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  1. Tee mit Jinx

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    Jinx
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    Was ist Mate?

    Mate ist kein Tee, sondern die Blätter eines südamerikanischen Strauchs. Es ist das südamerikanische Nationalgetränk, das bereits den indigenen Völkern bekannt war und von den Einwanderern übernommen wurde. Mate gehört zu den koffeinhaltigen Getränken und ist 

    In Europa kennt man Mate vor allem als Brause. Doch das ist geschmacklich von echter Blatt- oder Pulvermate meilenweit entfernt. Es handelt sich streng genommen auch nicht um Mate, sondern um matehaltige Erfrischungsgetränke, die - wie alle Limonaden - vor allem aus Wasser und Zucker bestehen. Sie werden aus Mate-Extrakt hergestellt, und es gibt bessere und schlechtere Varianten. Letztere lassen auch beim besten Willen kaum Mate-Geschmack erkennen. 

    Diese Brausen können jedoch einen Einstieg in den echten Mate-Genuss bieten, denn Mate ist für Europäer recht gewöhnungsbedürftig, da sie immer einen herb-bitteren Geschmack hat, den wir uns dank hochverarbeiteter und zuckerhaltiger Lebensmittel erfolgreich abtrainiert haben. Durch die hochwertigeren dieser Limonaden lernt man den Geschmack kennen und oft auch lieben. Die Konsumenten, für die es dann etwas mehr sein darf, landen manchmal bei echter Mate. 

     

    Wie trinkt man Yerba Mate?

    Ein Grund, warum Mate hier nie richtig populär wurde, ist vermutlich auch, dass es kein besonders niederschwelliges Getränk ist. 

    Für den, der es probieren will, reicht ein Beutel mit Blatt- oder Pulvermate und eine Bombilla (traditioneller Mate-Trinkhalm aus Metall oder Bambus mit Lochsieb am Ende) nebst beliebiger Tasse aus. Auf die Bombilla kann man allerdings nicht verzichten, da ein normaler Strohhalm nicht geeignet ist, Man braucht einen mit Filterfunktion, sonst hat man den Mund voller Krümel. Wichtig ist, dass das Wasser nicht kochen darf. Die Empfehlungen variieren, ich erhitze das Wasser meist auf 80 Grad. Im Sommer kann man Mate auch kalt aufgießen und erhält ein unglaublich erfrischendes Getränk. 

    Man darf am Blatt oder Pulver nicht sparen. Das Trinkgefäß wird etwa zur Hälfte gefüllt. Trotzdem ist es ein sparsames Getränk, denn verwendet Gefäß von der Größe eines Kaffebechers, verträgt eine Matefüllung gern zwei oder mehr Liter. Man gießt immer wieder auf. Wenn der Geschmack nachlässt, "wendet" man den Inhalt und kann weitertrinken.  

    Für die korrekte Zubereitung konsultiert man am besten das Internet. Da Mate in Deutschland nicht sehr bekannt ist, sind die meisten Anleitungen auf Englisch oder Spanisch. Eine bebilderte Anleitung für die korrekte Zubereitung von Mate in deutscher Sprache gibt es hier, ein Video da.

     

    Warnhinweis

    Es gibt Mate auch in Drogeriemärkten in Beutelform. Diese auf keinen Fall kaufen. Diese Beutel sind böse. Erstens liegt die Qualität des Beutelinhalts ungefähr auf dem Niveau von auf den Boden gefallener und zusammengekehrter Reste in einem mateabfüllenden Betrieb, und zweitens ist das die falsche Zubereitungsart. Mate ist nämlich kein Kräutertee, sondern braucht eine gewisse Konzentration. Beutel-Mate schmeckt einfach nicht und vermittelt auch keinen Eindruck von dem korrekten Geschmack und dem Trinkerlebnis echter Mate. Wir erinnern uns noch an die Pu-Erhs in Beuteln, die als Schlankheits-Wundermittel verkauft wurden? Eben. Auch Mate wird eine ähnliche Wirkung zugeschrieben, und daher bieten findige Geschäftsleute Mate in Beutelform an, denn den Abnehmwilligen kann man jeden Scheiß andrehen. 

     

    Wenn es etwas mehr sein darf

    Wer sich nach den ersten Testläufen für Mate begeistern kann, wird feststellen, dass das Getränk nicht nur wach, sondern auch gute Laune macht. Manche nutzen es als mildes, natürliches Antidepressivum. Wer dabei bleiben will, wird sich für ein Mategefäß interessieren. Man hat eine große Auswahl. In .den Teegeschäften, die auch Mate verkaufen, gibt es oft auch Calabazas, ausgeöhlte Kürbisse, die traditionell zum Trinken von Mate verwendet werden. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr günstig und unzerbrechlich sind. Der Nachteil ist, dass man sie erst einem Prozess unterziehen muss, der curing oder seasoning heißt - man füllt die Calabaza mit Mate und heißem Wasser, lässt sie über Nacht einweichen und kratzt am nächsten Morgen eventuelle Reste des aufgeweichten, an der Schale haftenden Fruchtfleischreste heraus. Danach muss das Gefäß erst mal wieder völlig durchtrocknen. Das ist nichts, wenn man endlich loslegen will mit der echten Mate in der natürlichen Umgebung eines passenden Gefäßes. Außerdem kann die Calabaza leicht anfangen zu schimmeln, wenn man nicht aufpasst und sie nach jedem Genuss nicht sofort leert, ausspǘlt, reinigt und trocknen lässt. Regelmäßigen Matetrinker benötigen daher mehrere dieser Hohlkürbisse. Eine angeschimmelte Calabaza muss man übrigens wegwerfen.

    Eine Alternative sind Calabazas oder Cujas aus Ton, Porzellan, Glas oder auch Holz. Sie sind bedeutend pflegeleichter und kommen - bis auf die Holzvariante - ohne Vorbereitung aus. 

     

    Pur oder mit Zusatz

    Mate muss man nicht pur trinken, wobei sich das bei sehr hochwertiger, handwerklich hergestellter Mate empfiehlt, sondern kann mit allem, was einem so einfällt, angereichert werden. Bekannt sind Zucker, Zitrone, Orangensaft (kalt aufgegossen), aromatische Kräuter, Sirup, Stevia oder auch Guarana (für alle, die eine zusätzliche Dröhnung wünschen). Die Möglichkeiten sind endlos. Es gibt sogar Leute, die Mate mit Cola aufgießen. Kalt genossene Mate, die sogenannte Tereré wird gern aus einer ausgehöhlten Grapefruit, einem Apfel oder einer kleinen Melone getrunken. So nimmt die Mate den Geschmack des Gefäßes auf. Der Angang ist generell weniger puristisch als bei Tee oder Kaffee. Erlaubt ist, was schmeckt und gefällt. 

     

    Mate - das Ritual

    Es gibt übrigens ein einfaches, aber sehr schönes Ritual mit echter Mate. Man lässt ein großes Trinkgefäß in geselliger Runde kreisen, jeder trinkt daraus und gibt es weiter. Es ist sehr lustig, so etwas mal mit südamerikanischen Teilnehmern zu erleben: Man haut sich in irgendeine Ecke, sitzt, wo Platz ist, zur Not auch auf dem Boden, und bildet einen Kreis um das Trinkgefäß. Der "Gastgeber" füllt das Trinkgefäß und gibt es an den nächsten weiter. Der nimmt einen Schluck, dann ist der nächste dran. Der Gastgeber füllt immer wieder auf. Es ist eine sehr soziale Angelegenheit - und eine sehr lustige. Eine muntere Mate-Runde kann auch die drögste Umgebung in eine Partyzone verwandeln, denn - wie gesagt - Mate macht einfach gute Laune. 

     

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  2. Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich endlich eine Töpferscheibe zugelegt. Leider ziemlich gleichzeitig auch eine chronische Sehnenscheidenentzündung. :$  Superdoof!  Deshalb wurde die Gute bis jetzt erst 2 mal benutzt, was mich immens ärgert. 

