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Mountain Jade Oolong - Yi Guang Shan, Taiwan


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Heute habe ich es mir mal endlich wieder gemütlich gemacht und eine Tee-Probe Tea-Masters-Blog-Schreiber Stephane probiert. Sehr professionell finde ich die genauen Angaben. Sogar der Erntezeitpunkt ist angegeben (8. April 2011).

Das Blatt ist zu Kügelchen gerollt und grün, an einigen Stellen etwas dunkler. Der Geruch ist angenehm frisch und erinnert entfernt an Tie Guan Yin.

5g kommen in eine aufgeheizte Gaiwan mit 180ml Fassungsvermögen. Der Duft ist schön, unheimlich süß, leicht grasig. Wie der Duft nach einem kurzen Regen. Aber der Duft bewegt sich eher im Hintergrund. Meine bessere Hälfte reicht noch Artischocke. Da ich nicht weiß, wie diese riecht, lasse ich das einfach mal so stehen.

Erster Aufguss (ca. 90°C) 15 Sekunden, vorher gewaschen:

Der Duft ist jetzt noch stärker und erinnert mich an Milky Oolong, aber viel dezenter. Etwas überraschend ist, dass der Duft im Aufguss steckt und beim Trinken automatisch in der Nase landet. Der reine Geschmack ist noch schwach.

Zweiter Aufguss, 30 Sekunden

Der Duft ist noch intensiver und süßer. Erinnert leicht an Tie Guan Yin, aber der florale Duft ist ganz versteckt und kommt nicht gegen die Süße an. Der Geschmack ist jetzt kräftig und etwas milchig, cremig.

Dritter Aufguss, 1 min

Der Duft ist unverändert, der Aufguss etwas zu stark geworden.

Vierter Aufguss, 1 min

Besser, als der davor und nicht mehr so kräftig. Sehr angenehm zu trinken.

5. Aufguss, 2 min

Cremiges Mundgefühl, angenehm weich. Starker Geschmack.

6. Aufguss, 2min

Lässt jetzt nach, schmeckt aber noch und damit ist dann auch Schluss.

Das Blatt ist in gutem Zustand, weißt ein paar Stängel auf. Einige Blätter sind schon etwas oxidiert, was man an braunen Flecken sehen kann. Trotzdem überwiegend grün.

Fazit: Ein eher günstiger Oolong, der mich im Duft/Aroma überrascht und fasziniert hat. Im Geschmack war er mir größtenteils etwas zu heftig, was auch an meiner Dosierung gelegen haben kann. Vielleicht sollte man 0,5-1g weniger nehmen. Geschmacklich sehe ich trotzdem nicht viel Potenzial nach oben, man kann die negativen Eigenschaften über die Dosierung etwas zurückfahren und einen runden und anständigen Tee bekommen.

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Hallo luke,

vielen Dank für die Verkostungsbeschreibung, die meine Meinung bestätigt: Stephanes Tee sind nicht nur super präzise beschrieben (ist doch dieser, oder?), sondern auch sorgfältig ausgewählt. Vielleicht sollte ich den Tee auch mal probieren ... wir hatten früher mal einen Jade-Oolong, der mir gut gefallen hat (obwohl ich ja eigentlich nicht so ein Freund der ganz grünlichen Oolongs bin).

Probier doch vielleicht auch mal, bei gleicher Dosierung den Tee kürzer ziehen zu lassen. Nicht nur, dass er dann weniger heftig wird, sondern meist betont dass auch das Blumig-Duftige, was ja eigentlich für einen Jade-Oolong charakteristisch ist.

Hast Du noch mehr Tees von Stephane bekommen? Viel Spaß damit wünscht

Gero

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Ja, das ist der Tee. Auf die Idee hätte ich vielleicht auch kommen sollen den Blog zu lesen, bevor ich den Tee zubereite... :-[

Ich habe leider nur die eine Probe bekommen, als ich eine Yixing-Kanne bei ihm bestellt habe. Finde es eh schon nett, dass er mir überhaupt eine geschickt hat. Leider habe ich jetzt nur noch ca. 3g übrig. Damit muss ich jetzt also experimentieren und nehme deinen Tipp gerne an.

Jetzt hat sein Sortiment erst recht mein Interesse geweckt. Mal sehen, was die neue Ernte so bringt :) Kannst du etwas empfehlen?

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Von der neuen Ernte habe ich noch nichts probiert, aber zum Beispiel:

Wenn es etwas aus der Richtung sein soll wie der Mixiang Guifei (Teetauschbörse), ist dies hier ein ganz wunderbarer Vertreter jener Richtung:

http://teamasters.blogspot.de/2010/12/hiver-2010-hung-shui-oolong-de-feng.html

Dann hat er noch einen recht speziellen Tie Guan Yin (hier der Tee "C"), der mir fantastisch schmeckt, aber bestimmt zimelich polarisiert:

http://teamasters.blogspot.de/2010/10/spring-2008-high-roast-tie-guan-yin.html

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Danke für die Info. Ich wusste gar nicht, dass der Mixiang Guifei von ihm ist, bzw. habe es wohl wieder vergessen, wenn du es dazu geschrieben hast.

Bei mir zeichnet sich wieder ein Geschmackswandel ab. Grüne Oolong habe ich im Moment über (das ist schlecht, weil ich hier eine Menge liegen habe) und der Trend geht in Richtung stärkere Röstung und/oder Oxidation. Ich brauche wohl ein bisschen Kontrast. Der Tie Guan Yin wäre eine gute Wahl, denn einen gerösteten habe ich erst vor einigen Wochen probiert und fand ich sehr lecker!

Außerdem habe ich chinesische Schwarztees für mich entdeckt und finde alles mit hohem Golden Tip-Anteil total lecker. Ihr habt ja auch einen tollen Yunnan, der zu Kügelchen gedreht ist.

Aber das Tee-Budget für diesen Monat ist eh schon ausgegeben. Mal sehen, was der nächste Monat bringt :D

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Nein, der Guifei aus der Tauschbörse ist aus einer anderen Quelle (extrem großzügig bemessenes Muster für unseren Einkauf). Aber ich hatte von Stéphane einen Guifei aus einem verwilderten Teegarten - das brachte mich auf den Geschmack für die medium oxidierten, moderat gerösteten Oolongs.

Gleichzeitig mit dem "wilden" Guifei bekam ich den Hung Shui aus der Empfehlung - ein herrlicher Tee.

Wenn Du den stark gerösteten TGY bestellst ein Tipp zur Zubereitung: lass die benötigte Teemenge vor dem Aufgießen für ca. eine halbe Stunde in einem flachen Schälchen (oder Untertasse vom Gaiwan) offen stehen zum Auslüften. Sonst kann das Röstaroma eventuell zu wuchtig sein und die anderen Aromen erschlagen.

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Danke, den Tipp werde ich beherzigen. Ich weiß aber noch echt nicht in welche Richtung ich gehen werde. Alishan oder Jinxuan (?) wäre auch eine Probe wert. Der Guifei hört sich auch interessant an. Ich sollte mir wohl mal den Blog nochmals genauer anschauen.

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