprünglichen Komplexität zurück zu finden. Lecker ist er trotzdem - und wieder was gelernt.

    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Heute folgte als Krönung meines ersten kleinen Ausflugs in die Welt des Pu Erh der Yiwu Gushu Sheng 2008. Da der Händler es gut mit mir meinte, konnte ich die Probe in zwei Portionen aufteilen. Zubereitung der ersten ca. 6,5g wie gehabt in einem 160ml (wenn randvoll) Porzellangaiwan, abgegossen wird in einen kleinen Glaspitcher, getrunken habe ich dieses Mal parallel aus einer dünnwandigen, älteren Porzellantasse und jeweils einen kleineren Schluck aus einem modernem Tokoname-Ton-Schälchen.
      Aufguss 1 (0:25/90-95°C): Rauch, Holz, getrocknete Blüten, leichte Süße, leicht bitter, Körper/Mundgefühl eher leicht.
      Aufguss 2 (0:35/90-95°C): Vor allem recht Bitter-> Wasser zu heiß?
      Aufguss 3 (0:45/ca. 90°C): Rauchgeschwängertes Eichengebälk, lange gelagerte Trockenfrüchte/Navyflake, leicht süßlich, mittelkräftig bitter-adstringierend (noch ok), stärkerer Körper/volleres Mundgefühl.
      Aufguss 4 (1:00/90-95°C): Bittere dominiert. Wieder zu heiß? Moment! Packung sagt: 100°!-> Wasser zu kalt??
      Bis hierher: Unterschiede zwischen Porzellantasse und Tokoname-Teeschale vorhanden aber subtiler, als beim Sencha heute morgen.
      Aufguss 5 (1:15/100°C, selbe Temperatur auch im weiteren Verlauf): Erheblich weniger bitter, stärkere Süße, deutlich ausgewogener. Aromenspektrum ähnlich, wird aber leichter, auch das Mundgefühl. Nachgeschmack trocken.
      Aufguss 6 (1:30): Wassermenge reduziert: ich habe dazu geneigt, den Gaiwan zu voll zu machen, was zu heißen Fingern und zu dünnem Tee führt. Den Rest der Session klappt das besser. Eindruck vom Tee sehr ähnlich Aufguss 5.
      Aufguss 7 (2:00): Aromen leichter aber noch einmal ausgewogener, ziemlich rund jetzt. Ledrige Noten kommen dazu. Noch immer Süße, auch auf den Lippen. Mundgefühl wieder voller. Erster Aufguss, der mir richtig gut gefällt. Aus der Tonschale noch einmal runder (hier wirkt sie offenbar positiv).
      Aufguss 8 (2:30): Ich bin baff: irgendjemand muss heimlich die Teeblätter ausgetauscht haben! Eine leichte Zimtnote tritt hinzu. Alles andere ist weiter vorhanden aber wiederum runder, ausgewogener, dabei schön vollmundig. Oder auch ganz ungefiltert: boah, lecker! Jetzt fängt er an, wirklich Spaß zu machen!
      Aufguss 9 (3:00): Spiel geht weiter: tolle Sache!
      Aufguss 10 (3:45): Etwas schwächer bzw. leichter (aber bitte: es handelt sich um den 10. Aufguss!), dafür meine ich Anklänge von floralen Noten wahrzunehmen.
      Aufguss 11 (4:30): Wie der Tee, so das Leben: der perfekte Moment währt nur kurz. Nun beginnt er doch langsam, sich zu verabschieden. Evtl. etwas forciert weil ich unterbrochen wurde und der Gaiwan abgekühlt ist.
      Aufguss 12 (5:30): Der langsame Abschied geht weiter, hat aber auch seinen Charme.
      Aufguss 13 (7:30): Sehr seltsamer Eindruck: die Aromen sind nur noch zart, das Mundgefühl gleichwohl noch in Richtung vollmundig, das mag aber am Wasser liegen; was mich völlig verblüfft, nein: frappiert ist, dass mir beim Trinken selbst in einem unbeobachteten Moment der Gedanke „der hat richtig Wucht“ durch den Kopf geht - was aber dem sensorischen Eindruck im Mund (Geschmack im eigentlichen Sinne) diametral entgegen läuft. Sehr merkwürdig.
      Wollte eigentlich Schluss machen, aber da muss ich dann doch noch einen Aufguss machen! Mal schauen, ob ich dem nachspüren kann.
      Aufguss 14 (ca. 15min): Tatsächlich: nach den – ich wage es kaum so zu nennen – vordergründigen Aromen (eine zarte Trockenobstsüße ist nach der langen Ziehzeit noch recht deutlich zu schmecken) bemerke ich nun eine Dimension des Tees, die mir so bisher überhaupt noch nicht untergekommen ist. Mir fällt nichts Besseres ein, als es mit „Schwere“ und „Stärke“ zu benennen, diese eher eine Sache des Mundgefühls (der Tee hat zunehmend weniger Geschmack im eigentlichen Sinne, hinterlässt aber dennoch den Eindruck „Vollmundig“), jene eher analog zu einem alkoholischen Getränk: natürlich habe ich auch bisher schon das Koffein gespürt aber das ist etwas anderes, das ich noch nicht in Worte fassen kann. Nicht besonders geistreich, fürchte ich, aber ich möchte es dennoch mit Mr. Spock sagen: „faszinierend“!
      Aufguss 15 (ca. 20min): Ähnlicher Gesamteindruck, weiter vollmundig, nicht mehr so wuchtig aber immer noch sehr gut!
      Aufguss 16 (ca. 25min): Dummerdings vergessen, den Gaiwan abzudecken: erstaunlich, was da trotzdem noch raus kommt!
      Aufguss 17 (ca. 30min): Ein letzter Aufguss für heute. Er ähnelt den beiden zuvor und langsam wird es dann doch ein Abschied. Leider wird mir das Wasser knapp und den Morgen möchte ich mit einem schönen Sencha begrüßen. Aber es ist ja noch genug Tee für eine zweite Session übrig und da werde ich zum Schluss mal den letzten Aufguss über Nacht stehen lassen.
      Fazit in einem Wort: Abgefah'n !
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