    Aber es hat mich doch ganz schön in den Fingern gejuckt, daher hab ich dann doch mal wieder eine kleine Session eingelegt. Ohne E-Scheibe. Nur einen kleinen Klumpen Ton, komplett freihand um die Handgelenke etwas zu schonen.

    Dabei herausgekommen sind ein kleines Yunomi im Chawan-Look, ein Yunomi oder Guinomi in Hammerschlag-Optik und eine Schale, ebenfalls mit "Hammerschlag".

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  3. Oft wird im Forum über unglasierte Ware gesprochen, verschiedene Wirkungen auf unterschiedliche Tees diskutiert und ob die Eine jetzt besser ist als die Andere. Diesem Thema versuche ich später noch einen Bericht zu widmen, wenn es denn klappen sollte das ich doch noch den Kern finde. 

    Hier soll es aber einmal um Glasuren gehen. Allzuoft werden sie vernachlässigt obwohl sie eine Spielwiese sind, die in Ihren Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Oftmals sieht man nur einfarbige und einfache Glasuren, doch ist das nur die Spitze. Wenn man sich die Hagi Keramik aus Japan ansieht, merkt man erst wie vielfältig eine simple Glasur sein kann.

    Die Hagi Glasur basiert auf einer simplen Fedspat Glasur, wobei jeder Töpfer seine eigene Rezeptur besitzt. Zwischen feminin und maskulin, zarter Glasur und zerklüfteter Oberfläche ist alles möglich. Im Zusammenspiel mit verschiedenen Scherben (Tonkörper) entsteht eine Dynamik die selten zu finden ist. Wer sich die Möglichkeiten verinnerlichen will, dem empfehle ich einfach einmal eine Suchmaschine zu nutzen und sich die Bilder über Hagi Yaki anzusehen. Auch das Farbenspiel nimmt bei dieser Glasur immer mehr zu. Ein weiterer Vertreter dafür ist die Shino Glasur, bei der viel mit Unterglasurmalerei gearbeitet wird.

    Im Bereich der Tokoname Kannen sieht man ab und an Glasuren die sich durch das Spiel des Feuers verändern, entsprechend wie der Körper der Feuerquelle ausgesetzt ist. 

    Ein sehr urtümlicher Vertreter, in seiner Dynamik aber sehr vielfältiger ist die Ascheglasur. Bizen Keramik und, Iga und Shigaraki sind die bekanntesten Städte dafür. In seiner Ausführung sehr einfach, da der Tonkörper ohne jegliche Glasur in den Ofen gestellt wird, ist es mit die unberechenbarste Methode. Die Asche vom Feuer fliegt frei im Holzofen umher und schmilzt auf dem Tonkörper zu einer natürlichen Glasur. Die Form wird nicht überall und nicht gleichermaßen glasiert. Jedes Stück wird einzigartig.

    Eine Glasur die mich immer aufs neue fasziniert ist Tenmoku. Von glänzenden tiefschwarz, mit eingelegten Blättern, über braun bis hin zu blauen Flecken ist alles möglich. Diese Glasur sollte sauerstoffarm gebrannt werden um seine Möglichkeiten voll nutzen zu können. Leider ist auch hier der Zufall so hoch, dass man sich jedes Mal auf ein Neues überraschen lassen  uss.

    Eine weitere tolle Glasur ist Kinyo aus dem chinesischen Raum. Die verschiedenen in sich laufenden Farben gefallen mir sehr gut, leider sieht man selten wirklich gute Vertreter davon.

    Wer auf der Suche nach einer universellen Kanne ist und sich bei der Auswahl etwas Zeit lassen kann, sollte sich Kannen mit verschiedenen Glasuren ansehen. Es gibt so viele tolle die einem das Herz erfreuen.

    Zum Ende noch ein paar Eindrücke verschiedener Glasuren.

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  4. Das Teeleskop

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    Timo
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    Anlässlich des Hanami habe ich einen grünen Tee von Mariage Frères gekauft, der nicht nur aufwendig präsentiert wurde, sondern durch seinen Namen „Sakura 2017“ auch suggerierte, eine Komposition aus Grüntee und Blüten der japanischen Zierkirsche zu sein. Von dem guten Ruf der Teemarke ausgehend, habe ich die Inhaltsstoffe erst gelesen, als ich zu Hause den ersten Aufguss durchführen wollte. Grüntee, Aroma und Rosenblätter. Nein danke!

     

    Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass bisher noch kein japanische Teebauer auf die Idee gekommen ist, seinen Grüntee durch die Hinzugabe von Kirschblüten zu veredeln, begab ich mich auf die Suche. Doch während meiner Suche fand ich einen Tee, der sehr viel interessanter erschien, als mögliche Mischungen von Grüntee und Kirschblüten. Dem Teebauer Tetsuro Mochizuki aus Shimizu in Shizuoka ist es nach jahrelangen Versuchen gelungen, einen neuen Teekultivar mit dem Namen Shizu 7132 zu züchten. Im Vergleich zu anderen Kultivaren soll diese Varietät ursprünglicher und wilder sein und sich vor Allem durch einen besonders feinen und natürlichen Geschmack von Kirschblüten auszeichnen.

     

    Sencha Machiko wird der Tee genannt, der aus diesem Kultivar hervorgeht und verkauft wird. 2009 hat dieser Tee beim „World Green Tea Contest“ eine Goldmedaille gewonnen. Grund genug, meine ernüchternde Erfahrung mit einem vermeintlich hochwertigen aber in jedem Falle hochpreisigen Produkt von Mariage Fréres zu vergessen und mich stattdessen der Erfahrung hinzugeben, die mir der vielversprechende Sencha Machiko zu bieten scheint.


     

    Verpackung.

    Der Tee kommt in einer schmuckvollen Umverpackung daher, die sich wie ein Briefumschlag öffnen lässt. Im Inneren des Umschlages finden wir den zu 40 Gramm portionierten Tee in einer hochglänzenden Vakuumverpackung. Ebenfalls enthalten ist eine liebevoll gestaltete Informationsseite zum Tee und dessen Entwicklungsprozesses.


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    Aussehen und Geruch.

    Abgesehen von einigen helleren Tips ist das Gesamtbild der Teeblätter eher als dunkles Moosgrün oder als mattes Olivgrün zu beschreiben. Der Geruch des Teeblattes unterscheidet sich bisweilen doch signifikant von anderen Varietäten. Während er im ersten Ansatz grasig daherkommt und somit an einen handelsüblichen Sencha erinnert, entwickelt sich ein feiner Kirchblütenduft mit zunehmender Sauerstoffzufuhr. Insbesondere retronasal ist ein blumiges Aroma deutlich wahrzunehmen.


     

    Zubereitungsmethoden.

    Erste Zubereitung, erster Aufguss (5 Gramm. 450 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 90 Sekunden)

    Der erste durchgeführte Aufguss entspricht der Zubereitungsempfehlung des Importeurs. Das Ergebnis ist ein hellgrüner und äußerst schwacher Sencha, der grasige wie fruchtige Noten vermissen lässt und insgesamt nicht überzeugen kann.

     

    Zweite Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 30 Sekunden)

    Das Ergebnis ist abermals ein hellgrüner, im Geschmack aber etwas intensiverer Sencha, der sich aber keineswegs signifikant von anderen Sencha unterscheidet. Lediglich retronasal waren blumige Aromen zu erahnen. 

     

    Zweite Zubereitung, zweiter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 10 Sekunden)

    Weil der erste Aufguss durchaus passabel war, entschied ich mich für einen zweiten Aufguss bei reduzierter Ziehzeit. Das Ergebnis war ein mittelgrüner, durchaus guter Sencha. Fruchtige bzw. eher blumige Aromen waren ausschließlich retronasal wahrzunehmen, machten den Tee aber durchaus interessant.

     

    Zweite Zubereitung, dritter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 80°. Ziehzeit: 45 Sekunden)

    Der dritte Aufguss der zweiten Zubereitung ließ leider alle interessanten Aromen vermissen. Der nun gelbgrüne Sencha war vor Allem durch eine leichte Bitterkeit geprägt. Retronasal konnte ich die durchaus interessanten, blumigen Aromen nicht mehr wahrnehmen.

     

    Dritte Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 400 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 60 Sekunden)

    Nachdem die zweite Zubereitung durchaus vielversprechend war und ich mir die Frage stellte, ob das blumige Aroma noch mehr in den Vordergrund treten kann, veränderte ich die empfohlene Zubereitungsmethode geringfügig. Das Ergebnis war ein schöner, grüner Sencha, dessen blumiges Aroma aber nicht intensiver war, als beim zweiten Aufguss der zweiten Zubereitung.

     

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    Fazit.

    Der Sencha Machiko des Teebauern Tetsuro Mochizuki ist zwar durchaus interessant aber vor Allem auch herausfordernd. Sein blumiges Aroma offenbart er nur bei wenigen Zubereitungsmethoden und bestraft vermeintlich falsche Ziehzeiten und Wassermengen mit deutlich spürbarer Bitterkeit.

     

    Weil man glaubt, nur die richtige Zubereitungsmethode herausfinden zu müssen, um eine blumig-fruchtige und damit sehr interessante Tasse zu bekommen, lädt der Sencha Machiko geradezu zum Experimentieren ein. Lediglich der Preis von 15,90 Euro pro 40 Gramm kann die Experimentierfreudigkeit schmälern. 

     

    Für mich stellt der Tee eine interessante Herausforderung dar, derer ich mich gerne und auch in Zukunft weiter stellen möchte. Ich bin mir sicher, alsbald eine optimale Zubereitungsmethode zu finden, um dem Tee und den jahrelangen Arbeiten des Teebauern Tetsuro Mochizuki gerecht zu werden.

  5. Schon länger war ich auf der Suche nach einem kleineren Shiboridashi für Puerh und endlich scheine ich fündig geworden zu sein.

    Wenn ich Puerh nicht in einer klassischen Yixing Kanne zubereite bevorzuge ich eigentlich eher den rustikaleren Stiel. Da fallen einem natürlich sofort die ganzen osteuropäischen Töpferkünstler ein - allen voran Petr Novak. Bei ihm gefallen mir insbesondere die Baumrinden- sowie die Schlangenhaut-Glasuren. Allerdings finde ich passen die Arbeiten der europäischen Künstler besser zu Schalen oder Kannen. Für mich ist ein Shiboridashi einfach etwas typisch japanisches, daher kamen eigentlich auch nur japanische Künstler in die engere Auswahl.

    Aber gut, auch das ist noch ein quasi riesengroßes Suchfeld. Für mich habe ich aber schnell festgestellt, dass mir der sogenannte Mogake Stil oft am besten gefällt. Bei der Mogake Glasur werden die getöpferten Stücke teilweise mit Seetang bzw. Algen bedeckt und anschließend gebrannt. Dadurch entstehen einzigartige Linienmuster - in diesem Fall des Shiboridashis hier in kupferner Farbe. Bevor ich mich aber aus lauter Begeisterung über meinen neuen Shiboridashi mit gefährlichen Halbwissen noch weiter aus dem Fenster lehne, möchte ich es lieber dabei belassen. Das Forum verfügt aber über entsprechende Experten, allen voran z.B. @luke.

    Am Ende habe ich mich für diesen knapp 100ml fassenden Shiboridash des Künstlers "Jin" entschieden, der dafür einen grauen, gröberen Tokoname Ton verwendet hat. Eingeweiht wurde das gute Stück direkt mit einem vier Jahre alten Sheng. Kennt ihr dieses augenöffnende Wow-Gefühl, wenn Euch ein Tee, den ihr schon mehrmals probiert habt, plötzlich und direkt im ersten Schluck komplett überzeugt und zu tiefst berührt?

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  6. Hier mal nur kurz ein Update zu meinen momentanen Gedanken zum Thema Lagern... 
    mein Pumidor / Pu-Kühlschrank Projekt habe ich ja abgebrochen... zu teuer... zu aufwendig, zu künstlich. etc. pp. 

    Ich werde aber, früher oder später, wenn ich mal etwas mehr zum investieren übrig habe, einen Versuch starten zu dem mich die Ratschläge von Scott von YS motiviert haben. 
    (ist nichts neues, nichts besonderes und vielen hier sicher schon bekannt) 

    - Keine Angst vor Luftfeuchtigkeit um 60% oder drunter... 
    -nicht künstlich die Luftfeuchtigkeit erhöhen
    dafür aber
    -möglichst viel Tee in einen Schrank oder eine Box, bzw. den Raum möglichst so eng und dicht wie geht mit Tee vollstopfen... (von Scott als besonders wichtig betonter Punkt) 
    - eher selten öffnen
    -warten.. vertrauen

    Also, ich spare jetzt ein paar Jährchen und dann werde ich das mal mit einigen Cakes probieren... der Ansatz, glaube ich, ist besonders vielversprechend wenn es auch mehr als nur 5, 6 Cakes sind... also ein kleines Schränkchen voll... na ja, mal sehen wann ich mir das werde finanziell erlauben können :) 

  7. Charyu
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    Mein liebes Teetagebuch,

    bei meiner Testreihe ein Mineralwasser ähnlich dem Nachtigall Wasser, welches im teehaus.cöln Verwendung findet, für Oolong/Wulong zu finden, stieß ich durch Zufall bei Trinkgut Troisdorf (Getränkemarkt) im Stadtteil Friedrich-Wilhelms-Hütte auf "Ahrtal Quelle" - Classic Mineralwasser.

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    Die Eifel ist der ideale Ort, um hervorragendes Mineralwasser zu produzieren. Denn bis vor etwa 10.000 Jahren gab es hier noch eine ganze Menge aktiver Vulkane. "

    Wobei sich Mineralwässer aus der Eifel bei der Teezubereitung und Auswirkung auf den Tee-Geschmack doch gewaltig unterscheiden. Die meisten taugen wohl nicht für die Zubereitung von Tee. Hier habe ich aber auch speziell Teewasser für Oolong/Wulong gesucht. 

    Die "Ahrtal Quelle (Classic)" hat sich für mich als das Referenz Wasser für Oolong/Wulong herauskristallisiert.
    An das Nachtigall Wasser komme ich hier in Troisdorf ja nicht ran.

    Die Ahrtal Quelle lässt den Oolong/Wulong angenehm weich erscheinen und holt die meisten Aromen in den Vordergrund, lässt den Gesamteindruck abgerundet erscheinen.
    Dadurch, dass hier der Basisgeschmack (Gerbstoff-Herbe, Frucht-Säure) in den Hintergrund gedrängt werden, kommen die Aromen des Körpers besser zur Geltung.
    Süße wird nicht mehr von Herbe und Säure überlagert.
    Die Textur wird, soweit beim Oolong zumindest rudimentär vorhanden, noch angenehmer samtig.
    Bei meinen Rou Gui hab ich zum ersten Mal deutlich Cassia-Zimt Aroma und nicht nur dessen Schärfe im Nachgeschmack wahrnehmen können.

    Aber nicht all meine Oolong/Wulong kommen mit diesem Wasser gut rüber. Da gibt es noch welche, die mir mit meinem Troisdorfer Leitungswasser besser gelingen. 

    Weiteres ist im Thema " Wasser, welches nehmt ihr? " zu finden.

    So, mein liebes Teetagebuch, bis demnächst und Tschö mit Ö  :winken:

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    Hallo zusammen, da bin ich wieder :winken:

    Die Teesamen waren knapp anderthalb Tage im Wasser und konnten sich gut vollsaugen.

    Als erstes hab ich sie aus der Socke befreit und frei schwimmend ins Wasser verfrachtet:sinkers-floaters.thumb.jpg.0370e6b838fb9

    Wie wir nun sehen schwimmen einige während andere auf den Boden gesunken sind.
    Die schwimmenden Samen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit zu keimen und zugleich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu schimmeln.

    Die auf dem Boden haben generell sehr gute Chancen zu keimen, solange die Schale nirgendwo zerbrochen ist. Letztere kann man entweder ganz aussortieren oder von den anderen Samen separieren.

    Wir haben nun also 2 bis 3 Gruppen von Teesamen. Bei meiner Methode werden die Samen jetzt nicht direkt eingepflanzt. Das würde auch gehen, hat bei mir jedoch deutlich geringere Erfolgsquoten gebracht. Stattdessen füllen wir nun einige Gefrierbeutel bis maximal zur Hälfte mit Vermiculit. Perlit soll auch funktionieren - wie ich leider beim letzten Eintrag vergessen habe zu erwähnen - ist aber von mir ungetestet. 56abb9eae6c98_halbvoll.thumb.jpg.becaa56

    Ich habe 3 Liter Beutel genommen und die bis knapp unter der Hälfte gefüllt. Dazu kamen 200 bis 220ml Wasser. In jeden Beutel habe ich dann 15 Samen gepackt, sodass ich 16 Beutel mit jeweils 15 Samen und einen Beutel mit 10 Samen hatte. Die Beutel haben ich dann gut durchgemischt, sodass Wasser und Samen gleichmäßig im Vermiculit verteilt sind. Wir passen dabei auf, dass nur Samen aus der selben Gruppe miteinander in eine Tüte kommen, sodass die gesünderen Samen nicht von den potentiell gefährdeten Samen negativ beeinflusst werden. Was nun kommt ist ein ganz wichtiger Schritt und verhindert dass die Samen in den folgenden Wochen anfangen zu schimmeln. Wir pressen aus den Beuteln alles an Luft raus was wir von Hand herausdrücken können. Anschließend verknoten wir das offene Ende ganz fest, sodass die Samen ganz fest eingepackt sind und keine Luft zirkulieren kann. zugeschnuert.thumb.jpg.2692674b7b92d6315

    Bei einem vorherigen Versuch habe ich leider 150 Samen verloren, weil ich mich auf Schiebeverschlussbeutel verlassen habe. Nach 2 Wochen waren die Samen unrettbar vergammelt. Schöne Longjing Samen... :winken-traurig:

    Von jetzt an bewahre ich die Samen bis sie keimen halbschattig auf. Ich habe aus mehreren Quellen widersprüchliche Angaben dazu gehört, ob die Samen im Schatten oder in der Sonne keimen sollen. Teilweise von Züchtern von Kamelien allgemein, als auch von Camellia Sinensis Züchtern. Halbschatten funktioniert super :thumbup: Ideale Keimtemperatur ist 24°C. Mein Badezimmer ist mit etwa 22°C ein bisher gut funktionierender Kompromiss.

    Jetzt ist erst einmal für ein paar Wochen Sendepause. Von 3 bis 10 Wochen Keimzeit ist eigentlich alles möglich, die meisten keimen jedoch innerhalb von 6 Wochen. Länger brauchen dann eigentlich nur noch einzelne Samen.

    Sobald ich die ersten Wurzeln sehe erfahrt ihr mehr.

    Bis dahin, abwarten und Teetrinken :trink_tee::winken:

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    Hypnozyl
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    "Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont."

    Edith Linvers (dt. Schriftstellerin)


    Mit welchem Tee fange ich denn nun an? Auf schwarzen, bzw. roten Tee hatte ich mich schon eingestellt. Aber diese Eingrenzung hilft einem nicht weiter, bei der Masse an verschiedenen Sorten, Anbaugebieten, usw. . Die Recherche im Forum brachte mich auch nur bedingt weiter, da die Geschmäcker viel zu verschieden, und die unterschiedlichen Bezugsquellen schier unendlich sind. Was also sollte ich tun? Den Weg über (noch) einen Thread im Forum, in dem ich nach guten Tees frage, wollte ich mir sparen. Nicht nur, dass ich wie gesagt viele verschiedene Meinungen bekäme, nein auch die anderen Forenuser haben derart Fragen schon oft und ausgiebig genug beantwortet.

    Glücklicher Weise schien @Terrakotta-Krieger meine Hilflosigkeit zu erahnen. Er kontaktierte mich und nebst ein paar netten Worten empfahl er mir einen bekannten Online Shop aus Neu-Isenburg. Darüber hinaus machte @Terrakotta-Krieger mir eine besonders große Freude, indem er mir seinen ersten Gaiwan inkl. Trinkschalen überließ. Die Teezange konnte damit wieder in der Schublade verschwinden. Zu dem Gaiwan gesellten sich im Übrigen auch noch ein paar Teeproben (roter Tee, Darjeeling und ein Oolong) und die dazu passenden Zubereitungsarten. Abschließend hat er mir noch zwei herbe Schwarztees aus o. g. Shop empfohlen.
    Ich muss wohl nicht extra betonen, dass ich @Terrakotta-Krieger für seine Hilfe überaus dankbar bin. Ich tue es an dieser Stelle trotzdem: Danke! :) 

    Parallel hatte ich noch beschlossen, ein aktives und scheinbar sehr erfahrenes Forenmitglied mit meinen Fragen zu löchern. Aufgrund der örtlichen Nähe habe ich mich dazu entschlossen @Key nach Tipps und Tricks rund um Schwarztee zu fragen. Dieser ließ sich natürlich nicht lange bitte und stellte mir prompt eine Auswahl zusammen, die es selbstverständlich alle in der Teegasse gibt ;) 
    Bestellt habe ich dann einen Assam, einen Darjeeling, einen roten Tee und einen Milky Oolong.

    Soweit so gut. Ich hatte nun also eine aus meiner Sicht beachtliche Sammlung von Proben, eine Teezange und einen Gaiwan. Dem Teegenuss sollte nun also nichts mehr im Wege stehen. Terrakotta-Krieger hat mich in weiser Voraussicht noch darauf hingewiesen, dass ich mit dem Gaiwan erst einmal üben sollte. Vorzugsweise mit kalten Wasser. Was soll ich sagen? Der Tipp war Gold wert! Meine erster Schüttversuch endete in einer mittelschweren Überschwemmung. Den Weg in die Trinkschale haben letzten Endes nur wenige Tropfen gefunden. Also gut, Lappen holen, aufwischen, nochmal versuchen. Das Spielchen trieb ich einige Male mit dem immer gleichen Ergebnis. Meine Frau beobachtete mich und kam irgendwann zu dem Schluss, dass ich komplett unfähig sei. Ich wollte ihr an dieser Stelle nicht widersprechen...
    Aber was machte ich falsch? In diversen Youtube Videos sah es doch immer so einfach aus: Deckel etwas schräg drauf, Gaiwan und Deckel gut festhalten und dann schütten. Ich konnte den Fehler in der Anwendung nicht finden. Zu allem Überfluss versuchte es meine Frau auch einmal. Ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten, füllte Sie das Trinkschälchen mit dem Wasser. Wie hat sie das gemacht, dieses Teufelsweib?! Nach zwei weiteren Demonstrationen meiner Frau bemerkte ich, dass sie wesentlich schneller schüttete als ich. Konnte das der Schlüssel zum Erfolg sein? Ja, das ist der Schlüssel zum Erfolg. So einfach und doch so schwer... Zwar gingen immer noch ein paar Tropfen daneben, aber ich konnte den Gaiwan leeren, ohne den Tisch wieder unter Wasser zu setzen. Endlich, dachte ich. Man reiche mir den Tee, es sollte losgehen.

    Mein erster Tee mit dem Gaiwan hat mir direkt die Schuhe ausgezogen. Gar kein Vergleich zum Tee, der mit der Zange zubereitet wird. Der Tee schmeckt wesentlich kräftiger und voller, und genau das macht mich an. Genau das habe ich gesucht. Die Assam Harmutty Goldspitzen waren derart kräftig im Geschmack, dass ich mich auf Anhieb verliebt habe. Das ist doch mal eine Alternative zu meinem schwarzen Kaffee!
    Aber auch die anderen schwarzen, bzw. roten Tees waren sehr lecker. Allerdings war der Assam mein Favorit. Die Darjeelings waren selbstverständlich gut, aber trotz unterm Strich waren sie mir zu lieb. Klar, ich kann sie höher dosieren, womit sie natürlich auch wesentlich kräfter werden, aber der Assam hatte die Nase vorn. Roter Tee hat dagegen einen Geschmack, der in eine ganz andere Richtung geht. Anders, aber trotzdem lecker. Alle drei Richtungen sagten mir zu, aber Darjeelings würde ich wohl vorerst noch hinten anstellen.
    Als Schmankerl hatte ich zum einen noch den Milky Oolong und eine Oolong Probe (Tie Guan Yin) von @Terrakotta-Krieger. Der Milky Oolong war vielleicht nicht die beste Wahl. Geschmacklich erinnerte er mich Kohl, woran auch die mehrere Aufgüsse nichts änderten. Er duftete wirklich lecker, aber der geschmacklich konnte er mir nicht überzeugen. Dachte ich mir doch, dass ich wohl ein Schwarzteetrinker werde. Für die gute Wahl zum Einstieg klopfte ich mir (gedanklich) auf die Schulter. Doch dann probierte ich den Oolong von Terrakotta-Krieger und war überrascht, wie lecker Oolong sein kann. Bestimmen konnte ich den Geschmack noch nicht, dafür waren meine Geschmacksnerven einfach noch zu grob. Aber mit jedem Aufguss schmeckte mir dieser Oolong besser. Das gedankliche Schulterklopfen nahm ich wieder zurück. Auf einmal wollte ich mich nicht mehr nur auf Schwarztee beschränken. Wieso auch? Es gibt doch so viele verschiedene Tees. Und ich will sie alle probieren. Denn:

    Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont.

     

  8. Ich gebe es zu, das war nicht das erste, was mir in den Sinn kam, als ich das erste mal den Begriff Oolong hörte.
    Es war eher ein relativ unbeteiligter Gedanke von wegen "Noch eine Schwarzteesorte, die so hochgepusht wird".
    Es dauerte einige Zeit, bis mir klar wurde, das Oolong etwas anderes als schwarzer Tee ist.
    Und wenn ich ehrlich bin, ist Oolong der Tee, den ich am kürzesten kenne, hatte ich doch schon als Teenager schon Berührungspunkt mit Pu Erh ;-)

     

    Aber beginnen wir doch am Anfang:
    Meine erste Beührung mit einem Oolong war ein Milky Oolong vor einigen Jahren.
    Er ist seit einigen Jahren gefühlt in Mode und wenn man Teetrinker ist, stolpert man automatisch mal drüber.

     

    Wie das so passiert, sind auch hier die Qualitäten sehr unterschiedlich.
    Die damalige Erstverkostung war dementsprechend vom Urteil her ein "ganz gut, aber nicht weiter erwähnenswert".

     

    Es dauerte bis zu meinen intensiveren Teestudien letztes Jahr, dass ich auch mal richtige Oolongs in meinem Blickfeld hatte.

     

    Und ich gebe ganz offen zu: Ich habe in meinem Leben vorher etwas verpasst.

     

    Irgendetwas an den Oolongtees spricht mich einfach an.
    Ich mag die Art des Rollens des Tees, was irgendwie alleine schon hochwertig aussieht.
    Der Geschmack ist so ganz anders als bei grünem oder schwarzem Tee, dass es mir viel Spaß macht, die Nuancen hier zu entdecken.

     

    Außerdem finden die Oolongs es einfach so kuschelig in meinem Teeset, dass ich sie nur zu gerne dort hineinplatziere :-)

     

    Tja, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen an dieser Stelle, also gehen wir doch direkt zu meinen Oolongbewertungen über.

     

    Da wäre eine Bestellung von TeaVivre mit:
    Nonpareil Taiwan Li Shan Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea --> ok, eher kein Nachkaufkandidat
    Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea --> flach und fad, kein Nachkaufkandidat
    Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea --> sehr schön, potenzieller Nachkauf

     

    Getestet habe ich bisher noch keinen davon, nachher wird aber der Li Shan in meinem Kännchen landen.
    Update: So, der Li Shan wurde jetzt verköstigt.
    Mein Fazit: Er hat mehr Volumen und Charakter als meine bisherigen Oolongs. Er ist nicht besser, aber irgendwie intensiver, was vielleicht mit der Röstintensität zusammenhängt.
    Er hat mir auch gut gefallen, wenn er auch etwas schneller ins bittere Abdriften konnte. Aber bei 80 Grad Wassertemperatur war er sehr schön zuzubereiten :-)
    Ich müsste ihn jetzt alleine vermutlich nicht nachbestellen, aber sollte ich bei TeaVivre noch andere gut finden, könnte er mit im Körbchen landen.

     

    Kommen wir zu den anderen Oolongs.

     

    Ich habe einen Tie Guan Yin von Edeltee hier, der schön lieblich und sanft ist, mir fast etwas zu sanft.
    Er ist ein wunderbarer Alltagstee, der kleine Fehler in der Zubereitung nicht allzu böse nimmt.

     

    Der Tie Guan Yin von Cha Dao ist dagegen schon etwas zickiger, d.h. ich muss etwas mehr mit der Wassertemeperatur spielen.
    Dafür belohnt er aber mit mehr Tiefe in der Tasse, mit wechselnderen Nuancen im Tee.

     

    Einen Milky Oolong habe ich auch bereits von Edeltee probieren dürfen, dieser ist natürlich schon leicht, süßlich und mild beim Trinken, wie der Name es ja schon prophezeit.
    Für mich ein leckerer Tee, wobei mir hier etwas die Kanten des Tees fehlen. Aber vielleicht muss ich hier auch einfach nur noch einige andere ausprobieren.

     

    Witzigerweise gibt es einen Oolong, den ich jetzt bereits von zwei verschiedenen Quellen erhalten habe und sehr gerne mag.
    Das ist ein Fo Shou.
    Dies ist momentan tatsächlich mein liebster Oolong.
    Der Tee scheint sich irgendwie beim Trinken im ganzen Mund auszubreiten und ein wunderschönes, volles Aroma zu verbreiten, was mit einer fruchtigen Note endet.

     

    Neben den oben genannten Oolongs habe ich noch einen Rou Gui von Herrn Thamm hier bei mir liegen und ich warte noch auf einen Dong Ding, die ich übrigens auch schon versucht habe in diversen Teehäusern und immer ganz gut fand.

     

    So, das wars es für heute.
    Die Liste wird im Laufe der Zeit sicherlich noch wachsen und ich werde den Beitrag hier laufend aktualisieren.

     

    Bis dahin
    LG
    Entchen

     

    Update:
    Schande über mich, dass ich heute beim Schreiben einen Oolong komplett vergessen habe, dabei ist es einer unserer Favoriten:
    Es ist der Oriental Beauty, ein süßlicher Oolong, stärker geröstet, der mich schon sehr an schwarzen Tee erinnert, aber irgendwie voller ist vom Geschmack.
    Ich habe immer die Assoziation von eisenhaltig, wenn ich ihn trinke, aber im besten Sinn.
    Den Oriental Beauty, den wir kennen, haben wir aus der Tea Lounge in Düsseldorf bezogen, ein sehr schöner Tee.

     

    Update vom 02.08.2015:
    Heute hatte ich einen Da Hong Pao von nannuoshan in der Tasse.
    Aufgebrüht wurden 4gr im 150ml Yixing Kännchen.
    Das ist ein sehr schöner Oolong, ich mag die etwas stärker gebackenen Versionen anscheinend gerne.
    Er war rauchig, aber trotzdem noch ganz leicht blumig und entwickelte gar keine Bitterkeit, was mir sehr gut gefallen hat.
    Er war richtig schön zu trinken und sehr ergiebig, das könnte ein Nachkaufkandidat sein :-)

     

    Aber bis dahin sind noch einige Proben zu kosten.

     

    Update vom 12.08.2015:
    Heute habe ich den Nonpareil Taiwan DaYuLing High Mountain Cha Wang Oolong Tea von TeaVivre im Kännchen gehabt.
    Beschreibung lautet wie folgt:

    • Origin Place: Dayuling Mountain (大禹岭), Taiwan
    • Harvest Time: April 29, 2015
    • Appearance: tight and full particles, glossy, in dark green color
    • Tea Liquid: clean and transparent, slight greenish golden color
    • Flavor: high and strong floral aroma; tastes sweet and smooth, refreshing and fragrant; has obvious sweet aftertaste and long-lasting flavor.
    • Tea Leaf: in one bud with three leaves form, thick and soft
    • Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.
    • Low Caffeine: Less than 15% of a cup of coffee


     

    Das ist ein richtig schöner Oolong. Er ist sehr mild gebacken, ein relativ grüner Oolong, daher habe ich ihn bei 80 Grad mit 7gr im 150ml Yixing Kännchen zubereitet.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die grünen Oolongs mir bei etwas weniger Temperatur besser schmecken.
    Bei diesem kommt sehr schön die fruchtige, blumige Note heraus, er ist wirklich süß im Nachgeschmack und hat keinerlei Bitterkeit.
    Trotzdem ist er nicht flach, sondern hat mit jedem Aufguss die Bandbreite an Geschmäckern variiert.
     
    So 4 - 5x kann man ihn aufgießen, danach wird er zu flach.
     
    Der Preis ist mit 50gr für 38,90 auch schon ganz ordentlich, ich würde ihn aber trotzdem als Nachkaufkandidaten ansehen.
    Vielleicht, wenn der Wechselkurs mal wieder günstiger ist :ph34r:
     
    Update vom 18.08.2015:
    Heute gab es den Superfine Taiwan Ali Shan Oolong Tea im Kännchen.
     
    Die Beschreibung lautet:

    • Originate from Ali Mountain (阿里山) in Taiwan, in an area higher than the altitude of 1000 meters.

    •  

      Harvest Time: April 20, 2015
       
    • Fresh Leaves: one bud with three leaves
    • Dry Tea: twisted into large full particles, round shape, glossy and dark green
    • Tea Liquid: greenish yellow, clean and bright
    • Aroma: elegant floral aroma and light milk fragrance.
    • Flavor: pure and mild, tastes smooth and round in the month. The tea has a light fragrance of gardenia and milk, feels smooth going down to the throat, with long-lasting sweet aftertaste.
    • Leaf: leaves are soft and tender in complete shape with obvious buds.
    • Infusing: can be infused for over 8 steeps with long time for each steep.

     

     


    Ganz ehrlich? Der Tee war mir zu flach und ausdruckslos.
    Schon beim dritten Aufguss verlor er zunehmend an Charakter und wurde sehr fade. Er war zwar schön vom Mundgefühl, aber mehr auch nicht.
    Für 24,90$ für 100gr kein Nachkaufkandidat.

     

    Update 09.09.2015:
    Jetzt hatte ich doch glatt vergessen, für die beiden letzten TeaVivre Oolongs einen Review zu verfassen:
    Superfine Taiwan Moderately-Roasted Dong Ding Oolong Tea
    Superfine Taiwan Qing Xiang Dong Ding Oolong Tea

     

    Ich mache es kurz: nichtssagend unscheinbar wäre wohl das richtige Wort.
    Sie ließen sich gut trinken, aber mehr auch nicht, der richtige Genuß fehlte mir.

     

    Ich hatte vor einiger Zeit bei TaiwanSourcing eine Bestellung aufgegeben und folgende Oolongs bekommen:
    1x Alishan High Mountain GABA Oolong Tea - Spring 2015 --> sehr schön, potenzieller Nachkauf
    1x Robust Cui Yu Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> ganz schön, potenzieller Nachkauf
    1x Jin Xuan "Golden Lily" Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014 --> schön, ggf. Nachkauf
    1x Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 --> hmm ... enttäuschend irgendwie

     

    Den obersten habe ich bereits verkostet, ein sehr schöner Oolong mit einer fruchtig-kräuterigen Nachnote, ganz sanft und fast "buttrig" im Mund.

     

    Update 10.09.2015:
    Heute habe ich den Bug Bitten Honey Aroma Certified Organic Oolong Tea - Spring 2015 gekostet und muss sagen, ich bin enttäuscht.
    Er war irgendwie total flach, hat keine richtigen Aromen entfaltet bei 7,5gr auf 150ml und hat auch nicht lange durchgehalten, nach dem 3ten Aufguss war die Luft schon raus.

     

    Nein, kein Nachkaufkandidat.

     

    Update 11.09.2015:
    Heute gab es den Hong Shui Roasted Organic Oolong Tea - Winter 2014, der mir gut gefallen hat, eine leichte Röstnote, keine Bitterkeit, dafür schön voll im Geschmack und fruchtig. Ein potenzieller Nachkaufkandidat.

  9. Vor ein paar Tagen wurde ich zu einem Getränk eingeladen. Super gesund soll das sein und der neu Trend überhaupt. OK, sollte etwas mit Tee zu tun haben, bzw. besser gesagt es sollte Matcha enthalten. Trendig und Gesund, dann muss wohl auch laut dem Zeitgeist Matcha mit hinein. Man hat ja fast ständig das Gefühl, dass wenn zur Zeit etwas super gesundes im Nahrungssektor auf den Markt kommt, es Grüntee oder Matcha enthält.

    Es geht um den "green smoothie" von True Fruist. Smoothie, dass ist so ein Mixgetränk aus Früchten und gerne auch mit Milch Joghurt, Eiscreme oder so. In diesem Fall werden die Milchprodukte durch Gemüse ersetzt, also ein Frucht und Gemüse Mix. Für den besonderen Kick, kommt dann natürlich noch der Matcha dazu, weil ja ultra gesund und vor allem, trendy ;)

    gallery_3_58_2022493.jpg

     

    Dieser besondere "green smoothie" nennt sich ganz gesund und schlank "Spinat, Grünkohl + Matcha". Die auch kalorienhaltigeren Bestandteile/Früchte, hat man hier im Namen heraus gelassen, kann man aber auf der Vorderseite der Flasche sehr deutlich sehen, als da wären, Ingwer, Birne, Banane und Apfel. Klingt aber trotzdem noch sehr gesund.

    Auf der Verpackung lesen wir dann folgendes:

    Zitat

    Zubereitung aus Früchten, Blattgemüse + Fruchtsaft.

     

    Zutaten:

    Apfelsaft 54,9%

    Bannanenpüree 21%

    Bio-Spinatpüree 11%

    Birnen-Püree 8%

    Bio-Grünkohlpuree 4%

    Ingwerpüree 1%

    Bio-Matcha Tee 0,1%

    Anteil biologischer Zutat 15,1%

     

    1 1/2 gepresste Äpfel

    2/3 pürierte Bannane

    7 Blätter Bio-Spinat

    2/5 pürierte Birne

    1 Blatt Bio-Grünkohl

    1 Scheibe Ingwer

    1 Messerspitze Bio-Matcha Tee

     

    Zucker?! Natürlich nur fruchteigener Zucker

     

    Nährwert je 100ml: 225 kj - 53 kcal

    Fett 0

    Kohlenhydrate 11,6 g

    davon Zucker 10,5 g

    Ballaststoffe 1,1 g

    Eiweiß 0,8 g

    Salz 0 g

     

    0% Konservierungsstoffe

    0% Zusatzstoffe

    0% Konzentrate

    0% Zuckerzusatz

     

    Unsere Smoothies sind schonend pasteurisiert bei +2 °C bis +7 °C

     

    Vegan

    De-Öko-001

     

    Alles ganz nett aufgemacht in Pflicht, Wahrheit und Kür. Auch handelt es sich hierbei um eine Mehrwegflasche, des grünen Gedanken wegens. Pfand wäre da natürlich noch nachhaltiger gewesen ;) Hätte aber evtl. den ohnehin nicht ganz so günstigen Preis, dann doch noch über 3 Euro getrieben.

    Vom Geschmack merkt man weder Matcha, noch Grünkohl oder Spinat. Eigentlich schmeckt das ganze nach einem Fruchtpüre, so sollte es ja sein. Ich habe hier die Birnen heraus geschmeckt, wogegen meine Begleitung eher die Bananen heraus geschmeckt hat. Also die genannten Hauptsorten auf der Flasche sind es nicht, welche im Geschmack zum tragen kommen. Aber es schmeckt recht angenehm. Nicht zu süß, gut in der Konsistenz, nur halt für dieses Geld, doch recht teuer.

    gallery_3_58_215876.jpg

     

    Also wer einen Mixer zu Hause hat und eh schon in der Kühlabteilung ist um sich diesen Smoothie zu holen, der kann auch gleich mal an der Obst und Gemüseabteilung vorbei gehen und sich dann eine ordentliche Portion zu Hause zusammen zu mixen :)

  10. Gushus Blog

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    Neulich waren kleingeschriebene Wörter als etwas bezeichnet worden welches Distanz zum Geschriebenem "signalisiert". Also meiner Auffassung nach sollte der Autor mit dieser Kleinschreibung diese Distanz signalisieren, daher ja diese Definition. Also ist das aus meiner Sicht korrekt? Also zuerst einmal möchte ich diese Thematik in die Faktoren Signatur und Distanz unterteilen weil es genau diese Attribute anspricht. Signatur kommt aus dem lateinischen und steht für signum also Zeichen. Die Wörter haben zum Autor immer die gleiche Distanz denn sie sind direkt mit dem Autor verbunden, sie distanzieren sich nicht vom Autor denn sie sind seine Signatur. Diese Signatur kann verschieden gross seine, also eine individuell vorgesehene Dominanz haben, aber die Distanz zum Autor ist immer gleichgross. Daher kann eine Kleinschreibung bestenfallls eine Vergrösserung oder Verkleinerung der Signatur zur Folge haben, aus Sicht des Autors und im Bezug zum Autor. Die Distanz zu dieser Signatur wird vom Beobachtenden gemacht, dieser kann sich davon distanzieren oder annähern. Es heisst ja oft "ich distanziere mich von diesem Worte oder diesen Worten", diese Distanz macht der Leser nicht der Autor. Der Autor steht zu seinem Wort und falls sie falsch sind steht er dazu dass sie falsch sind aber er distanziert sich nicht von seinem Worte, sowas macht stets der Leser nicht der Autor.

    Ein Raumschiff kann sich nicht von der Engine distanzieren, eine Sonne nicht von ihrer Masse, ein Autor nicht von seinem Worte (z.B. "Ach ich habe es ja gar nicht geschrieben, bin ganz weit weg davon..." man müsste direkt lügen). Nur jemand der nicht das Raumschiff ist, nicht die Sonne oder nicht der Autor kann Distanz schaffen. Also eine Kleinschreibung signalisiert nicht Distanz zum Geschriebenem sondern eine Verkleinerung der Signatur beziehungsweise der Dominanz dieser Worte und eine Grossschreibung vergrössert die Signatur und damit auch die Dominanz. Ein Autor kann daher keine Distanz signalisieren sondern nur die Signatur reduzieren oder erhöhen. Die Distanz wird vom Leser erschaffen, welcher unterschiedlich nahe an diese Signatur rangeht, manche Signaturen mögen riesig sein aber der Leser ist möglicherweise ganz weit weg davon und kann es kaum lesen da er es gar nicht lesen möchte... der Autor hat hingegen lediglich dessen Wichtigkeit hervorgeholt indem er die Signatur erhöhte, eine Form der Dominanz. Wichtigkeit erhöhen oder reduzieren als Form der Dominanz heisst aber nicht dass es unwichtig ist, es ist nur entweder wichtiger oder weniger wichtig aber stets wichtig, denn das Unwichtige kann man sich getrost ersparen.

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    changshi
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    Warum bin ich ein Tee-Fan?

     

    Diese Frage stellen mir oft meine Bekannten. Aber es ist nicht so einfach, diese Frage zu beantworten. Für mich ist der Tee einfach faszinierend, es ist Kunst. So wie andere Bilder in der Galerie bewundern, und über die Vielfalt der Gemälde aus verschienen Kunstepochen entzückt sind, bewundere ich verschiedene Tee-Geschmäcke. Wenn ich mir einen neuen Tee kaufen kann, bin ich einfach glücklich. Man wundert sich vielleicht, warum einer so viel Geld (denn Matcha oder andere guten Tees nicht so billig sind) für einen Tee ausgeben will. Der hat sie aber wahrscheinlich nicht probiert ;)

     

    Tee bedeutet für mich auch Entspannung. So wie man in Japan bei der Teezeremonie Kakemono anschaut, schaue ich mich am Abend Kunstwerke an.

     

    Aber das ändert sich immer wieder. Nicht mit der Jahreszeit, wie in Japan, sondern mit meiner aktuellen Stimmung.
    Auch der "Weg der Tee" hat mich immer fasziniert. Es ist nich das reine "Teetrinken", es ist etwas mehr. Die Teezeremonie ist so komplex in der Bedeutung aber so einfach in der Form... Wahre Schönheit

  11. Hallo Ihr Lieben :)

     

    Nun geht es heute wie versprochen mit dem großen Matcha-Test los.

    Ich habe Ihn als PDF-Datei anhängt. Der Grund war, dass ich hier schlecht Bilder einfügen und bearbeiten kann, so wie ich möchte und hoffe, so ist es auch für Euch in Ordnung,

     

    Dieser Matcha-Test wird noch öfters aktuallisiert wo ich Euch natürlich hier am laufenden halte.

     

    - 17.03. Start des Matcha-Test mit Tree of Tea und Shuyao.

    • Update: 19.03 Matcha Horai von Aiya

     

    • Update: 22.03 Da ich einen Fehler gemacht habe, kommt heute der Test von Ayia und Matcha Silk Shinzo von Teelirium.

    Matcha Test 1.2.pdf

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    (Ich hab erst jetzt entdeckt, dass man hier auch bloggen kann. Diesen Eintrag hatte ich zuerst unter "schwarzen Tee" gestellt - aber eigentlich passt er besser in ein Blog, da sehr persönlich)

    Im Oktober bin ich in dieses Tee-Forum gekommen, weil ich beschlossen hatte, von Kaffee auf Tee umzusteigen. Durch vielerlei interessante und begeisterte Artikel und Postings motiviert bin ich damals gleich "oben eingestiegen" und hatte mir ein Sortiment teils recht teurer japanischer Grüntees bestellt. Die hab ich auch "vorschriftsmäßig" zubereitet, zu jeder Tageszeit eine andere Sorte. Immerhin konnte mir der morgendliche Gyokuro den Kaffee ersetzen und auch sonst vermisste ich diesen nicht.

    ABER: offenbar sind meine Geschmacksnerven so degeneriert, dass mir die Tees zwar geringfügig unterschiedlich schmeckten, aber eben nicht wirklich GUT. Irgendwie alles wie "Varianten von heißem Wasser".

    Also hab ich mir eine zweite Lieferung mit ca. 25 Proben unterschiedlichster Tees schicken lassen - die wichtigsten chinesischen Grüntees, Olongs, schwarze Sorten und ein paar aromatisierte.

    Da merkte ich schon, dass mir nur die aromatisierten, die schwarzen und ein wenig auch die Olongs tatsächlich mundeten - für die eigentlich angestrebten Grüntees fehlt es mir einfach an Sensibilität.

    Und auch der Aufwand mit den teuren Grüntees war nicht so mein Ding: Mehrere Aufgüsse aus kleinen Kännchen (extra ein teuree Kyusu angeschafft), passende Temperatur - irgendwie nervte mich das, denn ich trinke den Tee beiläufig zur Arbeit (Homebüro, Webworkerin und Bloggerin), der ich mich im wesentlichen widmen möchte.

    Ich gab also die Idee auf, partout Grüntee-Trinkerin werden zu wollen. Auch Foren-Mitglieder hatten mehrfach betont, beim Tee trinken käme es auf den GENUSS an - und genießen konnte ich Schwarztee, mal mit Zucker, Honig oder Zitrone (Kindheitsprägung!).

    Als ich dann mal in einem KEBAB-Laden kostenlos eines dieser türkischen Tee-Gläser vorgesetzt bekam, war ich mal wieder hin und weg vom tollen Geschmack dieses starken Gebräus! Und kaufte kurzerhand eine Kilopackung dieses "LARA TEA" für nur 8 Euro das Kilo.

    Seitdem trinke ich diesen Tee, aus einer 1,5 Liter-Kanne, die ich auf ein Stövchen stellen kann, ohne dass das dem Tee irgendwie schadet. Wunderbar!

    Wie ich im Netz las, ist es ein Ceylon-Tee, den es im Versand sogar für nur 3,65 Euro/Kilo gibt - ich staune!

    Bald bekomme ich so ein Gerät für die authentische türkische Zubereitungsart: oben der überstarke Tee-Sud, unten heißes Wasser. Dann kann ich den Tee genauso wie die Türken zubereiten ...

    Kurzum: in meinem Fall hat sich die Idee "kauf dir was richtig Gutes, auch wenns teuer ist" nicht bewährt. Mit einem Tee, der nur 36 bis 89 Cent für 100 Gramm kostet, bin ich weit besser bedient als mit einem Gyokuro für 26 Eruo/1oo Gramm,

    Eine ERSTAUNLICHE Erfahrung, die ich mir so drastisch nicht vorgestellt habe!

    Wenn ich mal wieder mehr Zeit und Muße habe, werde ich neue Versuche machen, die Tee-Welt zu beforschen - aber fürs erste reicht mir der "LARA". :-)

    ***

    Warum ich auf einmal nicht mehr genug "Zeit für Tee" hatte, lest Ihr auf meinem Profil, das ich gerade aktualisiert habe.

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    blog-0733000001381234134.jpgIch vergaß, zu erwähnen, dass es bereits über die Homepage kostenlose Probepackungen zu bestellen gibt - diese sind mit ca. 8 Gramm Tee gefüllt und reichen für eine schmackhafte Kanne (ca. 1 Liter )
  12. So lange ich unsicher bin, suche ich den Rat anderer. Ich folge deren Ratschlägen so lange, bis ich sie durch meine eigenen Erkenntnisse ersetzen kann. Dann befreie ich mich von diesen und werde auf meinem Weg unabhängiger. Für mich ist richtig oder falsch unwichtig geworden. Jeder folgt seinem Interesse und zeigt durch sein Wirken eine Möglichkeit, Tee zu benutzen. Ich danke allen, die mir durch ihr Beispiel zeigen, wie ich mit Tee umgehen sollte.

    Ich habe mich dafür entschieden, verschiedene Teesorten zu bevorzugen. Aber nur, weil Tee eben zu vielfältig ist, als dass ich mich mit allen gleichzeitig beschäftigen könnte. Ich musste diese Erkenntnis erst selbst realisieren um mein hilfloses Umherspringen zwischen den Extremen zu verringern.

    Maße ich mir an, zu entscheiden, welcher Tee gut oder welcher sogar schlecht ist? Dazu sollte ich mich nicht verleiten lassen. Ich habe selbst viel zu geringe Erfahrungen um entscheiden zu können. Da hilft nur Geduld und viel Tee, der erst einmal getrunken werden sollte.

    Tee in „sozialen Netzwerken“ habe ich versucht. Nur letztendlich musste ich erkennen, dass ich nicht in der Lage bin, diesem Überangebot angemessen zu folgen. Vielmehr habe ich ein Gefühl, als wenn mir die Zeit für den Tee selbst „abgesaugt“ wird. Ich folge nur noch den anderen, meine geringe Geschichte ist schon erzählt und bietet keinen weiteren Reiz, es sei denn, ich fange an, für andere etwas zu erfinden, was ich nicht habe.

    Jetzt trete ich in ein neues Kapitel meiner Teegeschichte ein und folge dem, was ich selbst für mich entdeckt habe. Ein Schritt zurück und schauen, was passiert. Keine voreiligen Beurteilungen und dafür mehr Beobachtung. Das bedeutet auch den Tee in vielfältigen Gegebenheiten zu gießen ohne sie direkt gegeneinander abzuwägen, welche denn nun „besser“ erscheint. Daraus ergeben sich Tees, die für jeden Augenblick besser geeignet sind. Das trifft für mich zu, weniger dagegen für jeden anderen. Das muss dann jeder für sich selbst entscheiden. Ich nehme mich da heraus, für andere das Vorbild zu sein. Erst muss ich mein eigenes Befinden harmonisieren, bevor für andere als Beispiel geeignet bin.

    Etwas loslassen ist schmerzlich, aber auch schön, wenn es gelingt. So betrachtet ist es eine Erleichterung für mich das zu erkennen. Ich vereinfache um genauer erkennen zu können, wie etwas funktioniert. Das ist eine Entwicklung, die immer wieder angetrieben werden muss. Aber letztendlich kann man das Prinzip dann auf alles anwenden. Und für den Tee bedeutet das keine Ende sondern die Konzentration auf etwas Wesentliches und das Ignorieren von zu Vielem und Unwichtigem.

    Wird fortgesetzt.

  13. Guten Tag Tee-trinker

    seitnem halbem jahr informiere ich mich, über puerh, tgy usw und nerve damit die ganze Community :D

    Bitte um Verzeihung wenn ihr wegen mir euch ,die Harre rausreisst !

    :lol:

    Vor paar Tagen habe ich mir eine Kanne zugelegt ..

    Überhaupt keine Ahnung ob das Yixing ist oder irgendwas anderes !

    Auf jeden fall ist da n Drache drauf.... wenn die Kanne mit heißem Wasser in verbindung kommt ,wird der Schwarze Drache farbig ..

    Hab mich n Keks gefreut :)

    Ich hänge das mal an :)

    Habt ihr auch immer Kommunikationsprobleme mit den Verkäufern im China läden ?? ganz egal welcher :D

    dazu 4 Becher ebenso mit dem Drachen muster .

    Gestern sah ich ein Gaiwan mit ( meiner Meinung nach ) Wunderschönem Design :)

    ich häng die Bilder genauso an.

    Hab alles sehr günstig ergattert :)

    freue mich bis mein shu und sheng pu kommt , muss noch alles eingeweiht werden :D

    Danke für die kurze Aufmerksamkeit :)

    Dachte ich Füg mal auch was hinzu :)

    Freue mich über eure Meinungen

    Gruß

    Suchti :)

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    Nachdem ich gerne über meine Teerlebisse berichte habe ich mich entschlossen hier im Forum einen Blog zu eröffnen. Hier werde ich nun wöchentlich meine Eindrücke über - teils nur für mich - besondere Tees niederschreiben.

     

    Beginnen möchte ich mit einem meiner Meinugn nach außergewöhnlichen Yunnan Schwarztee. Diesen habe ich nun schon seit Längerem, trinke ihn auch fast täglich und bin immer wieder aufs neue begeistert und teilweise erstaunt, was dieser Tee zu bieten hat.

     

    Dabei handelt es sich um diesen Golden Yunnan vom Teehädnler meines Vertrauens.

     

     

     

    img0983w.jpg

     

     

     

    Der Duft der Teeblätter lässt eindeutig einen Honiggeschmack erahnen und erinnert an diverse Früchte. Zubereitet wird er in meiner Yixing Kanne, die ich extra für chinesische Schwarztees verwende. Im Normalfall lasse ich ihn 3 Minuten ziehen und bekomme einen extrem süßen, fruchtigen Tee mit intensiven Honig- und noch intensiveren Schokoladennoten, der nicht mal einen Ansatz von Bitterkeit aufweist und den ganzen Mund einnimmt, tolles Gefühl.

     

     

    img0991mc.jpg

     

     

    Erhöhe ich die Ziehzeit jedoch um nur wenige Sekunden (10-30), zeigt der Tee ein ganz anderes Gesicht. Die Süße tritt zurück, Honig bleibt jedoch unn Schokolade verabschiedet sich. Dafür kommt ein starker Malzgeschmack begleitet von dezenter und angenehmer Bitternis hinzu. Selbst eine viertel Stunde nach dem Trinken ist dieses adstringierende Gefühl immernoch da.

     

    Was mich an diesem Tee vorallem verblüfft hat, war, dass man ihn in dieser Preisklasse - 4,20€/ 100g - zweimal ohne großartigen Geschmacksverlust aufgießen kann. Zudem bin ich es von anderen billigeren Yunnan Schwartees nicht gewohnt, einen so milden und schokaladigen Geschmack herauszuholen.

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  15. ZiehZeit

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